Kilian setzt auf Neon-Akzente – wer hätte das gedacht?
Soeben ist die Kilian Kerner Schau zur Spring Summer Kollektion 2013 im Fashionweek-Zelt zu Ende gegangen und ich kann Euch nun ein paar Eindrücke vom Fitting zeigen.
Allgemein
Das Fashiondailymagazin fragte mich und zweitere Blogger, was man als Blogger von Welt denn so auf einer Fashionweek trägt – Schwer zu beantworten, da sie mich das schon vor ein paar Wochen gefragt haben…
Nun denn – wenn vor ein paar Wochen die Fashionweek gewesen wär‘, hätte ich ein weißes COS Hemd, eine blaue MMX Hose, New Balance Sneaker, ein Tuch von Chanel, eine alte Gucci Tasche und eine goldene Uhr getragen.
Wer sich den Horst-Look mit nach Hause nehmen möchte – kein Problem: Das Fashiondaily Magazin liegt bei der Premium und bei der Bread and Butter aus…
Man soll ja nicht über Sachen urteilen, die man nicht gesehen hat. In diesem Fall aber mache ich mal eine Ausnahme.
Am Samstag fand in Frankfurt das Levi’s 100 yards Blockfestival statt. Neben Acts wie NAS, Laing oder Azari & III gab es eine Menge cooler Leute, fabelhaftes Wetter und wahnsinnig gutes Essen. Ich konnte leider nicht selber vor Ort sein möchte euch aber die Fotos nicht vorenthalten, auch wenn ich mir dabei in den Allerwertesten beißen könnte.
Beim nächsten 100 yards Festival, das hoffentlich stattfinden wird, bin ich dann hoffentlich anwesend und kann selbst Fotos mit tollen Acts, coolen Leuten und wahnsinnig gutem Essen posten. Bis dahin lassen wir mit ein paar Bildern den Event Revue passieren und grooven im Geiste ein bisschen zum NAS-Klassiker.
Heute ist es wieder soweit – es ist Haute Couture Woche in Paris und Karl Lagerfeld stellt wie seit fast genau dreißig Jahren (am 5.Februar 1983 stellte er seine erste Chanel Kollektion vor) die Couture Kollektion für Herbst-Winter vor. Unter dem verheißungsvollen Titel New Vintage wird im Grand Palais das Defilee stattfinden und wir werden ausführlich darüber berichten.
Alles was dort gezeigt wird, entsteht nur einige hundert Meter davon, im Zentrum von Paris, in der Rue Cambon Nummer 31. Chanel hält es seit 1919 vom Keller bis zum Dach besetzt und hat Ende der zwanziger Jahre die Nummer 29 noch dazugenommen. Eigentlich gar nicht so groß, denkt man wenn man davor steht, immerhin eine der größten in Privathand befindlichen Modehäuser beherbergend, schlängelt sich das Haus in unendlichen Tiefen über mehrere Höfe bis zur Rue Duphot. Hier schlägt seit fast einem Jahrhundert das Herz der weiblichen Mode und seiner unzähligen Helfer.
Die Rue Cambon ist wie ein Bienenstock und im Erdgeschoss ist heute fast alles Boutique um die Angebote des Prêt-à-Porter, der Accessoires und die Welt der Chanel Kosmetik zu präsentieren. Früher war das Haus ein richtiges Hôtel Particulier, wie man es auf dem Foto des berühmten Pariser Chronisten Eugène Atget um 1890 sieht. Das große Tor, seit den zwanziger Jahren der Aufgang zu den Couture Salons, dem Apartment von Mademoiselle und den Ateliers und Werkstätten, war früher die Durchfahrt für die Kaleschen und Kutschen und dort, wo sich heute ein Großteil der Boutique befindet, standen in Remisen die Wagen und die Pferde.
Lässt man das Raunen und das Summen der Verkaufsräume, die am Abend nach einem Gemisch aus den Parfums und Tuberosen duften, steigt man die Treppe in den ersten Stock hinauf, in der vor zehn Jahren der große Vorführsalon umgestaltet wurde.
