Dies ist also der angekündigte dritte Teil des Versuches meiner kleinen besser-bloggen-Reihe auf Horstson. Weil Daisy das Thema Inhalte nicht mit anderen Aspekten wie dem durchfüttern eines Modeblogs beziehungsweise der Monetisierung von Berichten vermischen will, kommt dazu dieser Tage noch ein vierter Teil. Aber bevor wir in meinen Bericht einsteigen ein kleines Update zum Bericht und den Reaktionen darauf vom letzten Sonntag: Niemals hatte ich erwartet, dass ausgerechnet dieser Bericht so hohe Wellen schlagen könnte und die unglaubliche Zahl von mehr als 340 gefällt mir Klicks bei facebook zustande kommt. Bleibt mir nur, mich sehr herzlich für jedwede Unterstützung aber auch Hinweise und Kritik unserer Stammleser und den großen Zuspruch der Zufallsleser via facebook zu bedanken. Wenn ich schon schreibe, obwohl ich mich stilistisch nicht für das Gelbe vom Ei halte, möchte ich auch mal zu Themen schreiben, die sich politisch beziehungsweise kritisch mit der Branche beschäftigen.
Daisydora
Schöne fremde Menschen im Hotel x Bottega Veneta Viaggio Notturno
Posted on 14. April 2011Keine Ahnung, wer damit angefangen hat. Lagerfeld war sicher unter den ersten Kreativchefs eines Modeimperiums mit eigenem Markenkurzfilm. Nun hat sich Thomas Maier von Bottega Veneta darüber gewagt als Creative Director einen Film mit Impressionen von Menschen im Hotel zu machen. Es sind schöne Menschen, die da mit ihren Bottega Veneta Gepäckstücken ankommen, die Zimmer beziehen; in weißen Hemden auf weißen Laken liegen, nach Necessaires, Maquillage-Täschchen und anderen Lederaccessoires greifen. Mit sanfter Hand die Stores lüpfen um nach Draußen zu sehen. Da ist nur ein nächtliches Häusermeer, die Straße und schwarze Autos. Keine Menschen, keine Reklametafeln. Auch keine Farbe. Nur Licht hinter Fenstern. Alles in dem Film tritt hinter den Accessoires aus der klassischen Linie von Bottega Veneta für die Reise in die Nacht unter Fremden im Hotel zurück. Dort, wo grelle Lichter aufflackern sind es Blitzlichter, die Gepäckstücke aus Echsenleder in Szene setzen. Und sonst: Rauch vor schwarzem Hintergrund. Weiße Lilien vor ebendiesem. Thomas Maier spricht zwar davon, dass es um die Faszination dessen geht, wie Menschen im Hotel ihr Geheimnis nicht preisgeben, aber sehen kann ich das ehrlich gesagt nicht. Zu viel Gedöns um eine reduzierte Ästhetik, zu wenig Sinnlichkeit und erlebbare Spannung. Und die Darsteller stemmen die Geschichte nicht. Sind zwei Models, denen man ansieht, dass sie nach dem Dreh wieder in den Flieger hüpfen werden…. Aber die gezeigten Accessoires enttäuschen nicht. Ist halt Bottega Veneta. Alles premium. Inklusive schwarze Schlafmaske aus Leder geflochten… und schönen fremden Menschen im Hotel.
Regisseur: Christian Weber; Models: Patricia van der Vliet und Terron Wood.
Gedreht im Setai Hotel New York; Creative Director Thomas Maier
Einfach begreifen, dass Männer begrenzt sind???* x Dr. Katja Kessler hat es wieder getan
Posted on 13. April 2011Mein Mitleid zur Thanorexie , Frau Dr. Kessler…
Ach ja, liebe Leser, ich war so unvorsichtig und habe heute Morgen mit einem halben Auge Frühstücksfernsehen geguckt. Dann kam Katja Kessler, ich war hellwach, habe alles andere aufgeschoben und meine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Promo-Geblubber zu widmen. Es geht um das neue Buch der umtriebigen Mutter von vier Kindern und Vollzeit-Ehefrau von Kai Diekmann.
Davon handelt das Buch: Dass Mutter Natur den Männern irrtümlich einen festen
Willen zur Selbstbestimmung mitgegeben hat, kann so nicht bleiben, wenn es nach Frauen wie Katja Kessler geht. In ihrem mittlerweile vierten Buch, das nicht von Dieter Bohlen und seinen Zauberkräften handelt, sind wieder die Männer dran. Vorzugsweise an Traumfrauen gebundene, wie der Kai, der Ehemann von Katja. Der Lebensratgeber heißt: Das Schatzi-Experiment oder Der Tag, an dem ich beschloss, meinen Mann zu dressieren. Spricht für sich, findet Daisy. Unter dem bei Promo Auftritten für Lebensratgeber üblichen fröhlichen Gegacker verriet die Autorin auch bei dem Interview nicht viel – nur das, dass Männer eben sehr schlicht strukturiert sind, einfach zu durchschauen aber schwer auf den richtigen Pfad zu bringen seien….?? Ach so, aha, soso, ich verstehe nicht, was genau sie damit auf andere Männer als ihren Göttergatten bezogen aussagen will.
