Marten Holst, Victor Jonnyson Sjöstedt, Hugo Lundwall, Joakim Jensen, Jens Svensson und Tove Mattisson. Das sind MOMOFOKO. Leider habe ich keinerlei Info zur Etymologie oder Inspiration zu diesem Namen. Verraten kann ich euch allerdings, dass diese insgesamt siebenköpfige Band aus Schweden kommt und die Idee zur Bandgründung 2008 nach dem Besuch eines Technoclubs in Kopenhagen enstand. Ein Jahr später folgte dann ihre erste EP “Not now! … Now?” in Schweden und 2010 dann schließlich auch in Deutschland. Dass MOMOFOKO gerne mit Fans feiern ist auch kein Geheimnis …
Die Art, den Moment in dem alle zu ihrem Mix aus Indie, Elektro und Pop lostanzen, mitzuerleben, bezeichnet die Band selbst übrigens als “MOMOISM”. Transportiert wird dieser Moment besonders durch die eindrucksvolle Stimme von Sänger Marten Holst, der zwischendrin ein bißchen wie Caleb Followill, Frontmann von den Kings of Leon klingt. Wir drücken die Daumen, dass sich der MOMOISM nun mit ihrem mittlerweile zweiten Album “Movement” und ihrer neuen Single “We know” endgültig durchsetzt.
Music
Wenn schon nicht draußen dann auf den Ohren x Lightships „Sweetness in her Spark“
Posted on 28. März 2013Draußen nervt die Kälte, drinnen die Heizungsluft. Damit wenigstens die Ohren zur Ruhe kommen empfehle ich die Lightships mit „Sweetness in her Spark“. Nicht nur wegen des bezaubernden Videos, sondern auch wegen der Fuck-Off Winterstimmung!
Viel Spaß beim Hören!
Ich mag Justin Timberlakes neue Frisur. Passt auch zum neuen Image. Big Hair, Big Band. Und die hat Timberlake für sein neues Album auch immer live dabei. Nach der ersten Singleauskopplung „Suit&Tie“ waren viele aus dem Häuschen und freuten sich aufs Album. „Mirrors“, die zweite Single, ist eine schöne Ballade die vom Beat her aber stark an „Cry me a river“ erinnert. Und der Rest des Albums?
Was die Länge der Songs betrifft verlangt Justin uns Hörern zum Teil einiges ab. Lediglich ein Lied bewegt sich unter fünf Minuten, die meisten Tracks sind zwischen sechs und acht Minuten lang. Es gibt so einige Beatwechsel innerhalb der Songs („Pusher Love Girl“, „Strawberry Bubblegum“), viel Motown Beats, viel „Girl“ hier und „Girl“ da, meistens auf seine Frau Jessica Biel bezogen. Das klingt nicht nach „Future Sex/Love Sounds“ sondern wenn dann nur noch nach Love Sounds und wird auf die Dauer ein wenig langweilig! Kommt man am Ende an wartet mit „Body Count“ ein JT und „Timbo“ (Produzent Timbaland) Future Sex- Song der Extraklasse. Puh, nochmal Glück gehabt!
Nach einem ersten Blick auf Thomas Azier’s EP Cover steht fest: Malewitsch und Magritte hätten sich gefreut. Dem in Belgien aufgewachsenen, mittlerweile 24jährigen Künstler war in seiner Heimat sehr langweilig weshalb er anfing, anfangs noch auf seinem Laptop, Musik zu produzieren. Als er mit 19 dann nach Berlin zog begann er zusätzlich mit seiner Stimme und massiv eingesetzten Synthesizern zu experimentieren. Das Ergebnis kann man nun auf den EP’s „Hylas 001“ (2013) und „Hylas 002“ (2013) und der neuen Single „Angelene“ hören. Musikalisch ein bißchen wie James Blake und vom Styling her ein wenig an Oliver Sim (The XX) erinnernd, schreit Azier auf hohem Niveau gegen seine Synthesizer an und sieht dabei auch noch gut aus. Das muss man erst einmal hinbekommen. Wer das junge Talent live erleben will hat unter anderem bei einem der Woodkid-Konzerte die Möglichkeit dazu:
Thomas Azier Live:
12.04.13 Osnabrück, Popsalon OS
13.04.13 Heidelberg, Stadthalle ( Woodkid support)
15.04.13 München, Muffathalle (Woodkid support)
16.04.13 Köln, Live Music Hall (Woodkid support)
26.04.13 Bourges, Le Printemps de Bourges
18.05.13 Cognac, West Rock
21.06.13 Brüssel, Zilveren Zaal, Out Loud Concerts
22.06.13 Hilvarenbeek, Best Kept Secret Festival
Als ich damals den schwarzhaarigen Mann mit Zottelmähne in der CHANEL „Paris/New York“ Show sah, war ich zuerst verdutzt. „J’adore Devendra Banhart“ sagte Karl auf die doch recht ausgefallene Musik für eine Show angesprochen. Natürlich kaufte ich mir gleich alles was ich über ihn finden konnte. Damals aber eher weil Karl es toll fand.
Das war 2006. Sieben Jahre und ein paar Alben später veröffentlicht Banhart sein mittlerweile zehntes Album „Mala“.
