Yiepieh-ich bin happy – Habe ich doch gerade entdeckt, dass Wes Anderson, der spätestens seit dem Film „The Dajeeling Limited“ zu meinen Lieblings-Regisseuren/Drehbuchautoren gehört, in wenigen Wochen einen tollen neuen Film ins Kino bringt: „Moonrise Kingdom“ heißt das vermutliche Meisterwerk. Ich mag seine Bildsprache und den skurrilen Humor. Und die Auswahl der Filmmusik ist auch immer sehr genial.
Nach „The Dajeeling Limited“ habe ich ständig den Song „Where do you go my lovely“ von Peter Sarstedt vom Film-Soundtrack gehört.
Was man Wes Andersen auch zusprechen kann: Er hat ein Händchen für eine perfekte Rollenbesetzung – oder sah Gwyneth Paltrow jemals besser aus als in „The Royal Tenenbaums“?
In seinem neuen Machwerk spielt neben Edward Norton, Bruce Willis, Bill Murray und Frances McDormand auch Tilda Swinton eine Rolle, für mich ein weiterer Grund den Film sehen zu wollen…
Im Mai werde ich Horst dann ins Kino schleppen, der weiss noch nichts von seinem Glück.
Aber ich bin mir sicher das ihm und Euch der Trailer auch gefällt, oder, was sagt ihr?
Allgemein
Ok – ich geb es zu: Ich habe mich sehr drauf gefreut, Euch reinzulegen – GUCCI kooperiert natürlich nicht mit H&M und der Launch dieser Kollektion kann auch gar nicht am 31.Juni 2012 sein – den gibt es nämlich gar nicht.
Horstson war natürlich nicht der einzige Blog, der seine Leser hinters Licht führen wollte – und ich gebe zu, für ca. 1 Minute war ich mir gestern sicher, dass Karl Lagerfeld in Zukunft Werbung für Schauma macht…
Aus der Schul- und Studienzeit bin ich schon so lange raus, dass ich über meine Abiturfragen bereits länger als eine Minute nachdenken muss … um sie richtig zu erinnern. Nun brauche ich noch einmal ein richtiges Bildungspaket für mich und nutze die Gelegenheit, mich fern von hier einige Monate schlau zu machen, Wer weiß, kann ja sein, dass es nützt.
Weil ich dabei in einen Unibetrieb eingebunden sein werde und zwischen hier und dort in Kalifornien neun Stunden Zeitdifferenz liegen, habe ich mich sehr, sehr schweren Herzens dazu entschließen müssen, in dieser Zeit eine kleine Sendepause von ungefähr vier Monaten auf Horstson einzulegen, nach der ich dann aber in mindestens alter Frische und mit vielen neuen Eindrücken und Ideen wieder hier auflaufe.
Und dann schreibe ich mit neuem Schwung wieder über alles, das mich modisch, gesellschaftlich, politisch, in der Kunst und den Medien an- oder aufregt. Und natürlich auch darüber, was auf Blogs gut oder weniger gut läuft. Wer Ruhm und Ehre verdient hat und wer eher weniger.
Als ich mich Ende der Siebzigerjahre begann für Mode zu interessieren, fiel mir bei den Übertragungen der Prêt à Porter Schauen aus den Zelten, die im Cour Carrée des Louvre aufgebaut waren, immer wieder ein Model auf.
Sie drehte sich wie ein Korkenzieher, hatte wildes, fliegendes Haar und jedes Outfit, das sie vorführte, wurde meist einer der Verkaufshits der Kollektion. Bei Dior oder Yves Saint Laurent wurde damals, im Gegensatz zu heute, die Modenschau eher schwungvoll und fast getanzt vorgeführt. Jedes Modehaus versuchte gute Laune bei seinen Defilees zu versprühen.
Zu dieser Zeit gab es die sogenannte Generation von Mädchen vor den Supermodels wie Linda Evangelista, Claudia Schiffer, Cindy Crawford und Naomi. Jerry Hall, Iman und die New Yorkerin Pat Cleveland. Und genau um die geht’s heute. <
Patricia Cleveland wurde 1952 in New York in eine Familie geboren, die in der Kunstszene sehr bekannt und engagiert war. Sie wuchs sehr frei für die Zeit auf und studierte Kunstgeschichte an der High School Of Art und Design, schloss 1969 mit Diplom ab. Außerdem machte sie an der LaGuardia Kunst-Schule auch noch ihren Abschluss.
