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Daisydora

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Exzentriker der Düfte – am 22.12.12 um 19:30 Uhr auf ARTE

Wir dürfen unsere Nasen mal wieder in die erlesene Szene der Parfumeure und ihrer geheimnisvollen und betörenden Parfumschöpfungen stecken. Am kommenden Samstag, um 19:30 Uhr, also kurz vor Ladenschluss und noch vor dem Beginn des Hauptabendprogramms strahlt ARTE die 360°- GEO Reportage – Exzentriker der Düfte von Maja Dielhenn aus.

In dieser GEO-Reportage geht es um Lubin Paris von 1798 – eines der ältesten Dufthäuser der Welt. Weil die Szene der Parfumkreateure auch in unserer globalisierten Welt noch immer sehr klein ist, war es Gilles Thévenin, der zuvor 15 Jahre bei Guerlain als Creative Director gearbeitet hatte, der das Dufthaus 2004 vor der endgültigen Schließung bewahrte. Heute besitzt er mit überlieferten Duft-Rezepturen (u.a. von Marie-Antoinette) ein Stück französische Kulturgeschichte. Der Film zeigt das Entstehen neuer Düfte und die Menschen, die dahinter stehen. 

Man kann sich darüber streiten, ob es die Haute Couture oder diese alten Parfumhäuser sind, deren Bestehen und Schaffen Zeugnis lebendiger französischer Identität und Kultur sind. Wahrscheinlich sind es beide Künste, wer wollte eine davon missen.
Mit dem Haus Lubin gewinnen wir Einblick in ein Unternehmen, das sich seit 1798 mit der Herstellung von Parfums befasst. Am Anfang von allem stand das auch bei Hofe berühmte Eau Vivifiante, das spätere Eau de Lubin, mit dem der Gründer Pierre Francois Lubin die Gunst von Kaiserin Joséphine, Pauline Bonapartes und Prinzessin Borgheses gewinnen konnte. Königin Marie Amélie widmete er nach dem Sturz Napoleons alle seine Duftkreationen. Der Hof war damals einfach tonangebend für Luxusprodukte.
Heute generiert die globale Parfumindustrie Milliardenumsätze und überschwemmt mit immer neuen Düften den Weltmarkt. Doch fernab des Mainstreams gibt es auch immer noch jene kleine, sehr feine Szene der Parfumeure, die ohne Millionenbudgets auf Qualität und Tradition setzen und sich keinen Duft-Trends unterwerfen.
Gilles Thévenin zählt zu den erfahrenen Kennern der Branche. Heute kreiert er gemeinsam mit der 41-jährigen Delphine Thierry, einer unabhängigen Parfumeurin aus der Provence, einen orientalischen Duft für die Luxusmarke, inspiriert vom sagenhaften Mesopotamien, der Göttin Ischtar und dem Herrscher Sargon.

Die 360° – GEO Reportage eröffnet uns den exklusiven Blick in die Labore der „Nasen“ und wir können darin die Geburt einer neuen Komposition miterleben. Gilles Thévenin sitzt in seinem Pariser Büro mitten im Viertel Les Halles. Hier regiert der Schick der Dreißiger Jahre, die eine ruhmreiche Epoche für das Parfumhaus Lubin waren. Große Düfte wie „Nuit de Longchamp“ entstanden in dieser Zeit und gingen in die Geschichte ein – eine Geschichte, deren erstes Kapitel Pierre-Francois Lubin vor über 200 Jahren geschrieben hat. Sein Portrait hängt heute in Gilles’ Büro, direkt über seinem Arbeitstisch, auf dem es nur so wimmelt von glitzernden Fläschchen mit geheimnisvollen Flüssigkeiten. „Ein Parfum zu kreieren, dazu bedarf es zweier Begabungen: Man muss ein Architekt sein, aber auch ein Dichter…“ Entscheidend sind auch die Rohstoffe, von denen einige der kostbarsten noch immer aus den Blüten der provenzalischen Felder gewonnen werden. Um den Tisch versammelt sitzen Gilles Thévenin, der kreative Kopf Lubins, und
Thomas Fontaine, eine seiner „Nasen“. Vor ihnen auf dem Tisch liegt ein uraltes Buch von unschätzbarem Wert: das handgeschriebene, über 200 Jahre alte Formelbuch von Pierre-Francois Lubin. Wird der neue Duft aus Weihrauch, Kardamom und Muskatellersalbei den Markt erobern können?

