Während Lady Gaga ihr Album noch immer zu Tode promoted, hat Beyoncé eines Morgens mal eben ihr fünftes Album veröffentlicht. Und das hat nicht nur 14 neuen Songs, sondern auch 16 bzw. 18 Videos (inkl. Bonus). Für die Visualisierung eben dieser Songs, hat Miss B. Größen wie Hype Williams („Blow“), Jonas Akerlund („Haunted“, „Superpower“), Pierre Debusschere („Ghost“, „Mine“) und Terry Richardson („XO“) als Regisseure engagiert. Und als wäre das nicht genug, sehen wir in den Videos außerdem: Pharell Williams, Jordan Dunn, Chanel Iman, Harvey Keitel, Jay-Z, ihre ehemaligen Bandkolleginnen Michelle Williams und Kelly Rowland und und und. Was soll man dazu noch sagen außer: This is fucking Artpop!
Jan Who
Für alle, die von den üblichen Weihnachtsliedern die Nase voll haben, hier zwei Tipps für zum Fest passende Musik ohne jeglichen weihnachtlichen Bezug.
Bitte nicht von dem CD-Cover mit dem kleinen Mädchen mit sehr viel Zahnfleisch und der Echse auf der Stirn verschrecken lassen. Die Musik von Caged Animals ist nur halb so weird wie das Cover. Der Mann, der die Tiere in Käfige sperrt, heißt übrigens Vincent Cacchione. Dieser war früher Mitglied der Band Soft Black in der übrigens auch DIIV Frontmann und Sky Ferreira Freund Zachary Cole Smith spielt. Während Soft Black eher in Richtung Folk/Rock geht, ist „Caged Animals“ vielmehr gute Laune Synthie Pop, der ein wenig danach klingt, als hätte man unter die Songs von PeterLicht die grandiosen Beats von Postal Service gelegt, oder wie Cacchione selbst sagt:
Röyksopp – „Running to the sea“
Nach ihrem letzten Album „Senior“ im Jahr 2010 war es um das wohl beste norwegische Elektroduo still geworden. Nachdem nun dieses Jahr erst die „Late Night Tales“ von Röyksopp veröffentlicht wurden, gibt es nun die neue Single „Running to the Sea“ mit der zauberhaften Stimme von Susanne Sundfor. Die gleichnamige EP folgt am 6.12.2013. Ebenfalls darauf enthalten ist die Single „Something in my Heart“ zusammen mit Jamie Irrepressible von „The Irrepressibles“, die ich euch ebenfalls ans Herz legen möchte. Aber erst einmal freuen wir uns jetzt bitte alle, dass Röyksopp wieder da sind.
The Range – „Nonfiction“
Hinter dem Projekt „The Range“ stecken das Label Donky Pitch und der Musiker James Hinton. Das Album „Nonficition“ klingt ein wenig nach Caribou kombiniert mit Bar/Loungemusik. Ich würde jetzt gern mehr darüber schreiben, aber das muss man sich einfach anhören.
Lana del Rey – „Tropico“
„Tropico“ ist zwar nicht direkt Musik, aber dennoch ist der Kurzfilm mit der Musik Lana ihres Albums „Born to Die – Paradise Edition“ hinterlegt. In den Hauptrollen natürlich Lana del Rey und Model Shaun Ross der mittlerweile auch schon fast überall mitgewirkt hat. Worum es geht? Tropico zeigt Lana del Rey als „Eva“ in einer biblischen Geschichte von Sünde und Erlösung und spannt in drei Teilen aufgeteilt den Bogen vom Garten Eden in das moderne Los Angeles. Ahja. Den gesamten Film kann man ab 5.12.2013 anschauen. Hier erst einmal der Trailer:
24 Stunden gut drauf x Pharell Williams 24 Stunden Musikvideo „Happy“
Posted on 25. November 201324 Stunden lang denselben Interpreten zu hören kann sicher alles andere als glücklich machen. Nicht aber im Fall von Pharrell Williams der ein 24-stündiges Musikvideo zu seinem Song „Happy“ aus dem Soundtrack zum Film „Ich- Einfach unverbesserlich 2“ gedreht hat. Auf der dazugehörigen Seite kann man den Song durch den kompletten Tag Spulen und auswählen ob man Morgens, Mittags oder Abends happy sein möchte. Dabei wiederholen sich keineswegs irgendwelche Handlungen. Vielmehr sieht man zu jeder Zeit andere Menschen zum Song tanzen oder performen. Probiert es mal aus, es funktioniert!
Milky Chance – „Running“
Clemens Rehbein und Philipp Dausch aus Kassel beschließen nach der Schule: Das Einzige was wir machen wollen ist Musik. Und dann liefern die beiden mit „Sadnecessary“ ein Folk/Pop/Reggae Album ab, auf dem ein 20-jähriger (Rehbein) singt, als hätte er sein Leben lang geraucht und man denkt sich: Geil, endlich mal wieder was cooles aus Deutschland!
„Sadnecessary“ ist bei Lichtdicht Record erschienen
M.I.A. – „Y.A.L.A.“
Nein nicht Y.O.L.O. sondern Y.A.L.A.. Die zweite Single von Frau Mathangi „Maya“ Arulpragasam aus dem Album „Matangi“, benannt nach ihrem richtigen Namen (ohne „h“) ist nichts für Epileptiker, wohl aber für Fashionkenner. Warum? Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem i-D Magazine und in Kollaboration mit KENZO. Und nur Kenner erkennen die Designs des Hauses im Dunkeln. Für alle Y.O.L.O. Anhänger liefert Y.A.L.A übrigens auch gleich eine Ansage. „YOLO? I don’t even know anymore, what that even mean though. If you only live once why keep doing the same shit? Back home where I come from we keep beeing born again and again and again. Thats why we invented karma“. PUNKT.
