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Daisydora

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Originelles vom Unaussprechlichen – MiharaYasuhiro FW11

War das ein Aufatmen für Daisy: Es gibt doch noch Designer, die etwas ganz anderes als alle Kollegen in ihren Kollektionen zeigen. Allen voran der mir schon auf dem Bild überaus sympathische Japaner im durchlöcherten Clochardanzug mit dem Zungenbrecher-Namen MiharaYasuhiro. Bei keinem einzigen Outfit dieser jungenhaften und sehr avantgardistischen Kollektion hatte Daisy das Gefühl, sowas so ähnlich schon da oder dort gesehen zu haben. Schwarzes ist zwar vorhanden, wird aber neu interpretiert, mit Weiß und anderen gedeckten Farben kombiniert. Kommt schon mal als gestricktes Ensemble mit Zöpfen an kniekurzen Hosen. Mann hat schließlich schon einiges an Klassischem in Schwarz im Schrank hängen, sucht nach neuen Looks. Und wird bei Mihara Yasuhiro garantiert fündig.

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Allgemein

Schöne neue Stücke… in Rot, Blau, Schwarz und Weiß


Das was ich euch heute vorstelle, liebe Leser, ist eine Art Daisy-Lookbook mit schönen Stücken in den klassischen Grundgarderobefarben Blau, Rot, Schwarz und Weiß aus den neuen Kollektionen verschiedener Labels. Wenn neue Ware in die Läden kommt, ist die Verlockung besonders groß. Man kann aus dem Vollen schöpfen und dabei schleicht sich ganz gerne der eine oder andere Fehlkauf mit ein. Obwohl wir die Leser immer dazu ermutigen, auch ausgefallene Outfits zu probieren, sind wir als serviceorientierter Blog geradezu verpflichtet, dazu beizutragen, dass möglichst viele Teile der neuen Saison zu geliebten Klassikern in euren Kleiderschränken werden, die euch Jahre Freude bereiten. Erstaunlicherweise, so sehe ich das zumindest im Moment noch, können auch diese rockstarmäßigen Bikerjeans von Bailmain (links) und die coolen Pilot Cargo Pants von John Galliano (rechts) trotz Jahreszahl getragen werden, bis sie auseinanderfallen:

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Allgemein

Style Nite oder Marketingmaschine? – Michael Michalsky FW11

Als euer Lieblingsblogger Horst mich darüber informierte, dass mir die Ehre zukommt, nach dem offiziellen Highlight der Mercedes Benz Fashion Week Berlin, der Hugo by Hugo Boss Show, nun auch noch das wahre Highlight, die Style Nite des Königs von Berlin beschreiben zu dürfen, war ich einen Moment lang zu Tränen gerührt. Ganz daisylike habe ich mich aber schnell gefangen und erst mal überlegt, ob meine bescheidenen Marketingfachkenntnisse überhaupt noch dafür ausreichen, der Marketingmaschine Michael Michalsky einigermaßen gerecht zu werden. Nun denn, ich versuche es einfach!
Während es für andere Kollektionsberichte reicht, die Kollektion mehrmals anzuschauen und die Angaben des Designers zu Stoffen, Schnitten, Silhouetten und den Inspirationsquellen zu lesen, muss man als Schreiber bei Michalsky richtig ran. Nicht weniger als sieben Premium Partner und zweiundzwanzig Partner, erstere Bluechips und letztere klingende Marken- oder Firmennamen, weist die Website der Style Nite aus. Woher weiß man als Michalsky Kunde, wer da was aus welchem Grund beigesteuert hat? Ist aber ohnehin nicht so wichtig, so lange am Rande des Events der Extraklasse (O-Ton) auch noch Mode gezeigt wird.

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Paris Fashion Week

No Colors Anymore I Want Them To Turn Black… – Louis Vuitton Menswear FW11

Mehr Schwarz in verschiedenen Kombinationen, Materialien, Texturen und Schnittführungen passt nicht mehr in eine Kollektion. Wenige Teile in kräftigem Orange, das man aber Motel Red nennt, mit Schwarz abgedunkeltes Dunkelrot, Braun und Grau und ein strahlendes Weiß waren dann auch schon die einzig farbigen Momente in der von Paul Helbers, als Studio Director unter der Regie von Marc Jacobs verantworteten Kollektion für den kommenden Winter. Monochromie in der Großstadt: Muster kommen nur Ton in Ton vor. Als Schwarze LV Logoprints im Schwarzen Samt, als großes Schachbrett-Karo auf Schwarzem Wollstoff und – sehr effektvoll und neuartig im Look – ähnlich der Machart von Quilts horizontal verlaufend aneinandergenäht wirkende Schwarze Stoff – oder Lederstreifen für ein Hemd, einen Lederblouson und eine Lederweste. Man sieht alleine daran, wie groß das gute Handwerk bei Louis Vuitton noch geschrieben wird. Sowas Aufwändiges muss sich eine Modemarke ja auch leisten können. Für die Einfarbigkeit der Entwürfe sollen einerseits die Amish People in ihren schlichten Anzügen und Hemden Modell gestanden haben, aber auch das filmische Werk von David Lynch hat die Designer laut Eigenaussage inspiriert…

