Was vermag unsere Begehrlichkeiten im Bereich Mode ebenso zu wecken, wie große Markennamen – am besten gleich solche, die man zu den wenigen Luxuslabels zählt. Deren Zahl gefühlt von Jahr zu Jahr steigt, zumindest dann, wenn die Verkaufspreise auch ein Indikator für Luxus sind. Nicht weniger als 332 Labels werden in jeder Saison, also zweimal im Jahr im Rahmen der Damenmode-Prêt à porter in Paris, New York, London und Mailand der Presse und den wichtigsten Einkäufern vorgestellt. Darin sind die 13 Couture-Häuser, die im Moment regelmäßig ihre Haute Couture-Kollektionen präsentieren und eine sehr große Zahl an Männermode-Labels nicht enthalten. Und dann kommen da sicher noch mal weit mehr als 100 kleinere Labels dazu, die in Berlin, Kopenhagen und so weiter präsentieren …
Daisydora
Zu den umstrittensten aller umstrittenen Frauenschuhe, die Männer und manchmal auch Frauen doof finden, zählen die bei vielen Frauen gegen jeden Spott und Widerstand sehr beliebten Ballerinas. Mein Verhältnis dazu ist auch gespalten, was daran liegt, dass nur zierlichere Frauen mit schmalen und eher knochigen Füßen und tollen, schmalen Fesseln darin gut aussehen … und, dass viele billige Ballerinas auf den Straßen unterwegs sind, die auf mich eher formlos und fast etwas schlampig wirken. Diese Schuhform verlangt aber nach einer soliden handwerklichen Grundqualität, um nicht außer Form zu kommen und schlichtweg durchgelaufen auszusehen.
Nun habe ich aber so schöne Exemplare für euch entdeckt, die glänzend jeden Geschmackstest bestehen und den einen oder anderen Zweifler möglicherweise davon überzeugen, dass Frau nicht jeden Tag in 14 cm Heels rumlaufen muss.
Ganz bezaubernd sind die Puderfarbenen oder Schwarzen Ballerinas mit Fesselband aus dehnbarem Satin von Chloé (links und rechts), die sehr nahe an das Original herankommen und daher einen grazilen Gang machen aber auch zwingend verlangen.
>
Ebenfalls von Chloé sind die Bronzefarbenen Ballerinas (links), deren papierdünne Sohle allerdings eher teppich- als asphalttauglich wirkt. Aber schön sind sie schon. Auch eher für besondere Anlässe sind die silberfarbenen Ballerinas von Tory Burch (rechts) mit glitzernder Schleife.
Noch mehr glitzern und funkeln kann man in den Multicolor Glitzer-Ballerinas von Jimmy Choo (links), die mit einer schwarzen Lederpaspel eingefasst wurden und zusätzlich eine feine Lederschleife haben. Die wahrscheinlich heiß begehrtesten Ballerinas der letzten zwei Jahre auf Modeblogs sind die Mouse-Ballerinas von Marc by Marc Jacobs (rechts), die es nun auch festlich glitzernd gibt.
Absolut asphalttaugliche Ballerinas, in denen man auch mal zwei Stunden länger unterwegs sein kann, gibt es natürlich von Tods. Dort weiß man, wie flache Schuhe funktionstauglich und bequem hergestellt werden können. Mit den Schwarz-Taupe-Silberfarbenen Dee Buckle Ballerinas (links) kann man auch schadlos Auto fahren, sie haben wie die Loafers und Car Shoes von Tods an den Sohlen und dem Fersenteil die typischen Noppen. Ebenfalls mit Car Shoe Mekmalen ausgestattet sind die Milchkaffeefarbenen Dee Pythonleder-Ballerinas (rechts), deren Fußabschluss und Fersenteil mit farblich harmonierendem Glattleder gestaltet wurden.
Mit einem ganz kleinen Absatz von wenigen Millimetern wurden die schwarzen Dew Ballerinas von Tods (links) ausgestattet, deren Kuppe dekorativ genoppt daherkommt. Eine dezent elegante Option sind die Karamellfarbenen Ballerinas von Tods (rechts), die mit schönen und hochwertigen Details aufwarten.
