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Daisydora

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Weiß ist wie Schwarz, nur viel weißer …

… hat glaube ich Jean Paul Gaultier mal über die delikateste aller Modefarben gesagt…

Wir sind zwar noch weit weg von der ersten Frühlingssonne und frischen Hauttönen, aber zum Schnee, der da und dort noch liegt, passt strahlendes Weiß ja auch sehr gut. Mein Verhältnis zu Weiß ist einerseits gestört, weil ich mit weißen Klamotten wie ein zu bemüht herausgeputzter Konfirmand aussehe, andererseits mag ich es sehr gerne, wenn Andere Weiß tragen. Man sieht, so einem die Farbe, die gar keine ist, gut steht, einfach besonders aus; und, das ist das Erstaunliche: Jünger, schöner und eleganter. Das gilt allerdings nicht für alle Menschen, das muss ich einfach schreiben, weil sonnengegerbte Showgrößen wie Dieter Bohlen und Fusselhaarzausel wie Thomas Gottschalk sich auch manchmal ins Weiße flüchten, was aus meiner Sicht schönheitstechnisch gar nichts bringt. Weiß kann auch leicht vulgär wirken. Ich mag die Farbe als uniformes Wohlstandssignal deutscher Inselbesucher und –bewohner zum Beispiel gar nicht. Soviel zum allgemeinen Farbgeplänkel.

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Warum gibt es eigentlich keine IT-Boys, Jungs*?

Als Bloggerazubine genieße ich zu Jahresbeginn das Privileg, auch komische Fragen stellen zu dürfen … die dann von Horst, meinen Schreiberkollegen und / oder euch, den Horstsonians, beantwortet werden. Meine Frage heute: Warum gibt es keine IT-Boys, Jungs*? Aber eigentlich geht es in diesem Bericht nicht nur um die Frage, weshalb Männer so völlig anders geartet sind, wenn es um mediale Vereinnahmungen geht… Ich versuche mich auch daran, mit meinem ersten Daisy-Sonntagsbericht 2011, das thematisch bunt gemischte und boulevardeske, das ich deutschen Qualitätszeitungen entnommen habe, auf einen Streich zu erledigen. An die Frage nach den IT-Boys wurde ich nämlich nur erinnert, weil ich die freien Tage zwischen den Jahren mit dem Durchblättern und Lesen wahrer Berge ungelesener Feuilletons aus meinen beiden Lieblingszeitungen verbrachte. Genau in dem Moment, als ich auf Seite 51 der ZEIT N°52, in dem Artikel „Der Bunte“, las, dass Dr. Hubert Burda (Verleger, Maler, Kunstwissenschaftler: Wer ist Hubert Burda wirklich? Ein erster Atelierbesuch; geschrieben von Hanno Rauterberg), der am liebsten Kunstmaler geworden wäre, mit Hilfe eines Episkops die Bilder anderer Künstler mit Acrylfarben nachmalt.

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The “Cooked” Shirt – DIY by ETRO

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Bild: Etro

Nach Horsts erstem DIY Cardigan und den drei Schals, die ich für die Gewinner des Horstson-Schal-DIY gestrickt habe, wird es Zeit, sich dem Haus- und Leibthema von Modeblogs mal wieder zu widmen. Heute mit einem einschlägigen Fundstück, das mir bei einem meiner Lieblingslabel in die Hände gefallen ist, als ich für euch nach den tollsten Karoanzügen in wirklich schönen Farben gesucht hatte …. ETRO! Dort gibt es zur Zeit unter dem Menüpunkt The „Cooked“ Shirt – Interactive Catalogue die reich bebilderten Anleitungen zur Herstellung von selbst gefärbten, ursprünglich weißen ETRO Shirts … die danach ein mildes Milchkaffeebraun, ein tolles Blaubeerviolett oder einen interessanten aber undefinierbaren Patinafarbton angenommen haben. Wer nun denkt: Was ist denn da neu dran? Sowas mache ich mit flüssiger Simplicol Farbe aus dem Drogeriemarkt doch ständig, für den halten die farbaffinen Italiener eine große Überraschung bereit.

