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Kinematics Dress: das Kleid, das aus dem Klumpen kam

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Fotos: Courtesy of Steve Marsel. The Museum of Modern Art, New York. Committee on Architecture and Design Funds.

Auf den ersten flüchtigen Blick sieht man ein zumindest relativ hübsches schwarzes, leicht ausgestelltes Kleid, das entfernt an die Lasercuts der Haute Couture von Christian Dior aus der Spring-Kollektion aus dem Jahre 2014 erinnert. Das ist aber nicht der Grund, warum ausgerechnet das Museum of Modern Art in New York eben dieses Kleid im Rahmen einer Ausstellung zeigt – immerhin hat das MoMa eine der weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst.
Der Titel der Ausstellung, „This Is for Everyone: Design Experiments for the Common Good“, gibt dann schon etwas mehr Aufschluss darüber, was das Kleid MoMa-würdig macht. Schaut man es sich von Nahem an, fällt auf, dass es keinesfalls gelasert wurde, sondern so wirkt, als sei es aus Kunststoffplättchen zusammengesetzt:
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Foto: Courtesy of Steve Marsel. The Museum of Modern Art, New York. Committee on Architecture and Design Funds.

Geschaffen haben das „Kinematics Dress“ Jessica Rosenkrantz und Jesse Louis-Rosenberg, die mit Nervous System ein Designstudio betreiben, das sich auf Produktdesign aus dem 3D-Drucker spezialisiert haben.
Nun ist ein Kleid eigentlich zu groß für einen 3D-Drucker, also wurde es „zusammengefaltet“ ausgedruckt. Was dann aus dem Printer kam, war im Grunde genommen ein Klumpen Kunststoff, aus dem mühevoll das Kleid freigelegt werden musste.
Wer gerade vier Minuten Zeit hat, dem empfehle ich folgenden Film, in dem detailliert die Schritte erklärt werden:

Für mich ist es faszinierend, wie das Kleid entstand und auch wenn beim Design noch Luft nach oben ist, zeigt es sehr deutlich, dass die Zukunft der Kleidung mit Sicherheit noch einige Überraschungen parat hält.

Wer das Kleid sehen möchte, kann das zurzeit im Museum of Moden Art in New York.

This Is for Everyone: Design Experiments for the Common Good

Museum of Modern Art
Architecture and Design Galleries, third floor
1 W 53rd St, New York, NY 10019

Kuratiert wurde die Ausstellung von Paola Antonelli und Michelle Millar Fisher.
„This Is for Everyone: Design Experiments for the Common Good“ läuft noch bis zum 01. Januar 2016

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  • peter
    19. Februar 2015 at 10:07

    Irgendwie super faszinierend!! Erinnert mich an Azzedine Alaïa!

  • Monsieur_Didier
    19. Februar 2015 at 11:47

    …absolut faszinierend…
    ich bin gespannt, wohin die Reise noch geht bei dem Thema…!

  • Siegmar
    19. Februar 2015 at 17:39

    ich finde es auch extrem spannend was da machbar ist.