Coffee Table Book

Gucci aus dem Blickwinkel von Harmony Korine

(Gucci by Harmony Korine; Bild: Mit freundlicher Genehmigung des Ministeriums für Kulturerbe und Aktivitäten – Archäologischer Park von Pompeji)

Der Name Harmony Korine dürfte dem Großteil der Horstson-Leser ein Begriff sein, wenngleich er sicherlich nicht sofort in den Sinn kommt, wenn man an Drehbuchautoren oder Regisseure denkt. Zur Erinnerung: Große Aufmerksamkeit erregte Korine Mitte der 1990-Jahre, als er das Drehbuch zu dem Film Kids, das vom Fotografen Larry Clark verfilmt wurde, ablieferte.
Nun gab Gucci die Zusammenarbeit mit dem Regisseur bekannt. Das Ergebnis dieser Kooperation ist die limitierte Ausgabe eines bildgewaltigen Buches: „Gucci by Harmony Korine“. Zu sehen gibt es jede Menge Bilder mit Entwürfen der Pre-Fall-Kollektion 2019, die in den antiken Städten Herculaneum (ital. Ercolano) und Pompeji in der Region Kampanien in Süditalien aufgenommen wurden.

Die beiden alten römischen Städte, beide übrigens UNESCO-Weltkulturerbe, wurden von Alessandro Michele natürlich nicht ohne Grund als Schauplatz für Korines Werk ausgewählt. Michele ist fest davon überzeugt, dass das Wissen um die Vergangenheit elementar für unser Verständnis und unsere Zukunftsvisionen wesentlich sind und daher nicht in Vergessenheit geraten darf – getreu dem Motto: „Wir blicken zurück und starten nach vorn“.
Das Engagement von Gucci für die Förderung des künstlerischen und kulturellen Erbes auf der ganzen Welt ist nicht neu. So setzt sich das Haus schon seit Jahren für diverse Initiativen ein, die ihren Fokus auf Restaurierung und Konservierung von Kulturdenkmälern gerichtet haben wie zum Beispiel den Kreuzgängen der Westminster Abbey in London, der Palatine Gallery im Palazzo Pitti in Florenz, dem archäologischen Park von Selinunte auf Sizilien und dem Tarpeian Rock (Rupe Tarpea) auf der Südseite des Campidoglio in Rom.

„Gucci by Harmony Korine“ wird ab Anfang Juni von IDEA Books vertrieben. Es wird zudem im Gucci Garden in Florenz und im Gucci Wooster Bookstore in New York erhältlich sein.

3 Comments

  • fred
    8. Mai 2019 at 16:46

    Hoffentlich hört das mit Gucci bald genau so schnell auf wie davor und dann davor mit Tom Ford (der das beste Gucci ,meiner Ansicht nach, war).
    Gucci generiert sich fortlaufend selbst, das ist mittlerweile ein eigenständiger Organismus.

  • Horst
    8. Mai 2019 at 20:23

    @Fred oach, ich find’s ganz unterhaltsam 🙂 Ich mochte auch die MET Gala gestern, btw

  • fred
    9. Mai 2019 at 11:11

    @HORST
    Ufffffffff, die Met Gala. Das darfst Du gar nicht ansprechen. Das war für mich sehr schlimm. Seit ein paar Jahren finde ich es sehr schlimm. Ich weiss gar nicht, was das Motto war. Ich befürchte ja, dass das Thema „Helena Bonham Carter“ war. Anders kann ich mir das gar nicht erklären. Und wenn ich an so manches wirklich schlimme Cher-Outfit denke (ich feier Cher, trotz der Fehltritte), dann kommen die (Chers Outfits) nur wie ein müder Abglanz vor gegen die Dinge, die ich auf den Met-Ball Fotos gesehen habe. Ich kann gar nicht benennen, was ich am schlimmsten fand, da alles schlimm war.
    Jaret Leto (den ich eigentlich sehr mag) fand ich schlimm. Ich verstehe nicht, warum man unnütze Gegenstände mit sich rumträgt. Das ist, als würde man mit seinem Bügeleisen in der Stadt rumlaufen. Warum? Und warum trägst man seinen eigenen Wachskopf mit sich rum? Warum?
    Alessandro Michele fand ich sehr schlimm. Er kam dieses Mal selbst als Lana Del Ray.
    Harry Styles fand ich ganz ganz schlimm. Er sah aus, wie eine 55 jährige Wurstverkäuferin von den Inseln, die sich aufbrezelt, wenn sie auf eine Hochzeit geht. Tom Jones hätte das tragen können. Er leider nicht. dabei fand ich ihn mal hot.
    Hamish Bowles, auch schlimm. Sehr schlimm. Warum macht er das?
    Katie Perry, mir noch grausam in Margiela in Erinnerung. Jetzt noch schlimmern. Und dazu diese schlimmen Barockschuhe, die aussehen, wie aus den 90ern.
    Es war durch und durch schlimm. Ich kann das alles gar nicht benennen. Zu etwas Trost verhalf mir Penelope Cruz in Vintage Chanel. Vielleicht etwas spiessig. Aber schön. Elegant.
    Alle sahen aus wie Florence. Man hat die echte Florence gar nicht mehr gesehen. Es war schlimm. Zum Glück war ich nicht dort. Ich hätte mehr als mein Erspartes für den Eintritt gezahlt und dann das… Es ist alles der „Gucci-fiziert“. Wie gesagt, ich hoff, es hört bald auf.
    Ach, ich hatte es schon verdrängt. aber jetzt kommt das alles wieder in mir hoch. Es war einfach eine Katastrophe.
    Das Gute war, dass die sonst schlimmen, abgemildert wurden. Elton oder auch Madonna hätte man dieses Mal gar nicht gesehen.
    Auch sich auf einer Sänfte tragen lassen. Warum? Mariah kann das machen. Ansonsten gibt es das nur noch auf schwulen Feiern zu einem runden Geburtstag jenseits der 40.
    Darf nicht mehr drüber nachdenken. Es ist meine Meinung. Wenn es Dir Freude bereitet hat, dann ist schon mal was gewonnen. Es sieht ja jeder anders.

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.