Ganz besonders diese nur einen Tag kurzen Business-Trips – die man oft ohne Ersatzkleidung antritt, da man ohnehin nicht ins Hotel geht – hinterlassen leider manchmal fiese Knitterspuren in der Kleidung, mit denen man dann in sein Meeting gehen muss. Diese Erfahrung haben wahrscheinlich schon viele Männer in Anzugträger-Berufen gemacht.
Die Tüftelabteilung des Schweizer Traditionslabels windsor. hat so lange mit Materialmixen, Stoffen und deren Veredelung experimentiert, bis im Ergebnis knitterfreie Reisekleidung erzielt wurde. Und nun kommen die Teile in den Handel und können von euch kritisch in Augenschein genommen werden.
Daisydora
An die Talkshow kann ich mich nicht mehr erinnern, aber daran, dass Jean Remy von Matt erzählte, dass seine Agentur Jung von Matt damals rund eine Million Euro für die Teilnahme an internationalen und nationalen Wettbewerben für Werbeagenturen ausgebe. Das ist viele Jahre her aber die Wettbewerbe und deren Auswirkungen gibt es heute noch.
Für die zwei bis drei unter euch, denen ein Job in der Werbung bisher nicht zugestoßen ist, folgende Erläuterung: Weil man für richtige Kunden nur Kampagnen entwickeln kann, von deren durchschlagender Wirkung diese überzeugt sind, gibt es seit gefühlten hundert Jahren den Streit darum, warum man denn keine lustige oder schräge oder einfach reißerische Werbung für deutsche Unternehmen und Marken machen könnte. Agenturen behaupten, die Kunden seien zu zögerlich und auf der Kundenseite vermisst man neben ein paar anderen Dingen die wirklich guten Ideen und heraus kommen dabei die Spots, bei denen der Großteil der Verbraucher weg zappt oder den Kopf auf Energiesparbetrieb schaltet. Na jedenfalls kann man damit bei internationalen Wettbewerben keinen Blumentopf gewinnen, einige wenige rühmliche Ausnahmen mal außen vor.
Ohne Süßwasser gäbe es kein Leben auf unserem Planet Erde. Seit einigen Monaten sind wir 7 Milliarden und mindestens eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Wasser.
Das kann sich unsereins gar nicht vorstellen, wie erbärmlich das ist, selbst jeden Eimer Brackwassers von ganz weit her holen zu müssen …. Wasser immer abkochen zu müssen und all das, was viele, viele Menschen tun müssen, um überhaupt an Trinkwasser zu kommen. Ich musste sofort an das Unverhältnis von Salzwasser und Süßwasser denken. Nur rund drei Prozent allen Wassers sind Trinkwasser. Wie viel oder besser gesagt wenig das ist, kann man zum Beispiel daran festmachen, dass im – zwar gigantisch großen – Bailkalsee in Sibirien schon zwanzig Prozent unseres Süßwassers sein sollen. Das relativiert sich also sehr schnell, wenn sieben Milliarden keinen Durst leiden sollen. Und wir verschwenden das Wasser ja bei der Herstellung unserer Nahrungsmittel und Güter, auf die wir nicht verzichten wollen. Die Kriege der Zukunft könnten demnach um das Wasser geführt werden, sagen Fachleute.
Giorgio Armani kann zwar auch nicht gleich die ganze Welt retten, tut aber mit seiner „Aqua for Life“ Bewegung nachweislich etwas gegen den Wassermangel in Ghana und Bolivien. Bolivien ist das ärmste Land in Südamerika. Dort hatte man sich weltweit zuallererst dafür eingesetzt, die Versorgung mit sauberem Wasser zum Menschenrecht zu erklären. 2010 erfolgte die Anerkennung des Grundrechts auf sauberes Wasser und der sanitären Grundversorgung durch die Vereinten Nationen.
Gewöhnlich holen die Frauen das Trinkwasser aus öffentlichen Wasserspeichern. Allerdings gibt es in den Gemeinden, auf die sich die „Aqua for Life“-Kampagne 2012 konzentriert, im Umkreis von 50 km keinen einzigen Wasser- speicher. Die Familien haben keinen Zugang zur öffentlichen Wasserversorgung und sind daher gezwungen, verschmutztes Wasser zu trinken. Durchfallerkrankungen im Kindesalter sind hier die häufigste Todesursache, besonders in ländlichen Gebieten.
Ziel der Kampagne 2012 ist es, den Bau eines Regenwassersammelsystems in jeder Schule, das Bohren von Löchern in jeder Gemeinde, mit denen Wasser gewonnen wird, Gesundheits- und Hygieneaufklärung für Familien sowie Schulungen zur Bedienung und Instandhaltung der Wassersysteme und der Handpumpbrunnen mit den Spenden zu finanzieren.
