Es gibt ja so viel gemeinen Tratsch darüber, wie knallhart die Geschäftsfrau Heidi Klum ihre Entscheidungen treffen soll, so bald TV-Formate das Signet by Heidi Klum tragen. Legendär die Meldung dazu, dass Peyman Amin, der nicht nur als Juror bei Germanys Next Topmodel (GNTM) war sondern sich jahrelang als Heidis persönlicher Booker bei IMG Models in Paris um die guten Geschäfte einer der besten Geschäftsfrauen unter den Models erfolgreich gekümmert hatte, per SMS oder Mail davon erfuhr, dass er nun Draußen sei ….
Daisys Bericht handelt allerdings davon, welchen Männern im Verlauf von sechs Staffeln GNTM mit Hilfe des fabelhaften Karriereknickbügeleisens unser aller liebster TV-Heidi der eine oder andere Karriereknick aus der Vita heraus gebügelt werden konnte.
Daisydora
Ach was war das für ein herrlicher Frühlingssamstag, den wir in der Horstson-Hansestadt-Hamburg hatten. Dementsprechend wuselig war die Besucherfrequenz auch rund um die Binnenalster und in der ganzen Innenstadt. Dort wo das distinguierte Hamburg samstags zum Einkaufen geht und es sich zwischendurch und danach in Cafés, Restaurants und Bistros gut gehen lässt. Dafür, das wisst ihr, sollte man halbwegs gut angezogen sein. Kann ja immer jemand um die Ecke kommen, dem man sich auch in der Freizeit nur von der besten Seite zeigen will. Nicht, dass die Hamburger das nicht auch ohne Daisy wüssten oder beherzigten …. hier geht es darum, Klamotten zu finden, die ins casual-elegante Stadtbild passen und nicht unbedingt wieder bei Blazer, Streifenhemd, heller Hose oder Chinos und rahmengenähten Schuhen zu landen, die samstags anscheinend diesen unsäglichen Cognacton haben müssen, wenn man dazugehören will. Genug davon, der typische Horstsonian mit Hauptwohnsitz in Hamburg ist ja viel modischer aufgelegt als die Hamburger Herren zwischen Neuer Wall und Jungfernstieg und drum herum. Also: Wenn ihr trotzdem mal Lust habt, euch hanseatisch zu verkleiden, dann schaut euch an, was Daisy schniekes für euch rausgesucht hat. Klar, dass die Teile überweigend Blau sein sollten. Am besten tragt ihr alles Blau in Blau. Dadurch wirkt das ganze Outfit elegant, aber eben etwas jünger, als das, womit in die Jahre gekommene Werbeagenturgeschäftsführer und all die Kai Diekmans* der Hansestadt herumlaufen und ihren Wohlstand plakativ zu Markte tragen, weil Papi das auch schon so machte…
Da tut überhaupt nichts in den Augen weh!
Das waren die Worte eures Lieblingsbloggers Horst, die er mir für diesen kleinen Bericht über die Kooperation zwischen dem britischen Label Allsaints Spitalfields
und der GQ mit auf den Weg gab. Stimmt! Und nicht nur das, man hat sich dazu entschieden, kein Model sondern eine Persönlichkeit in die Klamotten zu stecken: Tony Ward. Der verkörpert nun den sehr auf das Allernötigste reduzierten saisonal-modischen Anspruch des Labels, ohne dabei auf männliche Attitude zu verzichten. Das gefällt sicher nicht nur Daisy, mal keinen der hohlwangigen Jungs aus den Top50 von models.com in solchen Klamotten zu sehen.
Die von Fotograf Ben Morris geschossenen Bilder dieser Kooperation beziehen ihren reduzierten Factory-Look daher, dass man konsequenterweise gleich in der Textilfabrik fotografiert hat. Dabei sind auch einige Lookbook-Bilder direkt in den Fabriks-Sets entstanden, die gut und gerne als Reminiszenz an traditionelle Textilproduktionen, wie sie heute immer seltener werden, angesehen werden könnten.
Nie wieder Sushi oder Sashimi? – WWF Would You Care More If I Was A Panda?
