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Kurz mit den Rechten kokettieren? x mit Turnschuhen für 24,95 bei Tchibo

tchibo 18 sneaker
Screenshot „der Freitag

Sehr wahrscheinlich ging es dabei nicht um süße Achtzehn, das Alter, denn das waren ja schon immer „süße Siebzehn“. Also liegt der Schluss nahe, den der Autor Felix Werdermann bei „der Freitag“ in seinem Artikel Tchibo und die „18“ daraus gezogen hat: Die 18 wurde ganz bewusst dort hin gesetzt, wo auch sonst auf Turnschuhen, die auch für Neonazis und ähnliches Gesocks attraktiv sein sollen, die zweckdienliche Deko angebracht wird.
Der Autor schreibt: „Die Sportschuhe von Tchibo dürften Nazis erfreuen: Die Aufschrift „18“ steht bei ihnen für Adolf Hitler. Dabei können Codes nützlich sein – für eine freie Gesellschaft.Das Hamburger Unternehmen verkauft inzwischen schließlich allerlei Dinge, jetzt auch für den alltäglichen Neonazi-Bedarf. Im Angebot gibt es Sportschuhe für 24,95€, mit der Aufschrift: „18“. Die Designer werden sich dabei wenig gedacht haben, die Näherinnen in Südostasien noch weniger. Aber Neonazis wissen: Der erste Buchstabe im Alphabet ist das A, der achte das H – die Initialien von Adolf Hitler.“

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CHANEL – Wo Schönheit beginnt …

Es war Karl Lagerfeld selbst, der sich kritisch über die Umsetzung des modernen Spots für Chanel No. 5 (There you are) mit Brad Pitt geäußert hatte …. Sein Urteil zusammengefasst: Die Idee war gut aber die Umsetzung weniger … insbesondere missfiel Karl Lagerfeld, dass Brad seinen Text so theatralisch oder prätentiös gesprochen hat, „als rezitiere er Verse von Shakespeare“.

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Queen of Chinatown – Amanda Lear stellt in Hamburg aus

Legendäre Sängerin aus den Siebzigern, Muse von Salvador Dalí, Moderatorin, Schwulenikone – es gibt wenig Personen, die man so beschreiben kann. Bei Amanda Lear passt alles, gerecht wird ihr allerdings nichts – zu komplex ist die Person hinter dem Namen Lear. Schon ihr Lebenslauf liest sich wie eine Hommage an die 60er und 70er – der Legende nach in Hongkong, Saigon oder Hanoi geboren, mit Warhol befreundet, die Rolling Stones widmeten der Frau ein Lied, die fast immer in Saint Laurent gehüllt den Gitarristen der Band, Brian Jones, umgarnte, Affaire von David Bowie, in den Sechzigern Modell für Gitarristen Clark, im Studio54 dann der Durchbruch zum Disco-Star. Später wurde es dann ruhig um sie, und sie begann zu malen – trotz der Aussage von Salvador Dalí, der die Meinung vertrat, dass das Malen den Männern vorbehalten sein sollte. Sie belehrte ihn posthum eines Besseren.

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Peters Cuttings – Justine Picardies grandioser UK Bazaar

Dass der Print, der zur Zeit häufig für tot erklärt wird, nicht nur lebt, sondern auch Triumphe feiern kann, zeigen einem nicht nur Beispiele wie das Magazin „Landlust“, das neu gegründet über 1 Million verkaufte Hefte per Quartal vorweisen kann. Es gibt ja vielleicht auch mal wieder für das ein oder andere Verlagshaus die Gelegenheit, an seinen bestehenden Titeln etwas zu verändern, um die Auflage und vor allem Qualität der Inhalte wieder deutlich zu steigern.
Denn eines ist klar, gerade im Bereich der Luxusmode gibt es immer noch viele Menschen, die das Lesen von Print- und Onlinemedien verbinden und für High-End-Marken – seien wir mal ehrlich – gibt es auch nicht viele Blogs, die über eine Leserschaft verfügen, die nicht nur vom eigenen Portemonnaie ausgehen, sondern angeregt und inspiriert werden wollen und auch mal Träumen wollen. Auch in Vogue oder Harper’s Bazaar geht es nicht nur darum, dass die Leser alles auf der Stelle sklavisch nachkaufen und konsumieren, sondern Zusammenhänge, Bilder und Visionen des Genres ‚Mode‘ dazustellen.