Daisy fehlt nicht nur das Verständnis-Gen für Schlager und allzu simplen Pop, als geborene Großstadtpflanze kann ich mich auch in den Zauber von Countrymusik wenig bis gar nicht hineindenken. Das ändert aber nichts daran, dass ich auch die Akteure dieser Musikrichtung für ihr Können und die Professionalität bewundere, mit der sie es schaffen, ihr Publikum immer wieder mit Neuem – auch mal mit gänzlich Unerwartetem – zu begeistern. Nun weiß man ja, dass Amerikaner viel von Marketing verstehen und dass sie ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse auch innovativ anzuwenden wissen, aber das führt noch nicht in direkter Linie zu der Idee, dass ein eingefleischter Country-Sänger mit einem Rapper singt und umgekehrt. Und genau das in unterschiedlichen Besetzungen und Kombinationen mit weiteren Musikrichtungen passiert aber ständig.
Kommt jetzt die Rückkehr der wahren BOSS Männer? x BOSS Selection SS11
Posted on 11. April 2011Da sind sie ja wieder!
Mark Vandeloo und Gabriel Aubry, die beiden Modelmänner, die schon so einige
Boss Anzüge verkauft haben dürften. Daisy hat nicht schlecht gestaunt, als klar war, dass BOSS nun anscheinend wieder etwas für ganze Männer ist. Denn, in den letzten Jahren gefielen die Kampagnen trotz meistens sehr guter Fotografen gar nicht. Was hauptsächlich an Models wie Lars Burmester lag, die einfach zu sehr nach Model aussehen und zu wenig nach echtem BOSS-Mann. Das passt einfach nicht, wenn Deutschlands bekannteste hochwertige Anzugmarke von Models präsentiert wird, die darin immer ein wenig wie Fremdkörper wirken. Zu perfekt, zu artifiziell, zu kalt. Mit solchen Dandy-Bildern zu spielen, das kann Lagerfeld mit seiner Muse Patrice Giabiconi machen, da Chanel ja auf den Männermodemarkt verzichtet, der für BOSS aber das größte oder wichtigste Standbein unter den Geschäftsfeldern ist.
Mehr Anarchie für eure Gedanken – Daisys Heldinnen und Helden der stumpfen Feder ….
Posted on 10. April 2011Als Intro zu diesem Bericht wollte ich euch eigentlich lieber eine Szene mit Katrin Bauerfeind aus der Harald Schmidt Show zeigen, in der sie eine herrliche Persiflage auf Veronica Ferres in Marco W. zum besten gab. Es brauchte nicht mehr als den Vroni-Ferres Schmonzetten Look, ein verheultes nach total zerstörter Gegenwart wirkendes Gesicht, in das die Emotionen eben rein geschminkt wurden. Dazu konnte man folgendes hören: Katrin Bauerfeind präsentiert: Vroni-Ferres Schmonzetten-Look – Entdecke deine innere Veronica! / Overacting Eye-Shadow von Margaret Knastor / Knallchargen Mascara von Chanel Justice / Bad-Hair-Spray von Drei Wetter Haft / in Zusammenarbeit mit der Benefizaktion „Power Trampel – Ihre Spende für Stars ohne Talent!“ Ganz schön spitz die Feder der Autoren der Harald Schmidt Show. Aber auch gut, sagt Daisy dazu. Erst recht, wenn man weiß, dass es um eines dieser teuren Nico Hoffmann und Freunde Movie-Movies bei Schmidt’s altem und bald wieder Sender Sat1 ging… und Harald Schmidt will niemand nach dem Mund reden. Das ist es, was Modeblogs so oft fehlt…
Das ist purer Luxus!
Samstags kann man auch mal ganz gemütlich schluffig rumlaufen, wenn es ohnehin nur zum Bäcker um die Ecke geht oder wir höchstens dem Postboten öffnen, der jedes Verständnis dafür aufbringt, dass wir in unseren vier Wänden das allzu dramatische Styling weglassen… Wir haben es gut!
Modeaffine Männer wie wir sie von Roten Teppichen und aus diversen hochspannenden TV-Formaten und Kurzberichten in Magazinen kennen, würden sich aber auch samstags nie so schrecklich gehen lassen, wie unsereins oder besser gesagt: meinereins! Daisy macht ja schon mal in diesen unscheinbaren Sporthosen (tintenblau oder schwarz) von Tao, die glaube ich außer mir niemand trägt, die Tür sperrangelweit auf, ohne Schuhe an den Füßen zu haben … Nehmt euch das bitte bloß nicht zum Vorbild.
