No one can do Versace better than Versace. Erwartung lag in der Luft wie ein schweres Parfum – und verflog ebenso schnell. Denn was Dario Vitale in seiner ersten Versace-Kollektion präsentierte (hier findet sich ein kleiner Eindruck), war nicht das große Comeback eines Modehauses im goldenen Exzess – sondern der kontrollierte Rückzug in die modische Selbstfindung.
Statt Goldkettendruck und Medusa-Kult gab es zurückgenommene Schnitte, zerschlissene Kanten, einen Hauch von 80er-Zitaten – und sonst? Viel Luft nach oben. Keine Greca, kein Barocco, kein Glamour-Overkill.
News
Foto: LV Formal Spring-Summer 2026 © Louis Vuitton – All rights reserved
Was Louis Vuitton als “Formal” angekündigt hat, wirkt im Ergebnis weniger wie Dresscode, mehr wie ein gut kuratierter Widerspruch: zwischen Klassik und Techwear, Struktur und Spielraum, Handwerk und Markeninszenierung.
Pharrell Williams, inzwischen erfahrener Grenzgänger zwischen Popkultur und Traditionshaus, interpretiert in der Formal-Kollektion für Spring-Summer 2026 Maßkonfektion als Haltung: Blousons mit Notch-Lapel, gestrickte Anzüge, Parkas aus Vicuña – kein Stilbruch, sondern strategisches Neudenken der männlichen Uniform. Die Idee: Der Anzug muss nicht verschwinden, aber er darf sich entspannen.
Foto: Courtesy of EssilorLuxottica
Es gibt jene seltenen Momente, in denen sich Technologie nicht nur nützlich macht, sondern auch stilvoll ist. EssilorLuxottica tritt an, mit dem neuesten Wearable genau so einen Moment zu schaffen – mit Nuance Audio, einer smarten Brille, die Hören und Sehen auf elegante Weise vereinen möchte.
Visionary Journeys – Louis Vuitton und Japan – Foto von Jérémie Souteyrat – Courtesy of Louis Vuitton
Von außen sieht es aus wie eine besonders ambitionierte Blackbox, doch drinnen inszeniert Louis Vuitton ein Spektakel, das selbst die Pariser Oper neidisch machen könnte – wenn dort statt Arien Monogram-Trunks in Trapezform über die Bühne flögen. Willkommen bei „Visionary Journeys“, der neuesten Kunst-von-sich-selbst-Ausstellung des Hauses Louis Vuitton, die im Nakanoshima Museum of Art in Osaka bis zum 17. September 2025 läuft – pünktlich zur Expo, versteht sich.
Foto: Courtesy of Groundies
Wie konnte das passieren? Halb Berlin und Hamburg läuft plötzlich in Barfußschuhen herum. Prenzlauer Berg? Barfuß. St. Georg? Ebenfalls. Selbst in Mitte und auf der Schanze, wo früher nur handgefertigte italienische Loafer als legitimes Fortbewegungsmittel galten, tapst man nun in funktionalem Schuhwerk durch Galerien und Cafés.
Vielleicht ist es eine Mischung aus post-pandemischem Gesundheitswahn, chronischer Outdoor-Sehnsucht und der schlichten Erkenntnis, dass sich ein Fuß, der nicht in zehn Millimeter Dämpfung ertrinkt, einfach besser anfühlt. Oder – weniger euphorisch – eine neue Mode, die sich als Gegenbewegung zu all dem klobigen Sneaker-Chaos versteht.
Binta; Selbstportrait; Bild: Binta Eisele / Courtesy of Uniqlo
Von außen betrachtet wirkt der Flagship-Store an der Berliner Tauentzienstraße meist wie ein ästhetisch kalkuliertes Ordnungssystem aus Baumwolle, Polyester und japanischer Pragmatik. Doch seit einigen Tagen darf es dort – ebenso wie in Hamburg und Köln – ein wenig bunter zugehen. Grund dafür: Uniqlos neue Pride-Kollektion, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Hamburger Künstlerin Binta Eisele. Das Ergebnis: vier T-Shirt-Designs und sieben Stickmotive, die im Rahmen des sogenannten UTme-Services beziehungsweise in den hauseigenen „RE.UNIQLO Studios“ erworben, bedruckt oder aufgestickt werden können.
Louis Vuitton for UNICEF – Silver Lockit x Felix, fotografiert von Colin Dodgson
Es ist ein kleiner Gegenstand, kaum schwerer als ein Schlüsselanhänger – und doch soll er große Botschaften tragen: Das Silver Lockit von Louis Vuitton, 2025 in neuer Version vorgestellt, ist mehr als nur ein Stück Designerschmuck. Es ist Symbol, Statement und Spendeninstrument zugleich. Gemeinsam mit UNICEF – und unter Mitwirkung von K-Pop-Star Felix – will das Modehaus erneut zeigen, dass Luxus nicht im Widerspruch zu Engagement stehen muss.
Foto: Kenny Germé
Die neue Zusammenarbeit zwischen Dior und Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton versteht sich als mehr als nur eine prominente Kooperation. Unter dem Titel „Like a Creative Odyssey“ präsentiert das Luxuslabel eine Kollektion, die Afrofuturismus, Streetwear und Haute Couture zusammenführen will – kuratiert und mitgestaltet von Hamilton selbst, der mittlerweile nicht nur als Rennfahrer, sondern auch als kulturelle Figur wahrgenommen wird.
G-Shock GLX-S5610-4ER; Foto: G-Shock
Casio bringt mit der GLX-S5610-4ER eine neue G-Shock auf den Markt, die mehr will als nur robust sein: Sie kommt in leuchtendem Pink oder hellem Blau (GLX-S5610-42ER), inspiriert von hawaiianischen Blüten – und der Legende nach auch von Surferin Bettylou Sakura Johnson. Echte Surfer schauten früher zwar eher auf den Mond und nicht aufs Display, aber sei es ‚drum – es geht um den Spirit, den die Uhr transportieren soll – und das tut sie.
Natur pur und Südtiroler Bergkulisse – mit beheiztem Becken, versteht sich; Bild: Horstson
Manchmal ist es nicht die große Geste, die hängen bleibt. Sondern dieser eine Moment: der erste Kaffee am Morgen, warm in der Hand, während sich unten im Tal der Dunst noch träge über die Dächer von Meran zieht. Oder das Gespräch mit einer Gastgeberin, die von einer Terrasse spricht, als wäre sie ein Gefühl.










