Nur wenige Topfotografen haben im Verlauf ihrer Karriere so viele Kampagnen für Kunden vieler Branchen fotografieren dürfen, wie Steven Meisel. Ich bin ganz sicher, dass Meisel die Zahl gar nicht im Kopf hat, so viele sind das mittlerweile. Es gab schon Saisonen, da haben sich mehrere direkte Wettbewerber nicht daran gestört, dass Meisel auch die Aufträge der Anderen in der Tasche hatte.
Da verwundert es nicht, dass nun das W Magazine den Werbefotograf selbst zum Thema einer außergewöhnlichen Fotostrecke machte: Neun gestellte Werbeaufträge durfte der Meister für die Ausgabe November 2011 inszenieren und gekonnt wie immer fotografieren.
Daisydora
Jetzt auch in ganz fröhlich gepunktet x Adidas x Jeremy Scott x Polka Dot Boots
Posted on 19. Oktober 2011Wir hatten hier doch schon viel zu lange keine der manchmal nicht ganz unumstrittenen Schuhe aus der Kollaboriation zwischen Adidas und Jeremy Scott gezeigt, die euer Lieblingsblogger sammelt …
Nun sind mir die Gelben Polka Dot Boots über den Weg gelaufen, die wirklich halten, was der Name verspricht. Auf an sich ganz schlichten Rauleder-Boots, deren Grundform und mit einem tiefem Profil versehene Sohle mehr nach Wanderschuhen, denn nach Sneakers aussieht, tummeln sich gelackte Gelbe Punkte. Ein Schuh wie ein Statement gegen Wintertristesse.
Das Ganze Bild wird abgerundet durch Orangefarbene Schnürsenkel und kostet pro Paar 155 Euro.
Was mich ganz besonders interessiert, kommt aber erst jetzt:
Unsere Lederschuhe sind viel zu schade für das Wetter an nassen Tagen. Wenn es richtig regnet halten eigentlich nur Gummistiefel die Füße trocken. Die Dinger sehen nur wirklich nicht so schön aus, oder doch?
Lasst es uns mal mit den neuen bunten Modellen versuchen, die schon ein wenig mehr nach modischer Allüre wirken, als das Gummischwarze Grundmodell. Ich habe da einige Modelle für euch rausgesucht, mal sehen, ob da auch welche drunter sind, die auf eure Zustimmung stoßen.
Los geht es mit den knallig-bonbonbunt glänzenden Modellen von Hunter. Die gibt es in einem Hellgrün, das man auch Pistazieneisgrün nennen könnte, in Orange und Flamingo-Pink für jeweils rund 140 Euro (oben; 1.Reihe, von links nach rechts). Wer was schickes sucht, wem die Gummistiefel in bunten Farben aber zu auffallend sind, dem bietet sich bei Hunter noch die Möglichkeit von Silberfarbenen für 110 Euro, von Zwetschgen-Violetten für 105 Euro oder Oberförster-Grünen für 85 Euro (oben; 2.Reihe, von links nach rechts).
Mehr Designer-Appeal – allerdings auch für deutlich mehr Geld – bekommt man mit den Multicolor-Muster Stiefeln von Missoni für 198 Euro, die es in zwei Farbstellungen gibt (oben).
Bei Burberry hat man mit den Checked Wellington Boots mit diagonalem Karomuster für 130 Euro, den Grauen Wellington Boots mit Logodekor für 165 Euro und der Schwarzen Luxusversion, den Buckled Rubber Boots mit Goldschnallen für 270 Euro für jeden auch noch so starken Regenschauer vorgesorgt (oben, von links nach rechts).
Ein sehr spezielles Modell sind die krakelig bunt mit Reisemotiven gestalteten, Schwarzen Voyager Printed Rubber Boots aus der DKNY Linie von Donna Karan (oben links) für 90 Euro. Wer es auch bei Gummistiefeln wilder mag, dem könnten die Leopard-Print VC Wellington Boots aus der D&G Linie von Dolce & Gabbana (oben rechts) für 175 Euro gerade recht kommen.
Ein Hauch von Chanel umweht die Roten Hunter Gummistiefel mit dem typischen Steppmuster und dem klingenden Namen Regent Savoy Quilted Wellington Boots für 165 Euro. So viel zu den farbigen Möglichkeiten dem Regen zu trotzen.
Aber auch für eingefleischte Liebhaber Schwarzer Gummistiefel gibt es einige neue Modelle, die dann aber eher so eine Art Luxusversion des guten einfachen Gummistiefels sind: Allen voran die Studded Patent Rubber Knee Boots mit Lackoptik von Valentino für 470 Euro. Oder die Mattschwarzen Rubber Equestrian Boots von Givenchy für 280 Euro. Und zum Schluss noch die Stormy Rubber Boots von Kors by Michael Kors, die wie Biker Boots aussehen und für 125 Euro zu haben sind (oben, von links nach rechts).
