Es gibt Hotels, die sind zu schön um wahr zu sein. Das Bulgari-Resort auf Bali ist so eins. Der italienische Architekt Antonio Citterio hat es entworfen und mixt traditionell fernöstliche Bauweise und Kunstwerke mit modernen europäschem Design und Dekoelementen. Die 59 Villen liegen direkt am Indischen Ozean und bieten alle einen traumhaften Blick auf selbigen (sowie eine Bang&Olufsen-Sound und Videoanlage). Die Bulgari-Villa kann zusätzlich noch mit einem Privat-Kino und einem eigenem Spa-Raum aufwarten. Wer möchte sich auch schon im Haupt-Spa mit dem gemeinem Fußvolk durchkneten und betüdeln lassen. Der ganze Spaß kostet rund 6.000 Euro, die normalen Villen sind dagegen schon ab einem Schnäppchenpreis von 700 Euro zu haben.
14. September 2011
Weiter geht es, liebe Leser, wie schon im ersten Teil angekündigt. Wir legen also direkt ohne Vorwort los:
Individialität
Genau genommen geht es um ein Erscheinungsbild ohne eigenen Stil. Durch den Warendruck der marktbeherrschenden Textilketten sehen junge Frauen im Straßenbild immer gleicher aus, weil sie alle ähnliche Klamotten bei denselben Textilketten einkaufen. Ist nicht schlimm, so auszusehen wie alle, nur sollte man dann eventuell überdenken, wirklich jedes stinklangweilige und vollkommen alltägliche Outfit, mit dem man mangels origineller Ideen und Geschmack auf die Straße geht, auf facebook oder dem eigenen Modeblog zu posten. Wie gut, dass es Vorbilder gibt. Hier mal wieder Carole Alt und eine coole Unbekannte, die einen sagenhaft guten Farbgeschmack hat.
Schweden gilt ja als ein unglaublich fortschrittliches Land. Nun ist es aber die IKEA-Filiale in Sydney, die eine längst überfällige Idee hatte: das Mänland! Analog zum grandiosen Småland, wo genervte Mütter ihre Kinder unter Aufsicht in einer Spiellandschaft aus hauptsächlich Massen an kleinen bunten Bällen abgeben können, kam die Geschäftsleitung in Sydney nun auf die Idee, ein Mänland für die Herren der Schöpfung einzuführen. Wie darf man sich das vorstellen? Männer in Anzügen bewerfen sich mit kleinen bunten Bällen hinter einer Glasscheibe? Ganz so sieht die Spiellandschaft im Mänland nicht aus:
Während ihre Frauen in Ruhe durch die Möbelausstellung spazieren und auch wirklich jedes Sofa Probe sitzen können, ohne dass jemand entnervt auf die Uhr schaut und jammert, dass die Sportschau doch gleich anfange, können ebenjene männlichen Begleiter Xbox oder Tischfußball spielen, Hot Dogs essen und andere wahnsinnig maskuline Dinge tun. Könnte es also bald heißen: „Dr. Paul Meier möchte hat sich mit Ketchup bekleckert und möchte aus dem Mänland abgeholt werden“? Bei uns wohl leider so schnell nicht – und auch die Männer in Sydney müssen erst mal wieder mitshoppen: Das Mänland war (zumindest vorerst) nur ein PR-Gag zum australischen Vatertag am letzten Wochenende. Schade eigentlich.

