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Daisydora

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Gibt es denn auch zu viel Stil?

Beim Gucken von ziemlich vielen Fotos von den Schauen, stößt man auch immer auf nette Fundstücke. Eines davon, ein Foto von André Leon Talley, will euch Daisy nun zeigen, um möglichst viele Antworten zu bekommen. Ihr seht es ja, liebe Leser, es dürfte sich bei André Leon Talley auf jeden Fall um einen glühenden Fan der Marke Louis Vuitton handeln. Mehr muss man dazu nicht sagen, außer, dass sich der Fur Mink Monogramme Scarf zum Dunkelblauen Pinstripe Mantel genauso gut kombinieren lässt, wie zum dezenten Mantel in Camel. Nur wenn das Wetter für Pelz zu heiß ist, dann weicht Mister Talley – zumindest bei sportlichen Anlässen – gerne auf ein Handtuch des selben Herstellers aus. Geht es noch viel schicker, wohl kaum.

Weniger auffallend mag es die neue Chefredakteurin der französischen Vogue, Emanuelle Alt; deren reduzierten und vor allem zu ihrem Typ perfekt passenden Kleidungsstil Daisy ganz hervorragend findet. Und irgendwie ist dieses Gegenmodell zum plakativ stilvollen André Leon Talley auch schon eine mögliche Antwort von ganz vielen auf meine Frage….

Aber was sagt ihr denn dazu, liebe Horstsonians? Hat er zu viel des Guten und sie zu wenig davon? Dazu möchte euch Horstson aber auch ein paar ganz neue Bilder von Emanuelle Alt nicht vorenthalten, das es hier bei den Modepilotinnen zu sehen gibt…

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Was haben Horsts Be@rbrick Bären und Daisys Lieblingsmodel James miteinander zu tun?

Wenn du, lieber Horst, dich schon mal gefragt haben solltest, wer dir den einen oder anderen der begehrten und seltenen Be@rbrick-Bären mit Kultfaktor weggeschnappt haben könnte, dann mache ich dich nun am besten mit einem Sammlerkollegen bekannt, der lange Jahre mein männliches Lieblingsmodel war …. eigentlich heute noch ist: James Penfold heißt der Mann, stammt aus England, ist einunddreißig Jahre alt und lebt schon lange in den USA. Seit ein paar Jahren mit seiner Freundin, der Fotografin Pola Kudacki zusammen, in einem Loft in Williamsburg, Brooklyn. Da James nur noch ab und zu Modeljobs annimmt, weil er auch leidenschaftlich gerne als DJ Musik macht, unglaublich viel liest und sich mit dem Sammeln und dem Verkauf von Büchern beschäftigt, hat man in den letzten Jahren gar nicht mitbekommen, dass das Model James Penfold im biblischen Modelalter von einunddreißig Jahren immer noch um Klassen besser ist, als die meisten Männermodels, die heute in Kampagnen und auf Laufstegen rumkrebsen. Weil es an dieser Stelle gut passt, möchte Daisy sich mal Luft darüber machen, wie ungeeignet, unattraktiv und unsinnlich viele Männermodels des To50 Rankings bei www.models.com sind. Das Aufkommen an Problemnasen und unfotogenen Gesichtern war seit ich denken kann und im Beruf bin nie höher, als heute. Aber hier und heute geht es um James Penfold und Horsts Bären, da können wir kleine Schönheitsprobleme getrost beiseitelassen.

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Was iss’n das mit diesem Walter Van Beirendonck-Fetisch bei dir, Horst?

