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peterkempe

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Hampel-Karl

Normalerweise lässt Karl Lagerfeld die Puppen (sorry Models) bei Chanel tanzen oder erregt unsere Aufmerksamkeit durch die Warnwestenmitführpflicht-Kampagne in Frankreich. Einige wundern sich zur Zeit über die VW Werbung – Nun ist es an der Zeit das wir den Spieß umdrehen und Karl mal für uns tanzt.
Da seine Creationen für Chanel ja wunderschön sind aber mancher Horstson Leser auch bei akkuratem zusammenkratzen sämtlicher Barbestände dann doch der Magen umdreht, gleich die gute Nachricht: 15,90 Euro, für alle erschwinglich und ein super Geschenk: Der Karl Lagerfeld Hampelmann

Die Firma Eventarts in Berlin hat viel zu bieten: Neben Politikern und den Beatles sämtliche Popstars, Schauspieler, Schriftsteller bis zu Marx und Lenin über Bill Gates bis zu traditionellen Clowns – Alles hampelt um die Wette.

Drei Größen werden angeboten und die Hampelmänner sind liebevoll mit der Hand gesägt. Lagerfeld braucht man aber schon in groß (15 cm) damits auch richtig Spaß macht.
Bb fürs Büro, Arbeitszimmer oder Wohnung – Karl tanzt an allen Orten und bringt creatives Flair in eure Buden.

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Venedig an der Seine – Chahans Eisblumen Farben

Einer für mich am meisten beeindruckendsten Interieur Designer mit einer ganz eigenen Handschrift lebt in Paris und heißt Chahan Minassian.
1961 im Libanon geboren, aus einer armenischen Familie stammend, kommt der junge Chahan 1976 nach Paris. Nach einem Studium für Interieurdesign heuert er bei Ralph Lauren an und wird 7 Jahre lang deren europäischer Creative Director. 1993 macht er sich selbständig und richtet verschiedene Appartements ein. Kunden aus Kanada und Japan werden zu seinen ersten Klienten und auch in Paris richtet er verschiedene Wohnungen eine. Sein Gespür für die Vermischung von Mid 40th Stil klassischer französischer Wohnkunst und moderner Kunst und avantgardistischer Keramik ergeben einen ganz eigenen Stil und eine ganz eigene Handschrift. Seine Herkunft blitzt spannungsreich immer wieder mit einer gewissen orientalischen Opulenz durch und so ergibt sich ein wunderbares Crossover der Kulturen.
In der Rue du Beaune Nummer 12 eröffnet Chahan 1999 eine Galerie und zeigt dort die Bandbreite seiner Stile und verkauft auch die vom ihm entdeckte Keramik und ausgewählte Vintage-Möbel aus den 40th und 60th. Ein Besuch – wenn man in Paris ist – lohnt sich unbedingt.

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Allgemein

Zeit des Verweilens – Meine Highlights 2010

Es ist die Zeit zwischen den Jahren und dort schaut jeder eigentlich mal kurz auf das Jahr zurück und erwischt sich dabei, schöne und blöde Erinnerungen Revue passieren zu lassen. So tue auch ich es.

2010 war ein sehr bewegtes Jahr was meinen Beruf betrifft und es haben sich viele neue Perspektiven aufgetan, eigentlich kann ich resümieren das ich ein glücklicher Mensch bin und es gibt doch so ein paar Sachen die mich besonders in diesem Jahr inspiriert haben, neben den Dingen die eigentlich schon lebenslang meinen Charakter ausmachen. Nun sind diese Dinge aber verschiedener Art und ich versuche mal den Bogen zu bekommen:
Mein modisch absoluter Lieblingskauf in diesem Jahr, schließlich ist diese ja auch ein Modeblog, waren die Mickey Mouse Turnschuhe von Jeremy Scott für adidas. Ich liebe sie sehr und wage es kaum sie zu tragen – sie werden mich sicherlich ein Leben lang begleiten – schließlich kommt Mickey ja niemals aus der Mode. Thomas hasst die Schuhe und meint ich mache mich lächerlich damit – seis drum. Die Dinger sind ja auch eher ein Dekorationsobjekt für die Wohnung als Alltagsschuhe.

Die schönste Kollektion was Mode betrifft war in diesem Jahr eindeutig für mich die Paris-Shanghei Art et Metiers Kollektion von Karl Lagerfeld für Chanel.

