Feiern ist so eine Sache: Entweder man feiert im kleinen Kreis oder wenn nicht so, richtig groß, dann muss es aber auch schon sehr aufwendig sein, um es zu einem unvergesslichen Fest zu machen.
Leider scheuen die meisten Leute heutzutage den immensen Aufwand und irgendwie sind die Gäste auch nicht mehr so glamourös wie früher. Heutige Milliardäre haben einfach andere Schwerpunkte und investieren lieber in Rekord-Yachten oder Flugzeuge, als in Entertainment der besonderen Art.
Zwei der besten Beispiele für unglaubliche Feste habe ich euch heraus gesucht und da die Karnevals Zeit ja heranrückt, handelt es sich um Kostümbälle. 1978 fand in Paris der „Bal Venetien“ statt, ein Kostümfest im italienischen Stil des achtzehnten Jahrhunderts und mit einer sehr illustren Gästeliste aus der Welt der Mode und dem Umkreis von Chloé Designer Karl Lagerfeld. Claude Montana als Großwesir, Paloma Picasso und Rafael Lopez, natürlich Meisterzeichner Antonio und viele Photographen der Zeit. Jean Paul Goude fehlte ebenso wenig wie Bianca Jagger.
peterkempe
Neues Jahr, neues Glück, auch im Büro – Zum einen sind die alten Agenda-Einlagen vom letzten Jahr zur Aufbewahrung zu verstauen, zum anderen die Termine für das neue Jahr zu machen. Frühjahrsputz auch bei den Kalendern und den kleinen Helfern, die das Büro hübsch und organisiert machen.
Auch wenn iPad und Laptop dominieren, nichts ist so schön, wie viele kleine Ledermäppchen, Etuis und Notizbücher im Büro. Wie im wahren Leben gibt’s da natürlich die diversen verführerischen Marken, die so etwas anbieten: Smythson aus London oder auch Cassegrain aus Paris. Allerlei Firlefanz auf dem Schreibtisch lenkt ja bekanntlich ab, aber als kreativer Mensch finde ich es als Inspirationsquelle unabdingbar, das ein oder andere Accessoire auf dem Tisch zu haben, um hin und wieder vom Computer aus die Blicke nach links oder rechts schweifen zu lassen.
Allerdings hat meine Lieblingsfirma Hermès auch einiges für den schönen Schreibtisch und meine organisierte Unorganisiertheit zu bieten.
Es ist ein absoluter Klassiker und ich gebe zu, ich liebe es, das Vichy Karo.
Assoziationen wie Bettwäsche, Bauernbluse oder Küchenhandtuch mögen dem einen oder anderen in den Sinn kommen. Eigentlich ein ländlicher Bauernstoff, nach dem französischen Kurort Vichy benannt, taucht er im 18.Jahrhundert parallel in Frankreich, Deutschland und Spanien auf und ist eigentlich immer als Wäschestoff benutzt worden. Lange führte er ein eher ärmliches Dasein und wurde außer für Bauern- oder Arbeitshemden gar nicht so in der Mode berücksichtigt.
Vertraut man meiner Freundin, der deutschen Stil Institution und Ex-AD Chefredakteurin, Margit J.Mayer, dann ist sie die wirklich erste Deutsche, die internationales Format als Architektin und Interieur-Designerin hat und sich in Amerika durchgesetzt hat. Verfolgt man ihre Projekte und die Entwicklung regelmäßig, überrascht und begeistert sie einen immer wieder: Annabelle Selldorf.
Ob Penthouses, Ski-Chalets in Colorado oder Museumsbauten und Flagshipstores für international operierende Firmen, ihr Portfolio ist vielfältig und ihre Projekte Kontinent übergreifend.
Annabelle wurde in Köln geboren. Ihre Eltern waren in der Möbelbranche tätig, sodass sie früh mit der Materie des Schönen in Berührung kam und stilsicher aufwuchs. Nach Studien an der Pratts Universität und der Universität von Florenz machte sie sich 1988 in New York selbständig.
Jeder Hund hat ein Lieblings Spielzeug. Egal ob Plüschtier, Gummihuhn oder Kauknochen. Manchmal sehen die Teile zwar aus, als wenn der Blitz
eingeschlagen hätte, total zerbissen und zerzaust, aber umso mehr werden sie geliebt. Mein Hund, der Corgie Smokie (kleines Bild links), hat zum Beispiel einen kleinen Esel, der erst so richtig seine große Liebe wurde, als er ihm im wahrsten Sinne des Wortes, ein Ohr abgekaut hatte.