Als sie fünfzehn Jahre alt war, im Jahr 1967, wurde sie in der U-Bahn von Vogue Fashion Editor Carrie Donovan entdeckt. Donovan, begeistert von Pat Cleveland, lädt sie in die Conde Nast-Studios von Vogue ein und macht Probeaufnahmen. Sie ist außer sich vor Begeisterung und sieht in Cleveland, zu einer Zeit, als es kaum farbige oder exotische Models in Amerika gibt, einen völlig neuen Typ von Gesicht in ihr.
Pats erste Jobs als Model machte sie für den Designer Jaques Tiffeau. Pats Eltern – als Künstler eher open minded, hatten nichts dagegen, dass sie Model werden wollte. Der Designer Halston, damals Upcoming Star der New Yorker Gesellschaft, und die Warhol Clique, endeckten Pat für sich und sie wurde Muse und Gallionsfigur von Halston Limited.
Saint Laurent, Guy Laroche, Ted Lapidus – alle jüngeren Prêt à Porter Designer in Paris liebten sie und engagierten sie jede Saison nach Europa. Antonio Lopez zeichnete Pat und sie wurde seine Freundin und die des Clans um Karl Lagerfeld, Jacques des Bascher und der Catroux-Clique.
Cleveland war eine der Ikonen der Halston-Silhouette und ging regelmäßig ins Studio 54. Die Mädels und Society-Frauen kopierten ihre Looks und Frisur zu hunderten. Bis Mitte der Achtzigerjahre gab es fast keine Ausgabe von Harper's Bazaar oder V in der Pat nicht vertreten war ... keine Modenschau in Mailand oder Paris, in der sie nicht auftrat. Mitte der Achtzigerjahre brachte sie ihren Freund Patrick Kelly nach Paris und half ihm beim Aufbau seines Modehauses (Horstson berichtete).
Sie ist eine Legende und gehört zu den Fundamenten der Models, die die spätere Supermodel-Generation begründeten. Was vor allem immer von ihr in Erinnerung bleiben wird, sind ihre Haare und der Stil, wie sie lief .Wie ein wirbelnder Korkenzieher schwebte sie über die Pariser Laufstege und bezauberte uns alle. Heute lebt Pat nach wie vor in New York und ist Kuratorin für Kunst, unter anderem am Smithsonian. Sie hat sich kaum verändert und ist immer noch eine sehr schöne und eigensinnige Frau, deren Ausstrahlung sehr speziell ist.

Peter Kempe – Scherenschnitt von Bendix Bauer
Lieber Peter – Hoch sollst Du leben!
Ein gesungenes Geburtstagsständchen erspare ich Dir besser – Deshalb wünsche ich (und natürlich alle anderen Horstsonianer) Dir auf diesem Weg einen ganz tollen Geburtstag.
Wahrscheinlich bist Du heute an der Elbe in dem kleinen Fischrestaurant, umringt von lauten lieben Menschen.
Ich bin so froh Dich vor ewigen Jahren getroffen zu haben. Unsere damalige Reise nach Frankreich war ein absolutes Highlight und ich bin froh, Paris durch Deine Augen erlebt zu haben. Einen besseren Stadtführer kann es gar nicht geben.
Du bist ein wandelndes Mode-Lexikon, unfassbar! Dazu immer höflich, freundlich, bescheiden und gut gelaunt. Für meinen Geschmack sollte es viel mehr Menschen wie Dich geben!
Happy Birthday!
Nachdem der Frühling zumindest in Hamburg nahtlos in den Herbst überzugehen scheint, empfehle ich, es sich bei einem Glühwein gemütlich zu machen und nochmal die Woche auf Horstson Revue passieren zu lassen:
1) Darf man Karl Lagerfeld kritisieren? Die in Washington arbeitende Kultur- und Modejournalistin Robin Givhan hat es getan und damit Daisydora und Peter zu einem absolut lesenswerten Artikel inspiriert…
2) Peter hat für uns einen Lesetipp: Sam Taylor Wood – Third Floor
3) Daisydora hat wieder eine Bloggerin virtuell eingekleidet – diesmal ist Anne von Les Attitudes an der Reihe! Was sagt ihr zu der Auswahl?
