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Levi’s kooperiert mit Denim Tears

Levi’s x Denim Tears; Foto: Levi’s

Denim wer? Denim Tears! Vielleicht kann nicht jeder sofort etwas mit dem Label anfangen, doch der Mann hinter Denim Tears ist hingegen in aller Munde. Tremaine Emory wurde Anfang des Jahres zum neuen Creative Director von Supreme berufen. „Emory wird eng mit Supreme-Gründer James Jebbia zusammenarbeiten, der weiterhin alle Aspekte des Unternehmens beaufsichtigt“, schreibt dazu das Branchenportal The Business of Fashion.
Tremaine Emorys Kreativität kennt keine Grenzen: „konzeptionellen Konzeptualismus“ nennt der Amerikaner seinen künstlerischen Ansatz, der sich intuitiv mit der Vergangenheit seines Heimatlandes in Bezug auf Rassismus und Ungerechtigkeit sowie die Schnittpunkte der Mode mit der Geschichte der afrikanischen Diaspora in Amerika auseinandersetzt.
Nun kooperiert Denim Tears mit Levi’s als Teil einer zweijährigen Partnerschaft.

Die Kollektion verwendet Farben und grafische Muster, um das auszudrücken, was Emory eine „visuelle Mnemonik“, also Merkhilfe, nennt, und hinterfragt die Geschichte des Volkes der Gullah Geechee – Nachkommen von Afrikanern, die auf den Plantagen an der unteren Atlantikküste Amerikas versklavt wurden. In der für ihre Indigoproduktion bekannte Region wurden im 18. Jahrhundert viele Menschen als Sklaven ausgebeutet, was vor allem auf die britische Nachfrage nach indigo-gefärbter Arbeitskleidung zurückzuführen war – Großbritannien war damals der größte Importeur von indigo-gefärbten Stoffen. Für die Kollektion mit Levi’s hat Tremaine Emory die Geschichte der Gullah Geechee in einen neuen Kontext gesetzt. Das Ergebnis ist eine achtteilige Capsule Collection mit Fokus auf der Kultur, der Geschichte und den Erfahrungen dieses Volkes.

Hommage an die Geschichte des Gullah-Volkes

Zur „Levi’s x Denim Tears“-Kollektion gehören Plantagenhüte, Truckerjacke und 501 Jeans. Die Teile haben einerseits ihren Fokus auf den Indigo-Färbeprozess, den die Gullah-Sklaven ertragen mussten. Der Allover-Druck von Indigo-Händen auf weißem Denim soll symbolisieren, wie sich die Hände der Sklaven bei der Arbeit mit dem Indigo-Farbstoff blau färbten. Außerdem ist die Farbgebung der Kollektion eine Hommage an die Farbcodes der Kofa-Mata-Dye-Gruben in Kano, Nigeria, die seit dem 15. Jahrhundert für die Indigo-Färberei bekannt sind.
Auf der anderen Seite der Kollektion verwendet Tremaine Emory sowohl Farben als auch Grafiken, um die Geschichte des Gullah-Volkes und der afrikanischen Diaspora in Amerika zu erzählen. Jedes Stück – darunter eine Tragetasche aus Segeltuch, ein Plantagenhut, eine Hemdjacke, ein Westernhemd und Jeans 501 – zitiert durch ein gelbes und grünes Kreuzschraffur-Farbschema und Steppnähten die Handwerkskunst der Gullah Geechee. Hinzu kommen symbolische Grafiken wie eine Plantage, Silhouetten der USA und des afrikanischen Kontinents sowie eine Frau, die an einem Fass mit Indigofarbe arbeitet.

Die „Levi’s x Denim Tears“-Kollektion wird in eigenen Pop-up-Stores in London, Los Angeles und New York erhältlich sein. Außerdem wird die Kollektion ab sofort auf Denimtears.com und ab dem 28. Juli im Onlineshop, der App und in ausgewählten Stores von Levi’s angeboten.

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