Hier ein kleiner Film
Natürlich interessieren wir uns für die harten Fakten, wenn Prominente ihren Namen in den guten Dienst einer Sache stellen oder Charity Aktivitäten setzen. Dank der Bewegung Aqua for Life 2011 haben in Ghana nun mehr als 27.000 Bewohner in 16 Gemeinden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Giorgio Armani unterstützt auch die Nichtregierungsaktion Green Cross International, die über das erforderliche Know How und die Manpower vor Ort verfügt. Es sterben noch immer jeden Tag 4.000 Kinder in der Welt durch Krankheiten, die durch unsauberes Wasser übertragen wurden.
Wir können mitmachen und das Projekt durch den Kauf eines fordern, es sollten mehr als dreißig Prozent des Erlös in die Aqua For Life Aktion gehen, aber das ist ja nicht alles – Giorgio Armani nimmt auch viel eigenes Geld in die Hand. Und das ist für mich das Entscheidende.
50 Liter für ein I like! Endlich macht das richtig Sinn, dieses ganz allgemein so inflationär verwendete “ I like“ auf der Facebook site Aqua for Life anzuklicken. Giorgio Armani stiftet 50 Liter Wasser für jedes einzelne davon.
Um das Thema im Bewußtsein zu behalten, auch lange nach dem Weltwassertag, könnt ihr in den folgenden drei Monaten die Aqua for Life Challenge begleiten. Das Water Race führt von Mailand nach Bolivien durch Ghana. Ihr könnt die Reise beobachten, eure tägliche Position mitteilen und Freunde dazu einladen, sich dem Water Race anzuschließen.
Macht bitte mit. Das macht echt mehr Sinn, als jedes Grusel-Outfit und jede Billighandtasche auf Modeblogs zu like’n … und so ein T-Shirt sieht doch nett aus ….
Weitere Informationen findet ihr hier unwater.org/worldwaterday/
Wie ist es um die Unabhängigkeit von Journalisten und Redakteuren beim Fernsehen bestellt? Darüber kann man nur mutmaßen, wenn nicht gerade ein Kollege das Schweigen bricht und über versuchte Einflussnahmen durch Politiker, Lobbyisten und selbst Prominente berichtet wie jüngst bei … ach ja, ihr wisst schon. Dass es aber bei TV-Sendern den guten alten Proporz noch gibt und Posten aus strategischen Gründen politisch besetzt werden, das hatte ich eher mit den Achtzigern verbunden.
Das große Burberry DIY Experiment und was Wolfgang Joop damit zu tun hat
Posted on 21. März 2012Da habe ich mir ja eine ganz schöne Marotte eingefangen. Dabei hatte ich das mit den bemalten Klamotten schon hinter mir. Dann hatte ich Wolfgang Joop in seinen
künstlerisch gestalteten Chinos gesehen, die er beim Besuch von Todd Selby trug und schon hat meine Mode-Festplatte diese Obsession aus Teenagertagen wieder frei gesetzt … Gegenwehr zwecklos.
Und ich wusste auch in der Sekunde, was ich gerne mit irgendwelche Motiven bemalt tragen würde: Einen Trench von Burberry. Da mir diese beigen Dinger aber gar nicht stehen, was ich mir in meinem einzigen Trench der Marke, der Tintenblau ist, immer wieder bestätige, musste schnell eine Idee her, wie sich dieser Wunsch doch noch umsetzen lässt.
Lauter Brautkleider von der Resterampe – San Francisco feierte wieder die Brides Of March
Posted on 20. März 2012Darf man sich über das Heiraten, über Hochzeiten und so weiter lustig machen?
Die meisten Leute bezeichnen ja ihre Hochzeit als den schönsten Tag ihres Lebens und ich will daran auch gar nicht rütteln. Aber ich bleibe da – eine Hochzeit in Weiß betreffend – lieber in meiner Tradition. Schon als Kind verkündete ich jedes Mal, wenn ich eine Braut in Weiß sah, ich würde niiiiiemals heiraten, da ich so ein Kleid nicht anziehen wollte. Und das wäre mir bis heute peinlich, als Zuckerkuchenprinzessin in einem Traum aus Tüll und Seide, von allem etwas zu viel, vor vielen Gästen auftreten zu müssen ….
Aber ich freue mich selbstverständlich mit allen, die das nicht so sehen und diesem Moment entgegen fiebern, in dem sie in ihrem Traumkleid an den Altar treten. Man muss ja in diesem Moment nicht darauf hinweisen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass am Ende doch ganz viele andere – wirklich sehr romantische – Tage zu den schönsten und vielleicht glücklichsten im Leben geworden sind.
