

Links: Blazer von Donna Karan; rechts: Rock ebenso von Donna Karan
Elegantes in Schwarz und Weiß – so kombiniert und getragen, dass es weniger streng wirkt. Das hatte ich mir für diesen kleinen Bericht vorgenommen, mal sehen, ob es gelungen ist …


Links: Blazer von Donna Karan; rechts: Rock ebenso von Donna Karan
Elegantes in Schwarz und Weiß – so kombiniert und getragen, dass es weniger streng wirkt. Das hatte ich mir für diesen kleinen Bericht vorgenommen, mal sehen, ob es gelungen ist …
Wahrscheinlich hat schon mal jemand ausgerechnet, wie viel man für eine 1,5 Liter PET-Flasche mit Wasser, Cola oder was auch immer drin bezahlen müsste, würden die Folgekosten der Plastikverschwendung unserer Gesellschaften auf das Produkt umgelegt. Da könnte man dann wahrscheinlich gleich Champagner aus kunstvoll geschliffenen Kristallflaschen trinken ….
Weil die Verschmutzung und Belastung der Weltmeere mit unserem Plastikmüll (Plastic Pollution) mittlerweile zu den Umweltproblemen unserer Zeit zählt, wird in Berlin im Rahmen von Parley (als Veranstaltung der Premium Exhibitions) zum Thema getagt und unter anderem an Lösungen zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung der Verbraucher gearbeitet.


Links: Jacke von Balmain; rechts: Schuhe von Maison Martin Margiela
Sehr viel Grünes und Military Look habt ihr bisher von mir ja nicht gerade zu sehen bekommen. Das hole ich heute nach! Wir zeigen auf Horstson ja schließlich alles, was schön ist und nicht nur das, was wir selbst gerade tragen.
Die Jacke von Bailmain (Khaki Cotton Military Jacket) bietet Liebhabern Grüner Jackets sowohl vom Schnitt und den Details her, als auch durch die tollen Silberknöpfe so einiges …. dazu habe ich mich über auffallendere Schuhe (Maison Martin Margiela, Lizard Effect Leather Oxford Shoes) drüber getraut, für die aber keine Eidechse(n) ihr Leben lassen musste(n), da das Muster auf das Leder gedruckt wurde.


