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Jean-Charles de Castelbajac wird künstlerischer Leiter bei Benetton

(Jean-Charles de Castelbajac ; Bild: Benetton)

Benetton, bzw. United Colors of Benetton, wie das italienische Label eigentlich heißt, hat Jean-Charles de Castelbajac zum künstlerischen Leiter für die Damen- und Herrenkollektionen ernannt: „Seine Erfahrung, sein Charisma und seine Fähigkeit, die Trends von morgen sowohl in der Gesellschaft als auch in der Mode vorauszusehen, werden eine wichtige Bereicherung für unsere Marke sein”, wie Luciano Benetton die spannende Personalie erklärt.

Jean-Charles de Castelbajac ist wahrlich kein Unbekannter und kann auf eine lange Karriere verweisen, die vom Design zur Malerei und von der Werbung bis zur Street Art reicht. 1968 debütierte er in der Modewelt mit einer Kollektion für „Ko and Co“, der Firma seiner Mutter.
Er ist Mitbegründer der Marke Iceberg, die 1974 das Licht der Welt erblickte und die sich insbesondere durch Kleidung, auf der Comicfiguren wie Mickey Mouse, Felix the Cat, Snoopy und Bugs Bunny zu sehen waren, in mein Gedächtnis brannte. 1978 gründete er das Modehaus Jean-Charles de Castelbajac, das er 2016 verließ. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er auch mit Lacoste, Max Mara, Ellesse, Courrèges, Rossignol und le Coq sportif zusammen. Als neuester Streich gesellt sich nun also United Colors of Benetton zu dieser illustren Liste hinzu.
„Die ikonische Marke United Colors of Benetton hat sich die Welt von heute vorgestellt: eine Welt des Pop, farbenfroh und universal, die für alle zugänglich ist, mit Oliviero Toscanis starken Bildern“, wie Jean-Charles de Castelbajac erklärt. „Ich und Benetton, wir waren stets durch die ähnlichen Gene verbunden: die Leidenschaft für Strick und die Liebe zu Pop und zu den Regenbogen-Farben.”

Aktuell ist übrigens noch die sehenswerte Doku „Jean-Charles de Castelbajac – Verliere nie das Kind in dir“ in der ARTE-Mediathek abrufbar. 52 Minuten lang widmet sich der Regisseur Mathieu César dem Leben von Jean-Charles de Castelbajac.

4 Comments

  • Peter Kempe
    11. Oktober 2018 at 12:22

    Castelbajac ist eine der ganz Großen und seine Farbigkeit assoziiert man gut mit den Wurzeln von Benetton, der Kultmarke meiner Jugend. Eigentlich ein tolles Label, das leider ein bisschen von Zara und Co. verdrängt wurde, obwohl sie ja mit ‚Made in Italy‘ die Ersten waren, die Strickjacken zu erschwinglichen Preisen in allen Regenbogenfarben anboten und echt meine Popper-Zeit geprägt haben.
    Castelbajac macht hoffentlich tolle Farben dort, denn das kann er wirklich!

  • fred
    11. Oktober 2018 at 17:46

    ICH HABE BENETTON IMMER GELIEBT. SIE HABEN SICH LEIDER VERRANNT UND HÄTTEN BEIM KERNGESCHÄFT BLEIBEN SOLLEN. ICH BIN SEHR GESPANNT UND HOFFE; ES WIRD WIEDER GUT. ES WÄRE EINE SCHÖNE NEUIGKEIT!

  • Vk
    12. Oktober 2018 at 14:09

    Wunderbar. Stimme meinen Vorrednern zu.

  • Monsieur Didier
    13. Oktober 2018 at 00:54

    …ich hatte zu meinen Popper-Zeiten T-Shirts und Polohemden von Benetton, die so abgefahren waren, dass man dafür in meiner niederrheinischen Klein-Großstadt angepöbelt wurde…
    das war ein Spaß… ich habe es geliebt…
    und eine weitere supertolle Marke der späten 70er und frühen 80er war Fiorucci…
    die waren noch schräger…
    Disco – Disco – Disco… wo ist sie hin, die Leichtigkeit und das unbekümmert verspielte in der Mode…
    (nein Horst, Scott und Moschino sind kein „Ersatz“ und nicht ähnlich in der aufsehnerrregenden Wirkung…!!! “ 😉

    ich finde die Doku über Castelbajac wirklich klasse…
    wobei mir seine Farbigkeit oft zu plakativ ist, aber das ist mein ganz eigener Geschmack und Eindruck…
    ich habe die Doku jetzt schon mehrfach gesehen und bin jedesmal ganz fasziniert von Castelbajac selber…
    er ist so unglaublich sympathisch und seine Verbindung zu London, McLaren und Westwood macht ihn nochmals sympathischer…

    kurzum: ich freu mich sehr auf und über Benetton…!!!

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