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Kinder, wie die Zeit vergeht…

…ich werde zwar dem Vorhaben nach steinalt, aber ein Jahr weniger auf der Uhr regt auch mich dazu an, kurz darüber zu sinnieren, ob es ein gutes Jahr war, das ich ja schließlich nicht Minute für Minute effektiv und sinnvoll genutzt habe, weil ich das gar nicht könnte: Ja, war es für mich! Bin damit gesegnet, schon mein ganzes Leben jeden Morgen gut gelaunt zu erwachen (ich glaube ich habe zu viel Serotonin) und den lieben langen Tag das machen zu dürfen, was ich gut kann und sehr, sehr gerne mache. So gerne, dass ich immer noch zu viel arbeite, obwohl ich mich schon dramatisch gebessert habe. Bin zwar talentmäßig weit von Karl Lagerfeld entfernt, teile mit ihm aber die Ansicht, dass Freizeit und Urlaub was für die Anderen bzw. Schwerstarbeiter sind ….Als Symbol für meine angenehme Arbeit, die ich sehr liebe, zeige ich euch ein nettes Selbstportrait eines meiner Lieblingsfotografen, im Bärenkostüm, weil euer Lieblingsblogger verrückt nach Bären ist. Aber Horsts Fragestellung an uns Schreiber lautete ja: Was war dein Modehighlight 2010? Oder so ähnlich.

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Warum wurde ausgerechnet Alain Delon runter gesetzt?

Nur eine von vielen brennenden Fragen, die sich mir bei der Fortsetzung des Silvesteroutfit-Shoppings für die vier Horstson Männer stellten. Horst und Blomquist haben ihre Sachen ja schon vorhin bekommen. Jetzt wird Jan und Peter was richtig Schickes verpasst. Als ich mir Peter vor meinem geistigen Auge erscheinen ließ, hatte ich sofort die Eingebung, dass er den Jahreswechsel möglicherweise in roten Samthosen feiern sollte. Geworden ist es eine richtig preisgünstige Cordsamthose von Fred Perry, zu der ich allerdings noch eine in sich karierte Trussardi Hose als dezente Alternative gefunden habe, die Peter bestimmt auch gut steht. Zumal hier der runter gesetzte Alain Delon und die Diva Sophia Loren, beide überlebensgroß und dekorativ auf weiße T-Shirts von Pagano gedruckt, ins Spiel kommen. Schwere Entscheidung, Peter, der Moment, in dem möglicherweise der vorwitzige Rehpinscher mit Hut, der auf dem schwarzen Lanvin T-Shirt für gute Laune sorgt, bei dir punkten kann….

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Ich bin mal ganz mutig und kaufe ein Silvesteroutfit für Horst …..

…. und weil ich schon dabei bin, auch für den lieben Schreiberkollegen Blomquist eines. Horst hat uns ja schon am 19. Dezember in die Woche auf Horstson wissen lassen, dass er intensiv über sein Silvesteroutfit nachdenkt, und, dass er darin aussehen möchte wie ein Chinaböller der Klasse A …. Also, ich glaube, es geht Horst um einen spektakulären Auftritt in Hamburgs Nachtleben, ohne pyrotechnische Effekte, mit dem er seine modische Haltung rückblickend für das abgelaufene Jahr und vorausschauend auf das kommende Jahr zugleich unter Beweis stellen kann. Ob ich das schaffe? Egal, ich wollte immer schon mal einen Auftrag als Personal Shopper von Horst bekommen, also tu ich einfach so. Klar, dass ich Blomquist auch gleich ein Silvesteroutfit vorschlage, mit dem er praktisch auf jeder Party glänzen könnte, auch wenn ich mich dabei wahrscheinlich zum Affen mache ….. Peter und Jan bekommen ihre Silvesterklamotten dann heute abend geliefert. Bin gespannt, was Peter dazu sagt, dass sein Outfit untenrum farblich zwischen Hermès Firmenfarbe und Dalai Lama oszilliert, und, dass er obenrum die Qual der Wahl zwischen Sofia Loren, Alain Delon und einem Rehpinscher mit Krönchen hat. Aber nun endlich zu Horsts und Blomquists Silvesteroutfits.

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Well Done, Guys! – Charmante Sonntagsfahrer

Ich habe zwar weder Karl Lagerfeld, noch einen Giabiconi-Topmalemodel-Kurzauftritt für euch, wie Horst vor ein paar Tagen, der damit mal wieder der Erste war, dafür habe ich die bessere Kampagne und den charmantesten Spot für ein Auto. Das Commercial „Sonntagsfahrer“, für das die Agentur Jung von Matt am Neckar verantwortlich zeichnet, bringt mich zum Schmunzeln und erfüllt alles, was gute Werbung, die es in 45 Sekunden auf den Punkt bringt, können muss. Da wirkt nichts künstlich mit Promis überfrachtet, weil die Idee eben nicht an den Haaren herbeigezogen wurde.

