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Daisydora

Allgemein

Case Study: Customer Communications – was Kunden erwarten oder wie man Freunde gewinnt

Man kann damit sogar Preise gewinnen. Und zwar mit Online und Print. Die Rede ist vom Inhalt und Sinn, der hinter dem Schlagwort Content-Marketing steckt: Corporate Publishing oder auch das „Kundenmagazin“.
Den modernen Zeiten geschuldet, gibt es heute „Content für jeden Moment“. Crossmedia wird immer wichtiger. Und die Corporate Publisher müssen die Nutzungssituation im Blick haben. Das konnte man auch dem CP-Special entnehmen, das Mitte 2013 anlässlich des 11. BCP, des Forums CP als Supplement mit der Branchepostille W&V erschien.
Das interessante dabei: Kundenmagazine werden immer besser, auch online. Und die besten der Branche haben gelernt, wie Crossmedia Solutions beschaffen sein müssen, um nachweisbar zu funktionieren. Und damit, das sei an dieser Stelle zweckdienlich erwähnt, ist nicht die Sorte Content gemeint, die Blogger hier und da auf Corporate Blogs und Kundenseiten platzieren.

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Allgemein

Coutureske Häutungen … Let’s Do It Yourself?

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Bilder: style.com

… manches aus dem Pariser Olymp der höchsten Schneiderkunst sieht auf den ersten Blick jedenfalls danach aus. Weil Anna Dello Russo selten dabei erwischt wurde, so entgeistert auf die potentiellen New Ins in ihrem Kleiderfundus zu schauen … und das neben Renzo Rosso, mit diesem: „wer-zahlt,-schafft-nicht-an-Blick“ und Carine Roitfeld, ganz um Fassung bemüht … musste ich das Beweisbild von der Frontrow der Maison Martin Margiela-Couture-Show Spring-Summer 2014 unbedingt zeigen.
Mich treibt die Neugier darauf, wohin sich die Haute Couture gerade entwickelt. Es wird nicht nur auf Horstson besprochen und kommentiert, was mit freiem Auge nicht mehr zu übersehen ist: das Marketing hat von der Couture voll Besitz ergriffen!

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Paris Fashion Week

Très Dior!

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Marisa Berenson; Bilder: style.com

In der Mode hast Du die Frontrow, die Du verdienst … Das könnte man ungefähr so sagen. Und ich erspare euch und mir, wenig geschmackvolle Witzchen auf die Frontrows in Berlin zu machen.
Auch bei Dior gab es Damen, die wir hier nicht so gerne zeigen wollten. Aber eben auch viele, die zeigen, worin der Unterschied zwischen den Fashionistas mit all ihren Modemissverständnissen und stilsicheren, modernen und schönen Frauen liegt.

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Paris Fashion Week

Dior Haute Couture Spring-Summer 2014

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Bilder: style.com

Die neue Couture ist etwas mehr als ein Hauch Rouge Dior auf den Lippen und die zarte Schleifchen-Kette am Schwanenhals … aber die generalstabsmäßige Modernisierung und Verjüngung der Couture schreitet auch im Haus Dior fort. Gibt es schon so etwas wie Couture Avantgarde?
Geschneidert, in hunderten Stunden, von Frauenhand, für Frauen. Monsieur Simons schöpft handwerklich aus dem vollen. Kaum ein Organza, dem nicht über und unter den gestanzten und mit Stickereikanten versäuberten Cut-Outs, Blütenblättchen und all solches aufgestickt wurden. Zu tausenden … manchmal noch mehr. Bei jeder Bewegung zart flatternd, als säßen kleine Zitronenfalter oder gar Tintenblauschwarze auf dem Kleid …

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Allgemein

Schöne Sachen, F29 … Romantik modern

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Links: Kleid von Nina Ricci; rechts: Pumps von Tods

Weil der letzte Teil meiner Reihe Schöne Sachen für Frauen ein stilistischer Grenzgang mit einer Art rundum vergoldeter Dolly Parton ist, will ich euch vorher noch einmal Lust auf Romantik machen. Selbstverständlich modern. Blümchen und Schmetterlinge gerne ja, aber nicht im Laura Ashley Gedächtnislook. Für mich geht Romantik hauptsächlich über Materialien, Farben und Schnitte und natürlich die richtigen Accessoires. Aber das entscheidet am Ende natürlich ihr, liebe LeserInnen, ob ihr das überhaupt mögt, als verträumte Amazonen durch den Großstadtdschungel zu schweben.

