Ganz besonders diese nur einen Tag kurzen Business-Trips – die man oft ohne Ersatzkleidung antritt, da man ohnehin nicht ins Hotel geht – hinterlassen leider manchmal fiese Knitterspuren in der Kleidung, mit denen man dann in sein Meeting gehen muss. Diese Erfahrung haben wahrscheinlich schon viele Männer in Anzugträger-Berufen gemacht.
Die Tüftelabteilung des Schweizer Traditionslabels windsor. hat so lange mit Materialmixen, Stoffen und deren Veredelung experimentiert, bis im Ergebnis knitterfreie Reisekleidung erzielt wurde. Und nun kommen die Teile in den Handel und können von euch kritisch in Augenschein genommen werden.
Allgemein
Heute möchte ich an jemand fast vergessenen erinnern, der die italienische Mode – als sie laufen lernte und Italien begann eine ernstzunehmende Konkurrenz für Paris zu werden – stark beeinflusste. Dem Armani, Versace und Co zu verdanken haben, dass es heute so etwas wie die Mailänder Modewoche und eine starke italienische Modeszene gibt.
Walter Albini wurde 1941 in der Lombardei geboren und sollte für seine Eltern eigentlich etwas Ernsthaftes wie Kunstgeschichte studieren. Walter brach aber sein Studium ab und ging an das Istituto d’Arte, Disegno e Moda in Turin. Eine Modeschule, die 1957 nur für Mädchen geöffnet war, weil ein italienischer Mann zu der Zeit natürlich nichts mit solchen Themen am Hut hatte. Als einziger männlicher Student machte er 1960 seinen Abschluss als zertifizierter Modedesigner.
Weil wir ein komplett service-orientiertes Blog sind, erinnern wir Euch daran, heute die Uhren umzustellen.
Zurück zum Wesentlichen – hier die Highlights der Woche auf Horstson:
1) Das Urteil fiel schnell und klar: Ihr seid keine Befürworter der Pom Pom Mützen – vielleicht findet sich ja im zweiten Anlauf ein Fan?
2) Daisydora wagt sich an DIY – was damit Wolfgang Joop, Todd Selby und Burberry zu tun hat, lest ihr hier
3) Die i-D hat es bei dem Cover ihrer Royalty Issue krachen lassen – gleich 9 verschiedene Cover gibt es von der Ausgabe
4) Jan hat für Horstson Kopfhörer getestet. Die Kurzfassung: Er ist begeistert – aber nicht in allen Punkten. Wer es genauer nachlesen möchte, kann das hier tun
5) Peter ließ am Anfang der Woche nochmal die Hermès Frauen-Kollektion Fall/Winter 2012/2013 Revue passieren
6) Blau Blau Blau sind alle meine Kleider – zumindest hat Daisydora eine beachtliche Auswahl blauer Männerklamotten rausgesucht – nachzulesen hier und hier
Es wird langsam Zeit, sich mit der Bademode 2012 auseinanderzusetzen. Heute ein sehr exklusives Badehosen-Modell, welches immerhin 365€ kostet. Hier die Eckdaten: Hergestellt von Dsquared, elastischer Bund, 100% Lycra, Made in Italy und mit feschem Mykonos-Aufdruck auf der Rückseite:
Gefunden? Ich gebe zu, dass es auch nicht wirklich schwer ist, Jean Paul Gaultier zu finden, aber verblüffend ist es schon, denkt man doch einen Augenblick, dass es sich um eine Bildbearbeitung durch Photoshop handelt – tut es aber nicht.