Im Making-Of erklärt der Creative Director, dass alles damit begann, dass jemand die Idee hatte, den Rekordweltmeister Michael Schumacher in dem Spot zu überholen. Mika Häkkinen sollte das machen. Dass man dann mit Franz Beckenbauer noch einen drauf gesetzt hat, ist sicher nicht nur für den deutschen Markt ein Homerun. Regisseur ist wie schon 2007 bei dem Spot mit Lewis Hamilton und Fernando Alonso, Tarsem Singh, der seit seinem bei den MTV Music Awards 1991 ausgezeichneten Video zu dem R.E.M. Welthit Losing My Religion auch in den Fokus der Werbewelt gerückt ist. Aber schaut selbst, falls ihr Weihnachtsbedingt noch nichts davon mitbekommen habt. Ach so: Die uralte Wedelhymne „Zwei Spuren im Schnee“, gesungen von Vico Torriani, schafft es zwar sicher nicht unter die Top 10.000 meines musikalischen Schreiberkollegen Jan (ha ha ha, ich hoffe, du bekommst keinen Schock, Jan), ist aber einfach genial für das Produkt und die Kernzielgruppe. Ich liebe es, federleichte und intelligente Werbung vorgesetzt zu bekommen, an der man nichts mehr verbessern kann. Well Done, Guys!

Gesellschaft

Schrecklich arme Millionäre

Sowas kommt von sowas! Oder, das kommt dabei heraus, wenn ich mal nichts Wichtigeres zu tun weiß, als den Fernseher zur falschen Zeit anzumachen. Aber nachdem die Zeit vor und nach Weihnachten ja auch der Besinnung darauf dient, wie schlecht es manchen Mitmenschen geht, kann ich euch Hinweise auf Herzzerreißendes, das im Jänner auf uns zurollt, zumuten. Es geht um die Geissens, die man als Geistesmensch nicht wirklich kennen muss. Sind die doch nicht mal verwandt oder verschwägert mit ihrem fast Namensvetter, Oliver Geissen, der für dieselbe Sendergruppe schuftet. Nein, die Geissens, Carmen und Robert Geiss, die hier gemeint sind, verdingen sich bei den Privaten als eine Art moderner Millionäre, deren luxuriöser Alltag seit zirka zwei Jahren von RTL-Kameras begleitet wird, während sie so aufregende Dinge tun, wie in Monte Carlo Mittagessen…

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Social Responsibility oder Lip Service?

Märkte sind Menschen. Und diese Menschen sind alle irgendwie gleich, wenn es ums Einkaufen geht. Wir machen große Augen, um die schönsten Stücke zum besten Preis zu erspähen und verschließen dieselben vor der Realität – Denn: Irgendwer in der Kette kommt immer zu kurz. So viel steht fest, wir sind es nicht. Darum kümmern sich die Textilhandelsketten, die nur erfolgreich sind, wenn sie uns bei Laune halten. Auch mit absurden Preisen. Die so niedrig sind, dass jedem Laien schon an der Kasse klar ist, da musste jemand draufzahlen, damit wir so billig einkaufen konnten, wofür wir ohne Mühe einen fairen Preis zahlen könnten. Aber das wiederum will die Textilhandelskette nicht, deren Gewinn auch deshalb so hoch ist, weil es Teil der Strategie ist, Textilien billig zu verkaufen, die eigentlich mehr kosten müssten, wenn es gerecht zuginge. Und gerecht wäre es dann, wenn auch die Menschen ihren Teil davon abbekommen würden, die das billige Kleidungsstück oft unter widrigsten Bedingungen herstellen.

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Fast ohne Worte…

Zwei kleine Filme, die wir leider wg. des DSVGO löschen mussten, waren hier mal.
Das Netherlands Dans Theater anlässlich des Geburtstags von Jiri Kylian. Das ist einer der besten Choreographen der Welt. Dessen Choreographie Six Dances für Netherlands Dans ist bis heute das mitreissendste und lustigste Stück modernes Ballett…