Als ich die zart Hellblauen Ballerinas von Balenciaga (links) mit feinen Budapester Details entdeckte, dachte ich sofort daran, wie gut die zu einigen Outfits der kommenden Louis Vuitton Kollektion passen könnten … Mit robuster Gummisohle und einer schönen Lederbändchen-Flechtarbeit am Fußabschluss und Lederquasten überzeugen die Ballerinas (rechts) von Gucci.
Purer Luxus zum Preis von knapp 700 Euro sind die beiden Schlangenleder-Ballerinas von Lanvin (links und rechts), die ich euch trotzdem zeige. Die sind ganz glatt und ohne zusätzliche Effekte gearbeitet, wirken nur durch das Luxus-Leder.
Sooooo, das waren sie auch schon, die schönsten Ballerinas, die momentan auf dem Markt sind und nun kommt noch der kleine Ballettfilm zum Schuh … auch damit viel Vergnügen …
Da wird sie sich jetzt wahrscheinlich mit Händen und Füßen wehren, weil sie gemütlich mit Familie und ohne High Heels an den Füßen ihr Weihnachtsfest zuhause verbringen will, aber meine Auswahl ihrer Weihnachtsklamotten hat ganz anderes ins Auge gefasst: Ein schickes, elegant-stimmungsvolles Weihnachtsdiner im Haubenlokal oder gleich in einem tollen Hotel in den Schweizer Bergen oder von mir aus in Paris oder New York.
Ich gönne Frau Willis ein feudales Weihnachten ohne Würstchen und Kartoffelsalat, bei dem niemand in der Küche stehen muss und die dezente Weihnachtsmusik live und ohne schiefe Töne ist. Das Alles mit Limousinenservice und ohne größere Fußwege, warum das so ist, wisst ihr gleich …
Farblich habe ich mich aber ganz traditionell von Lametta und Santas Mantel inspirieren lassen. Aber seht selbst:
Wer meine fast schon traditionelle Reihe der Vorschläge für die Weihnachtsoutfits von Horst und meinen lieben Schreiberkollegen verfolgt hat, durchschaut das System: Jeder Horstson-Mann ist Role-Model für einen Stil. Und nun sind wir beim schnieken Großstädter angelangt, da Jan ja der Hauptstadtbewohner in unserer Mitte ist. Und in Berlin könnte ja jederzeit Scott Schuman oder ein Kollege um die Ecke biegen und da wäre es echt doof, wenn man gerade in Schluffiklamotten rumläuft.
Drum habe ich bei der Auswahl der Outfits neben der Bequemlichkeit auf Schick und ausreichend modische Signale geachtet und bin schon gespannt, wie Jan und ihr diese Auswahl findet.
Breaking News aus der Berliner Allee 2. Für alle, die leider nicht im fashionablen Düsseldorf leben, dort ist quasi op de Eck von e Kö der schicke Glaspalast-Stammsitz von Peek & Cloppenburg, einer, wie Harald Schmidt sagen würde: Anständigen Deutschen Firma.
Man hat das nicht so auf dem Schirm, aber neben dem großen und mehrere Etagen füllenden Angebot an modisch solider Markenware stellt Peek & Cloppenburg Eigenmarken her, darunter REVIEW.
Und die findigen Marketingverantwortlichen bei Peek & Cloppenburg haben da eine ganz neue Idee, wie man zu mehr Awareness und einem coolen Image bei den Zielpersonengruppen gelangen könnte: REVIEW TV sucht den Fashion Reporter!
Und gar nicht überraschenderweise läuft das ganze Spektakel auf facebook. Aber zuerst mal, ein paar Takte der Info dazu.
Infotext der PR:
Roter Teppich, Blitzlichtgewitter, Modeshootings am anderen Ende der Welt. Mit gutem Gespür für die neuesten Modetrends wird der REVIEW Fashion Reporter u.a. von den Fashionweeks berichten, Designer und Models backstage begleiten oder die Making Of-Videos von Kampagnen-Shootings moderieren. Eine perfekte Chance, um in der Modewelt Fuß zu fassen. Ab März 2012 startet der Job für den Fashion Reporter, der für mindestens ein Jahr das Gesicht von REVIEW sein wird und über die Kanäle Facebook, Yt und die brandneue, interaktive Website mit der REVIEW-Community kommuniziert. Mit Tipps für die hippsten Modetrends und dem Blick hinter die Kulissen bei Shootings und Schauen gibt er als Moderator des eigenen Web TV-Kanals „REVIEW TV – never established“ den Zuschauern einen guten Überblick über die Fashionbranche.