Seit Mitte der achtziger Jahre ist der Andrang der Modenschauen zu groß geworden, um ihn im eigenen Haus zu zeigen. Früher, als es nur Couture gab und die Welt noch nicht so globalisiert war, saßen bei der Premiere auf Thonet Stühlen die Damen und Herren der Presse und die Kundinnen. Dichtgedrängt auf den Treppen und jedem Winkel die Lieferanten, dass Personal und die Zulieferer. Mittlerweile hat man die gesamte Couture Ebene in bequeme, Zimmer-große Kabinen umgewandelt und lichte Anprobensalons geschaffen. Peter Marino hat mit Möbeln von Christian Liaigre und Baccarat Lüstern ein helle, einladende Atmosphäre geschaffen. Wenn keine Kunden-Termine gemacht sind, werden hier auch Defilees vorbereitet oder auch die eigene Modenschau für die Mitarbeiter und Direktricen finden hier unmittelbar nach den großen Spektakeln im Grand Palais oder Pavillon Cambon statt.
Schon auf dieser Etage gibt es ein unendliches Labyrinth, hinter den repräsentativen Räumen und Büros über Büros von Presseabteilungen und den einzelnen Departements schließen sich an. Steigt man die legendäre Spiegeltreppe weiter hoch, gelangt man vor die Tür die das Allerheiligste von Chanel verbirgt – das Appartement von Mademoiselle Chanel (Horstson berichtete).
Alle bis heute gültigen Metaphern und Zeichen, die den Chanel Stil ausmachen, sprechen aus diesen Räumen und würde man ein Haus wie einen Körper aufteilen, wäre dies sicherlich die Seele.
Vorbei am Appartement, ein paar Stufen weiter hinauf gestiegen, kommt die letzte Etage, die genauso großzügig wie die unteren ist. Hier wird in den Studios Chanel die gesamte Konzeption der mittlerweile acht Kollektionen des Hauses, nebst den vielen Linien von Accessoires, Schuhen und Taschen, geschaffen. Hier sitzen die Mitglieder des Studio-Teams und koordinieren von der Zeichnung, über die Anproben bis zu den Zulieferern alles bis Baustein für Baustein aus einer Grund-Idee von Karl Lagerfeld ein kompletter Look und schließlich eine ganze Kollektion wird.
Während der Entstehung der neuen Linie werden auch alle Accessoires gesammelt, um schließlich, wenige Tage vor der Schau, wie aus einem Füllhorn heraus den einzelnen Durchgängen und Outfits zugeordnet zu werden. Die große Accesoirisation findet dann auch hier seinen Abschluss, bevor alles in den Keller geschickt wird um dann von den Chauffeuren und Expedienten verladen zu werden.
Über der dritten Etage geht es dann wesentlich ältere, schmalere und „verwinkeltere“ Treppen hinauf, die zunächst zu den Ateliers Flou (Kleider, Abendkleider und alles was aus fließenden Stoffen ist) und Tailleur (Kostüme, Mäntel) führen. Darüber dann verzweigte Stiegen, die zu den Dach-Ateliers führen, wo viele Schneiderinnen und ihre Gehilfen Schnitte erstellen, Stoffe zuschneiden und für die Couture auch noch Arbeitsplätze für die zusätzlichen Handwerker sind, die zu Stosszeiten (eine Couture Kollektion wird in wenigen Wochen erstellt) als freie Mitarbeiter zu Chanel in die Ateliers kommen.
Überall im Haus spürt man den Stolz und die Würde, die dieses Metier ausstrahlt und Chanel ist eigentlich von seiner Aufteilung wie der Prototyp eines klassischen Modehauses. Abseits von Medienrummel und der Weltbekanntheit der Marke schlägt sein Herz immer noch trotz einiger Umbauten so wie in Vorkriegszeit, wo die Kundinnen, die aus Amerika kamen, teilweise bis zu drei Wochen im gegenüberliegenden Ritz wohnten, um alle Anproben zu machen.
Obwohl Chanel es gut beherrscht, besonders in den von Peter Marino ausgestatteten Boutiquen einen großen Teil des Spirits der Rue Cambon zu transportieren, gibt es keinen Ort der so ‚Chanel‘ ist, wie dieses Haus. Es ist das Haus in der Mitte der Rue Cambon, wo man meinen könnte, dass die Eleganz, der Witz und der Esprit der Mode geboren sein könnten und der den Geist atmet, der einen immer wieder aufs Neue fasziniert. Für mich ist das Haus in der Mitte der Strasse ein verzauberter Ort, den ich seit dreißig Jahren immer wieder gern besuche und die Inspiration die er verströmt ist unendlich. Wenn ich vor der Tür stehe, gehen dutzende faszinierende Kollektionen vor meinen Augen ab. Vielleicht liegt das Geheimnis des Erfolgs auch ein bisschen an der Adresse und dem Haus in der Mitte der Rue Cambon. Mal sehen was als nächstes kommt…
Gestern war es soweit – Harald Glööckler ist auf VOX umgezogen – das war sozusagen der Start der Dokusoap „„Glööckler, Glanz und Gloria“ und wir durften erfahren, dass Glööcklers Hund ‚Billy King‘ Durchfall hat – aber Gott Glööckler sei Dank, hat der Tierarzt festgestellt, dass alle Werte im Normbereich sind.