Um für diesen Bericht fachlich halbwegs gerüstet zu sein, hat sich Daisy das Video der Walter Van Beirendonck Fashion-Show zur FW11 Kollektion schon fünfmal angesehen… und dabei festgestellt, dass die Kollektion absolut fantastisch ist! Ohne Wenn und Aber! Wenn ich Mann wäre, so würde ich im kommenden Winter definitiv ein Walter-Van-Beirendonck-Typ mit diesen Flickenhosen und -Sakkos sein. Man muss dafür ja nicht zwingend die tolle, athletische Figur, der schon rein genetisch sehr bevorzugten Models seiner Show haben. Ganz anders geht es mir da mit der aktuellen Kollektion. Und das, obwohl ich Mustermix und Karostoffe liebe und viele der Farben immer trage. Aber die Anlässe, zu denen man sowas tragen kann, wollen und wollen nicht vor meinem geistigen Auge erscheinen. Ebenso wenig, ob es denn besser ist, den WVB-Totallook knallhart durchzuziehen, auch wenn sich ständig Digicams zückende Menschentrauben um einen herum bilden, sobald man damit ins Freie geht, oder, ob man besser nur ein Stück zu Vorhandenem, das dezenter ist, trägt. Denn, und das ist die Crux, Daisy fühlt sich ja schon hingezogen zu den originellen Outfits, die so gar nichts Spießiges an sich haben. Und da ist ja noch die Tatsache, dass Horst ganz verschossen ist in die Klamotten von Walter Van Beirendonck, da muss also schon was Besonderes dran sein.

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5.000.000 Klicks für Bella Chiara – Dior Addict-Lipstick Blogger-Event in Paris

Über mehr als acht Mal so viele einzelne Klicks als Deutschlands größter Blog, LesMads, der seine Frequenz zur Zeit mit zirka 650.000 Klicks beziffert, kann sich die erst dreiundzwanzigjährige italienische Studentin, Chiara Ferragni, mit ihrem erst 2009 gegründeten Blog, The Blonde Salad, im Monat freuen (BlogLovin‘ Newcomer Of The Year). Man fasst das kaum, dass einen Einzelperson das schafft, oder eben erst dann, wenn man Chiara mal ein paar Minuten auf The Blonde Salad besucht. Auf den ersten Blick ist das einfach einer der Modeblogs, auf denen sich die BloggerIn in ihren Outfits zeigt und von den verschiedenen Modewochen berichtet. Aber nur fast: Chiara ist eine wunderschöne Frau mit elfengleicher Figur, an der es nichts zu verbessern gibt und richtig tollen Beinen überdies. Das, was man einen erfreulichen Anblick nennen könnte.

Gefunden habe ich das internationale Topmodel unter den BloggerInnen nur, weil ich neugierig wurde, nachdem unter einem Foto von internationalen Bloggern, auf dem Chiara direkt neben Scott Schuman saß, alle Akteure mit Namen genannt wurden, außer Chiara …. denn die war einfach nur The Blonde Salad (wo könnten der Bericht und das vielsagende Foto gewesen sein?). Bei der Recherche auf dem Blog dachte ich dann zuerst nur: Wer zahlt denn für all die tollen Schuhe und teuren Handtaschen? Dafür muss man wissen, dass Chiara ungefähr so viele superteure Handtaschen besitzt, wie andere Leute Plastiktüten von Penny herumliegen haben. Aber natürlich fand ich Chiara bildhübsch und stellenweise auch toll gekleidet, wenn auch für Daisys Geschmack ein wenig zu wenig jung, frech und frisch für ihr junges Alter. Bei nächster Gelegenheit habe ich mich dann in die Berichte und Kommentare eingelesen, weil mich interessierte, wie es eine Studentin schafft, in so kurzer Zeit zu den Stars der internationalen Bloggerszene zu zählen. Gefunden habe ich gut lesbare Berichte, die zwar keine Suzy Menkes-artigen Fachartikel sind, aber immer von großem Respekt und Bewunderung für den jeweiligen Designer zeugen und vor junger Begeisterungsfähigkeit nur so sprühen. Dazu passend gibt es Bella Chiara, wie ich sie nenne, einfach nur mit funkelnden Augen und glücklichem Gesichtsausdruck, aus Freude darüber, dazu zu gehören. Man kann natürlich immer die kritische Frage stellen, ob das schon reicht, einen so großen Blog zu führen und damit zu guter Reputation und wahrscheinlich auch zu beträchtlichen Einnahmen zu gelangen. Dazu Daisy: Warum nicht? Einige unserer Pendants verdienen zum Teil trotz schlechter Laune und auch nicht besseren, eher schlechteren Berichten, ihr gutes Geld. Und da gönne ich es Chiara auch deshalb, weil mir der Umgang mit ihren Lesern einfach wahnsinnig gut gefällt. Der zeugt nicht nur von Neugier, professioneller Haltung, Disziplin und echtem Interesse, er vermittelt Wärme und Respekt und das ist eine ganze Menge Gutes, für so eine junge Frau.

