News

Domenico Dolce und Stefano Gabbana melden sich zu Wort

(Bild: Screenshot Dolce & Gabbana Instagram)

Ihr werdet es mitbekommen haben: Domenico Dolce und Stefano Gabbana sehen sich aktuell mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Nun reagiert das Designerduo mit einem Video und entschuldigen sich irgendwie für die Geschehnisse – man möge ihr „Missverstehen der chinesischen Kultur“ vergeben. Doch seht einfach selbst:

Wie glaubwürdig diese Entschuldigung ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Domenico Dolce und Stefano Gabbana werden mit Sicherheit noch eine längere Zeit mit den Auswirkungen ihrer an alte Stereotypen angelehnten „Eating with Chopsticks“-Videos und den Nachrichten, die von Stefano Gabbanas Instagram-Account geschickt wurden, zu kämpfen haben. So berichtet die „New York Times“ von einem Mann, der „Dolce & Gabbana“-Kleidung im Wert von 20.000 Dollar verbrannt hat, um das „chinesische Volk und die chinesische Nation zu wecken“. Nun ja, ich kann derlei Aktionen nicht nachvollziehen, wenngleich solche Nachrichten auf jeden Fall ein PR-Desaster für Domenico Dolce und Stefano Gabbana sein werden. Auch hat der Luxusretailer Net-a-Porter dem Bericht zur Folge sämtliche „Dolce & Gabbana“-Produkte von seiner chinesischen Website entfernt.
Für „Dolce & Gabbana“ wird es sehr wichtig sein, den entstandenen Schaden so schnell wie möglich aus dem Weg zu räumen: China gilt als einer der stärksten Wachstumsmärkte für Luxusmode. Da passt es ganz gut, dass Stefano Gabbana in dem Video versichert, dass „es nie wieder passiert“.

Was mich aktuell wundert, ist, dass sich keiner der Millennials, die sich in den letzten Monaten so gerne mit Domenico Dolce und Stefano Gabbana umgaben und zum Teil für deren Schauen gelaufen sind, zu Wort gemeldet hat. Aber so eng scheint die Verbundenheit dann doch nicht zu sein. Im Gegenteil: Das Model Lucky Blue Smith stellt in einem Instagram-Post klar, das jede Kultur mit Respekt zu behandeln sei.

Auf Dazed äußert sich übrigens ein Model in dem lesenswerten Beitrag „I watched D&G’s China show fall apart from the inside“ und schildert die Geschehnisse vor der Schau aus ihrer Sicht.

25 Comments

  • Vk
    24. November 2018 at 18:43

    Toller Beitrag auf dazed. Wunderbar lebendig geschrieben. Fast ein kulturhistorisches Dokument. Das rasant evolvierende China kenn ich besser als die Innenansichten von Big Fashion; beides fuegt sich sehr glaubwürdig zusammen. Das Dolce Video ist natürlich funny und nachrangig, ein bisschen on the Edge, aber so what, nicht jeder ist auf der Welt, um leise zu treten, manchmal darf es auch ein derber Witz sein, so what?! Stefano Gabbanas veröffentlichte Aeusserungen in einem privaten Chat natürlich sind unterirdisch. Diese zu veröffentlichen ist kaum guter Stil, da hat jemand Morgenluft gerochen und es einfach getan. Das passiert, und so ist das Spiel. In Summe nur Verlierer. Keine Ahnung, was uns das lehren soll. Und ebenfalls keine Ahnung, wo hier exakt meine Sympathien liegen. Ein echter Plane Crash ohne Gewinner. Ein Unfall, der Strukturen und Befindlichkeiten aufdeckt. Das in der Tat ist interessant.

  • fred
    24. November 2018 at 19:07

    Schaut mal, die sehen da aus, wie Gilbert & George:
    http://kaldorartprojects.org.au/projects/project-03-gilbert-and-george

    Die beiden hätten das Video machen sollen. Sie sind eindeutig
    die besseren.