Nun denn, wir werden es erleben. Davor gucken wir erst mal die Reportage und freuen uns gemeinsam darüber, dass der aggressive Marketing-Mainstream der Billig-, Star- und Designerwässerchen nicht schon alles aufgefressen hat, was sich um Individualität und das eigentliche Wesen des Duftes bemüht: Das Geheimnis unnachahmlicher Duftschöpfungen, die ihre Zeit lange überdauern. Und deren Schöpfer. Ein guter Duft lebt ewig!

Hoch lebe Lubin, Caron, Chanel, Guerlain und so weiter …!

„Exzentriker der Düfte“ läuft am 22.12.12 um 19:30 Uhr auf ARTE

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Ihr Kinderlein kommet …


Mert & Marcus für Givenchy

Wir liegen im Weihnachts-Endspurt, da passt ein wenig christliche Ikonografie glaube ich ganz gut dazu …. Maria mit dem Kinde, in diesem Falle dargestellt von der schönen Römerin Maricarla Boscono und ihrem eigenen Kind. Fotografiert für die Givenchy Anzeigenkampagne von Mert & Marcus.
Die letzten Marias mit dem (auf jeden Fall nackten) Kinde gab es bei Gucci. Das ist schon viele Jahre her. Da hatten Gucci-Mutter und Gucci-Kind zumindest zwischendurch noch etwas zu lachen. Damals bei Tom Ford. Heute ist High-Fashion rein imagetechnisch ein todernstes Geschäft. Und Mariacarla erscheint uns daher als Muttergottes von Ricardo Tiscis Gnaden. Aber schön oder gar herrlich anzuschaun. In diesem Sinne schon mal frohe Werbeweihnacht!

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Von Shopping Queens, It-Girls, Stilikonen und Frauen mit Stil und Eleganz


Bild: VOX

Ist guter Stil reine Geschmackssache oder doch keine Geschmackssache?
Ausgerechnet Guido Maria Kretschmer gab den Anstoss zu diesem Thema. Während der Arbeit zuhause habe ich mit einem Auge Shopping Queen geguckt, man muss ja schließlich wissen, was die Mehrheit der Frauen, denen der kreative Ansatz von Hedi Slimane in seiner ersten Kollektion für Saint Laurent sowas von schnuppe ist, modisch gerade angesagt und schön findet.
Meine Theorie dazu war ja schon immer: Das hat nur sehr am Rande mit dem verfügbaren Budget zu tun, ob wir die Kurve hin zu einem eigenen Stil und zu so was wie Eleganz bekommen …. oder ob wir uns als Shopping Queens ausleben. Den Beweis dafür, dass fast alle Frauen keinen blassen Schimmer davon haben, wie sie zu einem eigenen Stil finden könnten, tritt man am besten mit dieser Behauptung an: Frauen shoppen am liebsten bis der Arzt kommt. Dabei raffen sie alles in Reichweite zusammen, wofür das Geld oder das Limit der Kreditkarte(n) reicht. Um dann immer wieder festzustellen, dass in die Schränke zwar nichts mehr reinpasst, drinnen aber lauter Sachen sind, die den Katastrophenzustand „Ich habe mal wieder nichts anzuziehen“ dokumentieren.

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Satellit-Kinotipp für den Advent

Alles rennt die Einkaufsmeilen auf und ab, schon in wenigen Tagen ist Weihnachten ……
Da braucht man zwischendurch eine Pause, in der man erstens innehalten kann und zweitens was richtig Schönes auf die Augen bekommt, das mindestens so glücklich macht, wie schöne Weihnachtsgeschenke, der zweite Punsch auf dem Weihnachtsmarkt und ähnliches.
Ich empfehle hier etwas, das abseits vom geliebten Popcornkino auch absolut pausentauglich ist und für die Meisten unter uns etwas ganz anderes, als das sonst übliche: Ballett live, im Kino.
Im Rahmen der Veranstaltung TanzimKino werden noch bis zum 30. Mai die neuesten Choreografien des weltberühmten Bolschoi Ballets und der fantastischen Ballett-Kompanie Nederlands Dans Theater auf großen Kinoleinwänden gezeigt. Leider nur an wenigen Tagen. Grund für die Verknappung ist die Tatsache, dass man keine Film-Konserven zu sehen bekommt, sondern eine Vorstellung, die gerade im jeweiligen Theater stattfindet und via Satellit in die teilnehmenden Kinos übertragen wird. Also keine alten Schinken mit Nurejev und Baryshnikov – die naturgemäß auch sehr sehenswert wären – sondern das, womit diese Ballett-Truppen aktuell ihr großes Publikum auf der ganzen Welt in Begeisterung versetzen. Mich auch immer wieder!