Posted on 4. April 2011Au weia, das wird hart, nicht nur, dass Daisy am liebsten an 365 Tagen im Jahr frische Himbeeren und Blaubeeren in rauen Mengen isst, habe ich alleine sicher
schon einigen wunderschönen Thunfischen in Sushiqualität das Leben gekostet. Ich liebe rohen Fisch und könnte schon zum Frühstück welchen essen. Obwohl, und ab hier wird es schlimm, ich so Vieles weglasse, nur um meine persönliche Ökobilanz bis hin zu einem weit geringeren, durch mich verursachten Co2 Ausstoß, zu verbessern. Ich überrede rund um den Globus Verkäufer und Kassierinnen dazu, keine Quittung raus zulassen (klappt mittlerweile selbst im Kaufhaus), wehre mich beim Metzger und Bäcker erfolgreich gegen mehr als eine kleine Papiertüte, in die wirklich alles ohne Umverpackung reingestopft werden soll, das ich dann entweder in meine untertags immer große Handtasche packe oder ohne Tragetasche in der Hand transportiere…. Glaubt mir, liebe Leser, ich finde mich auch seltsam! Aber ich habe mir nun mal ausgerechnet, wie viele Mülltonen und Papiercontainer ich so alleine pro Jahr einsparen kann. Was gerade beim Sparen von Papier auch sehr nötig sein dürfte, so viele Fußballfeld-große Wälder, wie ich durch meinen ungezügelten Magazin- und Zeitungskonsum schon abgeholzt habe.
Bevor euch Daisy mal wieder um ein paar Minuten euer kostbaren Lebenszeit für einen ihrer Berichte bittet, will ich meiner Freude darüber Ausdruck verleihen, dass
es hier zum Glück nicht schon wieder um seltsame oder geschmacksverirrte Groß-, Mittel- und Kleinstädter geht, die von jedem ihrer prosaischen Gedanken so begeistert sind, dass sie auch diese Befindlichkeit auf ihrem Blog mitteilen müssen. Nein, es geht um das Thema Wettbewerbe und deshalb auch gleich darum, ob wir, die Branche der Blogger, und wir, Horst und seine Schreiber, gute Wettbewerber sind. Die Mutter des Gedankens ist aber fashionpuppe oder besser gesagt die Bloggerin Anna Frost und ihre beiden mit ihr bloggenden Männer Gian und LabaNich und deren erster Männerblogwettbewerb:
Modemänner 2.0 -auch männer lesen fashionblogs
Der Anti-Tracy-Anderson-Fitnessguru – Richard Simmons x Air New Zealand
Posted on 2. April 2011Das kommt davon, wenn man sich auf Websites verfranst. Eigentlich wollte ich euch nur die neuen Safety Instructions von Air New Zealand zeigen, aus denen die Airline mit Hilfe der Werbeagentur 99 und des Fitnessgurus Richard Simmons etwas mehr herausholen wollte. Was auch gelungen sein dürfte. Das lustige Filmchen und ein Making Of wollen wir euch nicht vorenthalten. Daisy denkt, es ist keine Übertreibung, das Ergebnis überraschend, originell und einzigartig zu nennen.
Aber schaut doch bitte selbst:
Air New Zealand bezeichnet sich ja selbst als High-Energy-Airline. Klar, dass man dann einen flotten Ruf zu verteidigen hatte und seine Fluggäste nicht mit glatten Filmchen in Dämmerschlaf versetzen will. Ich denke, der zusätzliche Werbeeffekt wird die Verantwortlichen nicht enttäuschen, so kultig, wie der skurrile Guru Simmons, der sein Leben unser aller Fitness und daraus entstehender Lebensfreude verschrieben hat, in dem Film daherkommt. Für die zwei bis drei unter unseren fitten Lesern, die bisher wegen der Erfolge von Gwyneth und Madonna mit Tracy Anderson trainieren oder sich für Heidis Schleifer David Kirsch entschieden haben, ein kleiner Hinweis auf die Besonderheit des Trainings nach Richard Simmons: Die ganze Idee ist die, sich ordentlich zur Musik von Gestern zu bewegen. Sweatin‘ to the Oldies, heißen Simmons mittlerweile unzählbare Fitnessprogramme und die dazu gehörenden DVD-Reihen.