  • fred
    24. November 2018 at 19:53

    Was ich mich ja seit Jahren frage und worüber ich mich vielen „schwarzen“ Freunden schon geredet habe. Wie sehen wir den Goude? Wäre ein solches Video heute noch möglich?:
    https://www.youtube.com/watch?v=XquYYJxnxU0&frags=
    Darf man es heute noch schauen? Ich finde die Videos seit je her toll, fand sie aber auch vor 30 Jahren schon sehr klischeebeladen und auch rassistisch. Schwarze werden als „immergrinsende Bimbos“ gezeigt. Das fand ich schon immer kritisch. Bei keiner anderen „Gruppe“ arbeitet Goude so extrem klischeebeladen und rassistisch, wir bei schwarzen. Eine „schwarze“ Freundin, mit der ich vor Jahren bei einer Goude-Ausstellung war, empfand es noch immer als das alte kolonialistische Bild von Schwarzen. Selbst bei neuen Kampagnen wie dieser, ist das „schwarze“ Model noch immer tänzerisch an eine „Wilde“ angelehnt:
    https://www.youtube.com/watch?v=dfbUYniW9Z8&frags=pl%2Cwn

    Die Frage ist, sind Stereotypen per se rassistisch, oder sind wir heute hochsensibel und verbieten alles schon vorab, damit man nicht in die Rassismusfalle tappt? Obwohl ich kein Nur-Fan bin, hat er letzte Woche eine interessante Sendung auf der ARD zu diesem Thema gemacht. Was verbieten wir uns, was lassen wir nicht mehr zu? Nur meinte, je korrekter und vorsichtiger wir werden, desto mehr rutschen wir in eine Diktatur. Wie gesagt, ich bin kein Fan, aber es war sehr interessant und ist sicher noch auf der Mediathek zu sehen.
    Und die Frage ist auch, wie rassistisch ist dieses Video?:
    https://www.youtube.com/watch?v=59Q_lhgGANc&frags=pl%2Cwn

  • vk
    24. November 2018 at 21:11

    @fred ich las dieser tage von einem hollaender in seinen 50ern, der gerade auf sein recht klagt, 20 jahre juenger zu sein – mit entsprechendem passeintrag etc – weil er sich allerorten mit altersrassismus konfrontiert sieht. fand ich sehr nachvollziehbar.
    goude ist ein perfekt gewaehltes beispiel fuer eine eindeutig rassistische darstellung – das mein ich primaer nicht wertend. es ist der blick einer gruppe – und aus einer gruppe – auf einen fremden, das klischee, die projektion, die sich hier manifestiert. diese inszenierung von differenz wird dann rassistisch, wenn diese pointierte skizze der unterschiede schon den dominanten plott anbietet. man denke sich einen film, einen kriegsfilm zb, in dem deutsche charaktaere ausschliesslich als dumm oder sadistisch dargestellt werden, und wo dann die wesentlichen spannungs- oder unterhaltungsmomente aus der differenz zwischen wir-gruppe – den, guten, den helden, den identifikationsfiguren, den betrachtern – und den andern konstruiert werden. das ist dann rassismus.
    bei dem lee cooper video find ich einschlaegigen tatbestand dort gegeben, wo ner suessen das hinterteil betrommelt wird, was einen fuer den bruchteil einer sekunde schockiert, man dann aber gleich sieht das es doch ein tanznegerchen ist, das da trommelt, und das darf das.
    dieses spannungsmoment, jo, das find ich kritisch in dem video.

  • fred
    24. November 2018 at 21:30

    @VK

    Ich find noch andere Sachen kritisch. Z.B. hat das „Tanznegerchen“ nicht wie die anderen ein T-Shirt an, sondern immer dieses Bastgeflecht um. Und dann diese komischen Zöpfe. Mir ist das früher schon aufgefallen. schon als Teenanger, als man noch nicht über diese Dinge nachgedacht hat. Aber ich habe mich bei diesen Dingen immer gefragt, „wie müssen die Leute sich fühlen, wenn sie sich so darstellt sehen?“ Wie gesagt, filmsisch finde ich die Filme toll. Aber ich sehe es hart and der Grenze. Ich habe mir eben auch alte Levis-Spots angeschaut. In den 80er und 90er Jahren waren da auch viele, die man heute so nicht mehr drehen dürfte.
    Oder wir denken an den James Bond-Vorspann mit den wirblenden schwarzen Brüsten. Welcher war das? „Live and let die?“ Oder ein anderer? Auf jeden Fall. Wär das heut noch möglich?

