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peterkempe

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Couture Stop – Riccardo Tisci für Givenchy

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Givenchy Kreativdirektor Riccardo Tisci; Bild: PR

Das Haus Givenchy zeichnete sich einst durch seine große Couture Abteilung und durch ein eigenes Atelier für seine Hut-Entwürfe aus. Nach dem Verkauf an LVMH nutzte seinerzeit John Galliano, der Nachfolger Hubert de Givenchy’s, die Fertigkeiten der Handwerkerinnen für seine Couture Kollektionen für Givenchy – phantasievolle, technisch aufwändige Creationen entstanden weiter im gewohnten Umfang von 60 bis 70 Modellen pro Saison.

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27 Jahre und kein bisschen leise – Olivier Rousteing

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Foto: Mariano Vivanco; Olivier Rousteing mit dem Model Julia Frauche

Olivier Rousteing ist erst 27 Jahre alt, hübsch, immer in einer Art Uniform aus Skinny Leder Hose, T- Shirt, Jacke und Boots unterwegs und ist das, was man ‚cool‘ nennt. Das eint ihn mit tausenden Jungs seiner Altersgruppe, aber das was ihn unterscheidet ist, dass er Creativ Director für ein Modehaus ist, das zu den französischen Mythen gehört.
Gegründet 1945 von Pierre Balmain, war das Haus Balmain für Weiblichkeit und Couture berühmt. Seine Kundinnen – wie Ava Gardner oder Königin Sirikit von Thailand – waren eher auf der klassischen Lady-Seite anzutreffen.
Nach dem Tod von Balmain wechselte das Haus die Designer und 1993 bis 2002 übernahm Altmeister Oscar de la Renta das Ruder, konnte aber nicht wesentlich zur Verjüngung beitragen – ständig dümpelte das Haus am Rande des Vergessens. Die Couture Kundschaft war längst von den Löwen-Häusern Chanel, Dior und Valentino übernommen und unter sich aufgeteilt worden.

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Peter’s Cuttings – Rudolf Nurejew’s Vermächtnis

Vor fast genau 20 Jahren, am 6. Januar 1993, starb einer der größten und flamboyantesten Tänzer des 20. Jahrhunderts: Rudolf Nurejew. Nicht nur sein Tanz war spektakulär, sondern auch sein ganzes Leben und seine Existenz. In einem Zug geboren, schnell zu einem der begabtesten Tänzer der Welt avanciert, wurde er, als er auf dem Höhepunkt des kalten Krieges in den Westen flüchtete, mit einem Schlag weltberühmt.

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Shoppen en miniature – Das Bon Marché aus Lego


Bild: Le Bon Marché Rive Gauche; © Gabriel de la Chapelle – 2012; via

Von den großen Kaufhäusern in Paris, den sogenannten „Grand Magasins“, wozu das Printemps, die Galeries Lafayette und das BHV gehören, ist das „Le Bon Marché“ nicht nur das kleinste, sondern auch das exklusivste und das am wenigsten von Touristen frequentierte Kaufhaus.
Alle großen Designer sind repräsentiert, doch es gibt keine Schlangen vor den integrierten Boutiquen von Louis Vuitton, Chanel oder PRADA. Eine ganze Abteilung ist den Damen gewidmet – die Schuhabteilung ist schier nicht zu erfassen und kann nur mit „Shoe Heaven “ bezeichnet werden. Hinter dem Haupthaus des vor genau 160 Jahren als erstes Kaufhaus der Welt gegründeten Konsumtempels, schließt die „Grande Epicerie“ an, die das Paradies der Lebensmittel ist. Der französischer Schriftsteller Émile Zola setzte dem Haus in seinem Roman „Das Paradies der Damen“ ein Denkmal.

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Peter’s Cuttings – Flohmarktfund Schiaparelli’s Sleeping


Bild: Schiaparelli

Eigentlich hab ich nie richtig Parfum Flacons gesammelt, obwohl sie ja ein wichtiger Bestandteil der Mode und des Zeitgeists sind, fand ich die meisten immer eher alltäglich. Außerdem war es in den 70er und 80er Jahren auch mal ziemlich populär, Miniaturen und Flaschen zu sammeln und ging einem eher auf die Nerven. Zusätzlich finde ich, muss man auch irgendwie ein Verhältnis zu dem Duft oder dem Createur haben und nicht wahllos alles sammeln.

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Cover the Look – Marie Antoinettes Make-up


Bilder: © Chanel/Vincent Lappartient

Mitte Februar sollten alle Mädchen, die für schönes Make-up und dekorative Kosmetik schwärmen, die Augen aufhalten, denn eine kleine aber feine Kollektion von Chanel wird in einigen wenigen Chanel Depots angeboten. Der Croisière 2013 Look von Chanel.
Die Inspiration war für Peter Philips, Kreativdirektor von Chanel Beauté die Welt der Marie Antoinette in Trianon. Wie ein Traum des Rokoko, passend zu gezeigten romantischen Prêt-à-Porter Kollektion, erscheint auch der zarte Look.
Die Produkte sind wie kleine Trouvaillen, die wohlgehütet in einer kleinen Schatzkiste dazu einladen, sich ein bisschen wie im 18. Jahrhundert zu fühlen.

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Die göttliche Garbo – Ausverkauf der größten Filmdiva aller Zeiten


Greta Garbo fotografiert von Henry B. Goodwin

Heute unvorstellbar, war sie der größte Filmstar aller Zeiten: Greta Garbo. Alle Frauen wollten in den 30er Jahren so sein wie sie und wie auch ihr Beiname war „die göttliche Garbo“. 1905 in Schweden als Greta Lovisa Gustafson geboren, hat sie in Hollywood eine beispiellose Karriere hingelegt und war das Aushängeschild der MGM Studios.

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Signalwirkung – Hermès schaltet auf Rot

„Sanguine“ und „Capucine“ heißen die neuen Lederfarben bei Hermès für den Signal Sommer 2013 – und wahre Signale senden sie aus, diese Taschen. Die euch schon vorgestellte Toolbox Tasche (wir zeigten sie als sie wieder lanciert wurde) ist schnell zum Lieblingsstück vieler Hermès-Fans geworden, weil man sie nicht nur in der Hand tragen, sondern auch über die Schulter werfen kann. Sie hat schier unermesslichen Stauraum und wird so zum Begleiter durch den ganzen Tag. In leuchtendem Rot scheint sie eigentlich prädestiniert für Capri, Portofino oder einen wirkungsvollen Auftritt in Saint Tropez.

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Linlithgow Palace – Chanels schottische Mannsbilder


Bilder: Chanel

Es ist nicht einfach, den typischen Chanel-Stil auf Männer umzusetzen, da die Rue Cambon und ihre typischen Elemente ja ein Hort der Weiblichkeit sind. Aber in der Metiers d’Arts Kollektion Paris-Edimbourg ist es Karl Lagerfeld gelungen, Looks für uns Mannsbilder zu machen, die überzeugen.
Vielleicht liegt es an der Thematik, dass eigentlich die Stoffe, aus denen in diesem Fall die Chanel-Träume sind, eigentlich den Männern vorbehalten war und dann von Mademoiselle während ihrer englischen Periode in die damals sogenannte „Sportkleidung“ adaptiert wurde. Wer nun Kilts erwartete, wäre dem Klischee allzu schnell aufgesessen.

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