Das wichtigste vorab: Saint Etienne kommen mit einem neuen Album! Samuel Hope lässt sich allerdings lieber gern mal treiben. Ob er dabei träumt wissen wir nicht, LCD Soundsystem allerdings träumen den amerikanischen Traum. Wir hoffen nur stark, dass Bosco bei deinen Sandschlössern bleibt und vor lauter Träumerei keine Traumschlösser baut. Achja und was singt Shakira da eigentlich?
Jan Who
(„Good Times“, Cover Art Work; Bild: Mando Diao)
Nanu, was ist da los? Hört man den ersten Song von „Good Times“, wird man glatt kurz aufs Eis geführt. Es sollte doch ein Album mit Back-to-the-Roots-Sound sein? Ein Glück folgt eben genau dieser mit „All The Things“ und hält sich weiter wacker im Anschluss bei „Good Times“. Es ist das erste Mando Diao Album ohne Gustaf. Gustaf Norén verließ die Band 2015 und seinen Gesangspart übernimmt nun Björn Dixgård. Das tut er solide und reibeisig wie einst der Bruder und auch wenn es natürlich hier und da Kritik hagelt das Album sei nicht so gut wie die Alben früher (blablabla) muss man sagen: Das Album ist bis auf ein paar Schwächen („Shake“, „Dancing All The Way To Hell“) ein gutes neue Mando Diao Album mit dem nicht nur die, die den ersten Hype verpasst haben, einen zweiten nachholen können.
(Nacho Duato „Erde“; Foto: Fernando Marcos)
Ein Abend wie er in seinen zwei Teilen nicht unterschiedlicher sein kann. Auf der einen Seite der britisch-israelische Choreograph Hofesh Shechter, auf der anderen der Intendant des Staatsballetts Nacho Duato.
„The Art of Not Looking Back“ beginnt mit einer Stimme und einer im Zeitraffer abgespielten Lebensgeschichte. Am Ende die Worte: „My mother left me when I was two“. Was dann folgt, fegt ein paar ältere Zuschauer kurz aus den Sitzen und selbst ich musste kurz mal meine Sinne sortieren. Kreischen, Hysterie und ein tonales Durcheinander. Was man vielleicht erst einmal belächeln möchte, berührt einen im Laufe des Stückes zunehmend und spiegelt die innere Zerrissenheit perfekt wieder.
TLC sind zurück und battlen sich mit all den Haters da draußen. „Damn, die müssen ganz schön viel Money damit machen“, denkt sich Tara Carosielli. Und während Marie Flore bedeckt von digitalem Staub noch weiter vor sich hin sinniert und Aliocha gedanklich nur noch bei Sarah ist, überspringt Sylvan Esso das ganze Drama lieber und geht gleich jung sterben.
(The War On Drugs x „Thinking Of A Place“ Cover Artwork)
Ich widme einzelnen Songs ja in der Regel nicht unbedingt einen eigenen Beitrag. In diesem Falle jedoch, mache ich mal eine Ausnahme. The War On Drugs heißt die aus Philadelphia stammende Band, von der dieser Song stammt, über den man mit Sicherheit behaupten kann, dass er ohne Weiteres einer der Hits für den Sommer sein könnte. Das würde die Band mit dem irreführenden Namen wohl nicht gern hören, aber da müssen sie jetzt durch. Dieser Song klingt nämlich so unmissverständlich nach Sonne, Sonnenuntergang und durch zu viel Alkohol provozierte Sentimentalität, dass es nur so kracht.
(Haim x „Want You Back“ Cover Artwork; Bild: Haim)
Die coolsten Schwestern der Welt sind wieder da. Nachdem es mit „Right Now“ bereits einen akustischen Vorgeschmack gab, haben Danielle Haim, Alana Haim und Este Haim gestern endlich einen ersten Song („Want You Back“) aus dem kommenden zweiten Album „Something To Tell You“ veröffentlicht, welches am 07.07.2017 erscheinen wird. Der Song klingt entgegen dem ersten akustischen Song viel mehr nach dem typischen Popsongs für die HAIM schon seit jeher bekannt ist. Wir freuen uns über neuen Sommersong-Input und natürlich wahnsinnig aufs Album.
Die Temples im Interview: „Es gibt eigentlich keine bessere Zeit zu leben, als gerade jetzt“
Posted on 27. April 2017(Temples; Bild: Ed Miles)
Es ist schwer ein Temples-Konzert zu beschreiben. Es gibt keine riesigen Lichtaufbauten, kein großes Chichi oder Ähnliches. Lediglich das großartige goldene Paillettensakko von Frontmann James Bagshaw war eine gewisse Extravaganz an diesem Abend nicht abzusprechen. Dennoch haben die Jungs der Temples Berlin sofort im Griff gehabt und klingen live tatsächlich genauso wie zu Hause. An diesem Abend waren wir alle im Festsaal Kreuzberg ein einziger psychodelischer Haufen im flackernden Licht. Ein Gemeinschaftserlebnis, was die Temples besonders am „Psychedelic Rock“ schätzen, den sie aktuell wie keine andere Band weltweit salonfähig machen. Jan Who traf für uns Bassist Thomas Walmsley zum Interview.
New girls on the block x Fazerdaze und Alice Merton im schnellen Interview
Posted on 22. April 2017(Fazerdaze; Bild: Grönland: Alice Merton; Bild: Paper Plane Records)
Neue Töne zum Quadrat. Die eine deutsch-kanadisch, die andere aus Neuseeland. Die eine ist mit „No roots“ aktuell überall zu hören, die andere wartet (zumindest in Deutschland) noch auf den Durchbruch. Eins haben sie aber schon gemeinsam: Wir haben Alice Merton und Amelia Murray jeweils sechs Fragen gestellt.
Mit On-Ear Kopfhörern sieht man ja oft einfach bekloppt oder wie von einem anderen Planeten aus. Da müssen erst wieder die Skandinavier kommen und einen formschönen und ordentlichen Noise-Cancelling Kopfhörer designen, der alles um einen herum ausblenden kann. Wir haben die skandinavische Wunderwaffe für euch einem zweiwöchigen Janwho-Dauertest unter härtesten Bedingungen unterzogen.
(Bild: Screenshot Nod One’s Head vs. Lavid x „Instagrandma)
Alles neu macht jetzt schon der April, zumindest wenn es nach MIA und Balbina geht. Nod One’s Head spreaded das gleich über die Social-Kanäle ihrer Instagrandma und Mando Diao shaken unterdessen zum neuen römischen Beat von Benjamin.
