Wie viele besondere Menschen werden im Verlauf eines Menschenlebens zu individuellen Vorbildern und Idolen? Und was hat sie zu unseren persönlichen Helden gemacht? Von wirklich niemand auf unserem Planet Erde kann ich das so genau sagen, wie von James Nachtwey. Der beste Dokumentator von Krieg und Frieden auf Erden, ist der Mann für mich, den ich sogar noch ein bisschen lieber als Barack Obama treffen würde. Den ich für sein Werk, das eine Hommage an die Humanität an sich ist, unendlich bewundere. Es tut gut, in das weise Gesicht zu gucken, dabei sicher zu sein, dass man den Unterschied zwischen Blendung und Haltung eben immer erkennen kann.
Daisydora
Als mir aufgefallen war, welch feinnerviger Schöngeist mein Gastgeber Horst auch in Sachen Fotografie ist, wollte ich sofort die Top30 Fotografen der Welt und einige ihrer wunderschönen Arbeiten vorstellen. Aber natürlich schön einen Meister nach dem Anderen. Rennio Maifredi, meinen favorisierten Potraitfotograf kennt ihr ja schon. Heute ist Vincent Peters dran. Er ist noch um Einiges unbekannter als die Kollegen Meisel, Testino, Lindbergh, Leibovitz, Weber und
Klein, fotografiert aber um nichts weniger gut und gehört somit zu den besten 30 auf Horstson und dem Rest der Welt. So viel vorweg, in der absoluten Spitzengruppe landen nur Fotografen, denen wirklich jede Produktion absolut exzellent gelingt. Also: Keine flauen und langweiligen Editorials, keine seltsamen Anzeigenfotos, nur allererste Sahne in Bilder gegossen. Fotos, die nie übersehen oder überblättert werden. Und das seit vielen Jahren. Für Magazine und Werbekunden rund um den Erdball. Ein Top30 Fotograf hat vielleicht schon lange kein Auto für Daimler oder die Bayerischen Motorenwerke fotografiert, er könnte aber auch das viel besser als die meisten Kollegen….
Ihr kennt das wie ich: Klamotten aller Hersteller machen nur dann richtig schön und Spaß, wenn man ab und zu etwas gegen die Spuren der sommerlichen Grillabende und all die leckeren Eisanfälle – das hartnäckig nach unseren Astralkörpern gierende Hüftgold tut. Und was tun hat leider immer gleich mit Sport zu tun…. das erinnert mich an ein sportliches Date ….
Als ich dieses Höllending von einem mobilen und fast überall einzusetzenden

Sportgerät zum er- sten Mal in dem Sportstudio sah, in dem mich der Doc dazu treiben wollte, sportlich zu werden, da schwante mir schon, dass ich bei diesem auch den Navy Seals bekannten TRX-Training keinen Schönheitspreis gewinnen werde können. Und so kam es auch.
Nicht schon wieder der Schweiger, der Gottschalk , die Ferres ….. Ihr merkt schon, es geht um Werbung in Deutschland. Genau genommen um die Markenbotschafter mit Fünfundsiebzigstundenwoche, die scheinbar alles wie
geschnitten Brot verkaufen können, das ansonsten wie Blei in den Regalen liegen würde. Auf der Suche nach dem perfekten Cast für neue Kampagnen haben Markenspezialisten und Strategische Planer immer Hochbetrieb. Erst recht nach einer Fußball WM, bei der gleich ein ganzer Schwung von Jungtalenten seinen Markt- und Markenwert von Null auf Tausend pushen konnte. Da dürfte so einiges an ungelenken Auftritten der Sympathiebolzen auf uns zurollen. Warum dann ab sofort nur diese Promis für den nötigen Schwung in den Absatzkurven sorgen können, erklären uns Leute wie Jo Gröbel oder Karen Heumann in epischer Breite. Es gibt Weniges in der Branche, das für mich so unterhaltsam ist, wie küchenpsychologische Gutachten von Werbeexperten.
Mann ist frisch geduscht. Hat das beste Deo benutzt. Fühlt sich frisch für den Tag und die Menschheit. Nur das mit dem lecker und anziehend Duften bei großer Hitze, will noch gelernt werden.
Kann man bei tropischen Temperaturen den Lieblingsduft als Eau De Toilette oder Eau De Cologne benutzen? Oder ist es besser, sich was richtig Frisches zu gönnen, das auch bei maximaler Festival-Tuchfühlung, im Biergarten und im sonnengeheizten Büro auf Begeisterung trifft.