Bewerben kann sich jeder ab 18 Jahren mit einem Video auf der Facebook Fanpage von REVIEW, in dem er sein besonderes Moderationstalent unter Beweis stellt. Die Jury wählt aus allen eingehenden Bewerbungen die Top 5 aus. Auf die Finalisten wartet dann eine spannende Aufgabe (bestimmt von der REVIEW Facebook Community), bei der sie sich wieder vor der Kamera behaupten müssen. „Leidenschaft für Mode und Lifestyle sind eine gute Voraussetzung, aber vor allen Dingen muss der Fashion Reporter für REVIEW TV authentisch sein. Schließlich wählt unsere REVIEW Community aus den Top 5 auf Facebook ihren Fashion Reporter selbst aus“, so Veith Gärtner von REVIEW.
Und nun zu den Schmankerln: Veith Gärtner ist der Mann im Video, das wir euch auch zeigen. Er verantwortet das Marketing von REVIEW und plaudert zusammen mit einem uns nicht ganz unbekannten Neo-eigene-Kollektionsdesigner und Wieder-Heidi-Jurymitglied, Thomas Rath, ja, einer der beiden Thomasse von Thomas und Thomas, locker-flockig darüber, wie toll das auch für dich sein könnte, durch deine Bewerbung mit ein wenig Glück und viel Talent, mit der Kamera zu flirten, schwupps, in die Modebranche reinzurutschen.
REVIEW TV sucht den Fashion Reporter! – Aufruf mit Veith Gärtner & Thomas Rath
Wie auch immer das gemeint ist, man weiß es nicht, wie das Reinrutschen genau geht und als was und wo es nach dem Jahr weitergehen soll. Soweit ich weiß, konzentriert sich Peek & Cloppenburg beim Recruiting von Mitarbeitern, die dort Karriere machen sollen, auf High Potentials mit eins A Studienabschluss und allem Zipp, Zapp und Zarapp.
Da ich das Bewerbungsprozedere bei facebook noch nicht durchgespielt habe, kann ich euch auch nichts über Honorare, Buyouts und sonstige Rahmenbedingungen sagen, die da als Lohn für so viel TV-Talent winken.
Nur so viel: Die Jury besteht aus Veith Gärtner, REVIEW Marketing, Thomas Rath, Modedesigner, Anna Frost, Fashion Bloggerin und Nina Rombach vom Lifestylemagazin GRAZIA, dem weiteren Medienpartner der Aktion.
Bewerbungsschluss ist der 31. Januar nächsten Jahres.
Ganz generell werden solche Chancen, ohne Studium oder Ausbildung was zu werden, ja in Zeiten der Castingshows für alle, die entweder Model, Popstar oder irgendwas mit Medien oder Moderation machen wollen, ja gerne angenommen. Also ist auch dieser Aktion wahrscheinlich Aufmerksamkeits-Erfolg beschieden. Ob die REVIEW-Leute ihre Sache wirklich gut machen, können wir erst sagen, wenn wir die ersten Talente gesehen haben und das Ergebnis weder Tussi-TV à la Katzenberger oder diesen Fremdschäm-Video-Teilen auf Fashionblogs ist. Möge die Übung gelingen. Horst hatte ganz leise was von Werteverfall gemurmelt, wenn es nur noch um Medienaffinität und nicht mehr um inhaltliche Kompetenz geht. Was haben wir alle davon, wenn der REVIEW Fashion Reporter vor sich hin blubbert und nichts von Mode versteht?
Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass modeaffine und coole Männer mit sehr gutem Geschmack zum Zug kommen … ich kann einfach keine VIVA-Blubbermäuse und Mode-Mäuschen mit diesen Haben-will-Kulleraugen mehr sehen.