Was sonst im Bereich der Mode los war (und was ihr vielleicht verpasst habt), liefern wir hier in unserem Wochenrückblick.
1) Blomquist stellt uns hier seine Lieblingsteile der Burberry Prorsum Spring/Summer 2013 Kollektion vor
2) Jan besuchte im Berliner Club ‚Trust‘ das Konzert von Zaki Ibrahim und brachte neben jeder Menge Eindrücke auch eine CD mit, die wir hier verlosen
3) Wo wir gerade über’s Verlosen reden: Wir verlosen eine Badeshorts von Orlebar Brown! Mitmachen könnt ihr hier
4) Wir lieben die chinesische Vogue und die chinesische Vogue liebt Photoshop!
5) Metallic the new Neon! In vielen Kollektion während der Männermodenschauen tauchten Metallic-Elemente auf. Der ein liebt es, der andere hasst es – und Du?
6) KENZO feiert gerade ein Revival – dabei fing alles ganz anders an: Als Kenzo noch Jungle Jap hieß
Ein weiterer Teil unserer beliebten „Heimliche Zwillinge„-Serie: Diesmal hat sich Riccardo Tisci für Givenchy’s Pin-Up Sommerkollektion 2012 bei der Sommerkollektion 2013 der deutschen Antwort auf Christian Audigier, Philipp Plein, inspirieren lassen.
Oder war es andersum? 😉

Arny’s – Rue de Sèvres – Paris.com
Wie ich soeben erfuhr, wurde eines meiner Lieblings-Geschäfte, der Herrenausstatter Arny’s an der Rue de Sèvres, vom französischen Modemagnaten Bernard Arnault aufgekauft.
Arny’s wurde Mitte der dreißiger Jahre gegründet und das Geschäft ist echt eine Sehenswürdigkeit. Es ist komplett mit Vertäfelungen im Louis XV. Stil ausgeschlagen und in den Farben Grau und Weiß gehalten. Die obere Etage ist mit kostbaren Noyer-Holz ausgestattet.
Als Marcel Boussac 1946 beschloss, dass er mit dem jungen Christian Dior zusammen ein Modehaus begründen wollte, gingen die beiden in die Rue de Sèvres und nahmen sich Arny’s als Vorbild für den Stil, der das Haus von Christian Dior bis heute prägt.
Den Begriff Fetisch erklärt jeder für sich etwas anders – Daphne Guiness‘ Fetisch zum Beispiel sind ihr Augen: „My fetish is my eyes. I use contact lenses in order to make the world more soft. So I think it may be, to me, another form of defense“. So wundert es jetz auch kaum, dass die Kurzfilme, die zur aktuellen Ausstellung ‚Selling Sex‘ der SHOWstudio Galerie entstanden sind, alle vom Grund auf verschieden sind:
…, dass die Regale in den Läden langsam leerer werden und das neue Ware nachgeräumt wird. Und so war ich gestern in Hamburg bei bob auf der Kirchenallee und habe sie entdeckt: Die perfekten Sneaker aus dem Hause Pierre Hardy.
Nun sind sie natürlich nicht im Sale, kosten daher irgendwas um 480€ und ich frage mich, ob ich bis zum Sale im Winter warte, um sie in annähernd meiner Größe zu bekommen, oder lieber das Geld sofort in die Schuhe investiere…
Den jungen Mann kenne ich ehrlich gesagt nicht – kennt ihr ihn? Elyas M´Barek ist sein Name und dank Wikipedia weiß ich, dass er ein österreichischer Schauspieler ist und in einigen deutschen Filem mitgespielt hat.
Burberry scheint ihn aber zu kennen und hat ihn nach Mailand zur Burberry Prorsum Spring Summer 2013 eingeladen, ihn geknippst und uns freundlicher Weise einen Abzug des Bildes geschickt.
Nachdem Blomquist euch am Montag nun seine Lieblingsstücke der Burberry Prorsum S/S 2013 Kollektion vorgestellt hat, kann ich euch nun anhand Elyas M´Barek mein Lieblingsstück der kommenden Burberry Prorsum Fall/Winter Saison zeigen: Den Hunde-Pulli! Der ist doch der Knüller – oder?