Als nächste Vorstellungen gibt es am kommenden Sonntag DER NUSSKNACKER, getanzt vom Bolschoi Ballett, live aus dem Bolschoi Theater in Moskau und dann am 20. Dezember Ein Abend mit SOL LEÓN & PAUL LIGHTFOOT, getanzt von der Kompanie des Nederlands Dans Theaters, Live aus dem Lucent Danstheater in Den Haag.

Die teilnehmenden Kinos findet ihr hier. Achtet bitte auf die Beginnzeiten. Der Nussknacker geht schon um 16:00 Uhr los.

Nederlands Dans Theater Live im Kino, Saison 2012-2013

Bolschoi Ballett Live im Kino, Saison 2012-2013

Und hier sind noch weitere Termine, bzw. andere Ballette der Truppe Bolschoi Balletts im Kino zu sehen.

Gönnt euch doch mal knapp drei Stunden Erholung vom Weihnachtstrubel!

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Mikael Jansson x Gabriel Aubry x BOSS Black


Foto: Mikael Jansson für BOSS Black

Wahrscheinlich seid ihr auch nicht gerade überrascht davon, dass die neue BOSS Black Kampagne für das kommende Frühjahr ungefähr so gut aussieht, wie schon einige davor. Ich kann mich da nur zum Beispiel an die von Mario Testino am Pool fotografierte erinnern, in der Catherine Mc Neal glänzte. Das Verharren bei dieser Optik ist vielleicht nicht gerade mutig, weil ja immer ein Topfotograf dran ist, wenn BOSS seine Kampagnenbilder fotografieren lässt. Diesmal bekam Mikael Jansson den Zuschlag. Dass es ein sehr gutes Ergebnis gibt, steht aber immer schon vorher fest. Wieder eine dieser ähnlichen Bilderserien mit Topmodels, deren Gesichter früher mal etwas einprägsamer waren. Früher, als man noch Modelikonen wie Mini Anden (kleines Bild; BOSS Kampagne aus dem Jahre 2006) oder Amber Valetta mit ins BOSS Bild setze.

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Rückkehr in die Moderne – mein ganz persönlicher Courrèges Retromoment


Foto: Douglas Kirkland

Wahrscheinlich sind viele von euch – so wie wir auch – noch etwas zu jung dafür, sich noch an die echte Hochzeit des Labels Courrèges zu erinnern; aber vielleicht gibt es da ja noch dieses Bild der noch viel jüngeren Sharon Stone in Casino in eurem Bildergedächtnis … im Hellblauen Knautschlack-Kostüm, der Kombination aus einem dieser typischen Courrèges-Minis und dem Blouson mit Stehkragen.
Diese Miniröcke in A-Linie und der kurze Blouson, beides in Knautschlack sind für mich das Modesymbol der Sechzigerjahre schlechthin. Ich sehe da nie die Klamotten von Mary Quant, immer nur diese Teile von André Courrèges … Das ist lange her, damals, als sich die Mode erst mal emanzipieren musste ….

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Rudigier führt RENA LANGE


Links: Daniel Günthert; rechts: Siegmund Rudigier; Bilder: RENA LANGE

Wir haben schon bald Jahresende, aber das Beteiligungskarussell dreht sich immer noch munter weiter. Seit dem 10. Dezember wird das Münchener Traditionslabel RENA LANGE nicht mehr von Daniel Günthert geführt. Neuer Eigentümer ist die private Unternehmensgruppe RudigierPartners aus Salzburg, die sich mit eigenem Kapital auch schon an Unternehmen wie der Porzellanmanufaktur Arzberg und dem Hemden- und Blusenlabel Gloriette beteiligt hat.

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Interieur

Niemand hat schon alles!

