Interieur

Buccellati Milano – Tafelfreuden de luxe

(Bild: Courtesy of Buccellati Milano)

In jedem Jahr ist die große Frage vor Weihnachten, was man den Menschen schenkt, die schon alles haben und die zudem auch noch über einen guten und anspruchsvollen Geschmack verfügen.
Einen Volltreffer erzielt man sicher bei Buccellati, zumindest dann, wenn man etwas sucht, das einem ein Leben lang begleiten wird und das sich vollkommen davon unterscheidet, was es in gewöhnlichen Läden gibt.
Zugegeben, die meisten Menschen kaufen sich die dann doch nicht ganz günstigen Teile lieber selbst, denn es handelt sich um wirkliche Kunststücke. Es sind Meisterwerke der Handwerkskunst, die Geschichten erzählen und es sind Dinge, die man lieber für sich selbst behält …
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Bild: Courtesy of Buccellati Milano

Buccellatis Tischaccessoires gehören zu den schönsten und ausgefallensten der Welt. Sie erinnern an die großen Werke, die einst Peter Carl Fabergé für den russischen Zaren hergestellt hat. Aber sie sind verspielter und „italienischer“ und werden nach wie vor in den Ateliers des Familienunternehmens produziert.
Als Mario Buccellati 1919 in Mailand sein erstes Silberwaren- und Juweliergeschäft eröffnete, ganz bescheiden in einer Seitenstraße, konnte er nicht ahnen, dass sein Unternehmen einmal dort vertreten sein würde, wo die wirklich großen der Branche ihre Häuser haben – am Place Vendôme in Paris oder auf der Fifth Avenue in New York.

Schon früh entwickelte Buccellati einen eigenen Stil, der sich von allen anderen Juwelieren unterschied. Er verwendete eine alte Technik, bei der feine Goldfäden wie Spitze verarbeitet werden und dadurch gespickt mit Edelsteinen, Perlen und Diamanten eine fragile Optik bekommen. Der Dichter Gabriele d’Annunzio bestellte bei Buccellati für alle seine Freunde immer wieder Geschenke, unter anderem auch feine Silberwaren und Tischdekorationen, die kostbaren und feinst gearbeitet für Gesprächsstoff beim Essen sorgten.
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Bild: Courtesy of Buccellati Milano

Fantasievoll, vom Manierismus italienischer Maler wie Giuseppe Arcimboldo inspiriert, wirken die Tafelaufsätze, Schalen, Tischkartenhalter und Senf- und Marmeladentöpfe als, als seien sie Alice im Wunderland entsprungen.
Feinstes Muranoglas aus Venedig in flamboyanten Farben, etwas was die Venezianer als Geheimnis der Herstellung jahrhundertelang geheim halten konnten, bildet den Korpus der Gefäße, die Früchte oder auch Gemüse, wie Kürbisse, Zitronen, Birnen oder eine Ananas nachbilden.
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Bilder: Courtesy of Buccellati Milano

Da Kristall als Material, wenn es in Handarbeit hergestellt wird, sich immer etwas unterscheidet und nicht auf den Millimeter genau von den Proportionen ausfällt, müssen die Silberschmiede in Buccellatis Werkstatt die Teile genau anpassen, wodurch jedes Stück zum Unikat wird. Von Hand wird aus 925er-Sterlingsilber die Form und die Details der Deckel mit Stilen, Blättern und Ranken getrieben, gehämmert und punziert.
Viele Dutzend Arbeitsschritte und unzählige Arbeitsstunden lassen langsam die Form entstehen. Immer wieder muss das Material ruhen, wird zwischendurch erhitzt und poliert. Bei den großen Tafelaufsätzen, wie der Oktopus Schale oder auch dem Center-Piece für eine festliche Tafel aus Meerestieren und Muscheln, gekrönt von einem großen Hummer, müssen alle Einzelteile separat angefertigt und anschließend zusammengefügt werden. Dabei kann bei Sonderanfertigungen der Kunde sogar wählen, welche Tiere, Muschel oder Pflanzen er favorisiert. Es entsteht Haute Couture für den Tisch …
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Bilder: Courtesy of Buccellati Milano

Das Schöne bei Buccellati ist, dass sie auch zu modernem Design oder ganz schlichtem Porzellan oder Keramik einen wunderbaren stilistischen Bruch und Spannungsbogen auf dem Tisch bilden. Selbst strikte Puristen können sich dem Zauber, der wie aus einem Märchenbuch gefallenen scheint, nicht entziehen.
Natürlich handelt es sich dabei um reinen Luxus und man braucht nicht wirklich einen Marmeladentopf in Birnenform. „Luxus ist das Gegenteil vom Gewöhnlichen„, wie einmal Coco Chanel sagte.
Die Fantasie sitzt bei Buccellati schon seit fast hundert Jahren mit am Tisch. Und Weihnachten ist nicht mehr weit.

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  • Horst
    21. November 2016 at 10:22

    Zuviel des Guten kann wundervoll sein <3

  • Siegmar
    22. November 2016 at 11:16

    Nun der Octopus wäre meiner, ganz wunderbar!

  • Elke Kempe
    23. November 2016 at 12:04

    Die Birne ,die wäre es!