Foto: Courtesy of Louis Vuitton
Zum 130-jährigen Jubiläum seines legendären Monograms präsentiert Louis Vuitton eine Sammleredition, die Tradition und Moderne auf feinsinnige Weise vereinen möchte. Im Mittelpunkt stehen diesmal einige Duft-Knaller. „Imagination“, „Attrape-Rêves“ und „eLVes“ treten in einem überarbeiteten Design der klassischen Louis-Vuitton-Signatur aus den Archiven auf. Ergänzt werden sie durch zwei elegante Reiseetuis, deren schlichte, modische Nuancen die zeitgemäße Note der Kompositionen unterstreichen sollen.
Das Monogram selbst, 1896 von Georges Vuitton als Hommage an seinen Vater geschaffen, gilt längst als Symbol für Handwerkskunst, Innovation und Stilbewusstsein. In dieser Jubiläumskollektion wird es nun nicht nur auf Lederwaren oder Trunks sichtbar, sondern in Miniatur auf Parfumflakons übertragen – ein kleiner Hinweis darauf, dass Luxus selbst in Duftform ein Statement sein kann.
Die Düfte sollen für die Philosophie des Luxuslabels stehen: „Imagination“ entfaltet also eine spielerische Leichtigkeit, „Attrape-Rêves“ soll die Sehnsucht nach Träumen wecken und „eLVes“ den Bogen von Moderne bis hin zu subtiler Sinnlichkeit schlagen. Ob diese hehren Ziele erreicht werden, liegt dann natürlich im Auge bzw. der Nase des Betrachters.
Klar ist hingegen, dass sich vor den Boutiquen des Hauses in den kommenden Wochen junge Männer anstellen, um die neuen Edition von „Imagination“ zu ergattern. Abgesehen davon, dass dies die sonst oft etwas angestaubte Welt der Luxus-Parfümerien aufmischt, erfüllt Louis Vuitton ganz nonchalance einen kleinen Bildungsauftrag: Während sie geduldig warten, erfahren die Kunden etwas von der Geschichte des Monograms, der legendären Keepall- und Speedy-Bags und dem handwerklichen Savoir-faire des Hauses. Ein Besuch für Imagination wird so quasi zu einer Lektion in Modegeschichte – und das alles direkt in einer Louis Vuitton-Boutique, denn der Duft ist nur dort erhältlich (oder natürlich online, aber das Warten gehört längst zum Einkaufserlebnis dazu).
Apropos: Vielleicht sollten wir uns das Phänomen der wartenden jungen Männer vor Luxus-Parfümerien in einem gesonderten Beitrag einmal näher anschauen – mit Imagination als Lehrmittel für Modegeschichte …

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