„MATANGI“ ist bei Interscope Records erschienen
Nina Persson – „Animal Heart“
Ein Schock! Nina Persson macht ne Tanzperformance! Ok um genau zu sein, lässt sie sich am Ende des Videos zu ihrem neuen Song „Animal Heart“ von ein paar Tänzerinnen auf den Arm nehmen aber das ist schon mehr, als die ehemalige Frontfrau der Cardigans sonst so macht. Ansonsten läuft sie wie gewohnt cool durch die Gegend (in diesem Fall New York) und beglückt uns endlich mal wieder mit ihrer großartigen Stimme. Wir sind auf den Januar gespannt, denn dann wird ihr erstes Soloalbum (nein, A Camp war KEIN Soloprojekt) erscheinen.
St.Lucia – „Too Close“
Wer „Too close“ oder auch „Elevate“ das erste Mal hört, merkt auch ohne die Anekdote aus der Pressemitteilung, dass sich Frontmann Jean-Philipp-Grobler sehr zur Popmusik der 80er Jahre hingezogen fühlt. „Too Close“ könnte man aber auch getrost auf dem „The Beach“ Soundtrack vorfinden oder in einem Tierfilm, wenn ganz viele Delfine aus dem Wasser hüpfen, während man mit seinem Motorboot übers Meer rast. Aber assoziiert doch einfach selbst.
Das Debutalbum „When the Night“ ist bei Sony Music erschienen
Wenn man den Soundtrack zu „NVA“ gemacht hat und das Musikvideo aus den Vorbereitungen einer Stuntfrau auf einen Dreh besteht, welche anschließend auf einem Motorrad über deutsche Landstraßen fährt, dann schreit die Musik förmlich nach Soundtrack. Und genauso klingt „My arms around the world tonight“ von Sun of Moon. Das Projekt von Lleluja-Ha (den Wortwitz muss ich hoffentlich nicht erklären) klingt wie ein leichter, angenehmer Soundtrack für den Spätherbst und wäre es auf französisch eingesungen worden, hätte es der Track wohl auf einen der zahlreichen Nouvelle Chansons Compilations geschafft.
Wenn Hilma af Klint gewusst hätte, wie ihre Drucke auf Kleidung verwendet werden, wäre sie vermutlich verwundert. Die „Pionierin der Abstraktion“, deren Werk erst kürzlich im Berliner „Hamburger Bahnhof“ gezeigt wurde, war Inspiration der Acne Spring/Summer Kollektion 2014. Das sagt zumindest Jonny Johansson, Designer der Marke. Das Einzige, was man auf den ersten Looks von ihrem Einfluss erkennen kann, sind die teilweise verwendeten Prints ihrer Werke auf Shirts und Pullovern. Die schuhbedeckenden Riesenhosen und die Blazer in Metallfolienoptik habe ich zumindest an Frau Klint nicht gesehen. Ob sie ihr gefallen hätten?
Warum mich eine depressive Profikillerin melancholisch machte x MORCHEEBA – „Head up high“
Posted on 31. Oktober 2013Ich habe es nicht aufs Morcheeba Konzert geschafft. Für euch nicht weiter dramatisch? Für mich schon, ist doch „Fear and Love“ immer noch einer meiner Lieblingssongs. Ok, ich hatte damals weder Liebeskummer noch sonstige Herzschmerzen, aber als Peta Wilson in der Serie „La femme Nikita“ zu dem Song so als verlassene und einsame Profikillerin vor sich hin deprimierte, fand ich das schon sehr ergreifend. Das Album „Big Calm“ von dem der Song stammt, ist bereits unglaubliche 15 Jahre alt. Nun ist das bereits elfte Album seit Gründung der Band 1996 erschienen. Mit an Bord die alte neue Sängerin Skye Edwards von der sich Paul und Ross Godfrey 2004 kurzfristig trennten um sie dann 2010 wieder zu verpflichten. Nach dem dann 2010 erschienenen „Blood like Lemonade“ und drei Jahren Pause, kann es nun also wieder losgehen.
Die erste Single „Gimme your love“ ist typisch für Morcheeba, „I’ll fall apart“ lässt Skye Edwards Stimme (mit Chorbegleitung) perfekt zur Geltung kommen und „To Be“ hat dank Begleitung von Rizzle Kicks den nötigen Hip Hop Einschlag der in „To the grave“ fast ein bisschen afrikanisch folkloristisch wird. Aber hört einfach selbst.
MØ – Bikini Daze
Würden Lana del Rey und The Knife/Fever Ray eine EP aufnehmen, könnte sie so klingen wie „Bikini Daze“ von MØ. Soul (wobei Soul für Lana del Rey schon geschmeichelt ist) trifft Elektro. So kann man die Musik von Karen Marie Ørsted ganz gut beschreiben. Die 24-jährige, aus Dänemark stammende Sängerin, wurde bereits auf einigen “Sound of 2013” Listen erwähnt und wird als die “nächste Grimes” gehandelt. Viel ist ihrer Biografie nicht zu entnehmen, aber ein Zitat eines Künstlers sagt ja manchmal mehr über ihn aus, als die Biografie selbst. Und so sagte MØ einmal: “The snow nation is eating your brain and your young heart – dark as the apocalypse. So just go perish in the snøw. mø mø mø MØ MØ MØ”. Jetzt wisst ihr Bescheid, oder?