Wo manche Hollywood-Kollegen zum Stundensatz von 2000 Dollar bei Personal Trainings mit wissenschaftlich verbrämten Versprechen aufwarten, sie würden jeden von uns auf den Zentimeter genau in den bestmöglichen, persönlichen Shape bringen können (Tracy Anderson), lässt Richard Simmons fröhlich zu Oldies hin und her hüpfen und hat genau so Kultstatus an der Westküste erlangt. Seit er sein erstes Studio ausgerechnet in Berverly Hills eröffnete, das er Slimmons nannte, stehen die Telefone nicht mehr still. Mittlerweile kann man Fitness-Kreuzfahrten, die er Cruise to lose nennt, bei Simmons buchen und es gibt neben T-Shirts und anderem Kram, den man nicht unbedingt haben muss, kaum etwas, das der ausgeschlafene Geschäftsmann nicht online oder in den Studios verkauft. Aber auch höhere Anliegen lassen den fitten bald Mittsechziger nicht still stehen: Wenn es nötig ist, betätigt sich Richard Simmons auch politisch, um wie Ex-Governator Schwarzenegger darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig die Sporterziehung für Kinder an allen Schulen und in Freizeitangeboten ist (No child left behind act).
Nun ja, so viel nicht unbedingt Wissenswertes, erfährt man, wenn man sich auf einer Website verfranst… aber irgendwie lustig, wenn Fitness-Instructions mal nicht von Andrioden und Ex-Models kommen…
Was für ein künstlicher Billboard-Aufreger – zu sehen in der Houston Ave. und der Lafayette Street… der Daisy dazu zwingt, den ersten Bericht auf Horstson zu beeeeepen, weil ich bestimmte böse f . ck Wörter aus Prinzip nicht verwende…..
Darum geht es: Eine der größten Errungenschaften in deren Genuss wir durch unsere großartigen Verfassungen kommen scheint das uneingeschränkte Recht auf Meinungsfreiheit zu sein. Wie wir alle wissen, lieben die Amerikaner ihre abgöttisch. Das ist Daisy nur recht. Allerdings müssen sich dann Teile der Bevölkerung folgenden Exkurs gefallen lassen: Bitte, springt nicht immer gleich auf alles an, was irgendwelche Leute, die sich in ihrer frei verfügbaren Zeit mit pathologischem Eifer nur damit beschäftigen, welche Werbung der neue Skandal sein könnte, den man, wenn es aus deren Sicht gut läuft, glatt verbieten lassen könnte.
Ich hatte besagtes und nunmehr via CBS skandalisiertes CK Billboard einfach nur als etwas schwach bis misslungen angesehen, mich aber weiter nicht groß gewundert, da schon seit einigen Saisonen nichts richtig tolles aus dieser Ecke der Werbewelt kam. Viel weiß, darauf die eingeölte Eva Mendes oder Lara Stone mit Schmollmund.. Man sieht sich einfach rasch ab an dieser Ästhetik. Umso erstaunlicher, als mal wieder Meisterfotograf Steven Meisel hinter der Kamera stand. Um das etwas brave Duftwässerchen CK One, das man ja schon seit Jahren mit besonders szenigen jungen Leuten bewirbt, cybermäßiger und hipper zu inszenieren, haben die Werber bei Calvin Klein sich dafür entscheiden, das Billboard-Motiv wie einen Screenshot aus dem Commercial zu gestalten. Was ziemlich flau aussieht und auch nicht der Look sein dürfte, der Puncks so richtig in Kaufrausch versetzen könnte. Was ist denn nun der Skandal daran, werden sich die meisten von euch fragen, die das Billboard im Header betrachtet haben?
Irgendeinem Werbewächter mit sehr weit gesteckter einschlägiger Fantasie ist doch tatsächlich aufgefallen, dass man aus dem Teil links hinter dem Model, der unteren Linie der Panties und den Initialen CK das böse Beeeeep Wort bilden könnte. Sonst noch Probleme mitten auf der Straße in den Häuserschluchten New Yorks? Nein, wie schön! So stößt man als stolze US-Mom oder verantwortungsbewusster US-Dad tendenziell fruchtlose Grundsatzdiskussionen über falsche oder jugendgefährdende Werbung an, während die lieben Kids sich am Rechner in Sozialen Netzwerken, beim Spielen und Surfen in wirklich jeder Hinsicht die Kante geben. Daisy findet das irre, bei all der Indifferenz und Unbeholfenheit, mit der Eltern dem Treiben im Internet und seinen Auswirkungen gegenüber stehen, sich gleichzeitig via CBS von langweiligen Billboard-Motiven einer für viele Kids schon viel zu langweilugen und braven Marke aber unbedingt distanzieren zu wollen. Groovt euch lieber mal ins World Wide Web rein, liebe Supermoms und Superdads, da werdet ihr richtig große Augen machen, was es da selbst für euch noch zu lernen gibt.
