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Dr. Martens kooperiert erneut mit Rick Owens

Ron Athey für Dr. Martens; Bild: OWENSCORP

Don’t try this at Home: Um das Werk von Ron Athey zu beschreiben, braucht man starke Nerven. Der US-amerikanischer Performancekünstler möchte mit seiner Body-Art soziale Normen hinterfragen. „Ich kannte Ron Athey seit den 1980er-Jahren, als sich unsere Wege in den schmutzigsten L.A.-Clubs kreuzten, die ich finden konnte“, wie der Designer Rick Owens anlässlich einer Kooperation mit Dr. Martens erklärt, zu der der Designer kurzerhand Athey mit ins Boot holte. „Ron war das schönste Geschöpf, das ich je gesehen hatte und ich fürchte, ich war ziemlich verknallt. Er wurde Gogo im Club ‚Fuck‘ was die damals aufkommende Hardcore-Piercing-Techno-Subkultur anlockte. Aus seinem Tanzstil entwickelte zu Aktionen, die zu dem Performance-Kunstwerk wurden, für das er heute bekannt ist. Diese Werke entstanden während der AIDS-Krise, als die Künstler diesen Moment der Verzweiflung mit körperlichen Demonstrationen der Wut verarbeiteten. Die umstrittenste seiner Arbeiten war seine Druckpressen-Performance, bei der er seinem Freund Symbole in den Rücken schnitt, Papiertücher darauf presste und die Blutabdrücke an ein Rollensystem klammerte, das die Abdrücke über den Raum hob.“

Hintergründe zur „Four Scenes In a Harsh Life“-Performance, die 1984 in Minneapolis stattgefunden hat und Teil des politischen Diskurses und der Kontroverse darüber wurde, welche Kunstwerke überhaupt für eine öffentliche Förderung geeignet sind, finden sich hier.
„Die Arbeit von Ron Athey spricht das ewig Primitive in uns allen und unsere gemeinsamen menschlichen Erfahrungen an – Angst, Scham, Sexualität, Sterblichkeit und Glauben – in einer zeitlosen Tradition von Blutritualen, vom Drama der Menschenopfer auf Maya-Altären über einen Messias am Kreuz bis hin zu Geburten, Bluttests und unserem aktuellen Krieg“, wie Rick Owens weiter erklärt. „Ich habe Ron gebeten, diese Dr. Martens-Zusammenarbeit als Beispiel dafür, wie elegant echte Transgression – und unsere individuelle Suche nach Transzendenz – sein kann.“

Rick Owens, der bekannt ist für seine post-apokalyptische Mode und die exzentrischen wie architektonischen Kleidungsstücke, interpretiert für die zweite Zusammenarbeit mit dem britischen Schuhlabel die klassischen Dr. Martens Boots „1460“ und „1918“ neu: Eine übergroße, erhöhte Zunge und seitlichen Reißverschlüssen formen zusammen mit den typischen, dramatischen, umlaufenden Owens-Schnürsenkeln eine Referenz an die non-konforme Owens’sche Statement-Garderobe.

Der erste Drop der neuen „Dr. Martens x Rick Owens“-Kollektion ist ab sofort erhältlich.