Rock und Pulli jeweils von Marc Jacobs
Der Bericht sollte eigentlich einen Look fürs Büro in Rot oder so ähnlich zeigen, der zu nicht ganz offiziellen Anlässen passt. Dann habe ich einen der tollen Bleistiftröcke von L’Wren Scott in Orange mit Ziegelroten Tressen entdeckt und einfach etwas umgeplant …
Von der Ursprungsidee sind nur noch die Sweatshirts übrig geblieben, die dann zumindest obenherum für Bewegungsfreiheit sorgen. Der Rock ist ganz schön eng, aber das gehört so und bildet zusammen mit allen anderen Teilen einen Bürolook in Farben, in denen man bestimmt nicht übersehen werden kann.
Das Label The Elder Statesmen hat sich an teuren und handgebatikten T-Shirts versucht … und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Mir ist klar, dass viele Männer Batikteile lieber meiden, weil man damit immer noch diesen modisch leicht hängen gebliebenen hippiesken Charme verbindet, aber für die vereinzelten unter euch, die so etwas alle Warnungen von Kumpels gerne tragen, habe ich Outfits zusammen gestellt.
Die T-Shirts nennen sich Hand Dyed Cashemere and Linen Blend T-Shirt, einmal in Grautönen und Blau und einmal mit etwas verwaschenem Rot. Leider sind auch diese Teile von The Elder Statesmen mit einem Mondpreis von 525 und 490 Euro nicht eben günstig.
Sehr schöne Sachen wäre wohl die zutreffendere Überschrift für so eine Handtasche von Hermès und den Ledermantel von Jil Sander … und so weiter …
So ist das, wenn ich hier auf Horstson lese, dass immer mehr von uns mit Fahrrädern (hier und hier) an Stelle von teuren Autos durch die Städte fahren – ich frage mich, wohin dann mit dem schönen Geld … und Accessoires fürs Leben sind ja immer eine gute Investition. Ganz oben auf der Liste der Begehrlichkeiten steht da in dieser Saison nicht irgendeine der wunderschönen Kelly Bags von Hermès, sondern die zweifarbig Blaue »Kelly Golf« mit dem dekorativen Fransendekor, vom klassischen Golfschuh entlehnt … und dann auch noch abnehmbar, sodass die glückliche Besitzerin die Wahl hat zwischen dem modischen Golf-Look und der klassisch eleganten Dunkelblauen Kelly Bag für alle Anlässe.
Ein Sommer in sehr viel Grau und Schwarz, etwas Weiß, dunklem Rot und Vioelett – schon mit den Farben verkündet Thomas Maier sein ganz und gar nicht sommerliches Konzept einer streng grafisch angelegten Kollektion, die stellenweise wie mit dem Lineal konstruiert wirkt.
Selten zeigte ein Kreateur so konsequent, dass Mode für den Sommer zwischendurch ein ganz schön ernstes Geschäft sein kann. Zumindest legen korrekte Anzüge in Grau und Kombinationen aus schmalen Hosen mit schmal geschnittenen und sparsam Weiß dekorierten Blousons diese Assoziation nahe.
Der Versuch einer Selbstreflektion einer schreibenden Modeverrückten.
Sie war da schon mitten in ihrem Modestudium, als meine älteste Schwester unvermittelt mit beigem Burberry Trench und Hermès Foulard mit Schnepfen und Fasanen drauf, von einem maisgelbem Passepartout umrahmt, in der Tür stand, meiner Mutter und mir mit diesem „Modebild“ ein riesengroßes Fragezeichen ins Gesicht zauberte. Auf ihre Frage, „wie findet ihr meine neuen Sachen“, ich weiß das noch, als wäre es gestern gewesen, antwortete meine Mutter mit dem diplomatischen „sehr klassisch“ und ich stammelte ein „wirklich überraschend“ hinterdrein.
Nicht alles, was gerade modern ist, ist auch schön – diesen Satz habe ich als Teenager öfter zu hören bekommen …
Und manchmal, wenn ich denke, dass wir hier möglicherweise zu viel von schöner, teurer Mode, High-Fashion und Haute Couture abfeiern, sticht mich der Hafer und ich will es noch mal wissen … ob man nicht ab und zu doch was Umstrittenes zeigen oder sogar tragen sollte, zwischen all dem Gefälligen Ton-in-Ton oder gekonntem Color-Blocking?
Heute habe ich es ja gut, wenn ich mal zweifle, dann seid ihr da, und ich kann das innere Fragezeichen als Frage an euch weitergeben. Voila: Sollte man sich so ein Fernweh-Hemd für diesen Sommer gönnen, oder ist das eher ein potenzieller Fehlkauf?
Die Burberry Menswear ist zurück in London! Ihr wisst das natürlich schon – wir hatten die Show ja hier gezeigt.
Weil beim Erfolgsduo Christopher Bailey und Angela Ahrendts ohnehin jeder Handgriff sitzt, dürfte auch die Rückkehr in die Stadt an der Themse Sinn machen. Nicht umsonst ist die Firmenlenkerin aus Indiana mit rund 20 Millionen Euro Salär pro Jahr aktuell die meist verdienende Vorstandsvorsitzende britischer Großunternehmen. Binnen fünf Jahren hat sich der Börsenwert der ehemals leicht angestaubten Edel-Trenchcoat-Schneiderei verdreifacht. Die Marke wurde „runderneuert“ und modernisiert, mit neuen Werten angereichert und ist weltweit so attraktiv wie nie. Burberry ist heute als Zeitgeist-Marke im Markt bestens aufgestellt und wird den Erfolg weiter ausbauen, damit muss auch die Konkurrenz rechnen.
Dass der Absatz der Mode auch bei der Nobellinie Prorsum ein zentrales Thema ist, merkt man auch der nunmehr in London gezeigten Kollektion an. Vor allem fällt auf, dass auf ein junges Publikum abgezielt wird, das man mit Basics vom Feinsten, die man vielleicht im Moment gerade noch bezahlen kann, an den Luxus heranführt. Und wer einmal dabei ist, bleibt dann auch ….