Anscheinend ist man bei Dior Beauté auch ganz aus dem Häuschen über BloggerInnen wie Chiara, denn sie zählte zu den Gästen der zweitägigen Reise nach Paris zum Zwecke der mondänen Dior Addict Lipstick Presentation im Hôtel Plaza Athénée, die wohl alle Frauenherzen hätte höher schlagen lassen. Daisy konnte das zuerst gar nicht fassen, was es bringen sollte, Modeblogger für zwei Tage nach Paris einzuladen, um sie dort mit allem Luxus zu verwöhnen. Bis heute bin ich der Meinung, es hätte mehr gebracht, die besten Verkäufer und Verkäuferinnen der besten Parfumerien der jeweiligen Märkte für Dior Maquillage Produkte zu dieser Reise einzuladen. Die verkaufen schließlich jedes Jahr für hunderttausende Euro Dior Produkte. Aber, dann hätten wir so schöne Fotos der von dieser unübertroffen exklusiven Inszenierung naturgemäß überaus begeisterten Chiara Ferragni, wohl nie zu sehen bekommen. Für das Dior-Protokoll: Die Reise fällt trotzdem unter Kaffeefahrten für Modeblogger. Denn: Über den guten Absatz des neuen Lippenstifts müssen sich die Verantwortlichen auch wegen der weisen Entscheidung, mit dem Gesicht von Kate Moss und dem Slogan: Be Iconic dafür zu werben, überhaupt keine Sorgen machen.

Tja, die Leute von Dior haben eben auch gerne nette und schöne Frauen als Gäste …. Was hat Sie, was ich nicht habe, könnte eine uns allen nicht unbekannte BloggerIn fragen? Daisys Antwort: Einfach alles, ein paar Millionen Klicks pro Monat mehr auf der Uhr, plus Charme und Leidenschaft für Mode, das Bloggen und den stets überaus freundlichen Kontakt mit ihren Lesern….

J’Adore, Bella Chiara, denken da einige Modeinteressierte und Daisy!

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Runway Show mit richtigen Models – Louis Vuitton FW11-12

Aus so guten Gründen reibt sich Daisy gerne die Augen: Louis Vuitton Chefdesigner Marc Jacobs präsentierte seine Kollektion für kommenden Herbst und Winter an echten Models. Nein, ich will nicht provozieren. Es wurde echt Zeit, dass nach Tom Ford nun auch die Premium-Marke Louis Vuitton nicht auf die Dienste adäquater Models verzichten wollte. Das macht einen Unterschied wie Tag und Nacht, ob Lindsay Wixon und andere bezaubernde Runway-Gespenster die Outfits spazieren tragen, oder Mariacarla Boscono, Kate Moss (oben), Isabeli Fontana, Diana Dondoe, Stella Tennant, Amber Valetta, Alana Zimmer, Rieanne Ten Haken, Carmen Kass, Naomi Campbell und, wenn ich mich nicht irre auch Carolyn Murphy, das Gleiche aber eben nicht Dasselbe mit Allure tun. Da werden selbst Runway-Queens wie Freya Beha Erichsen, Anja Rubik, Natasha Poly und Magdalena Frackowiak zu Nebendarstellerinnen…

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The Sky’s No Longer The Limit – Karl Lagerfeld wirbt nun auch für sky

Hilfe, lieber Peter, Karl Lagerfeld ist auf dem besten Weg zur deutschen Werbeikone! Weißt du, was mit ihm los ist? Das kann doch nicht der Ernst des Mannes sein, der Daisy früher unter anderem mit seinen extravaganten Begriffen von Noblesse und Understatement damit beeindruckte, dass er Mobile Phones ablehnte, weil er sich nicht wie das Personal herbei klingeln lassen wollte …. Ist der geschätzte Meisterdesigner Karl Lagerfeld etwa auf dem Weg in die Liga der Werbeikonen – auch wenn ich Lagerfeld naturgemäß wegen seiner echten Talente, Leistungen und Erfolge nicht in die Reihe zu Verona, Vroni und so weiter stellen will. Aber, warum macht er das denn? Doch nicht aus Überzeugung für den Pay-TV-Sender sky (ich weiß, dazu sagt man seit Premiere lieber Bezahlfernsehen in Deutschland).

