Düfte

Zu Dir oder zu mir?

„Dans Ton Lit“, Frédéric Malle; Foto: Frédéric Malle

Es ist nicht neu, dass der Schlafbedarf eines Menschen im Alter sinkt. Nichtsdestotrotz möchte man aber mehr Zeit im Bett verbringen, als man es als Kind vielleicht wollte. Aus diesem Phänomen ergeben sich Folgen: Gemütlichkeit wird im Schlafzimmer wieder groß geschrieben, das Ambiente wird wohnlicher – sprich: Das Schlafen bzw. die Zeit vorm Einschlafen und nach dem Aufwachen wird kultiviert, wozu natürlich auch Düfte gehören. Vorgemacht wurde es schon für über 50 Jahren – Marilyn Monroe war es, die in einem Interview sagte, dass sie zum Schlafen nur einen ganz bestimmten Duft tragen würde und sich ansonsten nackt ins Bett kuschelt.
Mittlerweile kommen in den Schlafzimmern auch andere Düfte zum Einsatz: Angefangen von Duftkerzen bis hin zu Düften, die speziell dafür entwickelt wurden, auf Bettwäsche gesprüht zu werden.

Dans Mon Lit ist ein solches Duftwasser. Übersetzt steht er für „In meinem Bett“. Frédéric Malle beschrieb die Idee als einen „Kopfkissenduft“, den er für seine Frau kreiert hat. Er wollte ein Rosenbeet schaffen, improvisierte zusammen mit dem Parfümeur Bruno Jovanovic und war dann begeistert von dem Ergebnis. Aus meinem Bett geht es nun rüber zu deinem Bett: Dans Ton Lit basiert auf den Duft der Orangenblüte.
Für diese Komposition hat der Parfümeur Dominique Ropion natürliche Rohstoffe verwendet und Petigrain, Zitrone und Bergamotte hinzugefügt. Ein Hauch von Neroli und Moschus verstärken den Duft der Orangenblüte, wodurch Erinnerungen an einen Sommernebel wach werden sollen. Ob es so ist, bleibt abzuwarten, doch mit Dominique Ropion hat sich Frédéric Malle einen altbekannten Parfümeur mit ins Boot geholt. Ropion gilt mit sicherem Instinkt und seltenem technischem Können als einer der größten der Welt.
Pünktlich zum Valentinstag stellt sich also die Frage: Zu Dir oder zu mir?