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2. November 2012

Allgemein

Der 143-minütige Werbespot

Wieviel Werbepartner kann man in 143 Minuten packen? Ich habe versucht mitzuzählen, bin dann aber doch etwas durcheinander gekommen – die Handlung um unser aller Lieblingsagenten hatte mich dann doch in den Bann gezogen, auch wenn die Werbung in manchen Fällen den Charme von ‚Knüppel auf den Kopf‘ hatte und alles andere als unauffällig in die Handlung eingefügt wurde.
Es ist die klassische Win-Win-Situation für Filmstudio MGM und Werbekunden: MGM ist dringend auf Geld angewiesen und musste 2010 sogar die Produktion verschieben, sich bankrott melden und im ersten Schritt Werbepartner suchen um sie im zweiten Schritt auch zahlreich an Land zu ziehen. Für den Werbekunden bietet sich die Möglichkeit, sich den staunenden Publikum zu präsentieren – ob sie nun wollen oder nicht.

Laut Sunday Times sammelte so MGM 45.000.000$ – was im Vergleich zu den den Produktionskosten normaler Werbespots schon wenig erscheint, obwohl ich mir im Falle von VW nicht zu 100% sicher bin, ob es zu einer Steigerung des Umsatzes als Folge des Product-Placements kommt, denn die werden im wahrsten Sinne des Wortes nur platt gemacht.

Auch auf der Werbekunden-Liste von MGM stehen OPI Nagellacke, Tom Ford Anzüge, Walther Pistolen, Pruva Yachting, Coke Zero, Jaguar und Rover, um nur einige zu nennen.
Am charmantesten fand ich aber die Badehosenwahl von James Bond: Daniel Craig trägt freiwillig und ganz ohne Gegenleistung Orlebar Brown. Das Label aus England war selbst verwundert als sie ihre Setter-Short im Film entdeckten.

Bleibt die Frage offen, ob sich der Besuch im Kino lohnt? Ja, der Film war wirklich spannend und es sollten sich alle Werbefilmer dieser Welt ein Beispiel dran nehmen 😉

Allgemein

Ein Tusch für die TUSH


Etwas hat sich nie verändert: die Qualität. TUSH 01/2005 und TUSH 3/2012

Die TUSH wird 30: gestern erschien die 30. Ausgabe des Independentmagazins, das Armin Morbach herausgibt. Was soll man ihm, dem Magazin und all den TUSH Redakteuren und Stylisten, schon großartig wünschen?! Morbach und sein Team haben schließlich auf dem deutschen Magazinmarkt so ziemlich alles erreicht, was sich zu erreichen lohnt: Sie haben bei uns Lesern die Antigen-Antikörperreaktionen gegen einige deutsche Magazine teilweise geheilt. Zumindest mich langweilen und/oder nerven manchmal die bedeutungsschwangeren, gerne durch Bewegungsunschärfen zu avantgardistischen Bildaussagen hin gequälten Editorials einiger TUSH Mitbewerber.
Armin Morbach ist ein ganz fabelhafter Magazinmacher mit Leidenschaft und kein Berufsdarsteller. Der kann das, was er tut tatsächlich. Sogar das Fotografieren – und das zeigt er mit seinem Team 4 x jährlich in den Ausgaben der TUSH und dazu gratulieren wir!