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Kultur

Weltkulturerbe -Weihnachtsoratorium

Wir Deutschen haben viele Dinge, auf die wir extrem stolz sein können: Zum Beispiel unsere Kultur. Manchmal wird einem das erst bewusst, wenn man länger im Ausland ist. So hatte ich mein Schlüsselerlebnis in Frankreich, wo der deutsche Komponist Johann Sebastian Bach (1685 -1750) über alles verehrt wird. Ich wurde nämlich gefragt, ob die Deutschen überhaupt wüssten was sie dort für ein tolles musikalisches Welterbe haben und die Unesco hat sein Werk in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Nun ist Weihnachten und die ganze Feierlichkeit und Festlichkeit drücken sich in einem der Hauptwerke dieses genialen Musikers aus: Dem Weihnachtsoratorium.
Es erzählt in vielen rezitativen Arien und fulminanten Chören die Geschichte der Geburt und der Ankunft Jesu Christi auf der Welt und die Weihnachtsgeschichte nach dem neuen Testament wird in Musik ausgedrückt.

Bach war Leiter des berühmtesten noch heute existierenden Kirchen und Knabenchores, dem Thomaner Chor der Thomas Kirche in Leipzig und sollte eine Musik für die Gottesdienste zwischen vierten Advent und Neujahr schreiben – also hat er einfach die Weihnachtsgeschichte zerlegt und über die Sonntage in Abschnitten verteilt.
Orchesterchor und diverse Solistimmen lassen die ganze Freude durchscheinen, die in der für die Christen wichtigsten Zeit um Weihnachten zum Ausdruck kommen soll. Jeder kennt den Auftakt Chor „Jauchzet Frohlockes“ die auch heute noch die Erwartungshaltung vor Weihnachten symbolisiert. Ein Klassiker nach dem Anderen erzählt von der Hoffnung, die in der Geburt des Heilands liegt und auch das uns altbekannte Lied vom ‚Himmel hoch da komm ich her‘ hat seinen Melodien-Ursprung in Bachs Meisterwerk.

Auch wenn wir im Jahr 2010 leben – die Meisten von uns wenn, dann nur Weihnachten in die Kirche gehen oder gar nicht mehr in der Kirche sind: Die Musik ist unschlagbar, gibt einem Ruhe und Kraft und symbolisiert für mich echte deutsche Kultur.
Es wird auch in den nächsten Jahrhunderten, wenn wir längst nicht mehr auf dieser Welt, sind zu Weihnachten erklingen und von der Hoffnung und dem Aufbruch künden, der im Weihnachtsfest liegt.
Es ist etwas wunderbares was Bach dort komponiert hat und ein Erbe was wir Deutschen der ganzen Welt geschenkt haben.

Fröhliche Weihnachten und viel Spaß beim Hören.

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The Beauty One – Richard Avedon

Nicht nur das Richard Avedon (1923-2004) einer der berühmtesten Modephotografen des 20. Jahrhunderts war, Hausfotograf bei Harper’s Bazaar und Vogue in der Ära der legendären Diana Vreeland – sondern er war auch der meiner Meinung nach der gutaussehendste Photograph der Hoch-Zeit der Haute Couture in den fünfziger und sechziger Jahren. Seine fast indianischen Züge, sein dichtes Haar und seine Bausch und Lomb Brille entsprachen sehr dem jetzt wieder angesagten dandyesquen Stil.
Fast alle seine Photos haben den Stil von vielen zeitgenössischen Künstlern der Photographie geprägt und – um nur zwei seiner berühmtesten Bilder zu nennen – hat er das immer wieder zitierte bild von Dovima mit den Elefanten (das Kleid ist dass erste Kleid das Yves-Saint Laurent in seiner Zeit bei Dior entwarf) gemacht, sowie das berühmte Schwanenhals-Porträt von Mariella Agnelli.

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Der König des Interieur – Jean-Michel Frank

Ein Mann steht am offenen Fenster in New York – er ist Franzose, es ist zweiter Weltkrieg in Europa und er springt in die Tiefe aus seinem Apartmenthaus – er ist sofort tot.

Der Mann heißt Jean-Michel Frank und ist das größte Phänomen des 20. Jahrhunderts was die Inneneinrichter und Interieur-Szene in Europa betrifft. Anfang der dreißiger Jahre hat er sich mit Adolphe Chanaux zusammen selbständig gemacht und einen total eigenen Stil kreiert. Sein Apartment für die Comtesse de Noilles in der Maison Bischoffsheim (heute Firmensitz der Cristallerie Baccarat) hat ihn in der Welt der Pariser Schönen und Reichen berühmt gemacht und seine Ausstattung für Nelson Rockefellers Apartment in New York unsterblich.
Er arbeitete mit Alberto Gicometti zusammen – dem begnadeten Bronzegiesser, dessen Bruder Diegos Figuren zu den hochgehandelsten Bronzeskulpturen des Kunstmarktes zählen. Seine Entwürfe wurden in den Ateliers von Hermès mit Leder bezogen wie die berühmten Clubsessel und die Galuchat- (Rochenhaut-) Tischchen. Paravents wurden mit allerfeinsten Stroh Marqueterien überzogen. Sein Stil war clean und doch verspielt – klar, aber ungeheuer luxuriös.

