Foto: Courtesy of Barbour
Der britische Sommer ist ein meteorologisches Konzept von bemerkenswerter Flexibilität. Er kann warm sein, nass, windig – oder alles gleichzeitig. Wer ihn überlebt, braucht vor allem eines: Kleidung mit Humor.
Foto: Courtesy of Barbour
Der britische Sommer ist ein meteorologisches Konzept von bemerkenswerter Flexibilität. Er kann warm sein, nass, windig – oder alles gleichzeitig. Wer ihn überlebt, braucht vor allem eines: Kleidung mit Humor.
Foto: Courtesy of Armedangels
Man kann eine Jeans waschen, bleichen, zerreißen – oder man dreht den Spieß um. Armedangels nennt das DetoxDenim. No Dirty Secrets. Ein Slogan wie eine Kampfansage an eine Branche, die ihre Spuren gern im Verborgenen lässt. Finden wir gut!
Denim zählt zu den ressourcenintensivsten Produktkategorien der Modeindustrie. Darüber spricht man selten, während Kampagnenbilder makellose Oberflächen zelebrieren. Armedangels zeigt für Spring 2026 stattdessen Schlamm: sichtbar, roh, beinahe konfrontativ. Doch der Dreck ist Inszenierung – eine Metapher für das, was sonst unter perfekt retuschierten Bildern verschwindet.
Foto: Courtesy of Gucci
Es gibt Momente in Mailand, in denen man sich unweigerlich an die Ära von Tom Ford bei Gucci erinnert fühlt: jene kalkulierte Sinnlichkeit, das selbstbewusste Spiel mit Körper, Oberfläche und Pose. „Gucci Primavera“ knüpft atmosphärisch an dieses Kapitel an – ohne es zu kopieren.
Inszeniert in einem monumentalen, museumshaften Raum zwischen Marmorstatuen, formuliert die Kollektion (die übrigens Damen- und Herrenkollektion beinhaltet) den Anspruch, Gucci als kulturellen Bezugspunkt zu begreifen. Unterschiedliche Archetypen, Identitäten und Dresscodes werden nicht nivelliert, sondern bewusst nebeneinandergestellt. Der Soundtrack – fünf Genres, kuratiert von loki – verdichtet sich zu einer einheitlichen Klangästhetik. Vielfalt als kontrollierte Komposition.
Furla Iride; Foto: Courtesy of Furla
Wenn in Mailand die Lichter angehen und die Milan Fashion Week ihre Choreografie aus Shows, Statements und Selfies entfaltet, ist Neuheit Pflicht. Und doch lebt die Branche paradoxerweise vom Bekannten. Auch Furla setzt im Februar 2026 nicht auf den radikalen Bruch, sondern auf die kontrollierte Variation und lanciert eine Capsule Collection, die zwei etablierte Modelle – Iride und Moonstone – materiell neu auflädt.
Foto: Courtesy of Barbour
Es gibt Dinge, auf die man sich verlassen kann wie auf den Regen in Brighton: dass der Sommer eine vorsichtige Behauptung bleibt. Und dass zwei britische Traditionsmarken früher oder später beschließen, gemeinsam sehr britisch zu sein. Nun also wieder. Barbour trifft auf Paul Smith.
Courtesy of Hoka
Gerade jetzt, Anfang Februar, wenn die Laufsaison offiziell wieder startet, bringt Hoka seine Stealth Tech Kollektion an den Start. Zwischen Wintermatsch und ersten Sonnenstrahlen wirkt der Launch fast wie ein kleiner Appell: Wer sich draußen bewegt, kann es gleich mit Stil und Sichtbarkeit tun – oder zumindest so tun, als würde er. Timing, Technik und Trend scheinen hier Hand in Hand zu gehen, und genau das macht den Moment interessant.
Die neue „Stealth Tech Kollektion“ bringt alte Bekannte wie den „Mafate Speed 2“, „Speedgoat 2“ und „Bondi 7“ zurück, diesmal in Schwarz, Weiß und Silber. Wer „stealthy“ erwartet, wird allerdings überrascht sein: Diese Schuhe reflektieren so viel Licht, dass man beim nächtlichen Trailrun glatt eine Taschenlampe sparen könnte.
© Glen Luchford
Louis Vuitton dreht die Uhr zurück – und gleichsam nach vorne. Die neue Kampagne, fotografiert von Glen Luchford und inszeniert von Roman Coppola, würdigt das ikonische Monogramm nicht als bloßes Statussymbol, sondern als treuen Reisebegleiter. Von Hollywood über Paris bis nach Seoul: Die Taschen sammeln Geschichten, fliegen durch Generationen und scheinen fast so langlebig wie ihre Besitzerinnen.
Lara; Courtesy of Furla
Für viele Menschen sind Taschen längst mehr als Gebrauchsgegenstände. Sie sind Objekte der Begierde, Wertanlagen – mitunter erreichen einzelne Modelle Preise, die sonst eher mit Mehrfamilienhäusern assoziiert werden. Wer sich in diesem Kosmos bewegt, weiß: Zwischen Haute Couture und Alltagsrealität liegt ein weiter Raum. Furla besetzt darin seit jeher eine pragmatischere Position. Keine Villa mit Seeblick, eher die gut geschnittene Mietwohnung in bester Lage mit Blick – solide, stilvoll, erreichbar.
Courtesy of Crocs
Zwei Marken, die längst mehr sind als ihre Produkte, rücken enger zusammen. Der US-Schuhhersteller Crocs und die Lego Gruppe haben eine mehrjährige globale Partnerschaft angekündigt. Ziel der Kooperation ist es, Selbstverwirklichung, Spiel und Individualisierung zusammenzuführen – und daraus neue Produkte und Erlebnisse zu entwickeln. Der Schulterschluss zweier Popkultur-Ikonen folgt einem Trend, bei dem Alltagsobjekte zunehmend zu Projektionsflächen für Identität werden. Dass ausgerechnet ein Gummiclog und ein Kunststoffstein dafür Pate stehen, passt dabei besser, als es auf den ersten Blick scheint.
Foto: Catherine Opie
Gucci präsentiert La Famiglia, eine Kollektion, die mehr Familienfoto als Modekampagne ist. Unter Demnas Leitung gräbt sich das Haus durch Archive, kombiniert ikonische Codes mit neuer Sinnlichkeit – unapologetisch sexy, extravagant, gewagt. Oder anders gesagt: ein üppiges Potpourri der eigenen Vergangenheit, das sich selbst ernst genug nimmt, um augenzwinkernd zu wirken.