All Posts By

Daisydora

Allgemein

Kokowääh mit Knarre

Header
Bild: Screenshot, Tatort, NDR, Marion von der Mehden

Deutschland, deine Soapstars … (bekommen einen neuen Mantel)
Schlimmer kann es fernsehtechnisch nicht mehr kommen: Til Schweiger fasziniert als Nick Tschiller 12,57 Milionen Fensehzuschauer. Bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren betrug der Marktanteil nach Angaben der Marktforschungsfirma Media Control (Baden-Baden) 33,8 Prozent.
Deutschlands junge und relativ junge Fernsehkonsumenten zeigen sich schmerzfrei, wenn es um Deutschlands Weltstar Til Schweiger geht. Man muss nicht unbedingt Schauspielen können und gut muss man auch in nichts sein. Es muss nur Leute von Film und Fernsehen geben, die das immer und immer wieder postulieren. Das hat auch bei Vroni Ferres geklappt.

Continue Reading

Allgemein

Eine Frau sieht Rot? – Die Zwischenrufe der Vivienne Westwood

Header
Bild: Vivienne Westwood

Blickt Vivienne Westwood besser als ihre Berufskollegen durch, wenn es um den Modefimmel der Duchess of Cambridge geht?
Oder sind ihre Zwischenrufe eher Ausdruck dessen, dass ihr das wahllos wirkende Zusammentragen von viel zu vielen ähnlichen Kleidern an sich irgendwie old fashioned erscheint? Nun gut: Sie tut es immer wieder und nun hat sie sich Michelle Obama vorgeknöpft und ich frage mich, wer ist die Nächste, die Vivienne Westwood nichtsahnend in irgendeinem Kleidchen vor die Flinte läuft.

Continue Reading

Allgemein

Modisches Frühlingserwachen

JS_Slim_Fit_Printed_Cotton_Twill_Blazer_2240JS_Slim_Fit_Heptagon_Print_Cotton_Shirt_530

Was aus all den Möglichkeiten, diesem Frühling modisch das Beste abzugewinnen, werden Männer wirklich tragen?
Es gibt so Vieles, genau genommen zu Vieles. Ich versuche mal, da durchzusteigen und zeige euch ein paar Frühlingsfarben und Mustermixe. Damit sieht Mann auf jeden Fall nach Frühling 2013 aus.
Los geht es gleich mit dem Jackett und dem unübersehbar dazu passenden Hemd im Header. Beides aus der Kollektion von Jil Sander. Dafür sollte man einigermaßen schwindelfrei sein, das Muster aus Sechsecken hat etwas psychedelisches, aber ganz sicher hat man an den hochwertigen Teilen länger als eine Saison Freude und kann die Teile einzeln immer neu kombinieren und mit verschiedenen Chinos und Hosen eine ganze Menge Outfits aus der gemusterten Frühlings-Grundgarderobe zaubern.
Den Slim Fit Cotton Twill Blazer könnt ihr für nicht ganz preisgünstige 2.240 EUR euer Eigen nennen und auch das Slim Fit Heptagon Cotton Shirt schreibt noch mit 530 EUR zu Buche. Den Jil Sander Liebhaber wird das wenig stören, man weiß schließlich, was man für das gute Geld bekommt.

Continue Reading

Allgemein

Russische Riester Rente für André Leon Talley?

Hader
Bild: Screenshot WWD

Nur ein Kleinod aus den Untiefen des www – vor einigen Tagen meldete eine Spokesperson der VOGUE, dass die in der Printversion erscheinende Kolumne André Leon Talleys „Life With André“, eingestellt wird.
Talley hatte ja erst kürzlich den Job des Editor-at-large der Numéro Russland für sehr viel Geld übernommen und wurde während der Fashion Week auch schon mit seinem neuen Team gesichtet.