Der chinesische Künstler Liu Bolin hat für die aktuelle Ausgabe vom Harper’s Bazaar einige Designer so camoufliert, dass sie auf den ersten Blick auf den entstandenen Fotos nicht mehr zu sehen sind. Mit von der illustren Designer-Partie sind neben Gaultier auch Angela Missoni, Alber Elbaz und die Valentino-Designer Grazia Chiuri & Pier Paolo Piccioli:
Wie aufwändig das Procedere ist, kann man im folgenden Video sehr gut sehen – und ich bewundere alle um die Geduld…
Mit Look Books ist es immer so eine Sache – einige bekommt man per Mail zugeschickt, andere per Post. Letztere sind dann meistens riesig und werden als Päckchen verschickt. Nun bin ich häufig nicht zu Hause und wenn ich dann meinen Briefkasten aufmache, fallen Abholscheine diverser Paketdienste raus und ich fahr dann quer durch Hamburg, um voller Vorfreude auf dolle Goodies die Päckchen abzuholen – so ist das schließlich als Blogger – da bekommt man alles zugeschickt. Das denken zumindest einige und bei Bloggern vom Kalibers eines Bryanboys wird es auch so sein.
Bei obigem Bild könnte man denken, dass sich in der Jil Sander Herbst/Winter Schuh Kollektion lediglich die millionsten Aufgüsse diverser Brogue-Varianten mit dicken Sohlen tummeln… Dem ist nicht so und das finde ich gut. Was ich auch gut finde (was mich aber auch etwas verwundert) das mir einige Entwürfe gefallen – dem war nämlich in den letzten Saisons nicht so.
Mein Favorit ist das Modell mit dem Sternchen-Lochmuster vielleicht sollte ich Daisydoras Ratschlag befolgen und mir mal ein vernünftiges Paar Schuhe zulegen – Meine Mutter wär‘ stolz auf mich…
An die Talkshow kann ich mich nicht mehr erinnern, aber daran, dass Jean Remy von Matt erzählte, dass seine Agentur Jung von Matt damals rund eine Million Euro für die Teilnahme an internationalen und nationalen Wettbewerben für Werbeagenturen ausgebe. Das ist viele Jahre her aber die Wettbewerbe und deren Auswirkungen gibt es heute noch.
Für die zwei bis drei unter euch, denen ein Job in der Werbung bisher nicht zugestoßen ist, folgende Erläuterung: Weil man für richtige Kunden nur Kampagnen entwickeln kann, von deren durchschlagender Wirkung diese überzeugt sind, gibt es seit gefühlten hundert Jahren den Streit darum, warum man denn keine lustige oder schräge oder einfach reißerische Werbung für deutsche Unternehmen und Marken machen könnte. Agenturen behaupten, die Kunden seien zu zögerlich und auf der Kundenseite vermisst man neben ein paar anderen Dingen die wirklich guten Ideen und heraus kommen dabei die Spots, bei denen der Großteil der Verbraucher weg zappt oder den Kopf auf Energiesparbetrieb schaltet. Na jedenfalls kann man damit bei internationalen Wettbewerben keinen Blumentopf gewinnen, einige wenige rühmliche Ausnahmen mal außen vor.
Ohne Süßwasser gäbe es kein Leben auf unserem Planet Erde. Seit einigen Monaten sind wir 7 Milliarden und mindestens eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Wasser.
Das kann sich unsereins gar nicht vorstellen, wie erbärmlich das ist, selbst jeden Eimer Brackwassers von ganz weit her holen zu müssen …. Wasser immer abkochen zu müssen und all das, was viele, viele Menschen tun müssen, um überhaupt an Trinkwasser zu kommen. Ich musste sofort an das Unverhältnis von Salzwasser und Süßwasser denken. Nur rund drei Prozent allen Wassers sind Trinkwasser. Wie viel oder besser gesagt wenig das ist, kann man zum Beispiel daran festmachen, dass im – zwar gigantisch großen – Bailkalsee in Sibirien schon zwanzig Prozent unseres Süßwassers sein sollen. Das relativiert sich also sehr schnell, wenn sieben Milliarden keinen Durst leiden sollen. Und wir verschwenden das Wasser ja bei der Herstellung unserer Nahrungsmittel und Güter, auf die wir nicht verzichten wollen. Die Kriege der Zukunft könnten demnach um das Wasser geführt werden, sagen Fachleute.
