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Schwedens (Mode)Zeichen

(Auch ohne Fashion Week eine Reise wert: Stockholm; Bild: Julian Gadatsch)

Pause statt Dauerschleife – Die Fashion Week in Stockholm wird diesen August nicht stattfinden, soviel verraten aktuell zahlreiche Schlagzeilen in den sozialen Netzwerken. Ich war erst einmal verdutzt, schließlich hatte ich die schwedische Modewoche immerzu als Magnet für ein interessantes Publikum, kreative Entwürfe und Innovationen im Kopf. Dass sie nun aussetzen würde, hätte ich wirklich nicht gedacht. Zu meiner Verteidigung muss ich an dieser Stelle aber auch erwähnen, dass ich die Schauen primär durch Instagram und Facebook mitverfolge – aus zweiter Reihe bzw. per Livestream lässt sich also schlecht ermitteln, ob modetechnisch vor Ort nun wirklich alles so rosig und erfolgreich läuft.

Offensichtlich nicht, denn der Swedish Fashion Council lässt durch seine Geschäftsführerin Jennie Rosén verlauten: die Modewoche „stehe wie die gesamte Modebranche vor großen Herausforderungen, um den Anforderungen an Nachhaltigkeit und Innovation gerecht“ werden zu können. Viele Quellen, wie die Stuttgarter Nachrichten, verweisen darauf, dass gerade der angesprochene Aspekt des Nachhaltigkeitsbereichs im Fokus der Verantwortlichen stünde und neue Strategien gesucht würden (den Artikel gibt’s hier zum Nachlesen). Welche genau das sein sollen, bleibt indes vage bis unklar. Der Swedisch Fashion Council hat sich vorgenommen, im Herbst diesen Jahres neue Ideen für das Projekt Fashion Week vorzustellen.

Es scheint auf jeden Fall ein deutliches Zeichen zu sein, dass das Event Ende August komplett abgesagt worden ist. Ich habe mich beim Lesen der Artikel gefragt, was wohl mit den Designerinnen wird? Sind sie ggf. schon im Schaffensprozess ihrer neuen Kollektionen, stecken mitten in den Vorbereitungen? Oder könnte es ggf. wirklich hilfreich für alle Beteiligten sein, dass man eine Saison innehält, währenddessen Bewährtes überdenkt (sprich: den unaufhaltsamen Hechtschritt nach Neuem und Trends) und Neues im Kopf durchspielt?

Ich selber bin bei dem Thema etwas ratlos, deswegen gebe ich den Gedanken an euch raus und würde mich über Rückmeldung freuen!

2 Comments

  • fred
    10. Juli 2019 at 22:50

    @ JULIAN
    „dass man eine Saison innehält, währenddessen Bewährtes überdenkt (sprich: den unaufhaltsamen Hechtschritt nach Neuem und Trends) und Neues im Kopf durchspielt?“

    Meinst Du, Gucci und Prada und Dior und Co. machen das auch? Eine Saison mal runterfahren? Gerade hier lesen wir ja gerne ständig, was die alles neues machen, damit wir im Hechtschritt nach immer mehr bleiben.

    Schlicht und einfach sind die pleite und es lohnt sich nicht und eine Pressetante schreibt was von Nachhaltigkeit, weil das natürlich besser klingt als zu sagen: „wir haben kein Geld“.

  • Horst
    10. Juli 2019 at 23:46

    Ich glaube, Fashion Weeks sind einfach unnötig in der Form, wie sie jetzt veranstaltet werden. Geht es den Besuchern um die Mode? Nein, maximal noch sekundär. Es geht um den Augenblick, um ein Event, um ein Selfie und ums Marketing. Ob das nun Abverkäufe in dem Fall der FWS garantiert, sei mal dahin gestellt. Diese Idee geht bei großen Labels auf.

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