Was, sky dazu bewegt hat, Kaiser Karl zu engagieren, um den Premium-Anspruch des Pay-TV-Senders besonders plakativ zu visualisieren, das kann Daisy noch nachvollziehen, obwohl die Idee nicht gut ist. Macht ja nichts, teuer ist sie garantiert und wahrscheinlich sorgt sie auch für sehr gute PR der Werbeagentur von sky und damit für Neugeschäft bei dieser.

Ihr merkt schon, Mons. Lagerfeld ist Daisy neuerdings etwas zu nahbar. Ich fand es schon nicht gut, dass er sich mit den Burdas zu Beckmann gesetzt hatte, die seit ein paar Jahren zu seinen Freunden zählen. Interessant dabei, so richtig konnte man das erst mit verfolgen, seit Lagerfeld anlässlich einer Burda Gala zu einem Jubiläum in Zusammenhang mit Aenne Burda geladen war und zum ersten öffentlich Mal lobte, wie toll der Konzern, Herr Professor Burda und seine Frau seien. Seither gab es keine Chanel Schau, ohne große Fotos der sehr eleganten Damen Patrizia Riekel und Annette Weber …schließlich gehören die Leserinnen der Burda’schen Yellow Press zu den treuesten Stammkundinnen von Chanel … aber nun besser wieder zurück zu sky …

Viel bleibt nun nicht mehr übrig, das man noch aus der Kiste der Werbeideen rausholen könnte, denn an Stelle des Verfolgens einer stringenten Idee zur Positionierung und Bewerbung des Senders, probiert man anscheinend alle paar Monate was neues. Und nun ist: „Ich guck kein Fernsehen, ich seh(e) was Besseres“ dran. Total daneben, wenn man bedenkt, dass bei anderen Sendern, sogar bei Öffentlich Rechtlichen ja auch gutes Programm läuft, auf das kein Fernsehzuschauer mit Premium-Anspruch verzichten wollte. Und ich vermute, dass ein sehr artifiziell daherkommender, aber im Grunde falscher Denk- und Konzeptansatz auch durch die Imitation des VW Polo Spots mit Lagerfeld nicht wettgemacht werden können. Wie dumm müssten Deutsche Konsumenten sein, wenn der seit Ewigkeiten in Paris lebende Karl Lagerfeld die Initialzündung für einen raketenmäßigen Erfolg von sky gäbe. Am Ende bleibt bei Daisy nur haften, dass sky versucht, sich mit Hilfe von Karl Lagerfeld als besseres Fernsehen zu etablieren. Liebe Werbeagentur und liebe Entscheider bei sky, was besseres Fernsehen ist, entscheiden die Zuseher ganz ohne Propaganda. Angesichts der jüngsten veröffentlichten Zahlen von sky vor etwas mehr als zwei Wochen, die einen Verlust von 407,6 Millionen Euro auswiesen, habt ihr ganz schön viele ballfreie Spielwiesen in eurer Kommunikation. Aber: Immerhin: Im Jahr zuvor hatte der Verlust noch bei 676,5 Millionen Euro gelegen. Und auch der Umsatz verbesserte sich: Er stieg 2010 gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent auf rund 978 Millionen Euro.

