… die ersten Journalisten und Blogger sind schon vor ein paar Tagen nach Russland gereist, wo bekannterweise gerade Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, misshandelt und verfolgt werden ab morgen die Olympischen Winterspiele stattfinden. Gerade angekommen, tut man ganz so, wie es die Sponsoren dieser Reisen erwartet haben: als ob in Russland politisch gesehen alles super wäre und keine Menschenrechtsverletzungen stattfinden würden.
Sie werden aber verletzt, so zu sehen in einem schrecklichen Video, das jetzt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch veröffentlicht hat.
Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, eine solche Einladung, egal welchen Unternehmens, anzunehmen und dann, ganz brav, Tag ein und Tag aus, Impressionen aus einem an sich hübschen Land, welches jetzt sein hässlichstes Gesicht zeigt, mit dem vom Sponsor zur Verfügung gestellten Handy auf Instagram oder Facebook zu posten. Habt ihr denn nichts aus der Geschichte gelernt?
Natürlich stecken die Blogger, die nun auf Einladung von Samsung, Coke und allen anderen Sponsoren in Sotschi sind, in einem Dilemma – man wird nicht alle Tage zu einer solchen Reise eingeladen und vielleicht setzte bei der Zusage auch die Vernunft aus. Kann ich alles verstehen, Schwamm drüber …
Was ich aber nicht verstehen kann, wenn man denn nun schon vor Ort ist, mit seinem zur Verfügung gestellten Handy nicht in alle Welt hinauszuposten, dass man eben nicht damit einverstanden ist, wenn Menschen in dem Land, in dem man sich gerade aufhält, egal aus welchem Grund, diskriminiert werden.
Die Form des Protests kann übrigens subtil sein, so wie „The Canadian Institute of Diversity and Inclusion“ in einem ungewöhnlichen Spot zum Thema „Olympische Winterspiele 2014“ darstellt.