Interieur

Salone del Mobile: Dior lässt Medaillonsessel neu interpretieren

Bild: © Alessandro Garofalo

Anlässlich der Interieurmesse Salone del Mobile (läuft noch bis zum 10.September, Corona-bedingt nicht wie gewohnt) in Mailand hat Dior siebzehn Künstler eingeladen, eines seiner ikonischen Embleme neu zu interpretieren: den Medaillonsessel. Der Stuhl ist Symbol des Stils Ludwigs XVI., den Christian Dior von Anfang an wählte, um seine Gäste während seiner Modeschauen in einem Dekor zu platzieren, das „nüchtern, einfach und vor allem so klassisch und pariserisch“ war, wie der Designer es in seinen Memoiren beschrieb. Das Oval, das von einer Fontanges-Schleife „gekrönt“ wird, ist neben den Maiglöckchen unvermeidlich zu einem der Codes der Avenue Montaigne 30 geworden.

Der Medaillonsessel wurde in den letzten Jahrzehnten oft von Dior zitiert: Von den ersten legendären Parfums des Hauses, Diorissimo und natürlich Diorama, als ihm der Illustrator René Gruau ein kleines Denkmal gesetzt hat. Auch in den Dekorationen der Geschäfte – angefangen mit der ersten Boutique, die Christian Dior 1947 persönlich eröffnete – findet sich der Medaillonsessel zum Teil bis heute.

Von Japan über Korea, den Libanon und Frankreich bis nach Italien, wurde nun der „Medaillon Chair“ von den Künstlern Sam Baron, Nacho Carbonell, Pierre Charpin, Dimorestudio, Khaled El Mays, Martino Gamper, Constance Guisset, India Mahdavi, nendo, Joy de Rohan Chabot, Linde Freya Tangelder, Atang Tshikare, Seungjin Yang, Ma Yansong, Jinyeong Yeon, Tokujin Yoshioka und Pierre Yovanovitch neu interpretiert. Und siehe da: Dieses klassische Möbel, was wie aus der Zeit gefallen wirkt, bekommt durch die Künstler einen neuen Drive.
Es handelt sich um eine einzigartige und facettenreiche Zusammenarbeit, die die zeitlose Ultramoderne des Hauses widerspiegelt und dafür sorgt, dass der Traum von Dior weiterlebt und immer wieder neu erfunden wird …

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