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Kleinkarierte Lieblingshemden

Dirk Bikkembergs und seine Männer auf der weißen Plattform im Wasser haben Daisy dazu gebracht, mal wieder über das Lieblingshemd vieler Männer nachzudenken. Kariert sollte es sein und schön bequem zu tragen, aus angenehm- leichten Baumwollstoffen. Das trägt man dann so oft und so lange, bis das gute Stück fast auseinanderfällt. Leider ist es mir nicht gelungen, die einzelnen Hemden aus der Bikkembergs-Anzeige auf der Website oder anderswo zu finden. Macht ja nichts, ich habe andere schöne Karohemden für euch gefunden, unter denen ihr vielleicht auch euer neues Lieblingshemd entdeckt. Was mir zu der Kombination kariertes Lieblingshemd und Jeans oder Chinos einfällt: Dass dieser entspannt legere Look ein unangestrengtes Bild abgibt und den Fokus auf den Mann und nicht auf die Klamotten richtet. So mancher Mann kennt ja auch Tage, an denen er jedwede modische Aussage verweigern will, oder, wie ist denn das bei euch, liebe Horstsonians?

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Der Stich der Tsetsefliege x Traummänner – 50 Starfotografen zeigen ihre Vision vom Ideal

Gibt es langweiligeres als diese Stereotype von Traumfrauen und Traummännern… gäääääääääääähn? Für Daisy steht fest, dass sich die Illusion vom makellos-perfekten Mann (bzw. der perfekten Frau) im dichten Kopf an Kopf Rennen mit der Liebe auf den ersten Blick, dieses Prädikat teilt. Bis hierher nicht gerade eine Empfehlung für eine Foto-Ausstellung, die den Titel Traummänner trägt. Weil Horstson Schreiber aber nicht gleich aufgeben, wenn ein Thema holprig wird, hat sich Daisy überlegt, diesen Bericht mit Jan, der ja auch sowas wie unser Horstson-Kultur-Sonderbeauftragter ist, zu schreiben. Zu zweit schaffen wir das sicher, ich baue auf dich Jan! Umso mehr, als du Mann bist und jung dazu. Und das dürfte für Traummänner schon die halbe Miete sein; neben dem Brad-Pitt -Waschbrettbauch, den grauen Schläfen und dem Charme von George Clooney und … ooops, gab es da nicht auch mal Umfrageergebnisse, bei denen ein Deutsches Marktforschungsinstitut herausgefunden haben will, dass Deutsche Frauen am liebsten mal was mit Günter Jauch hätten… aber vielleicht verwechselt Daisy das ja nur mit der Tatsache, dass er laut Bild ja auch schon mal beliebtester Anwärter aller Deutschen (die mit abgestimmt hatten) auf das Bundespräsidentenamt war.

Wenn man Frauen nach ihren Traummännern fragt, dann bekommt man meistens zu hören: Ich habe doch gar keinen bestimmten Typ, Hauptsache, er ist groß, breitschultrig, ein südländischer Typ mit dunklen Haaren, hat viel Humor, bringt mich immer zum Lachen und verdient sehr gut… und so weiter, den Rest kennt ihr auch schon. Das hilft mir bei meiner Feldforschung nach dem Prototyp vom Traummann auch nicht weiter. Drum versuche ich es mit dem Ergebnis einer Befragung, die ich bei der Recherche auf einem der soliden Partner-Portale (ElitePartner) gefunden habe. Das Ergebnis der Frage nach dem Promi-Mann, mit dem Singlefrauen (Sample 2.928) am liebsten ausgehen würden, lautet wie folgt: Jede Zweite träumt von einem Date mit George Clooney (47 Prozent) oder Barack Obama (47 Prozent). Danach kommen Johnny Depp mit 28 Prozent und Hugh Grant mit 26 Prozent. Erst auf Platz fünf kommen deutsche Frauenlieblinge wie Til Schweiger (22 Prozent), Moritz Bleibtreu (22 Prozent) und Götz George (21 Prozent). Wie ihr sicher bemerkt habt, waren erstens Mehrfachnennungen erlaubt und zweitens waren die Namen der möglichen Traummänner in der Befragung vorgegeben. Anders könnte ich mir dieses seltsame Ranking nicht erklären. Das Schrillste kommt aber noch: Ausgerechnet der Traummann aller Traummänner der Welt, Brad Pitt, für den Daisy ganz nebenbei nie geschwärmt hat, landet mit nur 18 Prozent auf dem sechsten Platz, den er sich mit dem landauf-landab geschätzten Altkanzler Helmut Schmidt teilen muss. Sowas ist doch echt sinnlos und nicht seriös. Schreibt doch bitte dazu, wie ihr zu diesen Ergebnissen gekommen seid.
Kurzum: Daisy glaubt nicht dran, dass hinter diesem Ergebnis mehr als Lippenbekenntnisse stecken. Was nicht weiter schlimm ist, da es sowas wie Traummänner gar nicht gibt. Versteht mich bitte nicht falsch, es gibt ganz großartige Männer, interessant, charmant, belesen, umwerfend humorvoll, originell und fantasievoll, talentiert und raffiniert, superklug und warmherzig, schön, granatenmäßig sportlich und was sonst nicht noch alles…. aber umso mehr hat jeder einzelne von ihnen verdient, nicht mit einem Stempel versehen zu werden, der Männer ja doch nur auf tolle Körper, schöne Gesichtszüge, volles Haar, ein tolles Auto und ein volles Bankkonto reduzieren will. Ist schon vielsagend, denkt Daisy, wie sich Frauen seit Gary Cooper und Cary Grant am Horizont erschienen waren, überdurchschnittlich attraktive Männer, die sie absolut nicht kennen, schon wegen etwas mehr als einem flachen Bauch, in ihre Traummann-Schubladen packen.