    Auf der anderen Seite. Ich habe im letzten Jahr mit einer Gruppe Gay_Queer_Gender Gruppe zusammengearbeitet. Ich habe noch nie so viel Belehrungen und Vorurteile erfahren, wie in dieser Gruppe. Selbst als homosexueller Mann wurde ich sofort ins Off gedrängt, wenn ich etwas hinterfragt habe oder nicht einer Meinung mit diesem, Für mich doch recht engen Weltbild, war. Ich habe recht schnell gemerkt, dass sich hier unter dem Mäntelchen der Toleranz auch viel Machtgelüste versteckt haben.

    Generell misstraue ich dem schnell erhobenen moralischen Zeigefinger, der sich in den letzten Jahren eingeschlichen hat. Man muss sich vorstellen, dass sich Katie Perry für ihr lächerliches Ägyptenvideo entschuldigen musste:
    https://www.youtube.com/watch?v=0KSOMA3QBU0&frags=pl%2Cwn

    Bei einer Sache allerdings, da gibt es noch immer Diskriminierung. Und das ist tatsächlich Alterdiskriminierung. Ab 50 ist man raus. Selbst wenn es um das Abbilden von „Randgruppen“ geht, sind alle unter 30. Menschen ab 50 existieren nicht. 40 geht noch. Danach wird es eng. Ich verstehe daher den Holländer. ich hab den Bericht auch gelesen. Aber er ist Ende 60 und will wieder Ende 40 sein. Also, mein Alter. Mir war nicht bewusst, dass man Ende 40 sein will, dass das noch immer heiss ist. Ich dacht immer, es wär jetzt schon alles aus. Bei den Holländern wohl nicht…
    (War das rassistisch?)

  • Vk
    25. November 2018 at 13:09

    @fred ‘- man kann immer zurück, ett kostet nur’.

  • vk
    25. November 2018 at 15:05

    @fred – „der schnell erhobene moralische zeigefinger“ ·machgelueste unter dem maentelchen der toleranz“…. als besonders krass, dumpf und erschreckend kulturlos erlebe ich das, wenn kontexttaub auf einen eingedroschen wird, der mal ein ‚verbotenes‘ wort benutzt. niemals vergesse ich, als ich vor ein paar jahren beim dinner sass in den usa im kreis alter freunde. linksliberale, hochaufgeklaerte akademiker, demkratische stammwaehler. wir sprachen ueber gott und die welt und irgendwann entfuhr es einer freundin, die ich seit 20 jahren kenne, die fast eine ganz enge, eine vertraute ist: „du hast es schon wieder gesagt! kannst du deine widerwaertigen rassismus nicht besser zuegeln, wenn du bei ns zu gast bist?!“ so flog der erste stein und ettliche folgenten von anderen stimmen. „gerade als deutscher! mit dieser vergangenheit! eine schande! er solle sich schaemen! verkommener rassisist im buergerlichen mantel“ was hatte ich gesagt? wir sprachen ueber afroamerikaner und ich wollte in meinen ausfuehrungen den im deutschen etwas anruechigen terminus ‚farbiger‘ vermeiden, sprach also nicht von ‚colored people‘ – womit ich in den USA noch vglweise auf der unverfaenglichen seite gewesen waere, sondern von ‚blacks‘. – dinner, wein, im freundeskreis. – und das kleine woertchen ‚black‘ reichte, gemeinsame geschichte, mails, telefonate, museums- und konzertbesuche ungeschehen zu machen, und mich vollstaendig zu diskreditieren. „er hat ‚black‘ gesagt! – endlich kommt sein wahrer kern zum vorschein! Pfui deibel!“

  • vk
    25. November 2018 at 15:22

    ich hab es dieser freundin nie verziehen, dass sie mich im bekanntenkreis lang gemacht hat. klar ist fuer sie das thema ein besonders sensibles. sie kommt als weisse von ner farm in den suedstaaten, wo sie mit schwarzen arbeitskraeften aufgewachsen ist, und hat sich sehr lange und kritisch mit ihrer familiengeschichte auseinander gesetzt. trozdem habe ich es ihr nie verziehen. so dumpf und kontexttaub jemanden zu labeln und ins abseits zu stellen, verletzt immens. leicht kann es einen auch radikalisieren.