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Berlin Fashionweek

Best-of-Berlin: Filippa K Womenswear Autumn-Winter 2014

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Jedes leugnen ist zwecklos, also besser gleich das volle Geständnis ablegen: Ich bin und werde kein Spezialist für diese Art gehobener DOB aus Skandinavien! Dabei gibt es an den Looks, die das schwedische Label Filippa K in seiner ersten Runway-Show bei der MBFW gezeigt hat, (außer den üblichen Kleinigkeiten bei den Schnitten) wirklich absolut nichts zu meckern.
Das sind sehr sauber erarbeitete Designs. Kleider, auch ein sehr schönes in Tinte und lang! Mäntel, Hosenanzüge, Röcke in kurz oder lang und so weiter … nur die Modelle in hellem Mausgrau und diesem groben Wollflanell und den Offwhite Pullis, Tops und Hosen dazu, da musste ich schon bei der Bildselektion streiken. Horst hätte mich sonst zum Analysten geschickt, wenn ich euch plötzlich mit so praktischer Alltagsmode rüber gekommen wäre. Aber warum eigentlich nicht?

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Meinung

Sind Modeläden bald ganz aus der Mode?

Sieht irgendjemand gut darin aus und wer von meinen Kunden will das kaufen? … diese Fragen müssen sich die Einkäufer von High Fashion stellen. Und auf die Frage „Wie viele Teile aus einer neuen Kollektion bekannter Modehäuser (Labels) taugen Ihrer Ansicht nach wirklich zu Hits?“, hat Albert Eickhoff geantwortet: „Maximal zehn Prozent, also etwa 15 Teile. Man muss ein Händchen dafür entwickeln, die zu finden“ (Handelsblatt No. 246, im Interview von Thomas Tuma und Christoph Kapalschinski).

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Allgemein

Sind das etwa Sweatshirts für Horst? … das es-geht-auch-großkariert-Dingsbums von Marc Jacobs

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Sweatshirt von Marc by Marc Jacobs (über Mr.Porter)

Auch Sweatshirt-Männer kennen Tage, an denen die Oberbekleidung nicht so im Fokus stehen soll und dafür muss man sich rüsten. Mein Vorschlag, ganz unverbindlich natürlich: das Woven Cotton Sweatshirt von Marc Jacobs (205 €) in ganz großkariert. Was dann schon wieder zum Statement für Sweatshirt-Insider taugt. Finde ich.
Wie gefällt euch das es-geht-auch-großkariert-Dingsbums von Marc Jacobs? Ist der Sweater auch was für Horst, oder sollte man da einen Kilt dazu tragen?

Allgemein

Sind das etwa Sweatshirts für Horst? … das Arthousedingsbums von Sibling

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Sweatshirt von Sibling (über Mr.Porter)

Warum nicht mal etwas psychedelisch … Horst kann selbst das hoch erhobenen Hauptes tragen, womit sich definitiv nicht jeder Mann in der Öffentlichkeit präsentieren kann und sollte … das Sweatshirt ist von Sibling, da denkt man zuerst an Legasthenie, aber das junge und zweifelsohne hippe Label heißt nun mal so und macht zum großen Glück der Fans von auffallenden Sweater, auch solche wie diesen hier. Für 357 € zu haben.
Was sagt ihr zu dem Arthousedingsbums, liebe LeserInnen? Ist der was für Horst und soll er darin gleich zur nächsten MBFWB auflaufen?

