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Was willst du werden? – REVIEW TV sucht den Fashion Reporter!

Breaking News aus der Berliner Allee 2. Für alle, die leider nicht im fashionablen Düsseldorf leben, dort ist quasi op de Eck von e Kö der schicke Glaspalast-Stammsitz von Peek & Cloppenburg, einer, wie Harald Schmidt sagen würde: Anständigen Deutschen Firma.
Man hat das nicht so auf dem Schirm, aber neben dem großen und mehrere Etagen füllenden Angebot an modisch solider Markenware stellt Peek & Cloppenburg Eigenmarken her, darunter REVIEW.
Und die findigen Marketingverantwortlichen bei Peek & Cloppenburg haben da eine ganz neue Idee, wie man zu mehr Awareness und einem coolen Image bei den Zielpersonengruppen gelangen könnte: REVIEW TV sucht den Fashion Reporter!
Und gar nicht überraschenderweise läuft das ganze Spektakel auf facebook. Aber zuerst mal, ein paar Takte der Info dazu.

Infotext der PR:
Roter Teppich, Blitzlichtgewitter, Modeshootings am anderen Ende der Welt. Mit gutem Gespür für die neuesten Modetrends wird der REVIEW Fashion Reporter u.a. von den Fashionweeks berichten, Designer und Models backstage begleiten oder die Making Of-Videos von Kampagnen-Shootings moderieren. Eine perfekte Chance, um in der Modewelt Fuß zu fassen. Ab März 2012 startet der Job für den Fashion Reporter, der für mindestens ein Jahr das Gesicht von REVIEW sein wird und über die Kanäle Facebook, YouTube und die brandneue, interaktive Website mit der REVIEW-Community kommuniziert. Mit Tipps für die hippsten Modetrends und dem Blick hinter die Kulissen bei Shootings und Schauen gibt er als Moderator des eigenen Web TV-Kanals „REVIEW TV – never established“ den Zuschauern einen guten Überblick über die Fashionbranche.
Bewerben kann sich jeder ab 18 Jahren mit einem Video auf der Facebook Fanpage von REVIEW, in dem er sein besonderes Moderationstalent unter Beweis stellt. Die Jury wählt aus allen eingehenden Bewerbungen die Top 5 aus. Auf die Finalisten wartet dann eine spannende Aufgabe (bestimmt von der REVIEW Facebook Community), bei der sie sich wieder vor der Kamera behaupten müssen. „Leidenschaft für Mode und Lifestyle sind eine gute Voraussetzung, aber vor allen Dingen muss der Fashion Reporter für REVIEW TV authentisch sein. Schließlich wählt unsere REVIEW Community aus den Top 5 auf Facebook ihren Fashion Reporter selbst aus“, so Veith Gärtner von REVIEW.

Und nun zu den Schmankerln: Veith Gärtner ist der Mann im Video, das wir euch auch zeigen. Er verantwortet das Marketing von REVIEW und plaudert zusammen mit einem uns nicht ganz unbekannten Neo-eigene-Kollektionsdesigner und Wieder-Heidi-Jurymitglied, Thomas Rath, ja, einer der beiden Thomasse von Thomas und Thomas, locker-flockig darüber, wie toll das auch für dich sein könnte, durch deine Bewerbung mit ein wenig Glück und viel Talent, mit der Kamera zu flirten, schwupps, in die Modebranche reinzurutschen.

REVIEW TV sucht den Fashion Reporter! – Aufruf mit Veith Gärtner & Thomas Rath

Wie auch immer das gemeint ist, man weiß es nicht, wie das Reinrutschen genau geht und als was und wo es nach dem Jahr weitergehen soll. Soweit ich weiß, konzentriert sich Peek & Cloppenburg beim Recruiting von Mitarbeitern, die dort Karriere machen sollen, auf High Potentials mit eins A Studienabschluss und allem Zipp, Zapp und Zarapp.

Da ich das Bewerbungsprozedere bei facebook noch nicht durchgespielt habe, kann ich euch auch nichts über Honorare, Buyouts und sonstige Rahmenbedingungen sagen, die da als Lohn für so viel TV-Talent winken.

Nur so viel: Die Jury besteht aus Veith Gärtner, REVIEW Marketing, Thomas Rath, Modedesigner, Anna Frost, Fashion Bloggerin und Nina Rombach vom Lifestylemagazin GRAZIA, dem weiteren Medienpartner der Aktion.

Bewerbungsschluss ist der 31. Januar nächsten Jahres.

Ganz generell werden solche Chancen, ohne Studium oder Ausbildung was zu werden, ja in Zeiten der Castingshows für alle, die entweder Model, Popstar oder irgendwas mit Medien oder Moderation machen wollen, ja gerne angenommen. Also ist auch dieser Aktion wahrscheinlich Aufmerksamkeits-Erfolg beschieden. Ob die REVIEW-Leute ihre Sache wirklich gut machen, können wir erst sagen, wenn wir die ersten Talente gesehen haben und das Ergebnis weder Tussi-TV à la Katzenberger oder diesen Fremdschäm-Vimeo-Teilen auf Fashionblogs ist. Möge die Übung gelingen. Horst hatte ganz leise was von Werteverfall gemurmelt, wenn es nur noch um Medienaffinität und nicht mehr um inhaltliche Kompetenz geht. Was haben wir alle davon, wenn der REVIEW Fashion Reporter vor sich hin blubbert und nichts von Mode versteht?

Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass modeaffine und coole Männer mit sehr gutem Geschmack zum Zug kommen … ich kann einfach keine VIVA-Blubbermäuse und Mode-Mäuschen mit diesen Haben-will-Kulleraugen mehr sehen.

Bilder: REVIEW und Baukunst NRW

  • Rene Schaller
    22. Dezember 2011 at 14:21

    Allein die Jury… Na Bravo, jetzt ist mir schlecht!

  • siegmarberlin
    22. Dezember 2011 at 14:45

    gute PR für Peek & Cloppenburg, wird vielleicht jetzt mehr bei der Jungend beachtet ansonsten eine Totgeburt

  • Horst
    22. Dezember 2011 at 15:24

    Soll ich mich bewerben?
    nein, also im Ernst: Das ist doch wieder so eine Augenwischerei, wo Teenagern vorgegaukelt wird das man ohne Studium/Schule/Wissen etc irgendwie in den Medienbereich reinrutschen kann.
    Review gibt sich ja noch nicht mal die Mühe nach einem Menschen zu suchen, der von der Materie Ahnung hat – denen scheint „Authenzität“ zu reichen. Was soll den der zukünftige „Fashion Reporter“ für Fragen stellen wenn er keinen Plan davon hat?

    Bin da ja eher konservativ eingestellt

  • Rene Schaller
    22. Dezember 2011 at 16:04

    Sie haben sich ja auch in der Wahl der Jury keine Mühe gegeben, warum sollten sie sich bei der Suche welche geben. Es ist ein PR-Gag! Und schlimm, dass dem auch noch Aufmerksamkeit geschenkt wird!

  • Jana Goldberg
    22. Dezember 2011 at 16:25

    Passend zur Review-Aktion kann ich überhaupt nichts Inhaltliches beisteuern.
    He, Moment, doch: Heisst das im Plural Thomasse oder Thomasses? Ich gehe noch mal die konsonantische Deklination durch und bewerbe mich sogleich! Nicht das mir sowas vor laufender Kamera passiert.

  • Harald Schmidt lobt sich selbst
    22. Dezember 2011 at 16:40

    […] lieber direkt oder indirekt gelästert hat über dessen Misserfolge braucht nun selber ein Horstson » Blog Archiv » Was willst du werden REVIEW TV sucht Für alle die leider nicht im fashionablen Düsseldorf leben dort ist quasi op de Eck von e […]

  • muglerette
    22. Dezember 2011 at 19:43

    der wäre super dafür!!!
    http://www.youtube.com/watch?v=Viyumg6_eZU

  • Daisydora
    22. Dezember 2011 at 20:09

    @Rene

    Ich berichte auf Horstson darüber, weil P&C ein wichtiger Markttteilnehmer ist und es ja sein kann, dass jemand Lust hat, da mitzumachen. Dass es dabei um PR und eine Verbesserung der Credibility gegenüber Jun gendlichen geht, ist klar. Aber auch andere machen Werbung für ihr Zeugs ….

    … und die Jury hat wohl mit den schon erwähnten Medien- bzw. möglicherweise auch mit Formatsynergien im TV zu tun … Thomas Rath hatte ja GNTM erwähnt, man weiß ja nie und Anna Frost ist einfach Düsseldorfer Marktführerin und sie muss in die Berliner Allee nicht eingeflogen werden …

    @siegmarberlin

    D’Accord 🙂

    @Horst

    Du bringst alle Fragezeichen auf den Punkt und man sollte meinen, dass eine Marke aus dem im besten Sinne sehr konserrvativ eingestellten Haus P&C da auch stärker drauf bedacht haben sollte. Man wird ja sehen.

    Was ich mich auch frage: Warum wird mal wieder nichts über den Lohn der Mühe des Gewinners gesagt … das erinnert mich an diese angeblasene Hamburg WG Aktion …

    Und ja, du solltest dich bei denen melden … dann machst du so eine Art Günter Walraff der Fashionbranche …

    @Jana Goldberg

    Gute Frage, ich habe keine Ahnung …. zwei s sind glaube ich falsch, ich hab’s aber trotzdem so geschrieben …wozu tendierst denn du?

    @muglerette

    Du bist der Mann, der das direkt dort vorschlagen sollte.

  • Horst
    22. Dezember 2011 at 20:40

    Du meinst das, ne? http://horstson.de/big-brother-fur-drei-exhibitionistische-akademiker-und-einen-tatowierer-die-hh_wg-sucht-dich/2011/06/ naja – die haben ja auch irgendwann ihr projekt in‘ wind geschrieben. Das wird review nicht machen. Schade eigentlich

  • Daisydora
    23. Dezember 2011 at 09:04

    @Horst

    Ja, genau, da gab es ja sogar das seltene Highlight, dass sich einer der Verantwortlichen in Kommentaren zu Wort meldete … und dann ging trotzdem das Licht aus ….

    … das wird aber bei REVIEW sicher nicht der Fall sein … schade eigentlich, wir hatten hier noch keinen Kommentar von Thomas Rath 😉