  • vk
    25. November 2018 at 15:54

    und das witzige ist, du kommst aus soner anklage nie raus. auch wenn du mit menschen jeder hautfarbe liiert warst und eigentlich denkst, auch in dieser hinsicht ueber jeden zweifel erhaben zu sein. … „ha! du bist halt exotensammler. das ist ja wohl das aller rassistischste!“

  • fred
    25. November 2018 at 17:03

    @ VK

    Du kommst aus sowas nie raus. Nie und nimmer. Aber vielleicht bist du da ja gar nicht wirklich drin, sondern die anderen. Hat Deine Freundin nicht in dem „schwarzen“ Haushalt gelebt? Hat sie nicht das Geld von Vaddern genommen? Haben die ganzen Intellektuellen nich doch irgendwo einen schwarzen sitzen, der für sie putzt, kocht, auf das Kind aufpasst usw? Den sie unterbezahlen usw? Ich glaube, wenn du das ansprechen würdest, dann wäre der Ofen ganz aus.
    Die Sache ist die, dass diese Kreise schon ihre Möglichkeiten haben, sich auf die „richtige“ Seite zu stellen. Da werden dann Familien- oder Firmengeschichten „aufgearbeitet“. Wenn man Geld hat, dann holt man sich einen Historiker, der das macht. Dann macht man noch ein tolles Buch und lässt sich loben, wie toll man das aufgearbeitet hat. Mit welchem Geld hat man das aufgearbeitet? Mit Rassismus-Geld.
    Es gibt da ganz komische Dinge. Auch ich sage nicht gerne die „schwarzen“. Auf der anderen Seite sagen meine schwarzen Freunde auch, die schwarzen und die weissen. Es ist ächerlich. Es ist nicht besonders toll. Eine Freundin benutze neulich das Wort „stark pigmentiert“, woüber ich lachen musste.
    Sei es, wie es will. Es geht nicht darum, ob man „schwarz“ sagt, es geht darum, wie ich dem Menschen begegne und welche Möglichkeiten ich ihm einräume. Wenn ich darauf poche, dass man nicht „schwarz“ sagen darf, aber meine Tischgesellschaft rein aus weissen besteht, dann kann auch was nicht stimmen.

    Ich hatte im letzten Jahr etwas ähnliches wie du. Ich habe für eine grosse kulturelle Veranstaltung gearbeitet und wir hatten eben auch das Dinner, von dem du sprichst. Ich in meiner Naivität sage zu meinem gegenüber. „ich habe gehört, es ist auch geplant, ein Projekt mit Prostituierten zu machen“. Es wurde auf einmal ganz still. Man hat die Stecknadel fallen gehört, die Augen wurden gross wie Fussbälle und dann ging der Sturm los. Du machst dir kein Bild, was da abging. Ich wusste nicht, dass man nicht Prostituierte sagen darf. Dass die mich nicht auf dem Tisch ausgepeitscht und in Stücke geschnitten haben, war ein Wunder.
    Es heisst Sex-Arbeiter(in). Als ich den begriff angezweifelt habe, war es um mich geschehen. Ich war eine sozial nicht verträgliche Person in der Runde. Als ich später heim fuhr, standen die Huren noch immer genau so an der Strasse, wie an jedem anderen Tag auch. Die begriffliche Aufwertung hat die Achtung vor der Person nicht geholfen. Und keiner aus meiner Tischgesellschaft stand bei ihnen und hat ihnen einen Kaffee gebracht.
    Alleine der Wille, gut zu sein macht einen nicht gut und die aufgeklärten Gruppen, von denen du sprichst, die sind für mich die schlimmsten. Ich habe schon so viel Weitblick und Mitgefühl bei Menschen gesehen, die man im Alltag gar nicht sieht, oder die übergangen werden.

