Mein letztes „Lustige Taschenbuch“ habe ich vermutlich vor ca. 26 Jahren gekauft und ich bin mir nicht sicher, ob ich nun wieder ein Magazin brauche, welches irgendwo zwischen Micky Mouse und GQ angesiedelt ist, denn es wird ein weites Themenfeld abgedeckt: Mode, Musik, Lifestyle, Kochen, Kunst und (klar) Comic geben sich die Klinke in die Hand und rauskommen soll ein Hochglanzmagazin für 18-40 Jährige.
Horst
Ich bin mir nicht so sicher – aber ich sehe die Beziehung zwischen mir und Jeremy Scott für die kommende Herbst-/ Wintersaison gefährdet. Camouflage hat mich seit ein paar Jahren nicht mehr vom Hocker, gemalte Einschusslöcher find‘ ich blöd und Animalprint werde ich nicht tragen. Einzig die Jacke mit den riesen Cut-Out gefällt, allerdings gabs das von Jeremy Scott schon vor ein paar Saisons – damals allerdings für Frauen.
Nun – ich hoffe auf Spring/ Summer 2012, schwelge in Erinnerungen an gute Kollektionen und bin gespannt, was ihr von den folgenden Entwürfen haltet…
Weiter gehts mit Vorschlägen, wie der gemeine Fashionweek-Besucher sich für’s Knippsen vorm Zelt nächste Woche in Berlin auch zurecht machen kann – ganz fernab von einem in Deutschland noch so beliebten Berliner-Blogger-Bohème-Stil zeigen hier die Besucher, wie die Rottweiler von Givenchy in Natura aussehen und wie man sich stylen kann, ganz ohne verkleidet auszusehen…
Weitere Bilder von Tommy Ton gibts nach dem Klick
…und Bernard Arnault hat bisher sein Wort gehalten: Lange wurde gemunkelt wer in Zukunft für das Design des Labels „John Galliano“ zuständig ist und ob es vielleicht in Zukunft doch wieder Galliano wird, doch Pustekuchen – der Engländer Bill Gaytten ist es geworden – Der 51jährige ist (noch) so unbekannt, dass Google als Suchbegriff „Bill Gay Teen“ vorschlägt.
Gaytten ist allerdings ein Galliano Profi: Er arbeitet seit 23 Jahren für Galliano und ist gegenüber WWD schwer aus dem Häuschen “It’s the same job for me; I’ve been doing it for a long time.”
Wer Galliano’s Nachfolge bei DIOR antritt ist unterdessen noch nicht bekannt. In Paris wurde währende der Schauen ja Galliano gemunkelt…
Bild: style.com
Nächste Woche gehts los: Die Mercedes Benz Fashion Week Berlin 2011 öffnet ihre Türen.
Wer noch überlegt, wann was wo ist: Et Voilà – hier gibts den Schauenplan als PDF-Download
Beim kleinen Porno von Nicola Formichetti waren sich alle einig: Das ist nix und wenn schon Porno – dann bitteschön richtig und nicht nur Wischi-Waschi-Sex. Also werfe ich heute die Bildstrecke zu Mugler’s „Brothers of Arcadia“ ins Rennen – da ist zwar noch weniger zu sehen als in der der unzensierten Version des Filmchens, aber vielleicht mögt ihr ja die Bilderbuchvariante, die man ja auch ausdrucken und auf sein Nachttischchen stellen kann. Das Tolle daran ist: Die nervige „Mugler Mugler“-Musik stört auch nicht mehr…
Zu den Bilder von Branislav Jankic mit den Models Travis Cannata, Matthieu Charneau, Alex Eroe und Esmir Redzepagic gehts nach dem Klick
…bei Thom Browne’s Präsentation in Paris und ich weiß ehrlich gesagt nicht ganz genau, was sich der Amerikaner dabei gedacht hat – erinnert eher an Charleys Tante mit dem großartigen Peter Alexander oder wahlweise an Charly Chaplin als an Mode…
Weitere Hutkreationen von Thom Browne gibts nach dem Klick
Ich glaube wir haben die letzte Woche einen Rekord im „Schauen-Résumé -Berichte-schreiben“ gebrochen – aber auch abseits von Paris und Mailand war einiges los und fand seinen Platz auf Horstson…
1) Absolutes Highlight der ‚Mode Masculine Paris‘ – Walter Van Beirendonck. Wie gefällts Dir?
2) Mugler’s neues Werbefilmchen besticht in erster Linie durch eins: Langeweile. Da bringt auch eine Porno-Version nichts…
3) Man nehme ein bisschen Dsquared und Versace und raus kommt eine D&G Kollektion, für halbseidene Gestalten
4) Die kommende Kollektion von G-Star und Marc Newson sind ein tolles Team – die Kollektion für diesen Sommer gefällt uns sehr
5) Die letzte Woche war auch eine Woche der Livestreams: Gucci, Burberry, Emporio Armani und Giorgio Armani konnten live am Bildschirm verfolgt werden…
6) Finde den Fehler: David Sims – Raf Simons (1999) vs. Mert and Marcus – Calvin Klein (2011)

…am Beispiel von Jean Paul Gaultier, der Donnerstag seine Spring/Summer 2012 Schau hatte.
Das Problem ist, dass man nichts mehr so richtig erkennen kann (was bei Gaultier auch manchmal nicht so schlimm ist), diese Art von Präsentation aber auf jeden Fall mal was anderes ist.
Zu den Daumenkino-Schauen von Mugler (auch nicht schlimm das nichts zu erkennen ist)und Dries Van Noten (schade) gehts nach dem Klick
„OH – Leigh Bowery?“, musste ich denken, als mir Blomquist gestern Nachmittag ein verwackeltes Handybild von der Walter Van Beirendonck ‚CLOUD #9‘-Schau
schickte. Aber der großartige Leigh (links, Bild entstanden Anfag der 90er Jahre) war es natürlich nicht, der unter dem Crinolinen-Tüll-Dings-Bums steckte, sondern ein Model.
Die Kollektionsteile, die zurecht den Namen ‚CLOUD #9‘ tragen und aus der Collaboration zwischen Erwin Wurm und Beirendonck entstanden, sind, ich gebe es zu, untragbar. Aber darum gehts manchmal nicht – tragbar waren bekanntlich die Entwürfe von Leigh Bowery auch nicht und er beeinflusst bis heute die Modewelt…
Der Rest der Kollektion ist eher klassisch „Van Beirendonck“: Gewohnt kreativ und Geschmacksache.
Zu weiteren Laufstegbildern gehts nach dem Klick