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Vogue Highlights – Als der Dalai Lama Vogue machte

Gestern bekam ich ein Päckchen aus Paris mit diversen Vogue Weihnachtsausgaben aus den achtziger und frühen neunziger Jahren von meiner Freundin Brigitte Bury, die zwanzig Jahr lang Commercial-Director bei der französischen Vogue war. Es war eine Zeit, aus der ich gerne Geschichten von ihr höre.
Vogue war so etwas wie ein Gesetzbuch der Mode und die Japaner investierten in den wirtschaftlich goldenen Achtzigern in Paris und kauften was das Zeug hielt – Louis Vuitton und Chanel hatten ihre Taschen reglementiert und die Asiaten durften nur eine Tasche pro Person am Tag kaufen, was dazu führte das sie Europäer auf der Strasse ansprachen, damit diese für sie Dinge kaufen gingen – natürlich gegen Provision. So manches Taschengeld hab ich mir damit verdient.

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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm – Stella Tennants schottisches Highland Haus


Ich gebe es ja zu – ich stehe auf Sachen und Menschen die zeitlos sind und zu Klassikern werden. Für mich ist eine dieser Schönheiten, die nicht im klassischen Sinne schön sind, sondern beständig das englische Model Stella Tennant. Sie verändert sich kaum, ist immer sie selbst und kann nicht nur hervorragend Posieren und Laufen sondern strahlt auch noch Stil und Persönlichkeit aus. Deswegen, aber auch trotz ihrer Wandlungsfähigkeit ist sie auch nach vielen Jahren immer noch international gefragt, in den neunziger Jahren gehörte sie zu den Gesichtern von Chanel Haute Couture, aber auch heute ist sie das Gesicht von Burberry und in der diesjährigen Weihnachtskampagne von H&M ebenfalls vertreten.

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La Reine de la Mode Francaise verlässt das Schiff – Carine Roitfeld hört bei Vogue Paris auf

Einst sagte sie „Ich bin der Punk der Vogue!“ und betitelte sich als typische Saint Laurent Frau der siebziger Jahre – selbstbewusst und aneckend.
Nun kam überraschend heute die Meldung das Carine Roitfeld, die Chefredaktion der frz. Vogue ihre Arbeit niederlegt – nach zehn sehr erfolgreichen Jahren. der Verleger Xavier Romatet gibt es (wie Conde Nast tickert) bedauernd bekannt.

Roitfeld brachte einen völlig neuen Stil in die frz Vogue und förderte auch kleiner Labels wie Isabel Amrant etc. in ihrem Magazin. Sie machte Vogue nach einer längeren Durststrecke weg vom Couture-Magazin, dass nur auf die speziellen Bedürfnisse der französischen Kundschaft einging, hin zu Internationalität und einem Mix und Match aus Couture und Grunge. Sie hat einen unverwechselbaren Stil.

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Liberty – Hermès: Die Calèche reitet ins blumige London

hermes liberty
Bild: PR

Schon als Kind liebte ich es, in London in das mehr als 150 Jahre alte Kaufhaus Liberty zu gehen – das Gebäude ähnelt einem Tudor Gutshaus und ist für seine blumigen Baumwollstoffe und seine wunderschönen Baumwollschals weltbekannt. Im 19.Jahrhundert, als die Engländer begannen, aus ihren Kolonien Baumwolle und sogenannte „Cashmere Shawls“ in den wunderschönen Mustern des indischen Paisleys zu importieren, bekam die Stoffhandelsfirma Liberty einen großen Aufschwung. Ganz Europa war süchtig nach den Stolen und langen Schaltüchern, die mit fantasievollen Blüten und geheimnisvollen orientalischen Mustern geschmückt waren. Später nahm die Kompanie noch andere Waren auf wie Porzellan, Tee und Glas und schließlich wurde dann ein Kaufhaus gegründet, in denen das Handelshaus seine Waren direkt an die Kunden verkaufte. Der wunderbare Teesalon lädt mit seiner Dekoration aus hunderten von Teekannen zum gemütlichen High-Tea-Nachmittag ein.

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