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Kurznachrichten: Neuigkeiten von Tattoo-Legende Henk Schiffmacher, C.P. Company lanciert Remastered Archive-Kollektion und Eminente eröffnet in Paris ein Pop-up-Hotel

Bild aus „TATTOO. 1730s-1970s. Henk Schiffmacher’s Private Collection“, Taschen Verlag; Copyright: Courtesy of the Schiffmacher Tattoo Heritage

Hier einige Nachrichten aus der Mode, Kultur und Lifestyle, die es bisher noch nicht auf Horstson geschafft haben, die aber unbedingt Erwähnung finden müssen: Die Tattoo-Legende Henk Schiffmacher kooperiert mit G-Star und kommt für eine Signierstunde nach Köln, C.P. Company lanciert Remastered Archive-Kollektion und Eminente eröffnet in Paris ein Pop-up-Hotel.

G-Star kooperiert mit Henk Schiffmacher

Henk Schiffmacher ist eine lebende Legende der Tattoo-Welt. Prominente wie Kurt Cobain, Lady Gaga und die Red Hot Chili Peppers sind bereits nach Amsterdam gereist, um sich vom Meister persönlich stechen zu lassen.
Für G-Star hat Schiffmacher nun eine Hose entworfen, jede ist ein Unikat, signiert und nummeriert. Die Latzhose voller Geschichten, Symbole und Mythologien hat eine gerade Passform mit markanten Stichen. Diese sind eine Anspielung auf alte Stammestätowierungen, die zurückgehen auf die Ursprünge der Tattoo-Kunst. „Ich trage jeden Tag Latzhosen, in denen man sich frei bewegen kann und die es einem ermöglichen, seinen Beruf auszuüben“, wie der Niederländer erklärt. „Der Ursprung des Overalls lässt sich also auf die Arbeitskleidung und die Geschichte des Berufs, den ich ausübe, zurückführen.“

Henk Schiffmacher gibt Signierstunde in Köln

Wo wir gerade beim Thema sind: Schiffmachers Beruf ist auch gleichzeitig seine Leidenschaft. Er besitzt eine der größten Sammlungen zeitgenössischer und historischer Tattoo-Artefakte der Welt. Der Tätowierkünstler und Tattoofachmann hat mehr als zwanzig Bücher veröffentlicht, das jüngste ist das im Taschen Verlag erschienene „TATTOO. 1730s-1970s. Henk Schiffmacher’s Private Collection“. Der voluminöse Bildband nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Geschichte des Tätowierens von den 1730er- bis in die 1970er-Jahre.
In dem Buch finden sich atemberaubende Zeichnungen, Designs, Fotos sowie Artefakte aus aller Welt – sozusagen ein Best-of aus Schiffmachers Privatsammlung mit persönlichen Kommentaren des Tätowierers und Philosophen seiner Kunst.
Wer Henk Schiffmacher kennenlernen möchte: Der Tätowierer, der übrigens gerne mal Angela Merkel tätowieren würde, signiert am Dienstag, 31. August, von 18 bis 19 Uhr sein Buch im Taschen Store Köln (Neumarkt 3, 50667 Köln).

C.P. Company präsentiert das 6. Kapitel des 50-jährigen Jubiläums

Das neue Kapitel des 50-jährigen Jubiläums von C.P. Company ist einem der ikonischsten Styles der Marke gewidmet: T-Shirts.
Bilder aus dem Archiv der Marke werden neu in die zeitgenössischen Teile der italienischen Sportswear interpretiert. Die „Remastered Archive-Kollektion“ versteht sich als eine Hommage an die anfängliche Grafikdesign-Geschichte der Marke.
Die T-Shirt-Drucke (insgesamt gibt es fünf verschiedene Designs) zeigen ikonische Momente und Artikel der Marke: vom British Sailor über das Flatiron Building (dem Standort des ersten Stores), dem Rainforest Foundation Moment und das ursprüngliche Mille Miglia-Rennlabel.

Eminente eröffnet in Paris ein Pop-up-Hotel

Mitten in Paris, in der Rue Pascal 20, eingebettet in Vegetation, öffnet in den Räumen des „Monte Cristo“ ein kleines kubanisches Hotel seine Türen. Eine Casa Particular (also ein besonderes Hotel), dessen rot-ocker gestrichenen Wände die Spuren der Zeit zeigen. „Hotel Eminente, Kuba“, so der Name des Hotels, öffnet vom 30. September bis zum 12. Dezember 2021 seine Türen und verspricht authentischen kubanischen Flair mit sensorischen und kulturellen Erlebnissen.
Beim Durchschreiten des Hoteleingangs werden die Sinne durch die Gerüche eines kubanischen Marktes, den Duft von Zuckerrohr und die Noten von Rum belebt.
Bei „Una noche Cubana“ handelt es sich um ein 24-Stunden-Angebot, das eine Übernachtung für zwei Personen, Frühstück, kubanisches Abendessen und die private Nutzung des Pools für eine Stunde beinhaltet. Zusätzlich, immerhin ist Eminente ein kubanischer Rum, können die Gäste an einem Eminente-Meisterkurs teilnehmen.
Die Bar und das Restaurant bleiben für die übliche Kundschaft des Hauses, dem Hotel Monte Cristo, geöffnet.

  • paule
    5. August 2021 at 10:46

    „Der Tätowierkünstler und Historiker „. Ist er wirklich Historiker, also, mit einer akademisch wissenschaftlichen Ausbildung (Universitätsstudium)? Oder interessierter „Laien“-Historiker? Man sollte das nicht vermischen. Gerade heute ist es wichtig, diese Unterschiede dingfest zu machen, da ja heute jeder alles sein kann und will. Besonders auch im Bereich Mode. Da denkt ja auch jeder, er wäre Modehistoriker. Zwischen Geschichten erzählen und fundierter wissenschaftlicher Arbeit ist ein Unterschied. In so fern, ist er wirklich Historiker, ist das sicherlich ein spannendes fundiertes Buch.

  • Horst
    5. August 2021 at 11:18

    @Paule Deine Sichtweise ist sicher nicht falsch, wenngleich der Begriff Historiker nicht geschützt ist. Da mir der Bildungsweg nicht bekannt ist, und um nicht zu irritieren, habe ich Historiker gestrichen und mit Fachmann ersetzt.

  • paule
    5. August 2021 at 21:52

    @ Horst
    PERFEKT.
    Es kann natürlich sein, dass der Begriff nicht geschützt ist, aber dennoch sind Historiker bzw Historikerinnen hochqualifizierte, ausgebildete Menschen (meist) mit einem universitären Studium. Es gibt natürlich auch interessierte Laien, die sicherlich auch über ein enormes Wissen verfügen können und sinnvolle Beiträge leisten können. Das sind dann historisch interessierte Personen. Sie können auch mit Historikerinnen und Historikern zusammen arbeiten. Wir denken hier zum Beispiel an die „Grabe wo du stehst“-Bewegung oder an das, was man heute „Public History“ nennt und das ein recht neues Forschungsgebiet ist. Heutzutage wird sehr viel mit diesen Begriffen jongliert. Das ist verwirrend, denn es wertet die Spezialisten und Spezialistinnen in ihrer Arbeit ab und die anderen auf. Wir haben das auf so vielen Gebieten. Wir denken hier nur an die „Doktortitel“ einiger unserer Politikerinnen und Politiker. „Tattoo-Fachmann“ ist doch ein gutes Wort, denn das ist er zweifellos und sicher ein sehr respektabler Kenner in diesem Bereich (und vielleicht auch ein studierter Historiker). 🙂