Der Regen kann kommen, ihr seid ja nun bestens gerüstet. Wer größere Füße als Größe 42 hat und das könnten hier so einige sein, bekommt in Kürze einen eigenen Regenstiefel-Nachbericht.
Calender Boys – vielleicht der lustigste Pin Up Kalender der Welt
Posted on 18. Oktober 2011Eine Fotokalender mit Models und schönen Männern wie Brad Pitt & Co. oder nackten Männern auf Eisbärfellen kann jeder haben, den möglicherweise lustigsten Pin Up Kalender der Welt, den der Fotograf Rion Sabean fotografiert hat und über seinen Webshop vertreibt, kann eigentlich auch jeder haben.
Ganze Männer in Blaumännern oder zumindest mit Werkzeug oder typisch männlichen Interessen oder noch besser gesagt Stärken, posen was das Zeug hält. Für Liebhaber hintergründiges Bildsprache und subtiler Botschaften ist das nichts – schon eher für Menschen mit viel Humor und gut trainierten Lachmuskeln.
Meine Lieblingsbloggerin Claire von C’est Clairette auf LM war in Indien und hat einen Bericht darüber verfasst, den ihr wirklich lesen solltet. Mit wunderschönen Fotos von Land und Leuten.
Ich mag ja Text auf Modeblogs und rechne damit, dass mit der Zeit immer mehr Leser von Modeblogs den Anspruch stellen werden, aus einem spannenden Blickwinkel, gut geschriebene Berichte, lesen zu wollen. Der Trend geht weg von der Nabelschau, weg von rein persönlichen Betrachtungen und Ansichten, hin zu einer immer noch netten und persönlichen aber viel journalistischeren Sicht- und Schreibweise. Man kann das sehr gut verbinden, wenn man es denn kann. Wie Claire. Aber lest ruhig selbst, wie ihr das findet.
Eines weiß ich, liebe Leser:
Wenn ich dann mal groß bin, schreibe ich (vielleicht) auch so 🙂
Baron Münchhausens Ururenkelin oder nur die nervigste Tratschtante, auch modisch gesehen?
Posted on 16. Oktober 2011„Sag meiner Mutter nicht, dass ich in der Werbung arbeite, sie glaubt, ich bin Pianist in einem Bordell.“
So lautet der deutsche Titel eines ehemaligen Bestsellers der Werbebranche, für
den die allermeisten von euch wahrscheinlich zu jung sind. Der für François Mitterand zweimal („die ruhige Kraft“, 1981 und „Generation Mitterrand“, 1988) überaus erfolgreich wahlkämpfende, französische Starwerber und PR-Spezialist Jacques Séguéla hatte darin auf überaus selbstreflektive Weise sich, die Akteure, die Methoden und Wirkungsmechanismen der Werbebranche und ihrer Kunden, zur damaligen Zeit der Siebziger- und Achtzigerjahre, beschrieben und das Selbstbild der eitlen Branche schon mit seinem provokanten Buchtitel konterkariert.
Das Berufsbild der Werber genießt zwar bis heute eines der geringsten Sozialprestige beziehungsweise Ansehen bei der normalen Bevölkerung, aber es gibt ja zum Glück immer neue Feindbilder und äußerst seltsame Berufe, die einem noch wesentlich suspekter sein können und – wenn es nach mir geht auch – sollten.
Oooooooops She Did It Again – Miss Piggy als Plus-Size Editor der VOGUE Paris
Posted on 15. Oktober 2011Wenn Ende November der neueste Kinofilm mit den Muppets zum ersten Mal gezeigt wird, hat Miss Piggy, die glamouröse und kapriziöse Schweine-Diva mit Rubensfigur wieder einen großen modischen Auftritt, wie sie ihn einfach liebt. Und diesmal wurden Nägel mit Köpfen gemacht, man munkelte, sie hätte sonst glatt das ganze Projekt platzen lassen. Die Launen der Diva sind schließlich Legende.
Ein Vorleser im Hotel x Warum Bücher in Island so eine besondere Rolle spielen x Josef Bierbichlers Mittelreich
Posted on 14. Oktober 2011Wir sind das Volk das liest, das schreibt, das Geschichten erzählt. Island ist Gastland der Buchmesse Frankfurt und das sagen die Menschen aus Island über sich, darüber, was das identitätsstiftende Moment, die Literatur und das Lesen, für die Bewohner bedeutet.
Ich wollte ohnehin einen kleinen Bericht zur Buchwoche machen und dann hatte mir ein Freund von dem Feature im WDR 2 Mittagsmagazin erzählt, in dem man erfahren durfte, dass einem im isländischen Hotel ein Vorleser angeboten wird …. sonntags in Reykjavik zwar schon tagsüber alle Gehsteige hochgeklappt sind, dass aber in den geöffneten Buchläden ein reges Treiben herrsche. Dort treffen sich die Isländer, stöbern, lesen, reden über Bücher und mehr. Früher sei es sogar so gewesen, dass das isländische Fernsehen immer donnerstags kein Programm gesendet hätte und es die Empfehlung gab, doch etwas anderes zu machen, zum Beispiel zu lesen.
