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peterkempe

Interieur

Guillaume Bresson – Der Realist der französischen Gegenwartskunst

Wir von Horstson beschäftigen uns ja nicht nur mit Mode und Musik, sondern auch mit zeitgenössischer Kunst und Interieur. Diesmal ist uns ein französischer Künstler aufgefallen, den wir euch gerne vorstellen möchten: Guillaume Bresson.
Der 1982 in Toulouse geborenen Bresson hat neben seinem Hauptwohnsitz in Paris auch eine Wohnung in Berlin. Die deutsche Hauptstadt wird zurzeit wegen seiner Entwicklung und vor allem wegen des leistbaren Alltags von den Pariser Künstlern für seine Offenheit und Inspiration geschätzt und es haben sich dort im Laufe der Jahre viele junge Franzosen Ateliers und Wohnungen gesucht.

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Allgemein

Peter’s Cutting – Pringle of Scotland und Grace Kelly

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Bild: Pringle

Kooperationen sind so eine Sache: Zum einen werden wir damit überschwemmt, zum anderen ist manchmal die Wahl der Partner und des Labels nicht geglückt. Zum Glück gibt es aber rühmliche Ausnahmen und eine besondere Hand, die manchmal genau die richtigen Menschen zusammenführt. Ein Beispiel für eine geglückte Kooperation ist die „Archiv Kollektion“ des traditionellen Stricklabels Pringle of Scotland.
Dass die Schotten bei der Verarbeitung von Strickwaren schon seit Jahrhunderten ihren Platz behaupten, zeigen neben Pringle Traditionsfirmen wie Barrie immer wieder aufs Neue.
Alles britische, wie Harris Tweed und Donegal oder auch Tartan, erlebt zurzeit ein fulminantes Comeback. Kein Wunder – nichts ist so nachhaltig wie gute Qualität, Handwerk und klassisches Design.

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Allgemein

Miss Dior: 1947 – Der Triumph der Weiblichkeit

Mit keinem Duft auf der Welt verbinde ich so frühe Erinnerungen, wie mit „Miss Dior“ aus dem Hause Christian Dior. Als kleiner Junge fand ich es immer besonders spannend, mich am Toilette-Tisch meiner Großmutter zu schaffen zu machen. Auf dem Tisch stand eine wunderschöne Flasche mit einer wohlriechenden Flüssigkeit darin, die es mir sofort angetan hat.

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Allgemein

Mann-I-Fest – Hermès‘ Männer verzaubern Frankfurt

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Bild: Hermès

Letzte Woche feierte Hermès im Bockenheimer Depot in Frankfurt das „Mann-I-Fest“. Eine Deutschlandpremiere, denn in solcher Ausführlichkeit und vor allem mit so viel Liebe und Akribie wurde noch nie der Fokus auf die Herrenlinien, das Prêt-à-porter und die Männer Accessoires gelegt.
Über die Winterkollektion berichteten wir ja schon und nun, wo die Teile in den Boutiquen hängen, konnten sich die Kunden und die Presse auf äußerst charmante Weise jedem Teil im Detail widmen. Seit 25 Jahren designt Véronique Nichanian Saison für Saison die Linien für das „starke Geschlecht“ und hat den typischen Hermès Männerstil nicht nur begründet, sondern kontinuierlich perfektioniert.

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Allgemein

Chanel Nº 5 – Marilyn forever!

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Bild: © Bob Beerman

Kein Zitat hat so einen Erdrutsch von Popularität für ein Parfum ausgelöst, wie das Zitat der Leinwandgöttin Marilyn Monroe im prüden Amerika der fünfziger Jahre: „Zum Schlafen trage ich nur ein paar Tropfen Chanel Nº 5“.
Nicht nur, dass Chanel Nº 5 schon vor dem Zweiten Weltkrieg das bekannteste Parfum der Welt war – legendär sind die Schlangen der amerikanischen GIs 1945 vor der Boutique in der Rue Cambon – es war auch genau der richtige Zeitpunkt, denn die Welt begann wieder zu konsumieren und nach langen Jahren der Entbehrung wurde wieder an Luxus gedacht. Coco Chanel hatte, nach fünfzehnjähriger Pause, ihre erste Kollektion vorgestellt und das legendäre LIFE Magazin widmete dem „Chanel Look“ kurz zuvor, im Herbst 1954, zehn Seiten.

