Interieur

Objekt der Begierde – Gufram Cactus by Sir Paul Smith

(Bild: Courtesy of Paul Smith)

Nächste Woche strömt wie jedes Jahr die internationale Designszene nach Mailand zum Salone de Mobile (12. bis 17. April). Traditionell werden dort die neuesten Kollektionen aber auch die Klassiker präsentiert.
Dabei fällt mir ein Objekt sofort ins Auge, dessen sich das Allroundgenie Sir Paul Smith für eine Neuauflage angenommen hat. Dieses Objekt fand ich schon als Kind faszinierend und wollte es schon damals besitzen. Es handelt sich um die berühmte Kaktus-Garderobe des italienischen Herstellers Gufram.

„Cactus“ wurde 1972 von den Designern Guido Drocco und Franco Mello entworfen. Der 1,70 m hohe Kaktus des Turiner Unternehmens sticht bestimmt nicht – außer vielleicht dem Betrachter ins Auge. Er ist Bestandteil von Guframs 70er-Jahre Kollektion „I multipli“ und kann als Objektmöbel oder Garderobe verwendet werden.
Jetzt hat Paul Smith für eine limitierte Edition von 169 Exemplaren den gar nicht so kleinen grünen Kaktus auf Droge gesetzt und ihn in den „Psychedelic Cactus“ verwandelt, der die typische freudige Farbigkeit des Designers aufnimmt. „Cactus“ steht schon seit Langem in etlichen Stores von Paul Smith. Es lag also nahe, dass Smith eines seiner Lieblingsobjekte colorierte.
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Oben „Bocca“, unten „Capitello“ (Bestandteil des „Colanna“-Systems); Entwurf: Studio 65; Bild: Gufram

Bei Gufram findet man nicht nur die stachelige Garderobe, sondern auch typische Pop-Art Designs, die heute die Designsammlungen internationaler Museen zieren. Bekannteste Objekte von Gufram sind, neben dem Kaktus, das Lippensofa „Bocca“ und das modulare Sitzsystem „Colonna“, das sich in drei Teile splitten lässt. Alle Objekte sind aus kalt geschäumtem Polyurethan hergestellt.

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  • Horst
    6. April 2016 at 21:44

    Sehr schön, fand den Kaktus als Kind auch schon toll Würde mir aber eher einen grünen Kaktus in die (große) Wohnung stellen

  • Monsieur_Didier
    6. April 2016 at 22:00

    …ja, das Original ist schöner…
    und wenn überhaupt fände ich monochrome Varianten wesentlich attraktiver, vielleicht nicht nur in Grün…