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Bilder, die ich liebe: Gregory Crewdson

Man ist sich naturgemäß nie begegnet, aber ich vermute, er wäre der Lieblingsfotograf von Sigmund Freud gewesen …
Mittlerweile kennt alle Welt die Bilder des Fotografen Gregory Crewdson, der seine Kunst dem (immer inszenierten) Schrecken des Alltäglichen widmet. Mit ähnlichem Aufwand produziert nur noch Annie Leibovitz ihre Editorials und Advertisements.

Bei Gregory Crewdson (so sieht das übrigens aus, wenn man Fotografie in Yale studierte) geht es nie um Schönheit. Er zeigt die angeblich so heile Welt der Familien und Kleinstädte Amerikas, so wie sich das tägliche Grauen im Kleinen dort ereignet. Menschen leben nebeneinander her, wirken beziehungslos, fast autistisch.

Man fühlt sich nach dem Besuch einer Ausstellung des Künstlers, in der die meterlangen Fotografien wie Filmstills aus einem Hitchcock oder David Lynch wirken, fast dabei ertappt, seine Umgebung endlich ohne all die Lebenslügen zu Familie und heiler Welt des Mikrokosmos der eigenen Stadt zu betrachten. Ganz normale Menschen, wie wir sie täglich überall treffen, wirken wie Akteure aus Psycho … sind traurig, verstört, resigniert. Auf mich wirkt das sehr literarisch, als hätte er die Charaktäre auch mit Worten beschrieben. Aber macht euch bloß keine Sorgen, ich stamme ja auch aus Freud’s ehemaligem Biotop, ehrlich – 😉 da sind Neurosen gesetzlich vorgeschrieben.

Wann und wo auch immer ihr Gelegenheit finden solltet, seine Bilder aus der Nähe zu sehen, nutzt diese Gelegenheit. Es gibt weniges in der Fotografie, das solche Spuren zu hinterlassen vermag. Ich würde seine Bilder sehr gerne sammeln, die kämen dann auf jeden Fall in meine Bibliothek!

Wie er seine Szenarien arrangiert, produziert und fotografiert, könnt ihr euch auch in der Dokumentation Brief
Encounters
anschauen. Sehr sehenswert!

Gregory Crewdson: Brief Encounters Official US Trailer

Gregory Crewdson: Brief Encounters (Film Independent at LACMA)

Was sagt ihr zu meinem gruseligen Fotografen-Tipp, liebe LeserInnen und wer sammelt mit?

Repräsentiert wird der Fotokünstler Gregory Crewdson von der fabelhaften Gagosian Gallery in New York City.

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Mein Schuhfavorit der Saison – Wintersandalen von Louis Vuitton

Wer hätte sie nicht noch im Kopf – die Bilder der Louis Vuitton Womenswear-Schau, in der Frauen auf ihrer Reise im Grand-Hotel einen Zwischenstopp eingelegt haben … in wunderschönen Kleidern wie Negligés und Mänteln, nebst kostbaren Accessoires aus Fellen, Federn und mit Stickereien in Händen elegisch die Flure entlang wandelten, um dann leise hinter Türen zu verschwinden.

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Baldessarini Frühjahr-Sommer 2014 – A fashionable Journey

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Bild: Baldessarini

Bei den Vorstellungen der Herrenkollektionen für das kommende Frühjahr fielen mir zwei Kollektionen besonders auf. Die Kollektion des Franzosen Olivier Matiussi für sein Label „Ami“ werden wir noch besprechen und parallel dazu Baldessarini – sozusagen das High Fashion Label aus München. Warum ich die beiden Brands in einem Atemzug nenne, liegt daran, dass zwischen den Designern in dieser Saison eine Art Seelenverwandtschaft liegt und beide sich das Thema Reise als Kollektions- und Inspirationsgrundlage wählten. Beide Kollektionen gefielen uns ausnehmend gut.