Horstson hilft!
Seit wann trägt Norbert denn Bart, so mein erster Gedanke, nachdem ich den Spot der Dove Men Kampagne sehr flüchtig gesehen hatte. Natürlich hätte mir sofort klar sein müssen, er kann es ja gar nicht sein, weil Models bereits vom Pförtner der Unilever Werbeabteilung abgewimmelt werden. Die sind ja nicht real, wie du und ich und unsere Nachbarn. Die verblüffende Ähnlichkeit zwischen dem ganz normalen, aber ganz schön schönen Dove Mann und dem Model Norbert Michalke, hat mich dazu angeregt, mal wieder laut über den in allen Medien funkelnden Lametta mit den richtigen Frauen und Männern bei Dove nachzudenken.
Verantwortlich für diese Cash Cow einer Kampagne sind die „Enkel“ von David
Ogilvy, in dessen Agentur Ogilvy & Mather der geniale PR Coup entstanden sein soll. Kaum war die Dove Kampagne geboren, wird uns in Commercials, Printanzeigen und globalen Selbstbewusst-seinsinitiativen mit maximalem Sendungsbewusstsein einge-trichtert, dass wir ganz normale Menschen sehen, wenn wir Dove-Werbung gucken. Aber warum, wenn ohnehin jeder Mensch schön genug ist und seine innere Schönheit nur unentdeckt geblieben ist, so meine Frage, castet sich Dove mit hohem Aufwand rund um den Erdball, um jeweils eine Handvoll Stinknormalos zu finden? Und warum sind nur Real People mit makelloser Haut (flawless, ohne Narben und Piercings), natürlichen fittem Körper, der nicht zu kurvig und nicht zu athletisch sein darf, normal genug, um bei Dove vor einer Kamera stehen zu dürfen? Dove verlangt absolut perfekte Zähne und Haare, ein schönes Gesicht, schöne Arme und Beine, da die unter und neben dem Handtuch groß ins Bild kommen. Sind wir Normalos etwa mittlerweile auch alle so? Und, oh weh, Gerüchte um Photoshop-Aktivitäten an den Shooting-Ergebnissen gab es auch schon mal. Ein bisschen viel Gedöns für Real People, oder?
Dass Dove seine ganz eigene Definition von Real People hat, die gaaaanz anders als die unrealistische Illusion von Schönheit ist, mit der uns der Rest der Beauty
Companies mit ihren perfekten Models ja doch nur einschüchtern will, sieht man am Dove Mann. Für solche Prachtexemplare braucht man kein Photoshop und nur wenig grooming, am besten von Dove. Der hat kein Gramm Fett zu viel an den Rippen und sieht schon morgens um sechs Uhr blendend aus. Ungefähr so, wie Norbert, das Model, das leider nie real sein wird…..
Wer von euch real genug ist für Dove, der darf für eine USA weite Printkampagne und die Nutzung der Bilder auf den Websites im Zeitraum von drei Jahren mit einem Honorar von 4.000 Dollar rechnen.
Credits: Screenshot Dove, DNA Models
Heute ist kein richtiges Badewetter. Macht nichts, die beste Gelegenheit, mal wieder ein paar richtig gute Fotos von euch schießen zu lassen. Max Beesley, ein Freund von Meister Rankin, zeigt euch im Video, ‚Why Not Try And Take A Picture Like Rankin‘, wie einfach das geht. Horstson wünscht euch viel Spaß dabei, einen schönen Sonntag und gute Fotos! Und egal ob die entstanden Bilder was geworden sind oder nicht: Schickt sie uns an horst@horstson.de
Wenn wir genug zusammen bekommen, veröffentlichen wir ein Special mit den schönsten und schlimmsten Bildern unserer Leser.
Es soll ja Menschen geben, die beim Anblick der Kunstwerke und Gebrauchskunst der ältesten und besten Porzellanmanufakturen der Welt, nur denken: Wer kauft sowas? Schmeckt das Schnitzel vom Teller aus Schwedischer Erzeugung nicht mindestens genauso gut, wie auf einem Teller der Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin. Meine Antwort: Kommt sehr darauf an – aber um Teller und Tassen, die wir Porzellanfetischisten noch im Schrank haben, geht es hier gar nicht.