Aber es gibt da schon ein Erlebnis, beziehungsweise einen überaus beeindruckenden Mann, den ich euch in diesem Zusammenhang noch kurz vorstellen will: Stephané Hessel (Bild oben), Franzose, vor dreiundneunzig Jahren in Berlin zur Welt gekommen. Diesen sehr eleganten, eloquenten und dabei überaus netten und im Denken so aufmüpfigen Mann, kann ich uneingeschränkt bewundern und auch wegen seiner außergewöhnlichen Biographie und dem in Frankreich schon zum Bestseller emporgestiegenen Buch: Empört euch! … anhimmeln. Der Mann zeigt Haltung und das finde ich grandios und sehr männlich! Schaut euch Monsieur Hessel mal bitte an und guckt kurz in das Video, einen Beitrag in ttt hinein. Elegant und dem Anlass gemäß gekleidet ist der Herr auch sehr…

Ob das insgesamt stimmt, was Daisy von Traummännern denkt? Wer weiß das schon – ach ja, der Jan! Du kannst den Horstsonians und mir sicher noch was zu Traummännern sagen, oder? Da war doch noch diese Ausstellung, in der mit Sicherheit schöne Fotos von noch schöneren Männern zu sehen sein werden…..

Was kann ich zu so einer Ausführung noch sagen. Ich versuche das mal etwas herzuleiten. Wie wir ja alle wissen ändert sich das Bild des Traummannes und der Traumfrau ja auch gerne über die Jahrzehnte. Wäre dem nicht so, dann würden wir noch immer Marylin Monroes auf den Laufstegen dieser Welt sehen oder Frauen mit fast krankhaft geschnürter Taille und Cul de Paris. Gibt es überhaupt noch so etwas wie einen Traummann oder die Traumfrau? Traummänner wie auch Traumfrauen entsprechen ja auch immer den Vorstellungen der Gesellschaft, beziehungsweise was in dieser momentan als schön oder hübsch oder attraktiv gilt. Und ich muss sagen, wenn ich mich so umschaue, dann weiß ich gar nicht, was ich als Traummann bezeichnen würde. Neben Scarlett und George gibt es so viele unterschiedliche Strömungen von Schönheitsidealen, dass man sich gar nicht mehr erlauben kann, einen universellen Traummann zu benennen. Nicht eben wie früher. Und deshalb ist vielleicht auch die Ausstellung „Traummänner“ in den Hamburger Deichtorhallen vom Namen her etwas falsch gewählt. Vielleicht sollte sie eher „attraktive Männer“ oder „Männer, die ganz gut aussehen und an weißen Wänden hängen“ nennen. Wäre aber alles zu lang. Und so bedient man sich eben dem Begriff Traummann und hängt eben Bilder von Rankin, Lindbergh, Ellen Von Unwerth aber auch weniger bekannten Fotografen an weißen Wänden auf ….überlässt es uns, sie zu bestaunen. Männer, die den jeweiligen Schönheitsidealen der Fotografen entsprechen. Frauen werden flüstern: „Achja Mensch, den würde ich ja auch nicht vor der Bettkante stoßen“. Männer werden entweder gelassen reagieren und sich gleich im nächsten Fitnessstudio anmelden. Vielleicht wären alleine die Unterhaltungen in der Ausstellung Gold wert. Wer also schon immer mal wissen wollte, worauf Peter Lindbergh bei Männern steht, schaut sich die Ausstellung mal schleunigst an. Am besten mit seinem ganz persönlichen Traummann, der nicht nur auf Fotos existiert!

