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Baumwolle aus dem Gewächshaus: G-Star stellt „Homegrown Denim“ vor

Bild: Courtesy of G-Star

Baumwolle aus dem Gewächshaus – das, was auf den ersten Blick naheliegend klingt, ist beim näheren Hinschauen eine Herausforderung, der sich aktuell G-Star stellt. „Homegrown Denim“ ist in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit der Wageningen University & Research und Dutch Cotton entstanden.
Dieses von G-Star finanzierte Experiment untersucht, wie Baumwolle aus Gewächshausanbau dazu beitragen könnte, die Auswirkungen des weltweiten Baumwollanbaus zu reduzieren.

Baumwolle lässt sich leicht anbauen, benötigt jedoch eine große landwirtschaftliche Fläche und kann pro produziertes Kilo Baumwolle bis zu 10.000 Liter Wasser verbrauchen. Außerdem ist der Baumwollanbau auf ein sehr spezifisches, warmes Klima angewiesen, so dass die Baumwollfelder der Ausgangspunkt einer langen und komplexen Lieferkette sind. Hinzu kommt, dass die weltweite Nachfrage nach verantwortungsvoll angebauter Baumwolle rapide steigt, es aber ein großes Defizit gibt.

Sechs Monate lang wurde in einer Forschungseinrichtung in Bleiswijk (Niederlande) eine im Gewächshaus angebaute Baumwollpflanze untersucht. Die Forschung untersuchte Qualität, Ertrag und Fasereigenschaften und verglich den ökologischen Fußabdruck mit herkömmlichen Methoden. Strategien wie Präzisionsbewässerung und erneuerbare Energien wurden untersucht, um die Auswirkungen zu verringern, wobei auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit und das Marktpotenzial analysiert wurden.

Insgesamt wurde festgestellt, dass der Baumwollanbau im Gewächshaus eine kontrollierte und geschützte Umgebung bietet, die die Produktivität, Qualität und Nachhaltigkeit der Ernte steigert und die mit dem Anbau im Freien verbundenen Risiken verringert. Höhere Ernteerträge, verlängerte Anbausaison, Wetterschutz, Schädlings- und Krankheitsbekämpfung, Wassereffizienz, Erhaltung des Bodens, lokalisierte Produktion und verlängerte Lebensdauer der Pflanzen gehören zu den Vorteilen, die lt. G-Star gefunden wurden.

Diese Forschung und Zusammenarbeit könnte der erste Schritt auf einem Weg zu einem nachhaltigeren Baumwollanbau sein. G-Star hat sich verpflichtet, die nächste Phase zu unterstützen, für die derzeit in Zusammenarbeit mit der Wageningen University & Research neue Baumwolle in der Gewächshausanlage angebaut wird. G-Star und die Wageningen University & Research haben außerdem Inno Growers und das Substratunternehmen Grodan eingeladen, um die Forschungsbemühungen in den praktischen Anbau zu überführen und die Produktion zu steigern.
Neben der Optimierung der Anbaumethoden besteht das Hauptziel in diesem Jahr darin, den Baumwollertrag pro Quadratmeter von 1,2 kg auf 2,2-2,5 kg zu steigern. In der nächsten Phase sollen andere Interessengruppen der Branche eingeladen werden, ihre Kräfte zu bündeln, gemeinsam zu investieren und ihre Bemühungen zu verstärken, um so erhebliche Auswirkungen zu erzielen und die Mode-Lieferkette zum Wohle der Allgemeinheit umzugestalten.

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