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Paris Fashion Week

A Homage To The Thin White Duke – Dries Van Noten FW11

Für Daisy ist Dries Van Noten nicht nur einer der besten Designer von Männerklamotten: Er ist mein ganz persönlicher Hosenkönig, der meine ohnehin schon übergroßen Erwartungen auch diesmal nicht enttäuschte. Die absolute Krönung – eine Tintenblaue weite Anzughose, an deren Seiten so eine Art unregelmäßiger Kamm – der an den Seitennähten der Hose entlang weich in alle Richtungen fällt – dran geschneidert wurde, wie ein Bergchamäleon, das stolz seinen Rückenkamm präsentieren kann. Dass Hose plus doppelreihig geknöpftes Jackett aus ganz feinem und leicht glänzendem Wollstoff Blau in Blau nadelgestreift sind, macht den ganzen Anzug dann perfekt. Ob die Hose ein Zitat auf den Thin White Duke, David Bowie, das Chamäleon, ist, dessen dandyesker und glamouröser aber ansonsten reduzierter Kleidungsstil sich in der Kollektion für den nächsten Winter spiegelt, kann nur vermutet werden.

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Paris Fashion Week

Korsettgeschnürte Hosenbeine – Alex Mabille Men FW11

Um euch auf diesen gleichermaßen begabten wie originellen Designer (aus Lyon stammend) einzustimmen, zeigen wir 39 Sekunden Werbung für einen weißen Männerslip. Nur ein Model in Unterwäsche, das sich sinnlich in den Laken räkelt …

Noch keine 35 Jahre alt ist der Herr der Fliegen und dennoch schon ein alter Hase als Designer. Alex Mabille hat schon 1997 sein Examen als Couturier und Modedesigner an der Ècole de la Chambre Syndicale de la Couture Parisienne bestanden. Dort lernte er, wie man Stoff drapiert und Falten plissiert. Es ist bis heute hin eine klassische Ausbildung an dieser Schule, bei der fast alles von Hand gemacht wird. Nur zwei Wochen nach dem bestandenen Examen hatte er an der Seite von John Galliano seinen ersten Job bei Christian Dior. Mit seinem Wunsch, die hohe Schneiderkunst alltagstauglicher zu machen, steht Alexis Mabille für eine neue Generation Pariser Modemacher. Was Alex Mabille entwirft, das zeigte auch die nunmehr präsentierte Kollektion für den kommenden Winter, das beinhaltet all das Wissen und handwerkliche Können der gut Ausgebildeten. Er geht damit aber spielerisch um und kreiert einen jungen, leicht rockigen aber auch klassischen Look. In dem Sinne wie auch Outfits von Vivienne Westwood, John Gallianos und Alexander Mc Queens oft zu Klassikern im Kleiderschrank wurden, obwohl sie auf den ersten Blick vollkommen verrückt wirkten. Alex Mabille verkauft nach Amerika, China, Deutschland, Großbritannien, Russland und Japan. Zu seinen prominenten Kunden zählen Mick Jagger, Sean Lennon und die Burlesque-Tänzerin Dita Von Teese, die auf der Bühne schon mal nur mit einer Fliege von A.M. bekleidet in einem übergroßen Martiniglas badet.

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Allgemein

Ready To Wear – Hugo by Hugo Boss FW11

Um es gleich vorweg zu nehmen: Meine Lieblingsentwürfe sind der dezent Schwarz-Dunkelblau in sich karierte Anzug am besten Männermodel in der Hugo Show, ein Roter Pulli und ein ebenfalls Rotes Strickkleid mit dicken Zöpfen. Für mich lautete das heimliche Motto der mit Neugier erwarteten ersten Hugo Kollektion von Eyan Allen „in sich gemustert“. Und zwar vorwiegend Schwarz in Schwarz. Gezeigt wurden fast architektonisch streng und gut geschnitten wirkende Kleidungsstücke, mit denen der Großstadtindianer im kommenden Winter garantiert nichts falsch machen kann. Mutig daran sind nur die in dieser Saison anscheinend unvermeidlichen Hochwasserhosen. Die machen auch bei Boss kurze Beine – man muss das verkürzte Hosenbein also tragen können. Die Sakkos sind klassisch-schmal geschnitten und sitzen gut. Schade, dass man beim Betrachten der Kollektion wahre Deja-vu-Anfälle bekommen konnte… hat man das alles nicht schon mal von Boss gesehen?

