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16. Februar 2012

Allgemein

Die ZEIT Lesetipp x The Model Alliance x Sara Ziff initiiert erste Modelgewerkschaft in New York

Der Name Sara Ziff ist einigen unter euch sicher schon ein Begriff. Das Topmodel, Tochter einer Upper-Class Family, hat schon in ihrem viel beachteten Film Picture Me tiefe Einblicke in das angeblich so unglaublich schillernde Leben von Models, den schwächsten Akteuren des Modebusiness, geboten. Ihre Dokumentation der sattsam bekannten Missstände sollte aber kein Strohfeuer zum Thema bleiben. Sara wollte viel weiter gehen, um den heute zu Beginn der Karrieren schon überwiegend sehr jungen und unerfahrenen Models mehr Schutz und geordnete Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Aber eigentlich geht es um alle in den USA arbeitenden Kolleginnen und Kollegen. Zeitgleich mit der Eröffnung der New York Fashion Week wurde nun The Model Alliance, Saras Modelgewerkschaft, der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Allgemein

Ist ja Fasching x Oliver Kalkofe x Das wahre Wulff Interview

Oliver Kalkofe bringt Licht ins Dunkel der Missverständnisse, Irrungen und Wirrungen rund um Christian Wulff’spräsidiale Affären.
Einige von euch kennen die Realsatire sicher schon. Ich habe Teil I am Dienstag im Frühstücksfernsehen gesehen und wollte das Video gleich für euch posten. Es gibt das Interview aber leider weder komplett. Aber heute ist einfach der richtige Tag dafür, Teil I und II als Reminder für das, was noch kommt, zu bringen: Teil III und IV folgen, auch wieder auf der Seite von Sat 1.

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Tschüss Zelda Kaplan

Gestern verstarb Zelda Kaplan: In der ersten Reihe der Fashion Show von Joanna Mastroianni kollabierte die New Yorker Stil-Ikone und starb wenig später im Roosevelt Krankenhaus.
Im Frühjahr 2011 traf sich Ari Seth Cohen von The Advanced Style zu einem kleinen Interview mit Zelda Kaplan und sprach mit ihr über ihren Stil und ihr Leben und es wird klar, warum sie eine große Charme-Lücke in New York hinterlassen wird.
Zelda wurde 95 Jahre alt.

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Zara für Reiche: Pierre Balmain

Häufig sagte man bisher Zara nach, sie würden sich sehr an den Designs von Balmain – nunja – sagen wir mal „orientieren“. Das kann gut sein und bei dem Lookbook vor ein paar Saisons wusste man tatsächlich nicht ganz genau, ob man nun die Kollektion vom französischen Luxushaus oder vom spanischen Fast-Fashion-Unternehmen vor Augen hat – so ähnlich waren sich die Bilder…
Als ich gestern nun die Bilder der günstigen Balmain Zweitlinie, Pierre Balmain, sah, musste ich wieder an Zara denken – nur sah es diesmal so aus, als würde sich die Kollektion Zara annähern, allerdings zum wesentlich höheren Preis: T-Shirts ab 120€, Jacken ab 350€, Jeans ab 250€ und Anzüge ab 650€…
Oben im Header sind auch schon meine Highights der Kollektion, weitere Bilder gibt es nach dem Klick

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Allgemein

Berlinale x Canned Dreams x Die ganze Wahrheit über Dosen-Ravioli

Wisst ihr auswendig, wie wenig eine Dose Ravioli irgendeines Herstellers bei Aldi kostet?
Irgendwer stellt das alles her, was wir konsumieren. Menschen, die wir normalerweise nie zu Gesicht bekommen. Und, weil die Dinge im Supermarkt akkurat Dose für Dose aufgereiht stehen und ein uns bekanntes Markenlogo eines Multinationalen Konzerns drauf steht und das Produkt in aller Regel billig ist, greifen wir mit gutem Gewissen zu. Gutes Essen kann man den Doseninhalt zwar streng genommen nicht nennen, schon eher Schlangenfraß, aber er macht satt und kostet heute weniger als vor 10, 20 oder 30 Jahren.

Dokumentationen zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Waren liegen im Trend und die finnische Dokumentarfilmerin Katja Gauriloff hat sich das alltäglichste aller Nahrungsmittel herausgesucht. Verfolgt mit der Kamera in ihrer 90 Minütigen Dokumentation die Herstellung einer Dose Ravioli. Vom Erzabbau für die Dose bis hin ins Regal des Supermarktes.
Der Film beginnt mit dem ganz alltäglichen Alptraum, in dem die Menschen, Erwachsene und Kinder, die in einer brasilianischen Mine mit bloßen Händen Erdklumpen aus dem Boden holen, aus denen das Aluminium für die Billigdosen gewonnen wird. Arbeitsschutz und Rechte existieren nicht für diese Menschen. Sie müssen unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten und verdienen damit zu wenig, um menschenwürdig leben zu können.

Die Absurdität und Perversion unserer Konsumgewohnheiten, diktiert durch multinationale Food-Konzerne, Discounter und Supermärkte, die den Löwenanteil des Nahrungsmittelabsatzes in Deutschland verantworten, ist stellenweise nicht mehr steigerbar. Wobei ich den Käufern solcher Lebensmittel zubillige, den Überblick verloren zu haben und einfach oft nicht über die Informationen zu verfügen, die man braucht, um sich zu gruseln.
Wer denkt schon an Massentierzucht und Billigfleischgewinnung in Skandinavien, wenn er in seinen butterweichen Raviolo beißt. Wer weiß, wie viele Hände von Mitmenschen in wie vielen Ländern Europas und außerhalb für Micro-Beträge all die Handgriffe tun müssen, damit der Platz der Ravioli-Dosen im Regal nie leer bleibt. Wie es diesen Menschen dabei geht, welche Gedanken, Träume und Nöte die Arbeiter und ihre Familien umtreiben?
Wenn man es ganz knallhart auf den Punkt bringen will, dann haben die Nahrungsmittel-Industrie und die Discounter in den letzten dreißig Jahren ein zum Teil unmenschliches System implementiert, bei dem die Menschen und Unternehmen in der Herstellungskette zu Sponsoren unseres frei verfügbaren Einkommens degeneriert sind. Vor dreißig Jahren haben wir noch vierzig bis sechzig Prozent des Einkommens für’s Essen gebraucht und heute sind es gerade noch vierzehn bis sechzehn. Wir essen aber nicht weniger. Das tun dann schon besser die Leute, die unser Essen herstellen.

Die Dokumentation ist so schlicht wie genial. Danach kann keiner mehr sagen, wir wussten ja nicht. Nicht davon, dass behinderte Menschen, die sich um die Tiere kümmern, davon erzählen, dass ihnen die Schweine lieber sind, als die Menschen. Die Ravioli-Recherche führt noch durch Länder wie Portugal, von wo die Tomaten kommen, zu den Oliven in Italien, einer Großmetzgerei in Polen. Und an jeder Station der 30.000 Kilometer langen Ravioli-Reise durch Europa berichten Arbeiter und Angestellte ihre Lebenswünsche und Erwartungen in die Kamera.
Wenn Dosenfutter sprechen könnte, dann hätte es traurige Geschichten zu erzählen.

Canned Dreams

Die Dokumentation wurde von ARTE Frankreich mit finanziert. Es besteht also die Hoffnung, dass alle unter uns, die sie in Berlin nicht sehen konnten, das noch nachholen können. Ich werde den Sendetermin im Auge behalten und euch dran erinnern.