Ausstellung

Vendôrama: Boucheron präsentiert Ausstellung in Paris zum 160. Jubiläum

(„Vendôrama“; Bild: Courtesy of Boucheron)

Alles begann, als 1858 Frédéric Boucheron sein Juweliergeschäft unter den Arkaden der Galerie de Valois im Palais Royal in Paris eröffnete. Der begabte Juwelier erwarb sich nicht nur schnell den Ruf, dass er famose Stücke kreierte, die genau dem Zeitgeschmack und dem „Gout“ der Pariser Gesellschaft unter Napoleon III. entsprachen, sondern erwies sich auch schnell als Mann mit einem famosen Gespür für den Anspruch seiner Kunden der Zukunft.
Frédéric Boucheron begriff schnell, dass er die immer mehr nach Paris strömenden Amerikaner als Kunden gewinnen wollte. Schon 1867 stellte er daher auf der Weltausstellung aus und bekam prompt eine Goldmedaille. Als dann der Place Vendôme zum Zentrum der Juweliere avancierte und das Hotel Ritz gebaut wurde, in dem die vornehme Welt abstieg, siedelte Boucheron 1893 an den Platz um, der bis heute für die edelsten Häuser und den prächtigsten Schmuck gilt.

Frédéric Boucherons Ansichten galten als revolutionär in der Branche. Er ermutigte seine Handwerker zu „modernem“ Design. Seine Salons gestaltete er aufwendig und erwarb unter anderem ein kostbares chinesisches rotes Lackkabinett, den „Salon Chinois“, der besonderen Kunden vorbehalten war und eine geheime Tür enthielt, aus denen die Besucher diskret und ohne gesehen zu werden, das Haus verlassen konnten.

Die Meisterwerkstätten des Juweliers Boucheron, in denen in unglaublicher Handarbeit gearbeitet wird, fertigt noch heute nach den Entwürfen der eigenen Ateliers in unzähligen Arbeitsschritten. Das Haus hat immer noch etwas sehr Privates und Intimes und legt aller größten Wert darauf, die Grundsätze, die Frédéric Boucheron an seine Nachfahren weiter gab und die bedingungslose Qualitätsansprüche beinhalten, weiter zu verfolgen.
Am Place Vendôme 26 regierten seit dem Tod von Frédéric Boucheron seine Söhne und Enkel Louis, Gerard und schließlich „der begehrteste Junggeselle von Paris“, wie „Paris Match“ in den Achtziger Jahren einmal schrieb, Alain Boucheron.

(Poster zu „Vendôrama“; Bild: Courtesy of Boucheron)

Die Geschichte des Hauses Boucheron und vor allem das Handwerk und die unglaublich schönen und kostbaren Stücke, die das Haus im Laufe der Jahre für Kunden wie Queen Mary, Königin Elizabeth II, Consuelo Vanderbilt (spätere Duchess of Marlborough) sowie die Prinzessin Olga von Griechenland und verschiedene Maharadschas und Maharanis schuf, werden jetzt in einer ganz besonderen Ausstellung gezeigt: Vendôrama.
Den Höhepunkt von Vendôrama bildet der größte Einzelauftrag, den das Haus Boucheron je erhielt: Dem Maharadscha von Patiala gefiel das zukunftsweisende Design des Hauses so sehr, dass er in einen Bestellrausch verfiel.

Das Pariser „Hôtel de la Monnaie“, der ehemaligen „Münze von Paris“, bietet für Vendôrama den imposanten Rahmen am Seine-Ufer um das Haus Boucheron und auch eine Hommage an den bekannten Place Vendôme, wo seit 1893 das Stammhaus von Boucheron als erster Juwelier am Platz, beheimatet ist, zu ehren.
Dabei werden die Besucher eingeladen, nicht nur Einblicke in das Handwerk und die Geschichte zu bekommen, sondern auch aktiv und interaktiv mitzumachen sowie die Entwicklung und die Zukunft des Hauses kennenzulernen.
Die Kering-Gruppe, seit 2000 Inhaber von Boucheron, fördert stark das Handwerk um die Boucheron-Tradition in die Zukunft zu tragen. Viele der Techniken werden nur noch von den wenigen Handwerkern beherrscht und müssen weitergegeben werden, damit sie nicht verloren gehen.


Eigens für die Ausstellung wird in den Gärten des Monnaie de Paris, zu deren aufwendiger Restaurierung sich Boucheron verpflichtet hat, ein Stahlpavillon installiert, der interaktiv die Geschichte des Hauses präsentiert und bei dem in Workshops die Gäste auch ihre eigene Fingerfertigkeit erproben können.

Die Ausstellung ist vom 12. bis 28. Januar bei freiem Eintritt zu besichtigen – allerdings mit vorheriger Anmeldung auf vendorama.boucheron.com.
Der Eingang für das Hôtel de la Monnaie befindet sich 8 Rue Guénégaud, 75006 Paris 06.

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1 Comment

  • thomash
    11. Januar 2018 at 17:41

    Ich hab eine bittersweete Erinnerung an Boucheron am Place Vendome. Der Artikel ist ein schöner Anlass, mal wieder daran zu denken. Danke dafür : -)

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