Welch wunderbare Idee, gerade auch für das Land der Dichter und Denker, dass sich auf der Frankfurter Buchmesse mal wieder mit vielen tollen Autoren aber auch mit Heerscharen von Akteuren präsentiert, die zwar keine Bücher schreiben können und sollten, es aber dennoch (mal wieder) getan haben. Gerüchten zufolge gibt es nun auch ein Buch von Daniela Katzenberger …. und die unvermeidbare Charlotte Roche saß bei meinem Idol Gerd Scobel auf dem Büchersofa … schlimmschlimm …
Lasst uns das bitte schnell vergessen, was das Fernsehen für seltsame Auswüchse produziert. Es gibt auch Gutes zu entdecken und ich habe da eine kleine Empfehlung für die unter euch, die gerne gut geschriebene Romane lesen, in denen die deutsche Zeitgeschichte eine Rolle spielt. Josef Bierbichler, einer der besten Theaterschauspieler Deutschlands, hat nach seinem Erstlingswerk Verfluchtes Fleisch nun den Roman Mittelreich geschrieben, den ich gerade mit großer Freude in Arbeit habe und euch empfehle. Harald Schmidt hat ihn auch schon gelesen, ihr wisst ja, ich lese alles, das Harald Schmidt empfiehlt, durch ihn bin ich auch großer Fan von David Foster Wallace geworden und habe mir den gewaltigen Wälzer Die Wohlgesinnten von Jonathan Lidell reingepfiffen, weil Claus Peymann und Harald Schmidt der Meinung waren, das ist ein Buch, das man gelesen haben muss…
Leider gibt es den Ausschnitt mit Josef Bierbichler aus der Harald Schmidt Show vor zirka zwei Wochen nicht bei Yt. Ich hatte den Stream rechtzeitig entdeckt und hätte euch das Vergnügen gerne gegönnt. Wie auch immer, wenn sehr politische Menschen wie Bierbichler, die mit Sprache nicht nur sehr gut umgehen sondern auch spielen können, Bücher schreiben, dann kann man da risikolos hineinlesen, wenn man gerade nach neuen Büchern sucht. Ich mag Bierbichler nun als Schauspieler und Schriftsteller.
Aber es gibt ja sicher so vieles zu entdecken in Frankfurt und in den Buchläden, dass für jeden Geschmack etwas spannendes dabei ist.
Habt ihr Lieblingsbücher und wenn ja, was ist da gerade auf dem Zettel?
Glückliches Island, ohne Die Geissens und ohne Dschungelcamp, Wetten Dass und Supertalent …
Ein ganzes Luxuskaufhaus auf siebzehn Zoll – Ralph Lauren Onlineshop Preview von 11:00 bis 12:00 Uhr
Posted on 13. Oktober 2011Edit: Die Preview ist natürlich schon vorbei – zum Onlinestore gehts hier entlang!
Weil Horst uns alle zu Hause gelassen hatte, während er in Paris den neuen Flagshipstore von Ralph Lauren besichtigte und sich dann für diesen tollen Tag auch noch mit Macarons von Ladurée belohnte, seid diesmal ihr dran.
Einen Tag vor dem Launch des deutschsprachigen Onlineshops am kommenden Freitag, könnt ihr heute in der Zeit zwischen 11:00 bis 12:00 Uhr schon mal in das aus meiner Sicht umwerfende Angebot reinschnuppern und wenn ihr das wollt, auch gerne schon etwas einkaufen. Als Belohnung für das Interesse wird unter allen Horstson Besuchern durch Ralph Lauren dann ein Einkaufsgutschein im Wert von 500 Euro verlost.
Kein Eisbär aber auch ganz niedlich – 29 „Louis Vuitton Creatures“ von Billie Achilleos bei Deyrolle Paris
Posted on 11. Oktober 2011Als Horstson Stammleser kennt ihr Deyrolle in Paris naturgemäß schon. Entweder wart ihr schon mal dort oder ihr habt Peters netten Bericht Deyrolle Paris – oder wo bekomm ich einen Eisbär her über das Kabinett der Tiere gelesen. Wenn nicht, holt das bitte jetzt nach ….
Nun hatte Louis Vuitton zur Feier der hundertjährigen Tradition in der Herstellung von Kleinlederwaren in die Ausstellungsräume von Deyrolle geladen, um 29 von der Künstlerin Billie Achilleos geschaffene „Louis Vuitton Creatures“ vorzustellen, die man zwischen die Exponate der Tierpräparate gesteckt, teilweise auch dazwischen versteckt hatte.