  • vk
    25. November 2018 at 18:11

    @fred
    verrueckt, oder? das sind so antrainierte beissreflexe. man weiss eigentlich nicht, was das soll. mal wird es als machtinstrument gebraucht, mal um die ehrenwerten eigenen haende in unschuld zu waschen. das genehme wort schafft die genehme welt. grosser quatsch. perfides spiel.

  • fred
    25. November 2018 at 18:19

    @VK

    Ganz perfides Spiel und es stellt sich immer die Frage, ob man mitspielt, mitspielen muss oder ob die eigenen Leute schon übergelaufen sind. Je älter ich werde, desto mehr merke ich, wieviel Leute überlaufen. Einfach, weil es das Leben einfacher macht.
    Wir haben heute einen Unterschied zu früher. Es gab Feindbilder. Man konnte zum Beispiel sagen „der Stauss ist ein Idiot“. Das war dann so. Er hat sich wie ein Idiot benommen und man konnte sich daran reiben. Und man konnte auch so sein oder sich dagegen positionieren. Heute ist es so, dass jeder hinsteht und sagt „ich bin der gute. Ich weiss, wie es geht“. Man spricht sich vorab selbst schon heilig. Das macht unangreifbar. Unter hinter dieser Fassade kann man dann alle ausleben, was man will. Es muss nur das Bild aufrecht erhalten werden. Das macht unsere Zeit so schlimm, denn die Menschen sind viel egoistischer und fieser als früher. Aber sie nutzen die Medien für ihre eigene „ich bin gut-Show“. Die Menschen sind nicht besser oder weniger rassistisch geworden, sie können es nur toll verpacken.

  • vk
    25. November 2018 at 20:40

    @fred
    interessant.
    und ich kann es nachvollziehen. „der strauss is nen idiot“ das entlaedt sich, da ist die energie in dem moment. komplet anders als das, was wir oben besprochen haben, wo aus sicherer position und distanz operiert wird.
    in diesem lichte steht natuerllch mr pussy grab grossmaul 45 ploetzlich fast als kerniger held da. der letzte der unbeugsamen. aber der ist natyerlich die groesste pfeife.
    interessante zeiten.

  • fred
    25. November 2018 at 20:57

    @VK

    Da du es ansprichst. Er ist nicht wirklich diese Pfeife. Er ist jemand, an dem wir uns abarbeiten können. Er ist ein Typ aus den 80ern. Jemand, den es heute nicht mehr gibt. Man kann ihn gut oder schlecht finden. Aber man kann sich an ihm positionieren. Man kann über ihn streiten. Er ist wirklich ein kerniger Typ.
    Ich tu mich mit ihm leichter, als mit diesen ewigen Seuslern, die sich selbst als die guten und die Retter sehen, die aber nachweislich weder was gutes tun, noch jemand retten (ausser sich selbst).

  • vk
    25. November 2018 at 21:07

    @fred
    wie gesagt, ich kann es komplett verstehen. aber zwischen 45 und den seuslern muss es irgendeinen mittelweg geben. gibt es auch. das sind die leute, die dir direkt mit lebendigen augen in deine augen schauen. so oder so aehnlich. to be continued!

  • fred
    25. November 2018 at 21:51

    @VK

    Das sind dann wir und noch ein kleiner Rest anderer: Im Moment sind wir die Fossilien. Wie diese Urzeitkrebse früher in Yps, die getrocknet waren. Wir sind also getrocknet in dieser Tüte und warten, bis sich die zeit wieder ändert. Sie war ja auch schon anders. Es sind Zyklen.
    Irgendwann wird auch dem letzten klar, dass die ganzen Überkorrekten und die Gendermensch*innen extreme Machtspielchen treiben und dann reguliert es sich wieder etwas. Mit Respekt für alle. Nur eben ein leiser Respekt und kein medien- und diskussionstauglichen beim schicken Dinner.