Die in Magazinen und auf Blogs so beliebte Rubrik Weihnachtsgeschenke für den Freund, den Vater, die Freundin, die Schwester, die Mutter und so weiter gibt es bei uns gar nicht. Ich glaube, Horst, unser Chef, von dem wir pünktlich jeden Monat unseren Scheck bekommen, sollte da in Zukunft etwas strenger mit uns sein. Denn, niemand hat schon alles! Also gibt es folglich auch für jene Leute, die nur vermeintlich ohnehin schon alles haben, das passende Präsent.
Vorausgesetzt, das Budget ist halbwegs grenzenlos. Dann hätten wir da zum Beispiel das großartige Rhinocerus aus Meister Albrecht Dürers Hand, zu bestaunen im British Museum. Hier in unserem Geschenktipp No. 1 in einer Art kostbarer Kopie, als Porzellan-Figurine der traditionsreichen Porzellanmanufaktur Ludwigsburg.

Aber zuerst zurück zum Ursprung: Dass einer Überlieferung nach der Künstler über weite Strecken zu Fuß von München nach Rom gelaufen sein soll, um die erste Zeichnung eines Rhinozerus in Europa sehen zu können, stimmt nicht. Aber es geht eine Faszination von der Vorstellung aus, was es damals Abenteurliches bedeutet haben muss, Bilder von weit weg in Afrika lebenden Wildtieren von Künstlern wie Albrecht Dürer zu beschaffen. Das liegt lange zurück und trotzdem springt der Funke dieser Kunst noch immer auf Künstler im Hier und Heute über.

Die Kreamikmeisterin und Künstlerin Gertraud Nein hatte Dürers Rhinocerus ursprünglich im Auftrage von Fürstin Angela Fugger von Glött als Brozeguss gestaltet. So lebensecht, dass man fast ein wenig ehrfürchtig davor stehen bleiben will. Mir gefällt die Schwarze Version jedenfalls sehr gut, obwohl ich Figurinen eigentlich nicht leiden kann, nicht mal dann, wenn sie aus Meissen kommen.

Das Dürer-Nashorn ist nunmehr zu Ehren des Abschluss des Dürer Jahres als Porzellan-Figurine der Ludwigsburger Schlossmanufaktur erhältlich. Und sowas hat garantiert noch niemand von euch daheim!

Zu haben ist das hoheitliche Tier in Weiß, der klassischen Figurinen-Farbe. Auch mit Echtgold-Verzierungen, das muss vielleicht doch nicht sein. Aber, wer es mag, tolles Handwerk und Kunst sollte man auf jeden Fall anerkennen und hoch leben lassen. Ich würde mich auf jeden Fall für die Schwarze Variante entscheiden. Beeindruckend, wie hier die Porzellan-Nachbildung des Kunstwerks, das selbst eine Nachbildung von Dürers Holzschnitt ist, nichts von der ursprünglichen Faszination und Schönheit verloren hat. Chapeau für die Modelleure und Kunsthandwerker der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur! Im Schnitt dauert es 40 Stunden, bis so eine Figurine fertig ist (Länge 42 cm, Höhe, 24 cm).

Kurz: Das Schwarze Rhinocerus hätte auch ich gerne daheim auf dem Tisch stehen. Aber ich habe ja auch noch nicht alles, mir kann man noch ganz leicht etwas schenken ….. auch so ein zerbrechliches Nashorn …

Zu bestaunen ist das neueste Porzellankunstwerk der Schlossmanufaktur Ludwigsburg direkt im Shop im Residenzschloss Ludwigsburg oder im ausgesuchten Facheinzelhandel.
 

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Meine Lieblingscharaktäre bekommen nun endlich auch Klamotten von mir


Photo: MICHAEL YARISH/Paramount/CBS ©2003 CBS Worldwide Inc. All Rights Reserved

Am Sonntagabend habe ich wieder Criminal Minds geguckt und davor auch ein Stückchen Navy CIS. An beiden Serien hängt das innere Gewohnheitstier in mir, auch wenn ich nebenher lese; sonntags ist bei mir Spiegel Tag, mein persönlicher Murmeltiermoment der Woche, auch so eine Angewohnheit, über die ich schon lange nicht mehr nachdenke. Warum ich auf manche US-Serien ungern verzichte, kann ich aber zumindest halbwegs schlüssig begründen: Ich liebe einige der Charaktäre darin. Zum Beispiel den so verpeilt wirkenden Dr. Spencer Reid, das Profiling-Genie aus Criminal Minds. Wenn ich heute noch mal vor der Wahl stünde, was ich studieren wollte und sollte, so wäre diese Wissenschaft ganz gewiss auch in meinem Suchradar gelandet.

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