50 Starfotografen zeigen ihre Vision vom Ideal; vom 11.3. bis zum 22.5.2011, im Haus der Photograhie in den Deichtorhallen (Kuratoren: Nadine Barth und Ingo Taubhorn).
Fotografen
Bryan Adams, Camilla Akrans, Margarita Broich, Jake Chessum, Liz Collins, Michelangelo di Battista, Horst Diekgerdes, Tony Duran, Deborah Feingold, Nathaniel Goldberg, Henrik Halvarsson, Pamela Hanson, Frederike Helwig, Thomas Hoeffgen, Marc Hom, Hadley Hudson, Matt Jones, Nadav Kander, Ali Kepenek, Kirchknopf & Grambow, Paola Kudacki, Mona Kuhn, Thomas Leidig, Peter Lindbergh, Roxanne Lowit, Sandor Lubbe, Carlotta Manaigo, Mary Ellen Mark, Mary McCartney, Ralph Mecke, Tom Munro, Sheryl Nields, Vincent Peters, Phil Poynter, Rankin, Daniel Riera, Satoshi Saikusa, Martin Schoeller, Mark Seliger, Giampaolo Sgura, Peggy Sirota, Alec Soth, Elisabeth Toll, Diego Uchitel, Ellen von Unwerth, Matthias Vriens-McGrath, Albert Watson, Bruce Weber, Sascha Weidner, Jan Welters.
Das Projekt wird von einem Buch des Dumont-Verlags begleitet. Nadine Barth (Hg.). Etwa 224 Seiten mit ca. 150 farbigen Abbildungen, 31 x 24 cm, gebunden, ca. € 49,99

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Peace, Dude – lauter neue Tees und wieder keine Band-T-Shirts

Daisy will ja nicht petzen, aber ich warte jetzt schon seit Wochen darauf, dass mein musikbegeisterter Schreiberkollege Jan mein Faible für Band-T-Shirts dahingehend unterstützt, dass er mal ein paar Namen von coolen Bands nennt, die selbst er angesagt genug findet. Dann würde ich mich nämlich auf die Suche nach T-Shirts dieser Bands machen, meine Sammlung und möglicherweise auch eure um einige schöne Stücke erweitern. Die Wartezeit auf dieses Ereignis könnten wir uns mit den neuen Tees vertreiben, die ich gerade für euch rausgesucht habe. Mein Favorit ist übrigens das Rote, Peace, Dude Tee von Sixpack (oben links); ganz nach dem Geschmack des Wohlstands-Hippies anno 2011. Für ganz harte Männer scheint das Blaue T-Shirt (oben rechts) mit dem Boxkampfmotiv von Misericordia zu sein. Daisy weiß nicht, ob sie das mit dem Boxen so gut findet, aber visuell macht das T-Shirt was her.

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I’m So In Love With Me – Back To BloggerInnenBiedermeier

Manchmal hat Daisy einen Bericht schon seit Monaten auf Halde, bringt ihn aber aus Rücksichtnahme auf den guten Geschmack der geschätzten Leser nicht. Auch, weil euer Lieblingsblogger Horst immer ein Auge darauf hat, dass euch nicht zu viel Bad-Taste-Realismus auf einmal aus der Bloggerszene zugemutet wird. Dann passiert etwas, wie diesen Donnerstagmorgen in der Beilage Fashion zum Stern, und schon ist das Thema so aktuell, dass da kein besserer Zeitpunkt für eine Veröffentlichung vorstellbar ist.

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