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Nakhane

Interview

„In diesen Zeiten positiv zu sein, ist revolutionär“ – Nakhane im Interview

(Jan links, Nakhane rechts)

Eine bombastische Stimme irgendwo zwischen männlich und weiblich. Der in London lebende Südafrikaner hat mit seinem zweiten Album „You Will Not Die“ nicht nur sein erstes Album in Europa veröffentlicht. Er hat am Abend seines Konzertes in Berlin auch bewiesen: Ein Ledergeschirr unter einem Blazer ist ohne Weiteres ein bühnentaugliches Outfit. Macht er auf der Bühne noch Witze über Christentum und seine davon geprägte Vergangenheit, schlägt er in unserem Interview ernstere Töne an. Wir haben ihn vor seinem Konzert in Berlin zum Interview getroffen.

JanWho: Schön, dass es dich mal wieder nach Berlin verschlägt. Wie oft warst du schon hier?

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Music

Nakhane x „You Will Not Die“

(Nakhane; Bild: © Tarryn Hatchett)

„Erretter des Neo-Soul“ und „Die queere Stimme des elektronischen Souls“. Man hat bisher viele Namen für Nakhane gefunden. Schwuler Soul-Messias oder Retter eines Musikgenres, ganz egal als was man ihn bezeichnet, er bleibt doch immer ein Mysterium. Das liegt vermutlich auch an seinem ungreifbaren und zerbrechlichen Auftreten. Der in der südafrikanischen Kleinstadt Alice geborene Künstler kämpfte sehr lange gegen seine eigene Homosexualität an, was nichts zuletzt an seiner Kindheit in einer streng gläubigen Xhosa-Familie lag. Der Kampf mit sich selbst und die Befreiung aus diesem, war Thema seines ausschließlich in Südafrika erschienenen Albums „Brave Confusion“ (2013). Der nächste Schritt für ihn, das Ablegen des christlichen Glaubens, ist nun Thema auf seinem zweiten Album „You Will Not Die“. Wer jetzt aber ausschließlich traurige und schwere Kost in Form von Elektrobeats wie bei Anohni vermutet liegt falsch. Und das obwohl diese für Nakhane ein großes Vorbild ist. „Sie hat meine Welt verändert“, so der Sänger in einer Pressemitteilung.

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