Wie wär’s mit einer luxuriösen Designerterrasse im Wartehäuschenlook?
Posted on 8. April 2011Aufmerksame Leser wissen: Für euren Lieblingsblogger Horst und Schreiberkollege Blomquist und deren fabelhafte Horstson-Mansion-Terrasse kommt Daisys kleiner Bericht zu spät
Noch ganz unter dem Eindruck stehend, so teure Designermöbel für die Terrasse
entdeckt zu haben, die mich auf den ersten und zweiten Blick an gepflegte Wartehäuschen rund um den Globus erinnerten, zeige ich euch die Teile nun. Vielleicht ist ja jemand unter euch ganz versessen drauf, sich auch in der Freizeit einen Hauch von Deutsche Bundesbahn oder Verkehrsbetriebe Hannover ins gemütliche Heim zu holen.
Gefunden habe ich die komplette Garnitur bei Outflexx®, einem Hersteller, der auf die formschöne Verarbeitung von rostfreiem 304er Edelstahl für Gartenmöbel spezialisiert sein dürfte. Ganz sicher ist jedes einzelne Möbel unverwüstlich und hält jedem Wetter stand, kann selbst den Schneeblizzards auf New Yorker Dachterrassen trotzen. Kurz reinigen und fertig ist die Laube. Und welche Laube!
So, heute ist die Hauptstadt dran!
Da ist ja modisch so einiges an Attitüde an der Tagesordnung. Ständig kommen berühmte Top-Modeblogger und ihre Top-Outfit-Fotografen um die Ecke und der Rest der Männer in Kreativ- oder Medienberufen oder gleich als Künstler tätig, lässt es modisch auch ganz gerne krachen. Da sind leise Töne und allzu viel dezentes Understatement eher unpassend. Man soll ja sehen, wie hip und fashionable Berliner und Wahlberliner nicht zuletzt deswegen sind, weil Michalsky und Freunde der Stadt attestiert haben, dass sie nun auch dafür steht, modisch besonders freigeistig und international zu sein.
Was euch, liebe Leser, sofort auffallen wird: Das Modesammelsurium für Berlin ist deutlich weiter gesteckt, als meine kleine Auswahl für schnieke Jungs in Hamburg. Berliner Männer der oben genannten Trendzielgruppen haben ja auch etwas mehr Zeit für Window-Shoppings, das Stöbern in Onlineshops und das Surfen durch alle angesagten Modeblogs mit Streetstyles, Tagesoutfits und den tollen SALES. Drum wollte ich das Angebot für euch nicht künstlich verknappen:
Was für eine nervige Rotzgöre!
Beklagt sich im Frühstücksfernsehen darüber, wie schlimm es doch ist, die Tochter von Sting zu sein. Schließlich macht man selbst Musik und will nicht auf den Vater reduziert werden. Ständig diese Fragen danach, ob es denn ein Vorteil gewesen sei, als Tochter eines weltweit erfolgreichen Vollblutmusikers aufgewachsen zu sein. Das sei doch sooooo lästig. Ich musste mir die Augen reiben, als ich Zeuge dieses Jammerns wurde. Dabei hätte das Mädel allen Grund, vor Freude im Dreieck zu hüpfen. Eliot Paulina „Coco“ Sumner scheint neben dem blendenden Aussehen beider Elternteile auch das Talent des Vaters geerbt zu haben. Was ein Schicksalsschlag! Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, sagt man doch. Und manchmal klagen die, bei denen zumindest mit freiem Auge keine Webfehler in der Verwandtschaft mit ihren Eltern festgestellt werden können.
So mehrfach erleuchtet, wie Dad sein dürfte, würde ich jetzt auch nicht vermuten, dass es irgendwelchen Drill oder vom Vater aufgezwungene Anbetungsrituale gab, unter denen Coco zu leiden gehabt hätte ….
Würde man den Spieß umdrehen, dann sollte man der Zwanzigjährigen, die gerade dabei ist, in der Musikbranche durch offene Türen zu gehen, die Frage stellen, wie weit ihre Karriere schon gediehen wäre, mit demselben Talent und ohne ihren Namen. Tausende sind genauso talentiert und werden nie entdeckt. Zieren nicht als Role Models und anbetungswürdige It Girls für kleine Blogleserinnen das Cover des ASOS Magazins und so weiter.
Aber vielleicht fehlt mir ja nur der fachliche Backgrund, um nachempfinden zu können, wie schwer es war, von Kindesbeinen an von Schloss zu Schloss zu tingeln und als Tochter von Trudy Styler und Sting seinen Platz in der Gesellschaft finden zu müssen.
Sagt ihr mir bitte, ob ich da falsch liege und warum.
Für die zwei bis drei unter euch, die noch keine Ahnung von Cocos Musik haben, hier eine Hörprobe…