Kann ja gut sein, dass ein chices Hochglanzmagazin eine Homestory mit schönen Fotos von eurer Wohnung bringen will – und dann macht es sich einfach richtig gut, wenn ihr was ganz Besonderes groß ins Bild setzen lassen könnt. Wir von Horstson haben da eine Idee, die wir allerdings von Peter Kempe haben. Der sucht mit seinem Partner für die Bluechips unter den Traditionsmarken (Meissen, KPM) nach Schätzen, die in deren Archiven verborgen sind. Der jüngste Schatz, der durch die beiden GuterGeschmackGurus gehoben werden konnte, sind zwei Hundefigurinen, die der Deutsche Designer Tommi Parzinger, der ein Stardesinger seiner Zeit war, geschaffen hat. Würde Tommi Parzinger heute arbeiten, käme wahrscheinlich jeden zweiten Tag eine Eilmeldung von Reuters und AFP bei Horstson rein, welcher Hollywoodstar welches Sofa, Lampe, Objekt von ihm gekauft hat…. Den Abglanz dieses Modern Glamour, für den selbst Marilyn Monroe
ein Faible hatte, könnt ihr dank der Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin – mit dem kultigen Fox Terrier Mr. Asta – in euer Heim holen. Kultig ist der Hund auch wegen seiner Ähnlichkeit mit dem lebendigen Artgenossen Mr. Asta aus der Serie The Thin Men, die allerdings vor Lost, also lange vor eurer Zeit, ausgestrahlt wurde. Macht ja nichts, wir setzen euch in Schwarz-Weiß auch hierzu ins Bild. Also ich fürchte mich zwar vor Hunden, aber mit Mr. Asta würde ich es schon versuchen. Allerdings weiß ich noch nicht, worauf ich ihn stellen sollte, da brauche ich dann wieder etwas Beratung. Die hole ich mir von Kuball & Kempe. Dem Laden in Hamburg, in dem bei mir jedwede Vernunft aussetzt. Ich esse auch mal was aus der Hand, aber mir schmeckt das Schnitzel besser, wenn der Hersteller des Porzellans Königliche Porzellan Manufaktur Berlin heißt und schon seit 250 Jahren besteht…. wuff … wuff…
Mehr Informationen: Kuball & Kempe, Alter Fischmarkt 11, 20457 Hamburg, 040/ 30382200
Bilder: Warner Bros. Entertainment, KPM
Wer von euch den großartigen Blog des Interior-Fotografen und Illustrators Todd Selby kennt, und das dürften so einige sein, der versteht sicher, weshalb ich The Selby is in your place zu meinen weltweiten Lieblingsblogs zähle. Dort bekommt man einfach immer was Schönes auf die Augen! Bei The Selby ist man spontaner Gast bei Michael Stipe und seinem Freund Thomas Dozol in deren aufgeräumt kreativem Ambiente, oder man lernt durch die immer mehr als sehenswerten Wohnungen rund um den Globus ausnahmslos interessante, schillernde und originelle Leute kennen, von denen ich viele sehr gerne mal persönlich treffen würde.
Nun war The Selby endlich bei Tom Sachs, dem New Yorker Künstler, dessen Affinität zu Einrichtungsgegenständen von Installationen und Objekten – mit meistens hohem Unterhaltungswert – bekannt ist. Das Studio ist der reinste Abenteuerspielplatz für Männer. Mindestens so aufregend wie eine halbe Mondlandung für Nicht-Astronauten. Muss man gesehen haben. Und am Ende bitte immer die handgekrickelten Interviewfragen und Antworten dazu lesen.
Bild: The Selby
Wäre ich nicht in der Horstson Stadt Hamburg zuhause, das Thema Blazer wäre für mich längst abgehakt. Mir stehen die Dinger einfach nicht so richtig. Das Kleidungsstück entstammt einfach einem anderen Kulturkreis, damit tröste ich mich immer. Aber ich will auch nicht länger die einzige Frau dieser Stadt sein, die es partout nicht schafft, sich angemessen zu kleiden. Es kann doch nicht so schwer sein, mal nicht auf den ersten Blick als Legal Alien enttarnt zu werden. Also starte ich noch einen letzten Versuch, für den ich allerdings dringend eure stilsichere Hilfe brauche. Und wenn ich schon ernsthaft in Betracht ziehe, mich außerhalb der närrischen Saison zu verkleiden, dann haue ich richtig auf den Pudding. Verbinde hanseatische Bekleidungs-Folklore mit einer ordentlichen Imagepolitur.