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Allgemein

Peter’s Cutting – Grasse, wo das Parfum zu Hause ist

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Bild: Chanel

Als wir letzte Woche beschlossen, bei Horstson eine ganze Woche dem Thema „Duft“ als Schwerpunkt zu widmen, fiel mir sofort ein, dass Düfte eigentlich etwas ganz Privates und Intimes sind. Natürlich gibt es heute eine ganze Duftindustrie, aber eigentlich beginnt alles mit dem Duft der Mutter, den wir als erstes bei unserer Geburt wahrnehmen und mit dem jedem Menschen eigenen Selbstgeruch – denn jeder von uns hat einen eigenen nur ihm zuzuordnenden Duft …
Daher kommt auch das Sprichwort „Jemanden nicht riechen können“ oder auch die besondere Zuneigung zu Menschen, „die wir besonders gut riechen können“.
Aber natürlich hat die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte auch dort etwas erfunden, um dem ein bisschen nachzuhelfen und besondere Wohlgerüche kreiert, die den eigenen Geruch übertönen oder verändern. Düfte, die uns je nach Neigung mit dem Geruch versorgen, wie wir uns vorstellen, riechen zu wollen.
Schon die alten Ägypter versuchten die Duftstoffe von Blumen oder Harzen in Pasten zu fixieren und rieben sich damit ein. Wesentlich später, im 17.Jahrhundert, parfümierte man seinen Handschuh und die Handschuhmacher in Paris verkauften auch diese Düfte …
Ich werde euch hier aber nicht mit einer trockenen Duftgeschichte dem Abriss der Herstellung von verschiedenen Duftessenzen langweilen, obwohl das ein hochinteressantes Thema ist, aber auch den Rahmen dieses Artikels hemmungslos sprengen würde …

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Paris Fashion Week

Hermès Spring/Summer 2014 – Im Garten des Henri Rousseau

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Bilder: Hermès

Die Prêt-à-porter Kollektionen von Hermès laufen während der Modewochen in Paris völlig außer Konkurrenz. Der Stil des Hauses beruht auf Handwerklichkeit und Weiterentwicklung von Stil. Die Zielgruppe ist eher die intellektuelle Frau, die Qualität, Materialraffinesse und Zeitlosigkeit bevorzugt, ohne „nur klassisch“ angezogen sein zu wollen. Bei der jüngst gezeigten Spring/Summer Kollektion für das kommende Jahr erinnerte die Silhouette an Einflüsse aus dem Anfang der achtziger Jahre, als „Sport Ensembles und Coordinates“ aufkamen und die Schuhe von Charles Jourdan das Must-have der chicen Frauen waren. Weiblich und doch sportlich, eher an die arbeitende Frau als die Gesellschaftsdame gerichtet, begann Hermès damals mit dem Ausbau seiner Damenkollektionen. Das Label zeigte von Beginn an eher Mode für den Tag und weniger Cocktail- oder Abendgarderobe, wie es die anderen Häuser zu der Zeit taten.

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Allgemein Interieur

Das Paradies der Feder – Louis Vuitton Cabinet d’Ecriture in Saint Germain

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Bild: Louis Vuitton Malletier

Sollte ich mein Lieblingsgeschäft von Louis Vuitton auf der Welt nennen, würde mir sofort das Cabinet d’Ecriture am Saint-Germain-des-Prés in Paris einfallen.
Wer dort Taschen oder Koffer sucht, muss allerdings nach nebenan gehen, denn dieses, man kann es eigentlich nicht ‚Geschäft‘ nennen, ist ganz den Menschen vorbehalten, die gerne schreiben, sich mit Literatur befassen oder Vergnügen haben, sich haptisch mit schönem Papier zu beschäftigen. Eine ungeheure Wärme und Gemütlichkeit geht von dem Ort aus, an dem sich alle Leseratten und Schreibfanatiker wie im Paradies fühlen können.

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Allgemein

Peter’s Cutting – Pariser Frühstück à la Claus

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Claus Estermann; Bild mit freundlicher Genehmigung von Claus Estermann

Zugegeben, das Frühstück gehört nicht zu den Hauptmahlzeiten der Franzosen. Ein Milchkaffee und ein Croissant oder ein Tartine, nur mit etwas Marmelade bestrichen, sind der klassische Tagesstart, und da man, im Gegensatz zu uns, immer ein richtiges Mittagessen einnimmt, auch vom Stellenwert der Mahlzeiten eher ein Stiefkind.
Als ich vor ein paar Jahren hörte, dass sich ein Deutscher mit einem Laden selbstständig macht, der sich in Paris komplett dem Thema „Frühstück“ widmet, dachte ich zunächst, na dann viel Spaß, das wird ein harter Weg oder in etwa so, als wenn man den Eskimos Kühlschränke verkaufen möchte …
Wer so ein Wagnis, aber auch eine solche Herausforderung annimmt, muss eine spannende Persönlichkeit sein und Visionen haben. Die Vision von Claus Estermann, so heißt der Namensgeber des schönen Geschäftes „Claus – L’épicerie du petit-déjeuner“, was so viel bedeutet wie Frühstücks-Tante-Emma-Laden, ist ein Mann, der neugierig macht und sehr ausgeglichen, angekommen und glücklich wirkt.

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