Und ihr, liebe Calvinisten, von euch wünscht sich Daisy mal wieder richtig gute Werbung, mit der Trends gesetzt werden, so wie früher.
Jetzt ist er aber wirklich da der Frühling und mit ihm ein kleiner
Entscheidungsnotstand bei Daisy. Weiße Chucks oder Sneakers kaufe ich nur alle heiligen Zeiten, da sich mir vorher immer schon welche in den abwechslungsreichen Farben Blau, Rot oder Schwarz – oft mit irgendwas drauf geschrieben oder mit Motiven und Symbolen drauf gedruckt – in den Weg gestellt haben. Nun habe ich mich aber gleich in zwei Paar Weiße verguckt. Ein Paar ist aus der Kooperation von Comme des Garcons mit Apple Records, der daraus resultierenden Beatles Serie. Ein schlichter Segeltuch-Sneaker mit dem Key Visual grüner Apfel und dem Beatles Schriftzug auf der anderen Seite. Sonst ist da gar nichts dran. Weiße Schnürsenkel und der stolze Preis von 135 Euro wären aber schon erwähnenswert.
Politiker in ihren Uniformen: Preppy People oder elegante Persönlichkeiten?
Posted on 27. März 2011Die Herren Mappus und Westerwelle haben am Superwahlsonntag um 19 Uhr, also ungefähr jetzt, ganz andere Probleme, als die, dass sie für den traurigen Anlass nicht elegant genug gekleidet sein könnten. Aber welcher Abend könnte schon passender sein für Daisys modisches Politiker-Wahlbarometer auf Horstson? Während uns auf allen Fernsehkanälen die Grafik-Cracks die Hochrechnungen der Wahlen erklären und Männer in guten Anzügen erste Resumées preisgeben und Schlüsse aus den Zahlen ziehen, sehen wir die ersten Nachwahl-Bilder aus den Parteizentralen. Und da sind sie dann wieder: Politiker in ihren besten Anzügen. Oder auch in denen, die der PR-Berater oder die holde Gattin raus gelegt haben. Das nimmt Daisy jedenfalls an, dass Wahlgewinner und –verlierer an so einem Abend, an dem das Fernsehen fast überall mit hin kommt, sich von der Schokoladenseite zeigen wollen. Ich wage es nicht, einen Tipp abzugeben, was Wahlverlierer Mappus trägt. Eigentlich egal, den Mann bekommt man nicht auf elegant gebürstet. Noch nicht mal dann, wenn er verspricht, nicht wie ein Winzerkönig bei der Weinprobe zu grinsen, wenn Kameras dabei sind.
Was wäre aus Elizabeth Rosemond Taylor geworden, hätte der schreckliche Krieg sie und ihre Familie nicht von London nach Californien gebracht?
Als Tochter wohlhabender Eltern hatte sie zwar Ballettunterricht und lernte reiten; aber niemand kann sagen, ob wir ohne den Ortswechsel der Familie die großartige Schauspielerin Liz Taylor je kennen gelernt hätten. Auch wenn ich kein rückwärtsgewandter Mensch bin, ohne Elizabeth Taylor und ihr darstellerisches Talent hätte mir etwas gefehlt. Aber eigentlich würde ich diese Frau, deren Gesichtsausdruck für mich zu den besten je bei einer Frau gesehenen gehörte, auch sonst vermissen. So wie jetzt, nach ihrem Tod. Daisy liebte den festen Blick aus den vielgerühmten tiefblauen Augen, der so gar nichts aggressives hatte aber dennoch keinen Zweifel darüber offen ließ, wie ernst es Elizabeth mit dem Gesagten meinte.