Der New Yorker Photograph Arne Svenson hat zwar selbst keinen Hund, aber in kaum einer anderen Stadt als New York gibt es so viele kultivierte und verwöhnte Hunde.
Da kam ihm und seinem Freund und Stylist, Ron Warren, beim Spazierengehen die Idee, doch mal den ein oder anderen Hundehalter zu fragen, ob man für einen Photoshoot nicht mal den Liebling des Vierbeiners ausleihen könnte.
Daisydora hat es schon geschrieben, was ich mir für das neue Jahr 2012 vorgenommen habe und eines der Dinge, die ich tun werde, ist, mir zwei Hemden bei Charvet nähen zu lassen. Dies ist mir natürlich ein willkommener Anlass, euch das Haus Charvet, Hemdenmacher seit 1828, an der Pariser Place Vendôme Nummer 28, vorzustellen.
Charvet ist so zu sagen das Haute Couture Haus für Männer-Hemden, oder das Gegenstück zur Londoner Savile Row. Die Kundenliste ist hochkarätig und beginnt bei Charles de Gaulle, über John F. Kennedy bis zu Winston Churchill. Daphne Guiness lässt alle ihre Blusen dort machen und Yves Saint Laurent ließ sogar seine Anzüge dort anfertigen.
Das faszinierende an Louis Vuitton sind eigentlich gar nicht die Dinge, die man weltweit in deren Mega-Boutiquen kaufen kann, sondern die Dinge, die im Ursprungs- und Spezial-Atelier in Asnieres bei Paris auf Kundenwunsch angefertigt werden.
Daher kommt die Koffermacher-Tradition des Hauses und das ist auch das bewundernswerte an der Marke nach wie vor. Nach dem Motto „Schuster bleib bei deinen Leisten“ kann man sich dort, und es kostet gar nicht so viel mehr, genau das machen lassen, was den eigenen Bedürfnissen entspricht – und das schon seit über 150 Jahren.
In der Woche vor Weihnachten gibt es immer so Filme, denen ich nicht wiederstehen kann. „Tatsächlich Liebe“ bringt mich regelmäßig zum schluchzen und da die Tage so kurz und beruflich im Laden total anstrengend sind, wühle ich abends gern in der DVD-Kiste und dabei habe ich einen meiner Lieblingsfilme wiederentdeckt.
Es ist der Film „Eine amerikanische Nacht“, oder wie er im französischen Original heißt „La nuit américaine“, der 1973 von Meisterregisseur Francois Truffaut gedreht wurde.
„La nuit américaine“ ist die Hommage eines Regisseurs auf das Drehen von Filmen und ist so zu sagen ein Film im Film, über die Geschichte des Films und die kleineren und größeren Dramen, die sich am Set so abspielen.
So wie im Juli und August die Karawane der Pariser Arrondisements in Richtung Côte d‘Azur geht, bricht pünktlich zu Weihnachten der Skizirkus in den französischen Alpen aus. Lac de Tignes, Megève und vor allem das mondäne Courchevel (es diente schon so manchem James Bond als Kulisse) beherbergt alle sportlichen Pariser zwischen Dezember und März. Die sagenhaften Pisten und vor allem das famose Après Ski machen Courchevel zu einem Mittelpunkt der Gesellschaft und natürlich dürfen dabei auch nicht die Lieblingslabel der Franzosen fehlen.
Es ist Frühjahr 1987 und der französische Unternehmer, der einen Luxuskonzern aufbauen möchte und soeben die Champagner Firma Moet & Chandon gekauft hat, Bernard Arnault, hält Ausschau nach jungen Talenten und Marken, die er aufbauen kann.
Bei Jean Patou (wir berichteten), macht Christian Lacroix mit seinen ungeheuer spektakulären Couture-Kollektionen Furore und zieht ungewöhnlich junge und spannende Kundinnen an. Arnault nimmt Verhandlungen mit Christians Partner Jean Jaques Picart auf und beide kommen überein, ein neues Couture-Haus zu gründen. Es soll ungewöhnlich luxuriös werden und zunächst ist es angedacht, erst mal mit reiner Couture zu starten und dann später eine hochwertige Prêt à Porter dazu zu nehmen.
Ungewöhnlich zu der Zeit, weil die Couture für sterbend erklärt ist und man davon ausgeht, dass sie eher ausstirbt und die Zukunft komplett den Boutique-Linien gehören wird. Man will langsam starten und dann peu à peu aufbauen. Keiner rechnet mit der Modesensation, die wenig später folgen wird.










