Männermode

Unterwegs mit … Kiomi

(© Kiomi)

Classic, Simple, Layering – Ich habe für Horstson die Hauptstadt unsicher gemacht und im Rahmen der Berlin Art Week die neue Kollektion von KIOMI inspiziert. Vorabfazit: Mehr als vielversprechend! Das junge Label schwebt seit ein paar Saisons unaufhaltsam zwischen meinem heimischen Kleiderschrank und dem immerzu rotierenden „Haben-Wollen“-Köpfchen umher. „Wer oder was ist KIOMI?“, wird der ein oder andere an dieser Stelle vielleicht fragen…
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© Kiomi

Meine Antwort, kurz und knackig: Zeitlose Mode, smarte Textilien, Accessoires und zudem auch noch schlicht-schönes Schuhwerk! Für die bevorstehende Herbst/ Winter 2016 Kollektion hat sich das Designteam Inspiration in Island gesucht und sie nun erstmals der internationalen Presse vorgestellt. Dort, wo Kälte und unangetastete Weiten zum Tagesprogramm gehören und die Vegetation irgendwo zwischen rau, ungebändigt und wild einzuordnen ist – um Irritationen zu vermeiden, mit wild und unangetastete Weiten ist Island und nicht Berlin gemeint.
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© Kiomi

Lammfell, Alpaka-, Kaschmir- oder Merinowolle halten hingegen nicht nur im hohen Norden die Leute warm, sondern auch in unseren großstädtischen Breitengraden. KIOMI hat unter Verwendung ebendieser Materialien eine sehr cleane Kollektion für Damen und Herren entworfen. Hier und da blitzt die Ästhetik vergangener Tage auf, ich fühle mich an alte Aufnahmen meiner Eltern erinnert. Die wilden Siebziger, Erdtöne samt asymmetrischen Schnitten.
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© Kiomi

Architektonische Linien und Muster durchbrechen meine Assoziation – von Opal-Grau, Silber, Grün oder Rot ist farbtechnisch alles vertreten und gefällt mir in der Kombination ziemlich gut. Einzig die silberne Daunenjacke wirkt bei mir etwas befremdlich, angezogen fühle ich mich vor dem Spiegel wie ein Marsmensch, der seekrank geworden ist. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur den falschen Teint, im Lookbook sieht der Eyecatcher nämlich verflixt gut aus.
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© Kiomi

Ästhetische Parallelen erkenne ich zu COS oder Filippa K, die Stoffe sind fein abgestimmt und bei den Entwürfen heißt es „nordish understatement“ statt Logomanier. „Wunderbar unangestrengt“, denke ich mir und freue mich auf das anschließende Dinner im Panama. Das Restaurant hatte ich bislang noch nicht frequentiert, umso größer war die Erwartungshaltung meinerseits. Gefühlt jeder spricht momentan von der Location auf der Potsdamer Straße und nach gebrannter Auberginencreme, Dinkelrisotto und Schwarze-Bohnen-Zander verstehe ich auch warum – heaven, der perfekte Ausklang für einen besonderen Tag in Berlin.
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© Kiomi

Klamotte (und Restaurant)? Unbedingt empfehlenswert! Anbei ein paar Impressionen und Aufnahmen aus dem Lookbook von KIOMI. Ich hätte gerne einmal alles zum Mitnehmen. Apropos, wer Grund zum Lachen sucht: Schaut beim hauseigenen Instagramkanal @kiomi_official vorbei, da gibt’s in den Stories Julian’schen Denglisch-Kauderwelsch und ungelenke Posen zu bestaunen…

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  • siegmar
    19. September 2016 at 14:28

    Mir gefallen die Teile, sehr, wie sind die Preise?

  • Julian
    19. September 2016 at 14:56

    Lieber Siegmar,

    definitiv preiswert!

    Habe gerade mal deren Webpräsenz durchforstet und ziemlich günstige/ moderate Preise vorgefunden: Sakko oder Übergangsjacke? Zwischen 39-79 Euro! Selbst das silberfarbene Keypiece (die Jacke aus dem Foto) gibt`s für unter 100 Euro…

    Beste Grüße und Dir eine schöne Zeit,

    Julian