4) Peter widmete seine Cutting’s diesmal einem Mann, dem es zu verdanken ist, dass es so etwas wie die Mailänder Modewoche und eine starke italienische Modeszene gibt: Walter Albini
5) Wir lieben Absolutely Fabulous und wir lieben Kate Moss. Wenn nun das Lieblingsmodel von Blomquist bei der englischen Serie mitspielt, kann es ja nur wunderbar werden. Hier geht es zu ganzen Folge
6) Wie das so funktioniert mit einem Artikel am Beispiel von der DIOR Homme Pre Collection Fall/Winter 2012, erklärte ich im gleichnamigem Artikel

Styling Highlight – links: Aufgemalte pink-farbene Pistole zu gelbem Shirt. Rechts: Aufgemalte gelbe Pistole zu pink-farbenen Shirt
Ich geb es ja ungern zu: So ziemlich jeden Samstagabend switcht man unweigerlich bei „Deutschland sucht den Superstar“ rein und man ist etwas verwundert, dass allen Anschein nach auch außerhalb der Karnevals-Saison Filzhütchen und allerlei Klimbim bei Stylisten zum Einsatz kommen.
Aber mal unter uns, liebes Styling-Team bei RTL – das kann doch alles nicht Euer ernst sein, oder?
Wie gutes Styling bei Abend-Shows übrigens richtig funktioniert, hatten die Stylisten bei The Voice of Germany gezeigt – ganz ohne Lady-Gaga-Look-A-Likes und Village People Klamauk…
Bild: RTL/ DSDS Facebook
Das die Klamotten von Abercrombie & Fitch das Rad nicht neu erfinden, dass wissen nicht nur wir, sondern auch Bruce Weber – zumindest läßt er sie konsequenter Weise regelmäßig, in seinen für das Amerkanische Unternehmen aufgenommenen Fotos, einfach weg.
So auch in dem neuen Filmchen „Other Sports Require One Ball (Wrestling Requires Two)“, wo Weber eindrucksvoll zeigt, was junge Männer seiner Meinung nach im Anschluß an einer Wrestling-Partie machen: Sie gehen Duschen und catchen weiter.
Das ergibt alles keinen Sinn, ist aber hübsch anzuschauen – wenn man denn ein leichtes Faible für den Männer-Typ „amerikanischer-College-Muskel-Schönling“ hat. Für alle anderen sei gesagt, dass man für den Bruchteil einiger Sekunden auch Abercrombie & Fitch Klamotten sehen kann. Klatschnass, versteht sich. <
Wo wir doch gestern so nett über die neue Linie von H&M geplaudert haben, hätte dazu ich einen passenden Video-Tipp: Die ZDF Reportage „Die Lohnsklavinnen“ (lief am 27.03. im TV) von Michael Höft beschäftigt sich mit versklavten Mädchen, die in Spinnereien schuften müssen, damit in Billig-Bekleidungsketten rund um den Globus Fast-Fashion angeboten werden kann.
… zumindest deutet einiges darauf hin, denn Karl-Johan Persson, Vorstandsmitglied der schwedischen Bekleidungskette, äußerte sich gegenüber der WWD wie folgt: „Wir haben viele verschiedene Projekte in Arbeit und bereits im nächsten Jahr, werden wir eine komplett neue Ladenkette herausbringen. Genau wie COS (…) wird das neue Label komplett unabhängig sein und wird die anderen Angebote der H&M-Gruppe ergänzen“. (via Grazia)
Ob das nun ein Luxus-Label wird, hat er nicht gesagt, allerdings fehlt ein solches im Grunde genommen noch im Portfolio von H&M.
Apropos Luxus – ab heute wird Marni x H&M verramscht und mich würde interessieren, ob das nun wirklich so ein großer Erfolg war, schließlich bekommt man noch so ziemlich alles online…
Bild: Screenshot