Continue Reading

Allgemein

Plädoyer für die Exzellenz

Es gibt Menschen, deren Schauspiel mich binnen Sekunden aus der realen Welt fortträgt. Bei den Besten dieser Besten der Zunft schießen mir die Tränen der bewundernden Ergriffenheit regelmäßig aus den Augenwinkeln. Im Theater und auch im Kino. Und das war schon im Teeanageralter so. Weil ich weder Dichter noch Schriftsteller bin, habe ich zur Beschreibung dieser Gefühlsüberflutung nur eine triviale Begründung: Es ist einfach herrlich, dass Menschen ihren Beruf so gut beherrschen und derart leidenschaftlich ausüben.>

Weil wir uns den Bericht zum Red Carpet der Oscars und zu den Nominierten und Gewinnern geschenkt haben, obwohl auch dazu Einiges zu schreiben gewesen wäre, komme ich heute mit einem kleinen Daisy-Bericht um die Ecke, der zumindest einen der besten Schauspieler der Welt ehrt und denen unter euch, die seine Filme nicht oder kaum kennen, den Mensch und Schauspieler Daniel Day Lewis etwas näher bringen soll.
Und das just in der Woche, in der sich Deutsche, Österreicher und meine (Wiener) Landsleute an Christoph Waltz zweitem Oscar von Tarantinos Gnaden inGangs_Of_New_York Folge berauschen (da kann Mr. Waltz selbstverständlich nichts dafür). Nichts scheint so schön für unsere beiden Völker zu sein, als der Umstand, dass „wir“ mal wieder gewonnen haben … wenn „wir“ nun schon nicht mehr Papst sind und möglicherweise in das Loch tiefer künstlerischer Bedeutungslosigkeit fallen könnten. Zumindest partiell …
Oder, sind da Draussen doch viele unter euch, die den gar nicht so feinen Unterschied zwischen einem sehr guten Schauspieler und den wenigen Besten lieben und ähnlich wie ich aus dem Häuschen geraten, wenn es nach vielen Jahren wieder einen Film mit Daniel Day Lewis gibt. Mit oder ohne Golden Globe oder Oscar. Ich hätte ihm zum Beispiel auch einen für die Darstellung des Anführers der Natives, Wiliam Cutting, auch der Metzger genannt, in dem bildgewaltigen Epos Gangs Of New York von Martin Scorsese gegeben. Niemand war besser in dem Film, obwohl die gesamte Besetzung großartig war (nur über Cameron Diaz kann man sekundenlang streiten).

Aus seinen zahllosen Nominierungen und erhaltenen Awards geht hervor, dass es schlichtweg unmöglich ist, jede grandiose Leistung auch als solche mit dem jeweils vorgesehenen Award zu würdigen. Da kämen ja andere Schauspielgenies noch seltener dazu, sich ihren verdienten Oscar, Golden Globe … oder …. abzuholen.

Für das TIME Magazine ist er „THE WORLDS GREATEST ACTOR“. Auf meiner persönlichen Bestenliste ist er auch schon seit My Left Foot unter den besten zehn, dann sieben, dann fünf … und nunmehr drei …
Dass Exzellenz dieser Art sehr viel mit Wertschätzung von künstlerischer Leistung, auch der von Kollegen zu tun hat – und, dass wirkliche Könner den Ball sehr gerne flach halten, kann man sehr gut in dem zurückhaltend-charmanten Video der kurzen Presserunde nach der Verleihung nachvollziehen. Von Nichts kommt Nichts und Sowas kommt von Sowas!!

Der kurze Interviewtermin nach dem dritten Oscar als Hauptdarsteller

Da haben wir wieder ordentlich was zu gucken, auch wenn man jede Überhöhung politischer Persönlichkeiten immer auch kritisch sehen kann. Ich freue mich auf diesen Film mit Mr. Daniel Day Lewis genauso, wie auf alle davor.

Darüber, dass Joacquin Phoenix noch nicht mal nominiert war, bin ich wirklich entsetzt. Und der ausnahmslos exzellente Phillip Seymour Hoffman kommt in den nächsten Jahren gewiss noch einige Male zu Oscar- und anderen Ehren … Man kann eben auch im falschen Jahr mal wieder gradios gewesen sein, das ist Hollywood.

Was sagt ihr zu Daniel Day Lewis und den anderen Gewinnern?
Sollte ich vielleicht auch über Waltz-Oscar juuuuuuuuuuuuuuuubeln (ich erinnere mich noch gut daran, dass zu den Zeiten, als Claus Peymann das Burgtheater unter seinen Fittichen hatte, Christoph Waltz keine größere Rolle bekam und immer etwas blass war auf der Bühne. Wie schön, dass Tarantino nun das Beste aus ihm herausholen konnte …). Hätte man das früher gewusst, wie gut er als hintergründiger Bösewicht ist, so könnte er Richard III, gewesen sein … und nicht Gert Voss 😉

Allgemein

Ausgehfein im Lounging-Pyjama – Louis Vuitton Abendlooks Winter 2013/14

Header
Bild: style.com

Wissen junge Männer heute eigentlich noch, was man unter einem Dressing Gown versteht?
Diese feinen Hausmäntel, die der Herr des Hauses in großbürgerlichen Kreisen vorzugsweise abends übergezogen hat, ohne das Hemd und die Hose darunter auszuziehen. Kim Jones dürfte mit seinen feinen Abendmänteln der Winterkollektion 2013/14 für eine Renaissance dieses seidenen Hausmantels sorgen. Und damit auch wirklich jeder mitbekommt, dass die Dressing Gowns wieder da sind, trägt man sie zur Smokinghose über einem feinen Hemd zum Ausgehen zwischen Berlin, Paris, New York, Hamburg und München …

Continue Reading

Allgemein

Tomorrow Was Another Day* – Calvin Klein Kampagnen-Film: Provocations

09:56 lang zwischen Terry Gilliams Brazil, Mad Max 2020 und einer architektonisch-ästhetisch aufbereiteten Endzeitstimmung entlangsehen und dabei mehrere Blicke auf Alexander Skarsgård und Suvi Koponen in High-Fashion, Jeans und mit Accessoires der Marke Calvin Klein werfen, ungefähr das ist der Inhalt des vom Hauskreativen Fabien Baron gestalteten Werbefilms des amerkanischsten aller US-Labels.

Provocations, so lautet der Titel – eher verstörend, denn provozierend wirken die The-Day-After-Szenarien und das Geschehen darin. Irgendwie muss man schließlich werben, das ist umso schwerer, wenn man wie Calvin Klein schon seit mehr als 25 Jahren regelmäßig Meilensteine der Mode- und Kosmetikwerbung gesetzt hat. Und, wenn die potenziellen Kunden und Fans rund um den Erdball schon wissen, womit Calvin Klein als ihre Marke besetzt ist. Jeder kennt das All-American-Label, da ist es schwer, modern oder sogar futuristisch aufgefasst zu werden.

Aber wofür gibt es Kreative wie Fabien Baron, die sich zur Aufgabe machen, alles, das sich binnen Jahrzehnten in unseren Köpfen und Herzen mit den Initialen CK angesammelt hat, ordentlich durcheinander zu schütteln, zum Teil zu löschen und mit unerwarteten Synapsensprüngen zum Thema des Labels ein frisches und attraktives Bild der Marke entstehen zu lassen.

Dafür eignet sich Provocations sehr gut, oder, wenn man knapp zehn Minuten seiner Zeit mit einem visuellen Erleben von Mode verbringen möchte, das mit wirklich sehr gut gemachter Medidationsmusik (“Og Lengra” von Olafur Arnalds) unterlegt ist. Einfach mal Innehalten.

Zehn Minuten dauernde Commercials kann leider niemand On-Screen gehen lassen, daher gibt es zwei Kurzversionen des Films.

Der TV-Spot in Langversion

Was gibt es zum Cast zusagen: Die Kreativen haben die richtige Wahl getroffen, obwohl Alexander Skarsgård für mich nur den Beweis antritt, dass die Kamera mit einem anderen Auge sieht, als wir Menschen. Der gute Mann kann auch ganz schön langweilig aussehen, aber in der Kampagne finde ich ihn genau richtig, weil er diese gedehnte Trägheit der Endzeitstimmung im Film gestisch und habituell perfekt umsetzt und ein sehr moderner Typ (eine Prise James Dean für das 21. Jahrhundert) ist. Und Suvi Koponen ist sowieso eines der besten Models für Calvin Klein. Ich liebe sie aber auch in dem Parfumspot für Chloé.
Dass Calvin Klein einer der „Miterfinder“ moderner Modewerbung ist, muss man nicht eigens betonen. Ich finde, mit Provocations beweisen die Hauskreativen mal wieder, dass selbst die Werbung für eine der bekanntesten Marken der Welt, immer wieder neu erfunden werden kann und muss, damit die Kasse weiter klingelt.

Vielleicht bin ich ja als eingefleischter Fan von Brazil besonders empfänglich für diesen Endzeit-Look, aber ich mag Provocations … und, ich werde gleich dieses Wochenende mal wieder den geliebten Terry Gilliam aus meiner späten Kindheit bis frühen Jugend schauen. Mein Tipp, macht das auch, falls ihr den Film noch nicht kennt. Brazil ist in jeder erdenklichen Hinsicht großartig und sehr unterhaltsam.

Trailer Brazil von Terry Gilliam aus dem Jahr 1985

Und am Ende freue ich mich, wenn ihr mich wissen lasst, wie ihr Calvin Kleins Provocations und eventuell sogar Terry Gilliams Brazil findet, liebe LeserInnen.

* Die fabelhafte Headline ist aus Brazil entlehnt

Paris Fashion Week

Mantel-Pretiosen, Mathematische-Mode-Fraktale und andere Schmuckstücke – Jil Sander Womenswear Winter 2013/14

Man verlernt das Radfahren nicht!
Ihr kennt das alle. Und Jil(ine) Sander beweist sich, der Modepresse und den Label-Fans mit dieser Kollektion, dass das genauso ist. Gleich der erste Mitternachtsdunkelblaue Mantel aus dem Defilee (im Header zu sehen) ist praktisch schon meiner (und ich fürchte, das könnte nicht der einzige kostspielige Mantelkauf für den kommenden Winter werden …)!

Man hat ja heute als Kreativer auch ein griffiges Thema auf der Höhe der Zeit zu liefern, zu dem die einzelnen Teile der Outfits abstrahiert wurden … und, ich hatte schon nach den ersten Modellen des Defilees so eine Ahnung, dass es da um das Konstruieren von Formen im mathematischen Sinne gehen könnte. So wie der Schliff von Edelsteinen niemals nach dem Zufallsprinzip erfolgt, hat Jil Sander ihren Schnitten, mit denen Sie seit Beginn ihres früheren Schaffens immer überzeugen konnte, mit präziser Kurvensetzung, perfekter Linienführung und aufwändigen Details, die in der Tat an Edelsteinschliffe erinnern, gleichzeitig einen sehr modernen und futuristisch-hochwertigen Look verliehen.

Kühl und sachlich wandeln die Models durch eine Szenerie aus metallischem Untergrund und wenigen Gemstone-Elementen, die man als sinnstiftendes Setdesign bezeichnen könnte. Das (diesmal sehr gelungene) Make-Up und die Frisuren der Models zeigen modernen Frauen. Unaufgeregt, zielstrebig und sinnlich, aber ohne jede Vordergründigkeit. Bloss nicht emotional unkontrolliert und vulgär. Denn, so ist eine Jil Sander Frau einfach nicht.

Aber das Label Jil Sander ist High Fashion. Man braucht also auch in unseren modernen und unsicheren Zeiten klare Zeichen des Luxus. „You buy gold when you don’t trust the future,“ so Jil Sander Backstage. „But we’re optimists. We want to believe.“

Wie man für Kundinnen, die sich partout nicht mit Gold, Glitter und BlingBling behängen wollen, dennoch unmissverständliche Enbleme des Luxus in eine moderne Kollektion einfließen lässt, das kann man nicht nur anhand der angenehm sparsam eingesetzten Goldstreifen, mal versteckter, mal quer über den Oberkörper an einem trägerlosen Kleid oder einem Rollkragenpulli laufend, nachvollziehen. Es gibt es Pelz, in einer modernen Interpretation (Argentinische Bieber), dunkel glänzend, relativ kurzhaarig und auf jedes Volumen und die übliche Üppigkeit verzichtend.

Bei den Farben habe ich mich als alter Fan der Farbe Mitternachtsdunkelblau, die es bei Jil Sander schon immer gab, über die schönen, zurückhaltenden Blau-, Rot- (Beerentöne) und Grautöne besonders gefreut. Jil Sander sieht das Farbkonzept als den Mongolischen Frühling an. Das sehr geschmackvolle Orange, ein schönes Gelb (Safran, Kamille), Sanddorn, Rotklee und die erdig-ockermoosigen Töne auftauenden Permafrostbodens – nur in Spurenelementen, könnten ihr da recht geben.

Trotz der Konstruiertheit der Formen von Jacken, Mänteln, Röcken, Kleidern und Oberteilen aus wollenen oder Cashemere-Stoffen, wirken die Proportionen leicht und die Linien folgen ganz im Sinne der Kurven Oscar Niemeyer’s der Natur körperlicher Formen moderner Frauen (das heißt leider, man sollte dünn oder sehr schlank sein, zumindest für die Kleider, Röcke und die kompakten Oberteile). Auch Doubleface-Effekte sind ein Thema. Die Mäntel und Jacken wärmen, auch wenn ich selbst auf die verkürzten Ärmel an manchen Teilen verzichten hätte können. Das steht nicht jedem, verküzt die Arme optisch und wir wollen ja alle eher längere Arme haben … Aber als Modernitäts-Statement kann ich diese Idee verstehen und gelten lassen.

Die Rocklängen reichen knapp über das Knie, sehr ladylike, ohne madamig oder bieder zu wirken. Bei den durchwegs wunderschönen Kleidern, hat sich die Kreateurin für gemäßigt kurze oder knapp über dem Knie endende Längen entschieden, was den modernen Schnitten sehr gut bekommt und ohnehin fast jeder Jil-Sander-Frau besser als ganz kurze oder etwas zu lange Rocklängen steht. Jil Sander achtet auf ihre Klientel und deren Bedürfnis danach, diese Mode im Job, bei offiziellen und privaten Anlässen frei von jeder Überlegung, „passt das auch wirklich zum Anlass“, tragen zu können. Davon darf man ruhig ein wenig fasziniert sein, dass man nicht verkleidet sein muss, um modisch auf der Höhe der Zeit bei fast jedem Anlass gut auszusehen. Purismus ohne Verzicht auf die Schönheit der natürlichen Proportionen. Futurismus auch als Anerkennung dessen, was Frauen heute schön macht.

In Summe hat die Designerin den Brückenschlag zwischen dem alten Ruhm der deutschen Modemacherin im besten Sinne und der neuen Jil Sander, die auf der handwerklichen und kreativen Grundlage vieler Erfolgskollektionen immer für positive Eindrücke und Überraschungen gut ist, für mich perfekt gemeistert. Ich bin sicher, dass mit der dritten und vierten Kollektion die Wogen der Begeisterung, auch bei den eingefleischten Raf-Simons-für-Jil-Sander-Fans langsam aufbranden könnten. Am Ende ist das alles nur in unserem Kopf, was wir uns zu so mancher Kollektion zusammen fantasieren und fabulieren …

Mir gefällt das neue Manifest der fraktalen Geometrie der Rauheit der Kreateurin Jil Sander. Und auch, wie Sie die Natur des Modebusiness beschreibt: Oft weißt du nicht was du willst, bevor du gesehen hast, was du nicht willst … oder so ähnlich. Cool und richtig ist heute modern. Was sagt ihr dazu, liebe LeserInnen? Wie gefällt die Kollektion?

Show Credits: Haare: Guido Palau, Make-Up: Pat McGrath, Set-Up und Lichtdesign: Thierry Dreyfus,

Allgemein

Back in Bergisch Gladbach – Germanys Next Topmodel, die Xte und andere Breaking News

Die Modelshow aller (verzichtbaren) Modelshows geht am 28. Februar wieder los (kleine Regieanweisung: An dieser Stelle solltet ihr Juchhuuuuuuuuuuuuuuuuu rufen)!
Uns aller Heidi und 25 gerade gewachsene, „ist ja voll krass“ kreischende Mädchen , die alle keine Topmodels werden, könnten also in den nächsten Wochen wieder ganz unverhofft um die Ecke biegen, wenn ihr gerade auf dem Weg zum besten Bäcker der Stadt seid, ganz arglos den Broadway entlang schlurft oder unvorsichtigerweise die Westküste der USA auf eurem Reisezettel stehen hattet.
Hier schon mal der Beweis:

Continue Reading

Paris Fashion Week

Macht Haute Couture von Raf Simons schön oder sollte man dafür besser so schön wie Marion Cotillard sein?

Im Angesicht von so viel Luxus, Handwerkskunst und edelsten Materialien und der Couture-Legende Dior eine irritierende Frage, das ist mir klar. Am Ende macht sie aber doch Sinn, zumindest bezogen auf einige der futuristischen Ideen des noch immer relativ neuen Akteurs im Haute Couture Business.
Der Reflex, darüber zu schreiben, setzte bei mir in dem Moment ein, als ich die relativ große Schar nicht eben Couture geeigneter Models in der Couture-Show sah, denen neben der Eleganz auch das gewisse Quäntchen Persönlichkeit und die Affinität zu diesem exquisiten Segment der Mode fehlt. Wegen dieser Presenter habe ich mich gefragt, ob es nur diese seltsamen Mädchen sind, oder, ob ich auch an der Kollektion Kritik üben könnte (mir ist klar, dass ich die Maus bin, die sich da möglicherweise mit einem Mammut anlegt).

Continue Reading