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Schöne Sachen, M10

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Links: Blazer von London Collection; rechts: Blazer von Etro

Lieber ein schönes neues Cordsakko, das man dann gefühlte zwanzig Jahre trägt oder so einen chicen Houndstooth-Karoblazer, der auch ganz nach Lieblings-Jackett aussieht?
Ich konnte mich nicht entscheiden, also zeige ich euch besser beide. Den Slim Fit Houndstooth Check Wool Blazer von London Collections Men … der so überhaupt nichts von den leicht verzopft wirkenden britischen Karosakkos hat, die nicht jeder mag. Der schmale Schnitt, die langgezogenen Revers und die Stoffknöpfe laufen auf eine modische Version des Saville Row Klassikers in Houndstooth-Wolle hinaus.

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Carine Roitfeld et Karl Lagerfeld x Harper’s Bazaar September 2013

… nur noch knapp vier Wochen (Erscheinungsdatum ist 31.08.2013) und wir halten die erste Ausgabe von Harper’s Bazaar Deutschland in Händen …
Dafür und für alle anderen Ausgaben des hochklassigen Modemagazins hatte nun schon zum dritten Mal Global Fashion Director Carine Roitfeld eine Modestrecke entwickelt, für die Meister Karl Lagerfeld persönlich die Models und Beauties Scarlett Johansson, Dakota Fanning, Lily Collins, Carmen Dell’Orefice, Zoe Kravitz, Karen Elson und Gabourey Sidibe fotografiert hat.

Das Editorial „Singular Beauties“, an dessen Entstehung auch Stephen Gan, Creative Director der US-Ausgabe von Harper’s Bazaar, beteiligt war, ist eine Hommage an die vielen Facetten weiblicher Schönheit und wird in allen 29 September-Ausgaben, darunter die Erstausgaben Deutschlands und Japans, gezeigt.
Heute gab nun auch Harper’s Bazaar-Chefredakteurin Margit J. Mayer die ersten Namen aus dem Redaktionsteam für die Ausgaben ab 2014 bekannt: Rebecca Casati übernimmt zum 1. Oktober 2013 die Position des Director Features, Kai Margrander wird zum 1. September 2013 Fashion Director. Stephan Meyer, der bereits an der Erstausgabe der deutschen Harper’s Bazaar mitgewirkt hat, wird weiterhin als Creative Director fungieren

Wir sind gespannt und freuen uns darauf, dass auch der heimische Markt der Hochglanzmagazine solch hochkarätigen Zuwachs erfährt …

Das Cover gehört zur UK-Ausgabe

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Gesucht – alles Schöne von Hedi Slimane … Saint Laurent Runway-and-Reality-Check

Was zwischen Anfang März diesen Jahres und jetzt aus dem California Grunge Hedi Slimanes wurde, den er in seiner viel diskutierten zweiten Damenkollektion für Saint Laurent zeigte, kann man zum Beispiel in den Onlineshops mytheresa und net-a-porter betrachten: Ganz normale High-Fahion, gekonnt mit einem Hauch von Rock-Chick-Allure und etwas tiefschwarzer Pariser-Neoexistenzialisten-Attitude versetzt.
Weit und breit nichts von Grunge zu sehen. Ich bin trotz der Tragbarkeit und Hochwertigkeit der Kollektionsteile geneigt zu sagen – leider … denn, da waren schon noch einige Kleidchen, Jacketts und so weiter drunter, die ich gerne im Handel gesehen hätte. Aber ganz sicher werden Spurenelemente dieser Trafalgars bei Saint Laurent in Paris und anderen Flagshipstores zu kaufen sein. Wirklich viel oder alles, das er in der Schau im März in Paris gezeigt hatte, gibt es aber höchstwahrscheinlich nirgends. Ihr gebt ja Bescheid, sollte jemand tatsächlich irgendwo in einer Saint Laurent Maison alle Outfits finden.

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