Giorgio Armani kann zwar auch nicht gleich die ganze Welt retten, tut aber mit seiner „Aqua for Life“ Bewegung nachweislich etwas gegen den Wassermangel in Ghana und Bolivien. Bolivien ist das ärmste Land in Südamerika. Dort hatte man sich weltweit zuallererst dafür eingesetzt, die Versorgung mit sauberem Wasser zum Menschenrecht zu erklären. 2010 erfolgte die Anerkennung des Grundrechts auf sauberes Wasser und der sanitären Grundversorgung durch die Vereinten Nationen.
Gewöhnlich holen die Frauen das Trinkwasser aus öffentlichen Wasserspeichern. Allerdings gibt es in den Gemeinden, auf die sich die „Aqua for Life“-Kampagne 2012 konzentriert, im Umkreis von 50 km keinen einzigen Wasser- speicher. Die Familien haben keinen Zugang zur öffentlichen Wasserversorgung und sind daher gezwungen, verschmutztes Wasser zu trinken. Durchfallerkrankungen im Kindesalter sind hier die häufigste Todesursache, besonders in ländlichen Gebieten.
Ziel der Kampagne 2012 ist es, den Bau eines Regenwassersammelsystems in jeder Schule, das Bohren von Löchern in jeder Gemeinde, mit denen Wasser gewonnen wird, Gesundheits- und Hygieneaufklärung für Familien sowie Schulungen zur Bedienung und Instandhaltung der Wassersysteme und der Handpumpbrunnen mit den Spenden zu finanzieren.
Hier ein kleiner Film
Natürlich interessieren wir uns für die harten Fakten, wenn Prominente ihren Namen in den guten Dienst einer Sache stellen oder Charity Aktivitäten setzen. Dank der Bewegung Aqua for Life 2011 haben in Ghana nun mehr als 27.000 Bewohner in 16 Gemeinden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Giorgio Armani unterstützt auch die Nichtregierungsaktion Green Cross International, die über das erforderliche Know How und die Manpower vor Ort verfügt. Es sterben noch immer jeden Tag 4.000 Kinder in der Welt durch Krankheiten, die durch unsauberes Wasser übertragen wurden.
Wir können mitmachen und das Projekt durch den Kauf eines fordern, es sollten mehr als dreißig Prozent des Erlös in die Aqua For Life Aktion gehen, aber das ist ja nicht alles – Giorgio Armani nimmt auch viel eigenes Geld in die Hand. Und das ist für mich das Entscheidende.
50 Liter für ein I like! Endlich macht das richtig Sinn, dieses ganz allgemein so inflationär verwendete “ I like“ auf der Facebook site Aqua for Life anzuklicken. Giorgio Armani stiftet 50 Liter Wasser für jedes einzelne davon.
Um das Thema im Bewußtsein zu behalten, auch lange nach dem Weltwassertag, könnt ihr in den folgenden drei Monaten die Aqua for Life Challenge begleiten. Das Water Race führt von Mailand nach Bolivien durch Ghana. Ihr könnt die Reise beobachten, eure tägliche Position mitteilen und Freunde dazu einladen, sich dem Water Race anzuschließen.
Macht bitte mit. Das macht echt mehr Sinn, als jedes Grusel-Outfit und jede Billighandtasche auf Modeblogs zu like’n … und so ein T-Shirt sieht doch nett aus ….
Weitere Informationen findet ihr hier unwater.org/worldwaterday/
Regelmäßige Horstson-Leser werden sich spätestens jetzt wieder an Rymhart erinnern – das war im Februar das Objekt meiner Begierde. Weil sich nun aber auch ganz viele Leser in den Kommentaren äußerst wohlwollend über den Troyer geäußert haben, hat die Strickmanufaktur aus Stade angeboten, einfach einen Troyer in Wunschgröße (s-xxl) und -farbe (Graphit, Marineblau oder Stein) im Wert von knapp 200€ zu verlosen.