Milan Fashion Week

Best-Of-Milan – Etro Menswear Autumn-Winter 2014

Wie man Karostoffe aller Arten handwerklich einwandfrei verarbeitet, das unter anderem konnte man bei Etro minutenlang sehen … da stimmte an Anzügen, Westen und Mänteln jeder Rapport und das von allen Seiten und an jeder Stelle. Derlei Handwerk ist teuer und schwer zu kopieren. Und dahin dürfte die High-Fashion für Männer auch in Zukunft gehen.
Da passte es bestens, dass Etro seine echten „Tapferen Schneiderlein“, als Werbung für Etro nach Maß, in der Schau mit Work in Progress an Models paradieren ließ. Sehr charmant, frisch und einprägsam. So kann man die Konkurrenz und vor allem die Imitatoren gleich an die Außengrenze der mit Schneiderkreide, Stecknadeln und Heftfäden gut abgesteckten Claims verweisen. Und zugleich war das ganz wunderbare Werbung dafür, was Italien weit abseits von allen Skandalen an Meisterhandwerk zu bieten hat …
Aber Etro bleibt auch ansonsten Etro und gibt sich heiter dem (diesmal gelblastigen) Farbenrausch hin. Zwar dominiert auf der Höhe der Zeit das Luxusmarkenmarketing bei vielen Kollegen, nur bei den Mailändern hat man das Gefühl, da wird nach wie vor in einem soliden Familienbetrieb, dem Schneiderhandwerk gehuldigt … und dazwischen nach passenden Stoffen gesucht und an den Entwürfen gefeilt.
Wer mag, guckt die Show, mit meinem bisherigen Lieblingsfinale … man braucht die Creative Directors als Innovatoren und für die PR, aber auch High-Fashion ist das Ergebnis von Teamarbeit.

ETRO Menswear Autumn-Winter 2014

Man sieht, Kean Etro hält die Zügel wohl in der Hand, aber so, dass sich die Heinzelmännchen hinter den Kulissen im Dienste der Marke voll entfalten können. Für mich, eine sehr kluge Entscheidung, gerade jetzt, da Italien nicht gerade das problemfreie Boomland ist, sich als Marke mit dieser umfassenden „Leistungsschau“ von der stärksten Seite zu zeigen.

Von Kopf bis Fuß auf Karos eingestellt. Bis auf Glencheck war alles dabei. Sogar Vichykarowollstoffe in Braun und Offwhite konnte man sehen. Oft mit Krawatten und Westen aus demselben Stoff. Nur eben für die Krawatte schräg zugeschnitten. Man muss sich schon gerne sehr modisch und großstädtisch aufgelegt zeigen, wenn man das in Gelb, Rost, Burgunderrot und so weiter untertags in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München, tragen will. Obwohl – für einen kurzen, auch vollkommen durchkarierten Moment musste ich an die Anzüge des Herrn von Eden denken …
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Die Silhouetten, sehr eng, insbesondere die Hosen werden wohl in den Etro Maisons mit etwas weiteren Beinweiten hängen … aber für die Show wirkte das so, als hätte man die blonden Adonisse in ihre Beinkleider buchstäblich hinein genäht. Die typischen Paisleys gibt es im kommenden Winter fast nur in Spurenelementen. Zum Beispiel an langen Schals, kariert und mit Paisleys … und an einem Mantel in Purple und Schwarz …

Die Farben oszillieren zwischen Safrangelb über die Gewürzfarbpalette bis hin zu den Etro-Brauntönen, ohne die den Mailändern wohl etwas fehlen würde. Aus dem modischen Blickwinklel betrachtet, wirkt das dominierende Gelb wie eine wohl überlegte Mutprobe, mit der man dem Markt, den Verbrauchern, Lust auf besondere Farben und etwas Allure machen will. Mausgrau gekleidete Männer gibt es ohnehin schon genug. Und dafür ist dann aus Italien auch eher Kollege Giorgio Armani zuständig. Bei Etro tobt die pure Lebenslust, der Hang, sich modisch und ganz männlich Selbstbewusst zu zeigen. Kein Label, für die neue Bescheidenheit und deren Renaissance, alle paar Jahre.

Unter den Anzügen, Jacken und Mänteln nach Maß, gibt es viel nadelgestreiftes und Samt. Auch mal festlich aufgerüstet mit Kummerbund. Alles sitzt knapp und an der richtigen Stelle, dafür sorgen die tapferen Meisterschneider, die ihre Werke am Runway begleiteten. Mit Schere und Maßband. Ich mag diese Idee … und die Kollektion. Mode ist Vielfalt und gerade dieser Bereich der distinguierten Herrenmode, mit diesen Hauch von Mailänder Anzugträger-Dandytum, braucht ordentlich fröhliche Farbe, augenzwinkernden Charme aus Bella Italia und modische Attitude …

Was sagt ihr dazu, liebe LeserInnen … wie wäre es im kommenden Winter mit Safrangelb und das in kariert – bis hin zu der Doktortasche?