  • fred
    25. November 2018 at 21:53

    @VK

    Mir scheint, wir sind die einzigen, die immer was sagen. Was sagen denn die anderen?

  • Horst
    26. November 2018 at 10:21

    Danke für die vielen unterhaltsamen und gehaltvollen Kommentare!
    Ich glaube, dass Goude heute ein solches Video mit dem „schwarzen Wilden“ nicht mehr veröffentlichen würde. Es war ein anderer Zeitgeist. Selbst TKKG-Kassetten würden heute nicht mehr so aufgenommen werden wie damals, zumindest wenn man der Argumentation der TAZ folgt: http://www.taz.de/!5478011/

    Die Welt war zu Goude- wie zu TKKG-Zeiten eine andere und es wurde viel zu sehr in Stereotypen gedacht. Die Gesellschaft hat sich verändert, leider allerdings nicht „nur“ zum Besseren: Es scheint manchmal so, dass sich jeder zum „guten Menschen“ erhöhen möchte, dabei dann über andere urteilt, die vielleicht den Begriff Prostitution nichts ahnend nutzen und so in irgendeine merkwürdige Ecke gedrückt werden.

  • fred
    26. November 2018 at 11:17

    @HORST

    Eine weises Schlusswort. So ist es wirklich!

  • vk
    26. November 2018 at 13:46

    @fred – „die zyklen“ – das denk ich auch.
    „die steinzeitkrebse“ – wahrscheinlich hast du recht. mein privates und auch das berufliche umfeld ist weitestgehend grundehrlich und offen, oder zumindest doch berechenbar. old school allesamt. auch die naechste generation. – es kostet aber auch. man kann sich nict darauf verlassen, dass ausserhalb der eigenen kreise die gleichen regeln herrschen und dass man fair behandelt wird. gleichzeitig kann man ganz enge kollaborationspartner ggf auch ganz enge und zuverlaessige freunde aus ganz anderen kulturkreisen und in allen ecken der welt finden. interessant ist jetzt zu beobachten, wie man da filtert; wen man reinlaesst, auf wen man sich verlaesst? woran man die guten erkennt, und wie man die bloeden nach moeglichkeit vermeidet?

  • fred
    26. November 2018 at 21:15

    @VK

    Ja es kostet. Ich habe im Moment Ärger mit der Krankenkasse. Es wurde ein Vorfall einfach falsch bezeichnet. ich habe es der Kasse mehrfach geschrieben und um Aufklärung gebeten. Es wird verzögert, verschleppt, Schuld zugewiesen usw. Es gibt einfach kein Eingestehen für einen Fehler. Es wird alles getan, fehlerfrei dazustehen. Jetzt muss ich leider anwaltlich vorgehen, nur damit eine einfache sache, die offensichtlich falsch lief (ein Arztbericht wurde von einem Arzt unterschrieben, der mich nie gesehen und nie untersucht hat). Die Kasse verlässt sich auf diesen Bericht und ich möchte einfach nur die Klarstellung, dass der Arzt, der den Bericht unterschrieben hat, nicht der Arzt ist, der mich untersucht hat. Ich stosse seit Wochen auf Weigerung. Es kostet.
    Und diese Dinge, die haben wir täglich. Und das ist traurig.

  • vk
    26. November 2018 at 22:43

    @fred – kann ich perfekt verstehen. und genau dafuer gibt es anwaelte. insofern alles gut. – good luck!

  • Vk
    27. November 2018 at 08:38

    @fred
    Muesste Dir Spaß machen
    https://youtu.be/z0lCOcLP1CY

  • fred
    27. November 2018 at 10:26

    @VK

    Oh ja, sehr interessant. Ich muss das alles durchdenken. Da sehe ich vieles genau so.

  • vk
    27. November 2018 at 12:56

    ps. das ganze gespraech mit sennett ist gut. ich hab es versehentlich fasch verlinkt. man gehe zurueck auf los.

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.