… hat glaube ich Jean Paul Gaultier mal über die delikateste aller Modefarben gesagt…


Wir sind zwar noch weit weg von der ersten Frühlingssonne und frischen Hauttönen, aber zum Schnee, der da und dort noch liegt, passt strahlendes Weiß ja auch sehr gut. Mein Verhältnis zu Weiß
ist einerseits gestört, weil ich mit weißen Klamotten wie ein zu bemüht herausgeputzter Konfirmand aussehe, andererseits mag ich es sehr gerne, wenn Andere Weiß tragen. Man sieht, so einem die Farbe, die gar keine ist, gut steht, einfach besonders aus; und, das ist das Erstaunliche: Jünger, schöner und eleganter. Das gilt allerdings nicht für alle Menschen, das muss ich einfach schreiben, weil sonnengegerbte Showgrößen wie Dieter Bohlen und Fusselhaarzausel wie Thomas Gottschalk sich auch manchmal ins Weiße flüchten, was aus meiner Sicht schönheitstechnisch gar nichts bringt. Weiß kann auch leicht vulgär wirken. Ich mag die Farbe als uniformes Wohlstandssignal deutscher Inselbesucher und –bewohner zum Beispiel gar nicht. Soviel zum allgemeinen Farbgeplänkel.