Wenn man so ein defensiver facebooker ist, wie ich, und dann auch nur in Sachen Horstson Berichte in Vertretung von Horst reinstellen dort vorbeischaut, dann dürfte das schon ein mittleres Wunder sein, dass der Kontakt zu Horst und der zu Sven Bartel vom HYPE Magazine über facebook auf mich zu kamen. Was aus Horsts charmanter Mail wurde, wisst ihr ja … über Svens Mail bin ich damals erst mal erschrocken, weil er einen Text von mir lobte und ich mich ja handwerklich als mittel-lausige Schreiberin sehe, die nur durch inhaltliche Sattelfestigkeit und Deutschsprachigkeit gerettet wird .. Nun denn, aus dem Kontakt ergab sich eine nette Einladung, mal was für die Printausgabe des HYPE Magazine zu schreiben und das Ding ist nun mitsamt Daisy in Print im Zeitschriftenhandel.
Denys George Finch Hatton aus Paris – Werner Schreyer in Louis Vuitton Spring-Summer 2012 in Afrika
Posted on 20. Dezember 2011Gerade, als ich damit beginnen wollte, einen Bericht über die stilistische Entwicklung der Werbekampagnen verschiedener Luxuslabels in den letzten zehn Jahren zu schreiben, fielen mir alle Kampagnenbilder der neuen Männerkollektion von Louis Vuitton in die Hände, die Alasdair McLellan mit einem der Veteranen unter den noch aktiven Männermodels fotografiert hat, mit Werner Schreyer.
Ich plaudere jetzt mal ein Betriebsgeheimnis aus: Horst hat sich mit Karl Lagerfelds knallharter Wunderdiät auf Sixpack-Weihnachtstopformat gebracht und kann es sich daher nicht nur locker leisten, die Plätzchen zwischen jetzt gleich und den Heiligen Drei Königen tellerweise in sich reinzustopfen, er wird das Fest von Kopf bis Fuß in Plätzchenfarben-Outfits zelebrieren. Alles in Spekulatius, Zimtstern, Bratapfel, Orangenpunsch und Schokolebkuchen … schade, dass es noch kein Geruchs-Modeblogging gibt …. da entgeht euch was.
Und dann hatte ich auch noch die Freude, eine Sendung von Christopher Bailey entgegennehmen zu dürfen, der Horst als ersten Modeblogger weltweit in einigen Teilen seiner neuen Burberry-Prorsum-Kollektion sehen will … Brian Boy soll vor lauter Wut wie Rumpelstilzchen getobt und an einem Tag hundertfünfzig Haare verloren haben. Die Premiere der erschütternden Doku seines Nervenzusammenbruchs läuft außerhalb des Wettbewerbs, eröffnet aber die Filmfestspiele von Cannes. Laudatorin ist Ana Wintour.
Es gibt wieder verstörende Nachrichten aus der Modebranche, die sich leider immer wieder mal im Motiv vergreift, wenn es um das Höher, Schneller, Weiter geht, das der Wettbewerb den Marken angeblich aufzwingt.
Donna Karan hat ihre Frühjahr-Sommer-Kampagne ausgerechnet im immer noch bitter armen und Naturkatastrophen gebeutelten Haiti von Victorias Secret Dessous-Topfotograf Russell James fotografieren lassen, weil Haiti Inspiration dieser Ethno-lastigen Kollektion sein soll.
Was genau die New Yorker Luxusschneiderin, deren Geschicke längst in Händen eines Konzerns mit großem Designerteam liegen, damit meint, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Sowohl Muster als auch Farben der Kollektion kann man visuell mit ganz vielen Ethno-Stereotypen verbinden, die eines an sich haben: Sie bedienen sich an den Merkmalen von Originalen, sind aber keine.
A Holiday Miracle x Brooks Brothers x wenn Schafe mit Schals Jingle Bells singen
Posted on 15. Dezember 2011Ist es nicht allerhöchste Zeit für Weihnachtslieder in Endlosschleife? Gebt es doch zu, ihr hört ohnehin den ganzen Tag Mariah Carey und George Michael oder Schlimmeres.
Der US Herrenausstatter Brooks Brothers widmet seinen Kunden und allen, die sowas hören mögen, einen TV-Spot für Wollenes, in dem sieben Schafe ganz herzerwärmend Jingle Bells singen. Ich hoffe sehr, da lauert nicht schon irgendwo jemand, der den Nachweis von Tierquälerei führen kann, ich bin ehrlich gesagt nicht besonders bewandert.
Aber hört erst mal rein:







