Wer von euch würde auch gerne mal in einer Maschine der Bundesregierung als Teil einer Wirtschaftsdelegation mit Wirtschaftsminister Dr. Fipsi Rösler mitfliegen? Möglicherweise hatte ja einer von euch schon mal das Vergnügen. Bitte meldet euch und erzählt uns davon.
Nun ja, wir werden ja regelmäßig übergangen und müssen uns weiterhin in Eigenregie um die globale Modeindustrie und deren Förderung bemühen. Und weil ich Amerika liebe und dort gerade Bedarf an etwas Wirtschaftsförderung herrscht, beginne ich meine kleine Reihe über die Modeindustrien der wichtigsten Märkte mit den identitätsstiftenden Modelabels der Vereinigten Staaten von Amerika. Da steht die Ikone Ralph Lauren ganz klar in der ersten Reihe.
Daisydora
Wie wird man eigentlich Weltmarktführer der globalisierten Modebloggerbranche?
Nur mit gutem Businessplan. Man muss Innovator sein, früh erkennen, dass da ein großer Markt offen steht, der noch nicht durch viele Kollegen besetzt ist. Man muss ein sehr gutes Verständnis für Verbrauchermotive und –wünsche entwickelt haben. Man muss einen freundlichen und an den Wünschen der Interessenten und Kunden interessierten Umgang mit diesen pflegen. Man muss fachlich gut im Sattel sitzen, schneller und fleißiger als andere sein. Ein sehr gutes Auge und ein ebensolcher Geschmack sind von Nutzen. Man muss Kapital für nötige Investitionen haben und einsetzen und gute Leute ins Team holen. Und man sollte von Anfang an so professionell an das Geschäft herangehen, als ginge es um eine Wachstumsunternehmen im Nanotechnologiebereich. All das scheint Scott Schuman von The Sartorialist in sich zu vereinen. Man hat solchen Erfolg niemals per Zufall, bekommt ihn nicht geschenkt.
… aber das letzte Wort kam dennoch von Horst: nu ist der thread weg.
Und fortan herrschte das große Schweigen im Walde. Ganz ungewohnt für die facebook-Gruppe der BloggerInnen, der ich 355 von 365 Tagen fernbleibe, weil das dort irgendwie nichts für mich ist.
Aber dieses Follow-Up handelt ohnehin vom Fortgang und dem endgültigen Schluss der Mobbings in den Modeblog-Threads bei BYM (Brigitte Young Miss). Mauri (der mir übrigens verriet, doch schon neunzehn Jahre jung zu sein) hatte ganz offenbar mit seinen beiden Berichten auf Mau Fashion den richtigen Ton getroffen und die Verantwortlichen bei Gruner & Jahr dafür gewinnen können, mehr zu tun, als die Threads nur für weitere Kommentare stillzulegen.
Parcours Tactile x JIL SANDER x Kvadrat x „Clouds“ in Hamburg und München
Posted on 8. Oktober 2011Die weltgrößte und für die Modebranche wichtigste Stoffmesse der Welt zu besuchen, ist für mich wie Weihnachten und Geburtstag in einem. Auf der Première Vision in Paris kann man sich selbst an nur einem Tag unzählige Male an textiler Schönheit und dem Können der Hersteller satt sehen. Aber auch das Fühlen kommt dabei nicht zu kurz. Die Textur von gewebten, gewirkten, gefilzten und sonst wie technisch veredelten Stoffen ist so verschieden, wie deren Ausgangsmaterial. Designer, Trendscouts und Einkäufer der besten Labels und Couturehäuser der Welt wissen darum, wie sehr die Neuartigkeit einer Kollektion durch die eloquente Materialauswahl transportiert wird.
Ein ganzer Sommer in Sonntagskleidern – Louis Vuitton Women Spring-Summer 2012
Posted on 7. Oktober 2011Zart und sanft wird modern. Wie schon bei Miucca Prada lautet das Motto bei Louis Vuitton: Sweetness.
Im kommenden Sommer ist die Frau in LV eine Art Prinzessin in weißen oder pastellfarbenen Sonntagskleidern aus über und über bestickten und mit aufgenähten Stoffblüten veredelten Organzas, mal mit mal ohne die alles noch mal weichzeichnende Extra-Lage Organza oder Seiden-Cellophan drüber und drunter. Wie schon Karl Lagerfeld für Chanel und Alber Elbaz für Lanvin wagte Marc Jacobs mit dieser Prêt à porter Kollektion der Klasse Premium Extra eine sehr an duftige Couture-Kleidchen erinnernde Hommage an das Handwerk der Exklusivschneiderei. An all jene Fähigkeiten und Fertigkeiten, aus denen zauberhafte Effekte und ungesehene Looks entstehen, die nicht so einfach von den Trendscouts und Abpausern der Textilketten kopiert werden können.
Traut euch doch drüber Männer – Daisy’s kunterbunt karierte Lieblingslooks
Posted on 6. Oktober 2011Trägt Rowan Atkinson Thom Browne?*
Weil die fabelhaften und spleenigen Ideen von Thom Browne leider ebenso schwer verständlich wie teuer sind, soll dieser kleine Bericht über Klein- und Mittelgroße Karos hier hauptsächlich der Inspiration dienen. Der Grund dafür: Mit Karos im Mustermix und einem etwas aus der Reihe tanzenden Kleidungsstück kann man aus dem Rest des Kleiderschranks viel mehr Schwung und neue Looks rausholen. Was auf dem Laufsteg im Konzentrat noch ein wenig plakativ und wie eine Mutprobe daherkommt, wirkt richtig kombiniert individuell und frisch.
In einundachtzig Tagen ist Weihnachten – die ersten Norweger wurden gesichtet
Posted on 4. Oktober 2011Bei schönstem Kaiserwetter die ersten Norwegerteile als Ideen für Weihnachten und eure Winterurlaube in den Alpen auszupacken, das ist erst mal ungefähr so verrückt wie die Paletten mit Spekulatius und Lebkuchen in eurem Supermarkt. Aber die schönsten Stücke sind sicher schnell ausverkauft und der Eine oder Andere will vielleicht noch was Passendes von Mutti stricken lassen, also ist heute genau der richtige Zeitpunkt dafür.
Prêt à porter mit Couture-Appeal – Lanvin Women Spring-Summer 2012
Posted on 4. Oktober 2011Über Preise reden wir hier an dieser Stelle besser noch nicht. Zu kostbar sind die Materialien, zu aufwändig Schnitte, Verarbeitung und die zu den Kleidern gehörenden Accessoires. Wer aber wie ich, schöne Kleider liebt, dem könnte das eine oder andere Modell von Meister Alber Elbaz auch sehr gefallen.
Die radikale Modernität, die man den Kollektionen Miucca Prada’s und Raf Simons nachsagt, finde ich bei Visionär Alber Elbaz. Seine über die natürliche Schulterlinie hinausragenden und mit Polstern sculptural geformten Schulterpartien erinnern nicht an die Jacketts der Achtziger, viel mehr an elegante Footballkleidung für Großstadtamazonen. Die durch offene Nähte entstehenden Schlitze geben den Blick auf ganz wenig Haut frei … ein subtiler Effekt, den es an Kleidern, Oberteilen, Hosen und selbst einem weißen Mantel gibt.
Zwischen Legende und Legendenbildung – Jil Sander Spring 2012 Women
Posted on 3. Oktober 2011Mein schon angekündigter zweiter Bericht zur kommenden Jil Sander Women Kollektion beschäftigt sich aus aktuellem Anlass neben den nicht weißen Kollektionsteilen mit dem Creative Director Raf Simons, einem Designer zwischen Legende und Legendenbildung.
Zum schnelleren Einstieg habe ich euch ein kurzes Filmchen der Show mit O-Tönen von Peter Philips, Make Up-Artist, Tim Blanks, Fashion Journalist, Cathy Horyn, New York Times, Stefano Tonchi, Editor In Chief, W Magazine, Alexander Fury, Showstudio.com, Guido Palau, Hairstylist, Sophia Neophitou, 10 Magazine, Robert Rabensteiner, L’Uomo Vogue, rausgesucht…
In Hamburg sind die Nächte lang und länger ….
Was macht euer Lieblingsblogger Horst um 03:29 Uhr früh – in der Nacht von Samstag auf Sonntag, während Blomquist noch in London arbeitet? Er schreibt mir eine Mail!
Guten morgen aus dem Bett!
Hast du Lust noch was zu Kanye West zu schreiben? Die Kollektion ist ja furchtbar… 🙂
lieben Gruß
Horst
Von meinem iPad gesendet
Was soll man als schreibender Modefuzzi dazu sagen: Etwas Kleingeld vorausgesetzt, kann heute jeder Kollektionen erstellen lassen und im Rahmen der Prêt à porter Schauen in Mailand. London, Paris oder New York dem gespannten Fachpublikum aus Modepresse und den weltweit wichtigsten Einkäufern vorstellen. Mal geht das gut, mal eher weniger.