Lustig wird es dann, wenn man sich wie die Männer und Frauen, die jedes Jahr bei der kleinen Parade Brides Of March in San Francisco teilnehmen, einen der zerplatzten Träume aus dem Fundus eines Brautmoden- oder Secondhandladens holt oder bei eBay ersteigert … das Ding dann anzieht und mit einigen hundert Gleichgesinnten auf einer Kneipentour albern lachend durch die Stadt zieht … Das habe ich vor vielen Jahren mal live miterlebt und fand diesen humorvollen Blick auf das Heiraten ehrlich gesagt sehr unterhaltsam und irgendwie normal.
Man kann ja schon zu viel davon bekommen, wenn man sieht, wie im größten Brautmodenladen Deutschlands, nach einem festen Time-Table jede Braut nur eine bestimmte Zeit bekommt und acht Modelle probieren darf, weil die Leute dort ihre Pappenheimer schon kennen. Das muss man mal gesehen haben, wenn da mehrere Generationen der weiblichen Mitglieder einer Familie nebst gefühlten zehn Freundinnen sich gemeinschaftlich mit der Braut einfach nicht entscheiden können ….
Egal, guckt euch die respektlosen Bilder der Brides Of March vom vergangenen Sonntag an und macht euch selbst euren Reim darauf, was euch lieber ist …
Heiter bis wolkig – Handbemalte Manschettenknöpfe von Materia Prima
Posted on 20. März 2012Diese zauberhaft schönen Manschettenknöpfe mit Wölkchen habe natürlich nicht ich entdeckt, sondern Modejournalistin vom Modepilot, von der die kleine
Schmuckmanufaktur in Freiburg im Breisgau, die sich Materia Prima nennt, schon vor einer Woche in dem Bericht Wölkchen statt Knöllchen vorgestellt wurde.
Ich war sofort ganz hingerissen von der Handwerkskunst und dem Design, habe aber von Sekunde eins an, mich und nicht meinen Freund oder irgendwelche anderen Männer mit diesen Manschettenknöpfen gesehen. Mittlerweile steht der Entschluss, mir eigens ein bis zwei Hemden mit ganz großen Manschetten zu diesen Wölkchendingern nähen zu lassen. Aber nicht irgendwo: Ich will endlich wie unser lieber Schreiberkollege Peter Maßhemden bei Charvet in Paris nähen lassen. Man kommt ja langsam ins couturefähige Alter.
Im Trend: Männerklamotten in allen Blautönen, Blau-in-Blau getragen, die Oberteile
Posted on 19. März 2012Vorgestern habe ich auf Phoenix die Sendung Nerds und Offliner gesehen und da hatte Markus Luft von der Gala etwas Schlaues zur Sache gesagt, das ich hier leider nicht wiederholen kann, da ich davon abgelenkt wurde, dass er schon ganz Blau-in-Blau angezogen war. Ihr seht also, der eine oder andere Trendsetter – oder einfach glühende Blau-Liebhaber – trägt das schon lange so.
Allerhöchste Zeit für mich, euch schnell noch die Oberteile zu zeigen, die man zu den Hosen, Jacketts, Jacken und Mänteln in Blau tragen kann, die wir euch gestern gezeigt haben.
Bei den meisten von uns stellt sich die Frage zum Glück nur theoretisch, weil wir den Betrag von 23.000 Euro – wenn schon – für ein neues Auto oder die Riester-Rente 🙂 angespart hätten. Aber ich würde die Frage nach dem richtigen Umgang mit Angeboten aus dem Leder von Reptilien und Schlangenhäuten trotzdem gerne stellen und mit euch diskutieren.
Im Trend: Männerklamotten in allen Blautönen, Blau-in-Blau getragen
Posted on 18. März 2012Hier ist heute erst mal alles Blau in Blau, lieber LeserInnen. Ich habe in den aktuellen Kollektionen so viele schöne Blaue Basics und andere Teile gefunden, dass wir zwei Berichte draus machen müssen. Aber die Jacketts, Hosen, T-Shirts, Strickteile, Sweatshirts und Hemden zeige ich euch auch deshalb, weil die Kombination verschiedener Blaunuancen nicht nur im Trend liegt, sondern auch frisch und modern wirkt und vielen Männern gut steht.
Ihr werdet ja sehen, was ihr sehen werdet und ob euch die Idee gefällt, Blau nicht mit Weiß, Schwarz oder anderen Farben zu tragen, sondern mit Blau.

