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Milan Fashion Week

Die fabelhafte Dean und Dan Show – Dsquared² Fall/Winter11

Wir haben schon über Schlichtes und Schillerndes aus Mailand berichtet, aber so richtig auffallendes Styling zusammen mit einer ausgefallenen Kollektion, sollte es dann auch noch für euch geben. Daran, was die Dsquared Designer da an Styling- und Kombinationsideen aufgeboten haben, kann man sich nicht so schnell satt sehen, obwohl es nur eine zentrale Idee ist, die man zirka zwanzig Mal anders durch dekliniert hat. Im Fokus steht der überschlanke aber nicht magere Wanderprediger mit elegant langgezogener Silhouette, der das Haus nicht ohne Brillenschlangenbrille und Borsalino verlässt. Man sollte die Outfits erst mal gut auf sich wirken lassen und nicht gleich daran denken, wie wohl die Kollegen im Büro darauf reagieren werden, wenn man so eine Art halbe weiße Schürze über dem eleganten schwarzen Sakko trägt, darunter ein Hemd mit Frackhemdkragen, dazu die obligate Fliege – in Lila. Wer von euch Männern im kommenden Herbst und Winter so wie die Models in der Show gekleidet und gestylt nach Draußen geht, ist ohnehin kein Anfänger, der auf staunende Blicke oder Getuschel noch irgendwie reagiert.

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Allgemein

DER GROSSE BLUFF? – Patrick Mohr auf der Mercedes Benz Fashion Week

Wenn sich im Kaufhaus oder bei Ikea ein Teil der Sippe in endlosen Gängen und Winkeln verläuft, dann bittet man die nette Dame an der Information einfach um eine Personensuche-Durchsage und alles wird wieder gut. Wenn sich Leute auf die Berlin Fashion Week verirren, die dort eigentlich nichts verloren haben, klappt das leider nicht … Nichts wird wieder gut. Man hat das Malheur mit eigenen Augen gesehen und ist heilfroh, dass man davon zumindest nicht blind werden kann. Was ist denn das für ein großer Bluff, den der Designer da als Kollektion abfeiert? Wie Horst so charmant in seiner Mail an mich bemerkte: Das sieht ja aus wie von Esprit oder Tom Taylor … Nein, da muss ich eurem Lieblingsblogger Horst ausnahmsweise widersprechen. Dort arbeiten hochprofessionelle Designer, auch wenn die Klamotten gerade nicht unsere Krangenweite sind. Was Patrick Mohr da als Kollektion zeigte, ist eine wie zufällig zusammengeschustert wirkende Melange aus Kraut und Rüben. Alles schreit wannabe stylish – es funktioniert aber nicht. Hässliche Farben, schlecht sitzende Schnitte, keine stringente Idee oder Linienführung zu einer definierten Silhouette hin zu erkennen; ich dachte, die wurden wohl zwei Wochen vor Beginn der Fashion Week kalt dabei erwischt, den Termin doch glatt verschwitzt zu haben.

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Milan Fashion Week

Sehe ich da etwa Zitronengelb? – D&G FW11

Dass mich Mailand noch mit einer Kollektion überraschen würde, die aus meinem Kleiderschrank der Teenagerjahre stammen könnte, damit hatte ich nicht gerechnet. Und doch – in der von Dolce & Gabbana nunmehr präsentierten D&G Schau gab es nicht weniger als vier meiner bunten Cordhosen … nur, und das ist Daisy selbstverständlich klar, mit tiefem Schritt und daher doch ganz auf der Höhe der Zeit. Zwar rechne ich damit, für das was ich hier schreibe, mit Häme überschüttet zu werden, aber ich fand das erfrischend, worin diese lustige Truppe von Models aus der Abteilung Schuljungs über den Laufsteg schlurfte. Zu den schon erwähnten Cord- bzw. Samthosen in praktisch allen Buntstiftfarben trägt man ebenfalls bunte T-Shirts mit Mickey oder Coca Cola Schriftzügen richtigherum oder auch in Spiegelschrift auf Skylines oder Stars And Stripes gedruckt.

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