Zu Banharts Musik möchte ich sagen: meist klang Banhart auf seinen vergangenen Alben immer ein bißchen nach indischem „Kill Bill“ – Soundtrack und hatte oft dieses leicht Irre in seiner Stimme. Das wiederum sollte keinen wundern, setzten sich die ersten beiden Veröffentlichungen doch aus Aufnahmen zusammen die er auf Anrufbeantworter von Freunden sang. Der 31jährige, in Texas geborene und u.a. in Caracas aufgewachsene Psychodelic-Folk Sänger, hat seinen Namen übrigens vom indischen Mystiker Prem Rawat, dessen Anhänger Banharts Eltern waren. Aber kommen wir zurück zu „Mala“. Das ist, wie auch schon „What will it be“ (2009), sagen wir angenehmer instrumentiert als zum Beispiel seine früheren Werke „Rejoicing in the Hands“ (2004) und kann getrost als perfektes Sommeralbum für Leute fernab jeglicher Chartmusik und Anhänger indischer Mystiker durchgehen. Oder aber für mich, dessen Verlangen nach Sommer einfach so groß war, dass ich mich zu „Mala“ schon mal in meinen Klappstuhl vor meine Heizung gesetzt und mir einen Mojito gegönnt habe. Das ist ja mein persönlicher indischer Mystizismus.
Ich gebe es gerne zu, ich war schon immer ein großer Fan von David Bowie. Zu einem glühenden Fan wurde ich spätestens seitdem er mit einem meiner Lieblings-Models, der bildhübschen Iman, verheiratet ist. Sein Avantgardismus und auch seine viel beschworene Androgynität hat Maßstäbe gesetzt und ihn dadurch nie in eine Schublade einsortieren lassen.
David Bowie darf ich auch gut finden, denn ich bin ja nicht mehr der Jüngste und habe beispielsweise sein „China Girl“ noch selbst erlebt.
Er war immer mehr eine Kunstfigur und hat dadurch, besonders in den frühen 70er Jahren, auch manchen Modeschöpfer beeinflusst oder zumindest inspiriert – womit wir wieder beim Thema dieses Blogs wären …
Es gibt Bands, die wegen mangels verfolgter Musikblogs, zu wenig Aufmerksamkeit, hohen Alters oder nicht vorhandener Medienpräsenz in Deutschland wohl fast keine Sau kennt. Dennoch wären wir nicht wir, wenn wir uns dieser Musik nicht annehmen würden und sie brühwarm präsentieren.
Eine davon ist King Tuff mit ihrem Song „Keep on Movin“. Die Garage-Rockband aus Vermont lässt im Video allerlei schöne und nicht so schöne Hintern wackeln. Ich kann euch jetzt leider nicht mehr Infos zur Band geben aber immerhin eine Antwort auf die Frage was das Video soll. Dem Rolling Stone gegenüber wurde erklärt: „Das Video drückt die Freiheit der Bewegung aus, diese klassische Magie die passiert, wenn man Idioten beim Tanzen filmt.“ Mehr Infos zur Band braucht man nicht oder?
Ich war Mitte der Neunziger einmal auf der Loveparade und es war furchtbar. Maximilian Lenz a.k.a. Westbam hingegen war damals neben Marusha, Dr.Motte und wie sie alle hießen ziemlich oft dort. Ganz nebenbei war/ist er auch Pionier der DJ-Kultur, Partymacher für mittlerweile über 10 Millionen (!!) Gäste und eben irgendwie eine Legende der Musik. Nun veröffentlicht er nach 30 Jahren ein neues Album namens „Götterstrasse“. In den Songs geht es um Hoffnung, Begehren, Zurückweisung Absturz uvm.. Noch toller als diese thematische Zusammenfassung sind allerdings die Künstler, die ihn unterstützen. Brian Molko (Placebo), Kanye West und Iggy Pop sind nur einige davon.
Ich gebe hiermit zu: Didos Album „No Angel“ ist das einzige was ich komplett von Anfang bis Ende mitsingen kann. „Life for rent“ (2003) und „Safe trip home“ (2008) waren in meinen Augen nicht ansatzweise so großartig wie das Erste aber ich hielt ihr natürlich die Stange.
Nun hat die britische Sängerin und Schwester von Faithless Produzent Rollo Armstrong ihr mittlerweile fünftes Album veröffentlicht und zwischen 2008 und 2013 ist musikalisch einiges passiert. So ist es nicht verwunderlich, dass Dido mit Songs wie „Go Dreaming“ auch elektronischere Töne anschlägt als sie das bisher getan hat. Der Song bildet jedoch (zum Glück) die Ausnahme auf dem Album.
Neben (massenkompatiblen) Hip-Hop Einschlägen auf „Let us move on“ oder Rap-Einlagen von Pete Miser auf dem auf der Deluxe Edition veröffentlichten „All I see“ ist Dido zum Glück immer noch Dido. Mit Gitarre bei „Sitting on the roof of the world“ oder Streichern in „Day before we went to war“ klingt sie eben am besten, denn Melancholie und Trennungen sind und bleiben ihr Steckenpferd. Und so glauben wir ihr auch ohne weiteres wenn sie singt: „People say what’s so special about being back here with everyone so close. But that’s the point, I don’t want to be different I just want to fit in.“
Mein schlimmster Nebenjob? Rückblickend war das sicher der klassische Coffeeshop. Frühschicht, Saftpressenreinigung und vollkommen entnervte Kunden waren an der Tagesordnung. Umso beruhigter war ich, als ich Beth Dittos Nebentätigkeiten gelesen hatte, unter denen sich neben Namen wie Wal Mart, Subway oder „Tee’s me“ (ich liebe dieses Wortspiel) auch drei Coffeeshop-Jobs befinden. Klar also, warum „Get a Job“ von den „Rich Kids“ handelt die sich um nichts kümmern mussten, während unsere Beth sich mühsam von Job zu Job hangelte und bei so gut wie jedem gefeuert wurde. Jetzt ist sie ebenfalls eines dieser Girls, allerdings ein lautes, ungezogenes und sympathisches!
